Test: Meine Erfahrungen mit CleanMyMac 3 – lohnt sich der System- und Festplattenbereiniger für den Mac?

Vor ein paar Tagen flatterte bei mir die Meldung rein, dass es ein Angebot der Systembereinigungssoftware CleanMyMac von MacPaw gibt. Im Grunde hatte ich meinen Mac immer mal per Hand bereinigt und alte Backups oder ähnliches gelöscht, wenn der Festplattenplatz mal wieder etwas knapp wurde – und bei einem SSD-Laufwerk ist er irgendwie chronisch zu klein. Als Richtwert sagt man, dass die Systemfestplatte bei einer SSD mindestens 10-15 % freien Speicher aufweisen sollte, damit das System genug Platz hat um zu „swappen“, also um große Speicherbereiche kurzzeitig auf die Platte auszulagern und später wieder zu nutzen. Hat man weniger als 10% freien Speicher, kann der Mac immer träger werden, weil er viel mehr auf der Festplatte arbeiten muss als nötig.

Bisherige Lösung: halbautomatisches Suchen und Löschen

Bisher hatte mir beim Leerräumen von Speicherplatz immer die Software „DaisyDisk“ geholfen, die das System nach grossen Ordnern und Dateien scannt und diese dann grafisch schnell erfassbar für das Auge aufzeigt. Die Software CleanMyMac 3 klang aber nach einem „umfassenderen“ Werkzeug, da sie nicht nur grosse Dateien ausfindig macht, sondern auch Caches, Systemreste alter Programme, nicht mehr genutzte Mailanhänge, Datenmüll von iTunes und vieles mehr sammelt und zum Löschen anbietet.

Das Festplatten-Bereinigungstool CleanMyMac 3 im Test: Ich zeige euch, was das Programm kann und ob sich ein Kauf lohnt!

Das Festplatten-Bereinigungstool CleanMyMac 3 im Test: Ich zeige euch, was das Programm kann und ob sich ein Kauf lohnt!

CleanMyMac 3 im Test: Mein Kampf gegen Speicherknappheit

Ganz klar, das Programm wollte ich gerne mal bei mir testen, denn wer könnte ein besseres Testobjekt sein als ich – wo ich doch seit Jahren gegen zu wenig Festplattenplatz auf meinem MacBook Pro 15“ kämpfe. Das Tool nimmt sich zwar auch die Systembereinigung vor, um den Mac insgesamt schneller zu machen, aber damit habe ich eigentlich kein Problem, aus dem Grund zielt mein Test eher auf die Festplattenbereinigung ab.

Nach einem kurzen Mailverkehr mit der Softwareschmiede MacPaw wurde mir dann ein Lizenzcode für die Vollversion übermittelt – gratis gegen das Versprechen, dass ich einen Testbericht schreibe. Und das mache ich nur allzugerne – allerdings habe ich die Marketingabteilung auch „gewarnt“, dass ich einen ehrlichen Bericht verfassen werde, der durchaus einen kritischen Blick auf die Software werfen wird.

Der Preis für CleanMyMac 3 (CMM3)

Normalerweise kostet die Lizenz etwa 40 EUR; wer mehrere Macs mit CleanMyMac 3 ausstatten möchte, bekommt aber gute Rabatte. Die aktuellen Preise findet ihr hier bei MacPaw.

Das Menü: Einfach und übersichtlich

Nach der Installation zeigt sich das Programm sehr übersichtlich. Ein Menü auf der linken Seite hält die Bereiche parat, die man durchscannen lassen kann:

  • Systemreste
  • Foto-Datenreste
  • Mail-Anhänge
  • iTunes-Datenmüll
  • Papierkörbe (ja, Mehrzahl!)
  • Große & alte Dateien

Darunter gibt es dann noch einen Bereich „Dienstprogramme“:

  • Deinstallation
  • Wartung
  • Datenschutz
  • Erweiterungen
  • Vernichter

Alle Punkte werden nochmals erklärt, wenn man einmal drauf klickt. So erfährt man zum Beispiel, dass „Systemreste“ temporäre Dateien entfernen kann oder auch ungenutzten Programmcode oder ungenutzte Sprachen vom System löschen kann, ohne die Funktion des Systems zu beeinträchtigen. Alle anderen Punkte werden ebenfalls erläutert, aber ich gehe später noch im Einzelnen darauf ein.

