Apple Configurator 2: Einen „toten“ Intel-Mac mit T2-Chip wieder brauchbar machen

Gerade nach der Veröffentlichung eines neuen macOS-Systems "Monterey" von Apple häufen sich die Meldungen über Macs, die das Upgrade scheinbar nicht verkraftet haben. Nach einem macOS-Update (innerhalb der gleichen Hauptversion) oder nach einem macOS-Upgrade (Aufstieg zu einem höheren System) kann dieser Fehler auftreten – dann lässt sich der Mac nicht mehr einschalten oder reagiert sogar schon während der Installation auf keine Eingaben mehr. Wie ihr einen Intel-Mac mit dem Apple Configurator 2 „wiederbeleben“ könnt, lest ihr hier.

TL;DR: Hier alle Infos, Anleitungen und Downloads, die nötig sind

Apple Configurator 2 – Der Mac, der iMac oder das MacBook geht nach der macOS-Installation nicht an, der Bildschirm bleibt schwarz. Hier findet ihr die Lösung für Intel-Modelle mit T2 Chip.

Apple Configurator 2 – Der Mac, der iMac oder das MacBook geht nach der macOS-Installation nicht an, der Bildschirm bleibt schwarz. Hier findet ihr die Lösung für Intel-Modelle mit T2 Chip.

Apple-Computer geht nicht mehr an: Mac mit Intel-Chip reparieren

In seltenen Fällen, etwa bei einem Stromausfall, während ein macOS-Update oder -Upgrade läuft, kann es vorkommen, dass ein Mac nicht mehr reagiert und die Firmware repariert oder wiederhergestellt werden muss“, heißt es von Apple. Aber auch abseits von Problemen mit der Stromversorgung kann der Fehler auftreten. 

Unter anderem bei der Installation von macOS 11 Big Sur oder macOS 12 Monterey kann es sein, dass der Intel-basierte Mac, iMac, das Intel-MacBook oder ähnliches nicht mehr reagiert, nicht mehr hochfährt und auch sonst einfach aus bleibt. Hier kann die Anwendung „Apple Configurator 2“, die offiziell vom Hersteller herausgegeben wird, helfen. 

Scheint z. B. nach dem macOS Monterey Upgrade der Apple-Computer unbrauchbar, dann schaut mal auf der entsprechenden Support-Seite von Apple vorbei. Dort gibt es Hinweise zur Anwendung der App, eine Aufzählung von Voraussetzungen sowie eine Liste mit kompatiblen Macs. 

Denn nicht nur ein Intel-Chip ist Voraussetzung bei der Reparatur oder Wiederherstellung des betroffenen Rechners, sondern auch, dass er über einen T2-Sicherheitschip verfügt. Der Unterschied zwischen „Reparatur“ und „Wiederherstellung“ ist dabei folgender:

  • Mac-Reparatur mit Apple Configurator 2: Aktualisierung der Firmware ohne Löschen des Flash-Speichers. Das System, die Daten und installierten Apps bleiben also intakt, sodass es keinen Datenverlust gibt bzw. geben sollte.
  • Mac-Wiederherstellung mit Apple Configurator 2: Aktualisierung der Firmware sowie Löschen von macOS und RecoveryOS. Anschließend werden die Systeme neu aufgespielt. Dabei wird als Zwischenschritt der Flash-Speicher gelöscht, wobei alle Daten verloren gehen.

Benötigte Geräte, Zubehör und Voraussetzungen für den Vorgang

Um den Apple Configurator 2 nutzen zu können, braucht ihr aber nicht nur den scheinbar kaputten Mac, iMac oder das nicht mehr zu aktivierende MacBook. Es wird ein zweiter Apple-Computer benötigt, der wie der erste über einen Thunderbolt-3- oder Thunderbolt-4-Anschluss verfügt. Denn auf diesem intakten Mac muss der Apple Configurator 2 installiert werden. Anschließend müssen die beiden Computer per USB-C-auf-USB-C-Kabel miteinander verbunden werden. Erst dann lassen sich die beiden oben erklärten Optionen wählen.

