REFOG Keylogger Software für Mac: Tastenschläge, besuchte Websites und Chats aufzeichnen

Von der Firma REFOG bekommt ihr einen Keylogger für Apple Mac Geräte, der Tastenschläge, besuchte Webseiten, Chatverläufe, genutzte Programme und so weiter aufzeichnet. Das Keylogger Programm funktioniert dabei nicht nur auf dem Mac, sondern auch auf Windows PCs – und das bei allen Benutzern, nicht nur bei jenem Nutzer, der das Programm installiert hat.

REFOG Keylogger kostenlos als Download herunterladen

Wozu braucht man eine Keylogger Software?

Auf der Produktseite von REFOG wird angeführt, dass man das Nutzungsverhalten seiner Kinder mit dem Programm aufzeichnen kann, um zu sehen, ob sie sich illegale Musik laden, gewalttätige, pornografische oder anderweitig ungeeignete Inhalte ansehen. Zudem wird aufgezeigt, dass man das Nutzungsverhalten des Ehepartners respektive der Ehepartnerin mit dem Mac Keylogger überwachen kann.

Letzteres finde ich aber grenzwertig, da eine Überwachung der Rechnernutzung nicht nur fehlendes Vertrauen zeigt, sondern auch eine Art Vertrauensbruch ist. Sollte man sich allerdings Sorgen machen, aufgrund von exzessivem Online Shopping, Glücksspiel in Online Casinos oder des Konsums von schädigenden Informationen und Gedanken wegen, dann kann es vielleicht helfen.

Und ich persönlich nutze die Software, um beim Schreiben ein kleines Notfall-Backup zu haben. Ich habe hier in einem älteren Artikel erklärt warum. 😉

REFOG Keylogger: Infografik zur Internet- und Computernutzung von Kindern

Laut dem Unternehmen und dessen Infografik gibt es wohl ca. 130 Internetnutzer, die nicht älter als 14 Jahre sind. Zudem sinkt das Erstnutzungsalter immer weiter; dazu tragen auch IoT-Geräte bei, also Gadgets, die das sogenannte „Internet der Dinge“ nutzen. Doch im Netz warten Gefahren bzw. ungeeignete Inhalte auf Kinder. Diese kann man zwar blocken, die Blockaden allerdings auch umgehen. Deshalb kann – sicher nicht auf Dauer, aber für Stichprobentests – eine Keylogger Software helfen.

Hier die Infografik von REFOG:

REFOG Infografik zur Internetnutzung von Kindern

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Funktionen der REFOG Keylogger Software auf einen Blick

  • Aufzeichnung der Tastenschläge, also auch der geschriebenen Texte, eingegebenen URLs, Google-Suchen und so weiter
  • Regelmäßige Screenshots des gesamten Desktops für die Überwachung von konsumierten Texten, Bildern, Videos, etc.
  • Aufzeichnung des Browserverlaufs, der besuchten Seiten im Internet, Downloads, etc.
  • Übersicht der genutzten Programme und der Systemvorkommnisse
  • Chronologische Auflistung der genannten Dinge nach Benutzerkonten, um alles zuordnen zu können
Das Keylogger Interface ist intuitiv bedienbar

Beispiel-Nutzeroberfläche von REFOG – Anklicken zum Vergrößern

Einrichtung und Nutzung der Überwachungssoftware

Nach dem Download der Software von der REFOG Internetseite muss sie zunächst installiert werden. Anschließend muss ein Passwort festgelegt werden. Dieses Passwort sollte nicht vergessen werden, denn nur damit lässt sich das Programm aufrufen. Einmal installiert läuft es auch schon automatisch auf dem Mac (oder dem Windows PC). Der Keylogger agiert dabei stets im Hintergrund und ist nicht für die einzelnen Nutzer ersichtlich. Im Geheimen zeichnet er alles, was ich euch oben aufgelistet habe, auf. Um Einsicht in die Aufzeichnungen zu bekommen, braucht man wieder das Passwort – und man muss natürlich wissen, wo das Programm aufzurufen ist.