Smart-Scan: Der Knopf für akuten Speichermangel

Was ich bisher verschwiegen habe: Ganz oben im Menü gibt es einen Button „Smart Scan“. Damit läßt sich ein globaler Scan auf dem Mac auslösen, der alle Unterpunkte beinhaltet und dabei „smart“ nur diese Dateien auswählt, die definitiv nicht mehr gebraucht werden. Den Button habe ich natürlich als erstes gewählt. Nach gut 20 Minuten war mein komplettes MacBook mit 768 GB SSD Festplatte durchgescannt und 44 GB (ja tatsächlich!) wurden von Smart Scan gefunden und zur 1-Klick-Bereinigung vorgeschlagen.

CleanMyMac 3 Smart Scan Funktion

Die CleanMyMac 3 „Smart Scan“ Funktion durchsucht das System und die Festplatte nach Dateien, die sicher nicht mehr benötigt werden und in Windeseile durch den Löschknopf für mehr Festplattenplatz sorgen – eine schönes Feature für akute Notfälle oder Faule!

Wie man in der Seitenleiste sieht, wurden in den einzelnen Bereichen noch mehr Dateien gefunden, die eventuell gelöscht werden können, aber diese wurden nicht alle ausgewählt, da der Benutzer bei diesen Daten nochmal ein Auge drauf werfen soll, ob er sie nicht doch behalten möchte. Der Smart Scan hat aber mit 44 GB schon einen guten Batzen an potentiell-freien Festplattenplatz gefunden.

Ich habe das natürlich nicht gemacht, denn ich wollte noch die anderen Bereiche einzeln testen und nicht gleich mit einem Rundumschlag alle Probleme beheben. 🙂

Das CleanMyMac Dashboard: Der aktuelle Status auf einem Blick

Oben rechts im Fenster von CleanMyMac findet sich ein Button namens „Dashboard“. Über diesen gelangt man zu einer Übersicht, die aufzeigt, wieviel Speicher der Festplatte belegt ist und mit welchen Daten-Typen (Filme, Programme, Musik etc) sie belegt ist. Ebenso wird der Zustand des Akkus bei einem MacBook und die Auslastung von RAM-Speicher und Prozessor angezeigt.

Das CleanMyMac Dashboard zeigt aktuelle Informationen über Festplatte, RAM, Akku und Prozessorauslastung.

Das CleanMyMac Dashboard zeigt aktuelle Informationen über Festplatte, RAM, Akku und Prozessorauslastung.

Dieses Fenster kann man auch in einer Miniansicht erhalten, wenn man das CleanMyMac-Symbol in der Menüleiste anklickt. So hat man einen schnellen Überblick über die Auslastung der Festplatte und den Arbeitsspeicher.

Die Sache mit dem RAM…

Das RAM kann man über die Menüzeile mit CMM3 auch direkt freigeben, wenn man möchte. In meinem Test wurden von 16 GB RAM (bis auf 150 MB war alles belegt) durch einen Klick etwa 7 GB wieder frei gegeben. Ich persönlich halte diese Funktion aber für überflüssig, denn OS X selbst gibt RAM ebenfalls frei, allerdings nur dann, wenn er benötigt wird. Es ist also normal, dass nach längerem Betrieb der Speicher voll ist. Dies hat allerdings keinerlei negative, sondern positive Auswirkungen: schon einmal offene Programme starten beim zweiten Start schneller.

CMM 3 Dashboard in der Menüleiste

Das CMM 3 Mini-Dashboard in der Menüleiste.