Apple Configurator 2 für Intel-Macs mit diesen Modellen nutzbar

Wie oben schon erwähnt, so muss der Apple-Computer, der nicht mehr anspringt, neben dem Intel-CPU auch eine Apple T2-Sicherheitschip aufweisen, damit das Programm seine Arbeit machen kann. Auf der verlinkten Apple-Seite findet sich folgende Liste mit Computern, die dieser Beschreibung entsprechen:

  • iMac (2020)
  • Mac Pro (2019)
  • Mac mini (2018)
  • iMac Pro (2017)
  • MacBook Pro (13″, 2020, vier Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13″, 2020, zwei Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13″, 2019, vier Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13″, 2019, zwei Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13″, 2018, vier Thunderbolt 3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (16″, 2019)
  • MacBook Pro (15″, 2019)
  • MacBook Pro (15″, 2018)
  • MacBook Air (Retina, 13″, 2020)
  • MacBook Air (Retina, 13″, 2019)
  • MacBook Air (Retina, 13″, 2018)

Wichtiger Hinweis: Für das Vorgehen ist je nach Modell aus der Liste ein bestimmter Anschluss zu wählen. Nicht jeder Thunderbolt- bzw. USB-C-Anschluss kann verwendet werden, um über einen anderen Mac die Reparieren- oder Wiederherstellen-Funktionen des Apple Configurator 2 auszuführen. Welche Anschlüsse ihr nutzen müsst, um die Verbindung herzustellen, das erfahrt ihr in dem oben verlinkten Guide. 

Dort gibt es auch Bilder, damit ihr genau seht, ob es der Anschluss ganz links oder ganz rechts sein muss. Die jeweiligen Schnittstellen an MacBook, Mac mini, iMac, Mac und Co. sind grün markiert, damit es keine Missverständnisse gibt. Lest euch das Dokument also erst einmal gut durch, erst dann solltet ihr loslegen – auch wenn ihr euren Mac schnellstmöglich wieder nutzen wollt. Viel Erfolg!


 

2 Kommentare

  1. Peter sagt:

    Es ist schon erschütternd, dass man sich als Apple-User heute mit solchen (potentiellen bzw. anscheinend gar nicht so seltenen) Problemen herumschlagen muss, und das bei ganz normalen, quasi turnusmäßigen Systemupdates und nicht bei irgendwelchen Paradigmenwechseln im Betriebssystem. Und nicht zuletzt bei u.U. gerade mal 1–2 Jahre alten Machinen und nicht irgendwelchen „alten Schätzchen“.

    Als jemand, der seinen Mac nicht zum Spaß hat, sondern täglich seinen Lebensunterhalt damit verdienen muss, habe ich keinerlei Verständnis für Apples „Nerv“, offensichtlich unausgereifte System-/Updatesoftware über ihre Nutzer auszuschütten und diese dann bestenfalls mit mehr oder weniger kryptischen „Hilfe“-Dokumenten im Regen stehen zu lassen.

    Es tut mir trotz allem immer noch ein bisschen Leid, zugeben zu müssen, dass ich mein in vergangenen Jahrzehnten durchaus erworbenes Vertrauen in die MacOS-Systemsoftware inzwischen weitestgehend verloren habe und heute jedes entsprechende (System-)Update, das ich meine, nicht unbedingt machen zu müssen, vermeide.

    Bereits ein (stink-)normales Security-Update im Verein mit einem Safari-Update hat vor einiger Zeit dafür gesorgt, dass bei meinen gerade mal gut ein Jahr alten und keineswegs mit mit allem möglichen Schnick und Schnack zugemüllten iMac der Bildschirm schwarz blieb und er nicht wieder starten wollte. Wenn das dann der primäre Arbeitsrechner ist, wird einem schon etwas anders – BackUp hin oder her.

    Wohl dem, der einen kompetenten Apple-Servicepartner in der Nähe hat, der gerade Zeit und Resourcen hat, um – mit etwas Glück – zügig doch noch für Abhilfe sorgen zu können…

    Die Zeiten, in denen ich über von Windows-Usern regelmäßig berichtete Probleme aus meiner Apple-/Mac-Sicht nur milde gelächelt habe, sind jedenfalls vorbei.

    • Jens Kleinholz sagt:

      Hallo Peter! Ja, da muss ich dir recht geben. Ich bin auch immer "langsamer" mit den Updates, weil ich meinen Mac für die Arbeit brauche. Wenn er dann nicht einmal mehr starten sollte und man einen zweiten Mac braucht, um ihn wiederzubeleben, dann ist das aus meiner Sicht nichts mehr, was man einem Kunden zumuten kann. Hier hätte Apple wirklich besser testen müssen. Ich frage mich aber, wie der Bug "durchkommen" konnte. Schließlich installieren ja auch sehr viele Betatester die Systeme… und da hatte man nicht gehört, dass mal ein Mac garnicht mehr starten wollte. Für mich war das jedenfalls komplett neu.

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