Star Wars Metall Bausätze: „Metal Earth“ bietet Basteln mit Metallmodellen

Zeitgleich zum Start des neuen Star Wars Films läuft natürlich auch die Merchandising Maschine der Filmstudios auf Hochtouren. Und manchmal – in ganz seltenen Fällen – kommen dabei sogar recht nette Sachen bei raus. In diesem Fall die „Star Wars Metal Earth“ Bausätze aus Metall! Die Haptik der Metallmodelle ist deutlich schöner als bei Kunststoffmodellen. Dadurch, dass sie nicht lieblos und unsauber ausgestanzt, sondern super-genau mit Laser ausgeschnitten sind, passen auch die winzigen Verbindungen gut ineinander, was Erfolgserlebnisse beim Anfängerbastler garantiert.

Star Wars X-Wing Metall Modell

Das Star Wars X-Wing Metall Modell von Metal Earth ist definitiv ein Hingucker – und für bastelbegeisterte Erwachsene und deren Kinder eine schöne Herausforderung!

Lasern, Stanzen, Stecken, Biegen – Star Wars Modellbau für Metaller

Das Faszinierende an den Bausätzen ist, dass die Einzelteile aus einer flachen Metallplatte gelasert wurden und erst mit einem Elektronik-Seitenschneider oder einer kleinen Zange aus dieser Platte „befreit“ werden müssen. Dann hat man „flache“ Teile, die in einigen Fällen (wie beim Cockpit des Millennium Falcon) auch noch in passende Form gefaltet werden müssen.

Star Wars Metal Earth Platten

In diesem Stil sind die zwei 4-Zoll-Metallplatten der „Star Wars Metal Earth“ Bausätze aufgebaut. Man sieht hier auch schön die kleinen Laschen an den Teilchen, die dann für die Befestigung sorgen (Fotos: Amazon).

Zusammengebaut werden sie dann mit winzigen Metalllaschen, die in entsprechende Öffnungen greifen und dann umgebogen werden – komplett ohne Kleber.

Nahaufnahme der Metal Earth Steckverbindungen

Hier in der Nahaufnahme sieht man, wie die Steckverbindungen in den Metal Earth Modellen funktionieren: Die Laschen werden durchgesteckt und dann umgebogen – so halten die Einzelteile der Metall-Modelle ohne Kleber zusammen.

Größe und Bauzeit der Star Wars Bausätze

Star Wars Destroyer Droid

Das Star Wars Destroyer Droid (Droideka) Modell ist sicher einer der schweren Bausätze, da sie viele Rundungen hat, die erstmal aus den flachen Stahlblechen säuberlich zurecht gebogen werden müssen.

Die Bausätze sind alle unterschiedlich groß und komplex, aber Fingerspitzengefühl, Geduld und ein ruhiges Händchen sind bei allen Metal-Earth-Modellen gefragt. Aus dem Grund sind sie sicher nichts für 4-5 jährige sondern eher für Kinder, die entsprechend viel Geduld haben. Mein Junior (7 Jahre) ist zum Beispiel großer Fan von Lego Technik und kann stundenlang an den Modellen arbeiten; ich denke für ihn wäre ein Star Wars Modell sicher eine Herausforderung, aber machbar.

Von der Bauzeit her muss man laut Aussagen einer Kunden schon mit drei oder mehr Stunden rechnen. Die Teile müssen erst aus der großen Platte herausgelöst werden und dann noch mit Flachzange und Essstäbchen (ja richtig gelesen!) bearbeitet werden, was natürlich auch seine Zeit in Anspruch nimmt. Man bekommt also für sein Geld schon ein paar Stunden Puzzlearbeit zurück.

Die Preise liegen zwischen 8 EUR (für den Destroyer Droiden) und 17 EUR (für das Kylo Rens Command Shuttle Modell) und sind dem Bauspaß angemessen.

Passendes Werkzeug sorgt für mehr Spaß bei Basteln

Die meisten Kunden haben in den Bewertungen angemerkt, welche Werkzeuge sie für den Zusammenbau genutzt haben: Schlaschlikspieß, Essstäbchen, Flachzange, Elektronik-Seitenschneider, Nagelschere und Modellbau-Pinzetten gehören hier zum Sortiment. Man muss bedenken, dass die fetigen Modelle nur wenige Zentimeter groß sind. Der Millennium Falcon ist zum Beispiel 6 cm breit und 7 cm lang. Entsprechend klein sind die Bauteile auf den Platten, die 4 x 4 Zoll (ca. 10 x 10 cm) groß sind. Pinzetten und Feinmechaniker-Zangen sind also nicht ohne Grund eine Empfehlung der anderen Bastler.

Wer sich gerne noch mit Werkzeugen eindecken möchte und sowieso die eine oder andere Zange oder Pinzette benötigt, sollte sich diese beiden Sets anschauen:

Elektronik-Zangenset (8 Zangen) von Mannesmann

Mannesmann Elektronik Zangenset

Gute Qualität zum kleinen Preis: Das Mannesmann Elektronik Zangenset.