Informativ und leicht zu bedienen

Gerade für Laien ist es wichtig, dass Programme leicht bedienbar sind und für Transparenz bei ihren Funktionen sorgen. CleanMyMac ist da vorbildlich, denn jeder Bereich, in dem man nach löschbaren Dateien suchen lassen kann, wird im Details erklärt. So weiss man schnell, welche Daten durch das Löschen betroffen sein werden und welche Auswirkungen dies haben kann. Wer es genauer wissen möchte, klickt auf das kleine Fragezeichen-Symbol im jeweiligen Screen und gelangt dann zu einer (leider englischen) noch detailierteren Beschreibung.

Die Aufteilung in verschiedene Bereiche hilft dabei, sich bestimmte Dateitypen und Medienarten vorzunehmen. Auf diese Weise kann man sich zum Beispiel sicher sein, dass man im Bereich „Foto-Datenreste“ auch nur Fotos in die Tonne wirft und keine Mails. Es gibt ja einige andere Aufräum-Apps, die da sehr „umfassend“ vorgehen und die komplette Festplatte nach allen möglichen – aus ihrer Sicht unnützen – Daten durchsuchen und diese dann alle löschen. Diese Art „Aufräum-Apps“ würde ich zum Beispiel nicht empfehlen, da man hier selten detailiert entscheiden kann, was gelöscht wird und man dazu auch wenige Infos bekommt, was die Software tatsächlich als „Müll“ einstuft und was nicht.

Bei der Smart-Scan Funktion von CleanMyMac 3 hat man zwar auch eine umfassende Suche und löscht viele Dateitypen auf Knopfdruck, aber hier geht die App sehr „vorsichtig“ bzw. „smart“ vor und löscht nur das, was auch wirklich zu keinerlei Funktionseinschränkungen führen kann. Private Fotos oder Mail-Anhänge werden hier nicht angetastet.

Papierkörbe: Endlich leer!

Die Funktion „Papierkörbe“ von CMM3 ist mir einen extra Absatz wert, denn hier wird nicht nur der Finder-Papierkorb geleert, sondern auch die der Apps „Fotos“ und „Mail“. Was aber ein wirklich gutes Feature ist: Mit der Funktion kann man auch Dateien aus dem Papierkorb bekommen, die sonst immer eine Finder-Fehlermeldung auswerfen. Ich hatte vor einigen Monaten mal ernsthafte Probleme mit solchen resistenten Dateien im Papierkorb und musste eine extra-App dafür nutzen, bevor sie wirklich weg waren. Ab sofort erledigt CleanMyMac das für mich – und für euch, wenn ihr möchtet.

CleanMyMac 3 löscht unlöschbare Dateien aus dem Papierkorb.

CleanMyMac 3 löscht auch „unlöschbare“ Dateien aus dem Papierkorb, die über die Finder-Funktion „Papierkorb entleeren“ sonst immer mit einer Fehlermeldung im Papierkorb bleiben wollen.

Festplatten-Speicher: Hohes Einsparpotential auf jedem Mac

Man wundert sich vielleicht, aber es gibt grundsätzlich auf jedem Mac enorm viel Festplattenplatz, den man „freigeben“ kann, indem man nicht mehr benötigte Dateien löscht. Alleine bei meinem MacBook waren es auf einer 768 GB SSD-Festplatte über 100 GB, die ich mit CleanMyMac freischaufeln konnte – und das, obwohl ich schon hier und da mit DaisyDisk größere Dateien und Ordner rausgeworfen habe und meinen Papierkorb nicht über 1 GB habe anwachsen lassen. Nun fragt ihr euch vermutlich, was da eingespart werden kann?

CMM3: iTunes Datenmüll – ein Bereich, der viel Einsparpotential bietet

Der Button „iTunes Datenmüll“ – ein Bereich in CMM3, der viel Einsparpotential bietet – in meinem Fall über 50 GB!