Kompatibilität der REFOG Software: Apple OS X, macOS und Microsoft Windows

Der Keylogger ist sowohl für Mac und iMac als auch für das MacBook, MacBook Air, MacBook Pro und so weiter erhältlich. Zudem kann man die Keylogger Software auch auf Windows PCs und Laptops installieren. Diese Systeme werden laut Anbieterseite unterstützt:

  • Mac OS 10.12 Sierra, OS X 10.11 El Capitan, 10.10 Yosemite, 10.9 Mavericks, 10.8 Mountain Lion, 10.7 Lion, 10.6 Snow Leopard, 10.5 Leopard
  • Windows 10, 8.1, 8, 7, Vista, XP

Informationen zu REFOG: Erfolg durch Unternehmensüberwachung

REFOG wurde im Jahr 2002 gegründet und entwickelt seitdem vor allem Überwachungssoftware für Unternehmen, die Industrie und für private Anwender. Das Programm Employee Monitor hat der Firma zu Bekanntheit verholfen. Vor allem bei Finanzgesellschaften kommt es laut REFOG gut an. Bereits „auf mehr als 48 Millionen Computern in 201 Ländern überall auf der Welt“ wurden die Programme, Keylogger und Monitoring Lösungen von REFOG schon installiert, gibt das Unternehmen auf seiner Seite bekannt. „Unsere Mission ist die Bereitstellung zuverlässiger und funktionaler Lösungen für die Mitarbeiterüberwachung in Unternehmen. Wir helfen den Kunden, Geschäftsgeheimnisse und geistiges Eigentum zu schützen und die Unternehmensrichtlinien einzuhalten, ohne die Mitarbeiter unter Druck zu setzen sowie ohne Filter und Verbote.“, heißt es überdies.

Keylogger für Mac herunterladen: der kostenlose Download der Überwachungssoftware

Man kann so einem Programm natürlich kritisch gegenüberstehen. Warum man – vor allem ohne ein bekanntes Problem, welches sich am Rechner respektive Internet manifestieren kann – seinen Mann oder seine Frau überwachen sollte, erschließt sich mir nicht vollkommen. Im Hinblick auf die Kinder sehe ich die Sache auch nicht gänzlich positiv. Jedoch ist das Verbotene oder zumindest Verruchte immer sehr anziehend, das ist klar. Jedoch sollte eine solche Überwachung und Aufzeichnung der Nutzeraktivitäten nicht die Aufklärung über Rechnernutzung und Internetinhalte ersetzen.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf möchte ich euch nun den Link für den Download geben: Klicket hier. Bedenkt aber, dass die Überwachung der Lieben am Rechner durchaus als Vertrauensbruch und Misstrauen gewertet werden kann – zu Recht. Zudem solltet ihr nicht böswillig Menschen mit dieser Software ausspähen. Nicht nur, weil so etwas auf Rechnern, die nicht euer Eigentum / Besitz sind, illegal ist; sondern auch und vor allem, weil es moralisch nicht wirklich vertretbar ist. Wie gesagt: es gibt Ausnahmen im Einzelfall – bei Spielsucht, dem Verdacht von illegalen Aktivitäten, bei im Internet verbreitetem oder konsumiertem Gedankengut hinsichtlich (Selbst)Hass, (psychischer) Krankheit, Suizidgedanken und so weiter.

Hinweis für die Auswertung der Aufzeichnungen

Überwachung schön und gut, aber was genau fängt man nun mit den gesammelten Daten an? Wie schon angedeutet, befürworte ich nicht jedwede Nutzung der Keylogger Software. Allerdings kann sie helfen, gefährliche oder einfach unerwünschte Aktivitäten nachzuvollziehen. Wie ist der Virus auf den Rechner gekommen? Umgehen die Kinder die Internetsperre bzw. die Blockierung von Spieleseiten? Welche Online Glücksspiel Seiten müssen noch blockiert werden, weil der Partner / die Partnerin zu viele Nächte dort verbringt (und zu viel Geld dort lässt)? Welche Foren sollten blockiert werden, weil sie gefährliche Gedanken verbreiten? Diese Fragen können geklärt werden. Zur Unterredung der einzelnen Nutzer kann und will ich gar keine detaillierten Hinweise geben. Nur so viel: nur Vernunft siegt, Wut erzeugt lediglich Trotzreaktionen und damit vielleicht weitere unschöne Sachen am Rechner.

Fazit zum Thema und eure Meinung

Der Keylogger von REFOG ist (zumindest für den Nutzer im eigentlichen Sinne) benutzerfreundlich. Das Programm hat ein schönes Interface und kann intuitiv bedient werden, umfangreiche Computerkenntnisse sind nicht von Nöten. Jedoch ist die Überwachung bei vielen Personengruppen moralisch nicht einwandfrei vertretbar. In Einzelfällen sowie bei der Erziehung von Kindern vielleicht. Kurzum: solltet ihr das Programm nutzen, dann doch bitte mit Bedacht.

Was denkt ihr dazu? Schreibt gern einen Kommentar zum allgemeinen Thema Nutzerüberwachung am Mac bzw. speziell zum REFOG Keylogger.

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