Mit ca. 17 EUR ist dieses Set eine gute Wahl, wenn man keinen Billig-Schrott kaufen möchte. Die Zangen sind alle mit geschliffenen Köpfen und leichtgängigen Gelenken versehen. Durch die Gummierung liegen sie gut in der Hand und sind auch bei langen Bastelarbeiten gut zu verwenden. Die Reissverschlusstasche hilft dabei, die Zangen immer griffbereit und sauber zu halten. Mit im Set ist unter anderem eine Flachzange, eine Rundzange, ein Seitenschneider, eine Kombizange und einige andere Zangentypen – mehr als genug für jeden Modellbauer. Gefunden hier bei Amazon.

Pinzetten-Set von Revell (3 Pinzetten)

Revell Pinzetten-Set

Das Revell Pinzetten-Set enthält auch die selbstschließende Pinzette, die für die Montage der Kleinteile sehr hilfreich ist.

Ein Set mit unterschiedlichen Pinzetten ist ebenfalls hilfreich, um die kleinen Teile an die richtigen Positionen zu bringen. Es gibt zwar auch günstige Sets von anderen Herstellern als Revell, aber diese sind oft aus so minderwertigem Material, dass sie sich schnell verbiegen und dann nicht mehr richtig greifen. Dieses Set von Revell hat auch die selbstschließende Pinzette, die wichtig ist, um Kleinteile zu bewegen, ohne ständig den Druck auf die Pinzette halten zu müssen. Preislich liegt das Set bei ca. 14 EUR. Gefunden hier bei Amazon.

Bewaffnet mit diesen Werkzeugen und eventuell noch einer Lupenlampe oder wenigstens dieser „Dritten Hand mit Bastellupe“ (die ich im Einsatz habe) sollte der Aufbau nur noch eine Frage der Zeit sein. Die Anleitungen scheinen bei einigen Modellen zwar in Englisch zu sein, aber die Zeichnungen dazu scheinen auch ohne Englischkenntnisse eine gute Anleitung für den Zusammenbau zu sein.

Übersicht der aktuellen Star Wars Metal Earth Modelle

Der Millennium Falcon ist natürlich der Bestseller unter den Star-Wars-Metall-Bausätzen (Quelle: Amazon in der Rubrik Standmodellbau: Weltraumfahrzeuge), aber es gibt noch einige weitere Modelle dieser Reihe. Hier der Übersicht halber eine Zusammenfassung der Star Wars Modelle (Modelle aus den ersten Teilen Star Wars 1 bis 3 sowie den Folgen 4 bis 6 und dem neuesten Star Wars VII („The force awakens“) von Metal Earth:

Mein Fazit: Pädagogisch wertvoll für Kids und ein Hingucker für Star Wars Nerds

Man kann ja über die Star Wars Filme denken, was man möchte – als Fans denken wir natürlich nur Gutes darüber! – aber mit diesen Bausätzen hat die Marketingabteilung des Filmstudios etwas schönes geschaffen. Das Basteln mit den Modellen macht viel Spaß, da man mit kleinen recht schwer und hochwertig wirkenden Bauteilen arbeitet. Man kommt sich ein bisschen vor wie ein Uhrmacher, der an einer winzigen Maschine werkelt.

Der Anspruch an den Bastler ist schon nicht gering, da die Kleinteile extrem klein sind, aber mit Geduld und Fingerspitzengefühl kann man aus den Metallplatten ein hübsches Modell zaubern, dass durch die Hochglanzoberfläche auch optisch viel hermacht.

Ich denke für Erwachsene, die Star Wars mögen und die gerne basteln, sind die Bausätze eine tolle Geschenkidee. Für Kinder ab 8 oder 9 Jahren sollten sie auch kein unlösbares Problem sein, wenn das Kind über ein bisschen Geduld und Fingerfertigkeit verfügt. Zur Not muss der Papa oder die Mama eben ein bisschen helfen. 🙂

Mir macht das Basteln definitiv Spaß und es ist auch eine gute Alternative zum Puzzle, wenn man mal „runterkommen“ möchte. Mit dem entsprechenden Werkzeug ist es natürlich schöner, aber im Prinzip kommt man auch mit Nagelschere, Essstäbchen und Pinzette ans Ziel.

Und für diejenigen unter euch, die ihr erstes Modell gerne entsprechend präsentieren möchten, habe ich hier noch eine solarbetriebene Plattform gefunden, die sich dann langsam mit dem Modell dreht. So provoziert man neidische Blicke von Arbeitskollegen, wenn man sein Star Wars Modell auf dem Bürotisch platziert. 🙂

Und nun noch der offizielle deutsche Trailer zu Star Wars 7 „Das Erwachen der Macht“… einfach nur, um euch in Stimmung zu bringen. 😉

 

Wie würdest du diesen Beitrag bewerten?

 
54
Sir Apfelot
Sir Apfelot
Jens Kleinholz, den meisten Lesern des Blogs eher als "Sir Apfelot" bekannt, arbeitet seit über 20 Jahren mit Macs und hätte sich garantiert damals schon ein iPhone gekauft, wenn Steve Jobs es mal ein bisschen früher erfunden hätte. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er selbständig und bringt mit seiner SEO-Agentur NET-TEC internet solutions die Homepages von Kunden auf die vordersten Plätze bei Google.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.