Ohne in die Tiefe zu gehen, kann ich euch hier ein paar Punkte nennen, die CleanMyMac erfasst und die auch sicher bei euch für mehr freien Festplattenspeicher sorgen werden:

  • iOS-Backups bei iTunes: jedes Mal, wenn man sein iPod, iPhone oder iPad an den Mac ansteckt, wird synchronisiert und ein Backup gemacht. In der Regel braucht man viele dieser Backups nicht, denn entweder sind nur wenige Tage zwischen den Backups oder es sind sogar Backups von alten iOS-Geräten, die ich nicht mehr in Verwendung habt. Auch abgebrochene Backups nehmen nur Platz weg und bieten keinen Mehrwert. In meinem Fall waren hier gut 30 GB, die weg konnten.
  • iOS Apps: Jede App, die man am iPod, iPhone oder iPad installiert, wird von iTunes auch auf den Mac gesichert. Löscht man sie dann vom iPhone, ist die App noch lange nicht vom Mac gelöscht und umgekehrt verschwinden die Apps nicht vom iOS Gerät, wenn man sie am Mac in den Müll wirft. Es ist also eigentlich unnütz verwendeter Speicherplatz, denn ihr könnt jede App sowieso wieder aus dem App-Store laden – egal ob sie in iTunes am Mac vorhanden ist oder nicht. Ich habe alles rausgeworfen und damit gut 58 GB (!!!) frei geschaufelt.
  • Systemreste: Unter diesen Punkt fallen alle Dateien, die am jeweiligen Mac nicht verwendet werden. Das können bestimmte Treiber, Daten für Systemsprachen, Reste längst deinstallierter Programme und vieles mehr sein. Wieso benötigt ihr zum Beispiel Sprachdateien für Koreanisch, wenn ihr die Sprache nicht sprecht und verwendet? Wenn ihr diese Daten löscht, funktioniert OS X immernoch wie gehabt, aber ihr habt mehr Festplattenplatz frei. Bei mir unter OS X El Capitan konnte ich damit gut 3 GB frei machen.
  • Große & alte Dateien: Bei dieser Funktion wird der Benutzer-Ordner nach Dateien gescannt, die lange nicht verwendet wurden und viel Platz wegnehmen. Die Liste sollte man natürlich mal durchschauen, denn nur weil es eine große und lange nicht verwendete Datei ist, heißt es nicht, dass man sie nicht braucht. Alte Filme von den seinen Kindern schaut man vielleicht nicht oft an, aber sie sind groß, selten verwendet und sollten NICHT weg geworfen werden. Also Augen auf vor dem Löschen! Ich habe mir meine Liste angesehen und konnte 14 GB löschen.
  • Mailanhänge: Mit jeder Mail, die mit einem Anhang kommt, wird eine Datei auf dem Mac gespeichert – nämlich der Anhang. Im Laufe der Zeit wandern dort viele Dateien auf die Festplatte, die man einmal anschaut und dann nicht mehr benötigt. Zum Beispiel die ganzen lustigen Fotos und Filme, die man von Bekannten zur Bespaßung zugeschickt bekommt. Auch diese Liste geht man mit CleanMyMac sehr einfach durch und hakt die Dateien an, die man nicht mehr braucht. CleanMyMac listet dabei sogar Dateien nach Gruppen wie Filme, Musik, Archive, Bilder etc auf. So kann man schnell entscheiden, was interessant ist und was nicht. In meinem Fall wurden hier 3 GB Speicher auf der Festplatte frei.
    Dazu noch ein Hinweis, den ich nach einer Rückfrage beim Team von CMM3 erhalten habe: Clean My Mac 3 löscht die Anhänge der Mails auf dem Rechner. Das heißt, sie verschwinden tatsächlich aus dem Mailprogramm. Wenn ihr ein IMAP Postfach (wie bei den meisten Anbietern und auch bei me.com) verwendet, könnt ihr die Anhänge später aber wieder vom Server downloaden. Sie sind also nur lokal gelöscht und nicht auf dem Server!

Man muss kein großes Mathegenie sein, um zu sehen, dass wir schon bei über 100 GB freigegebenem Festplattenspeicher sind. Damit ist meine SSD von der Auslastung her wieder deutlich unter dem Grenzwert von 90% Füllung und ich brauche mir erstmal ein paar Wochen oder Monate keine Gedanken mehr um den Platz meiner Festplatte machen. 🙂

Dienstprogramme unter CleanMyMac 3

Wie oben schon erwähnt, gibt es neben den diversen Scan-Möglichkeiten auch noch eine Abteilung „Dienstprogramme“. Diese habe ich anfangs nicht genauer unter die Lupe genommen, aber auch hier hat das MacPaw-Team gute Arbeit geleistet und ein paar praktische Tools eingerichtet, die ich euch hier im Einzelnen vorstellen möchte.

Deinstallation von Apps

Man glaubt vielleicht, zur Deinstallation zieht man die meisten Mac-Apps einfach vom Ordner „Programme“ in den Papierkorb und damit ist alles weg, aber in der Praxis bleiben immer Reste zurück: Dateien mit Einstellungen, Cacheordner und ähnliche Daten müllen den Mac nach und nach zu. Beim Tool „Deinstallation“ in CMM3 erhält man eine Liste mit allen Programmen, die auf dem Mac installiert sind. Wenn man hier ein Programm auswählt und es löscht, kann man gleich in einer Liste die verknüpften Dateien und Ordner sehen, die man eventuell mit löschen möchte oder löschen sollte.

CMM3 Deinstallation von Programmen und Programm-Reset

CMM3 macht die Deinstallation von Programmen und sogar ein Programm-Reset (siehe roter Kringel!) sehr einfach.

Programm-Reset: Sehr praktisch und fast nicht zu sehen ist eine weitere tolle Funktion in diesem Tool namens „Programm-Reset“. Diese Funktion löscht nur die Einstellungsdaten, aber nicht das Programm selbst. Dies hilft oft, wenn Programme mit der Meldung „Programm XYZ wurde unerwartet beendet“ abstürzen. Nicht selten hängt es dann nämlich an solchen Dateien, die das Programm nach dem Reset dann neu anlegt, wenn man sie vorher mit „Programm-Reset“ löscht.

Wartung

Unter dem Punkt „Wartung“ kann man Zugriffsrechte reparieren, den DNS Cache löschen, die Mail-Datenbank neu aufbauen, Wartungsscripte von OS X ausführen oder auch den Spotlight-Index neu erstellen. Alles Sachen, die man auch anders lösen kann, aber hier hat man sie schön gesammelt in einer Liste. Nicht zwingend nötig, aber nice to have!

Datenschutz

Hier kann man Chat-Daten von Skype und der Nachrichten-App löschen, Cookies löschen, die Browser-History leeren und andere persönliche Daten löschen, die in Browsern angelegt wurden. Dies nicht nur für Safari sondern auch für alle anderen Browser, die installiert sind.

Das Tool "Datenschutz" in CMM3 ermöglicht das gezielte Löschen von Daten in Browsern, Chat-Apps und im Finder.

Das Tool „Datenschutz“ in CMM3 ermöglicht das gezielte Löschen von Daten in Browsern, Chat-Apps und im Finder.

Erweiterungen

Der Bereich „Erweiterungen“ ist sehr spannend, denn hier findet man nicht nur Erweiterungen, die in den Browsern installiert sind, sondern auch Anmeldeobjekte, die beim Einloggen des Benutzers gestartet werden, Finder-Plugins, Start-Agenten, Systemeinstellungen, Dienste von Programmen und Finder-Plugins. Oft laufen solche Scripte unbemerkt im Hintergrund und es in der Regel nicht ganz einfach, sie zu entfernen oder zu deinstallieren, da sie in vielen verschiedenen Ordnern im versteckten Library-Systemordner verteilt liegen. Mit diesem Tool von CMM3 ist es mit wenigen Mausklicks erledigt.

Das Tool "Erweiterungen" ist die richtige Anlaufstelle für einen Frühjahrsputz, wenn man Hintergrundskripte rauswerfen möchte.

Das Tool „Erweiterungen“ ist die richtige Anlaufstelle für einen Frühjahrsputz, wenn man Hintergrundskripte rauswerfen möchte.

Ich habe beim Durchgehen der Liste etliche Scripte gefunden, die im Hintergrund laufen und die ich definitiv nicht mehr benötigte, weil ich die Programme nicht mehr verwende. Auch wenn es keine merkliche Bescheunigung des Systems mit sich bringt: Es ist sicher besser für die Stabilität von OS X, wenn man hier nur das nötigste laufen hat.

Vernichter

Das Tool "Vernichter" löscht Dateien sicher und ohne Fehlermeldungen des Finders.Relativ unspektakulär ist das Tool „Vernichter“ – auch wenn es einen martialischen Namen hat: Es löscht Dateien sicher. Das heißt, die Datei wird mehrfach mit Nullen überschrieben, damit sie – auch mit speziellen Datenrettungstools – nicht mehr hergestellt werden kann.

Ebenso kann man mit dem Tool Dateien löschen, bei denen es sonst Fehlermeldungen im Finder geben würde. So kann man zum Beispiel Daten löschen, die das System irgendwie noch in Verwendung hat.

Mein Fazit zu CleanMyMac 3

Wie man vielleicht dem bisherigen Artikel schon entnehmen konnte, bin ich von der Mac-App ganz begeistert. Ich denke sie ist vor allem Leuten zu empfehlen, die häufiger mal mit einer vollen Festplatte zu kämpfen haben oder viele Programme installieren und deinstallieren und durch CleanMyMac das System sauber halten können.

Wer einen iMac mit 2 TB Festplatte hat und nur ein bisschen surft und mailt oder ein paar Dokumente mit Numbers und Pages erstellt, der benötigt CleanMyMac vermutlich nicht, denn er wird kaum an die Grenze seines Macs kommen – weder von der Prozessorleistung noch vom Festplattenplatz. Wer aber – wie ich – viele verschiedene Programme mit hohen Anforderungen (Adobe Photoshop, 3D Rendering, Videoschnitt und ähnliches) am Mac nutzt und dazu vielleicht noch an einem MacBook arbeitet, das festplattentechnisch sowieso immer grenzwertig voll ist, der dürfte mit CleanMyMac ein verläßliches und sehr gutes Rundum-Aufräum-Programm gefunden haben.

Einige Dateitypen, wie zum Beispiel abgebrochene iPhone Backups, Browser-Caches, alte Mailanhänge und ähnliches findet man zur Not auch per Hand und kann sie löschen – aber ich habe ja keinen Mac, um stundenlang in irgendwelchen Ordnerstrukturen zu werkeln. Mit CleanMyMac geht es so viel eleganter: Ein Klick auf den Bereich „iTunes-Datenmüll“, ein Klick auf „Scannen“ und nach einer Minute bekomme ich eine Liste in der sogar schon die Backups vorausgewählt sind, die alt oder abgebrochen sind. Die letzten Backups der jeweiligen iOS Geräte werden von CleanMyMac 3 automatisch nicht ausgewählt – hier zeigt sich, dass die Mac-App tatsächlich „smart“ ist!

Ich kann die Mac-App wirklich nur empfehlen und ich bin sicher, dass ich sie häufiger mal in Verwendung habe, um mein MacBook Pro zu bereinigen.

Wer sich CleanMyMac 3 kaufen möchte oder eine kostenlose Demo-Version als Download möchte, der kann diese hier bei MacPaw runter laden:

zur Demo-Version von CleanMyMac 3 als Download

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Sir Apfelot
Sir Apfelot
Jens Kleinholz, den meisten Lesern des Blogs eher als "Sir Apfelot" bekannt, arbeitet seit über 20 Jahren mit Macs und hätte sich garantiert damals schon ein iPhone gekauft, wenn Steve Jobs es mal ein bisschen früher erfunden hätte. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er selbständig und bringt mit seiner SEO-Agentur NET-TEC internet solutions die Homepages von Kunden auf die vordersten Plätze bei Google.

1 Comment

  1. werner sagt:

    ich habe mir sogar das bundle clean my mac gekauft. nicht günstig, aber sehr gut. habe 60 gb meiner Festplatte freibekommen.
    danke für den tipp, war zur rechten zeit und sehr hilfreich!

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