Digitalkamera Einkaufsberatung: Verschiedene Kamera-Typen erklärt

Bevor man sich für eine Digitalkamera entscheidet, oder sich durch die vielen Testergebnisse wühlt, um das beste Modell zu finden, sollte man sich darüber klar werden, welchen Kameratyp man überhaupt benötigt. Grundsätzlich würde ich die Digitalkameras in drei große Gruppen unterteilen:

  • Digitale Spiegelreflex (DSLR)
  • Systemkamera bzw. Bridgekamera
  • Kompaktkamera (Point-and-Shoot)

Digitale Spiegelreflex (DSLR)

Die DSLR-Kameras findet man in der Regel bei professionellen Fotografen oder ambitionierten Hobbyfotografen, die bereit sind, für ihr Hobby richtig in die Tasche zu greifen. So kostet oft nicht nur der Body der Kamera eine Summe im vierstelligen Bereich sondern auch viele Objekte, die man zwangsläufig als Zubehör nachkauft.

Punkte, die man beachten sollte:

  • Modernste Technik, die man erst Jahre später in Systemkameras findet.
  • In der Regel sind sie groß und haben entsprechend viel Gewicht.
  • Sehr viele Möglichkeite bei den Einstellungen.
  • Hohe Erweiterbarkeit durch Objekte und anderes Zubehör.
  • Teuer in der Anschaffung und beim Einkauf von Zubehör.
Die Canon EOS 5D Mark III ist eine typische DSLR: groß, schwer und unglaublich flexibel von den Einstellungen und Erweiterungsmöglichkeiten (Foto: Canon).

Die Canon EOS 5D Mark III ist eine typische DSLR: groß, schwer und unglaublich flexibel von den Einstellungen und Erweiterungsmöglichkeiten (Foto: Canon).

System- bzw. Bridgekamera

Bei den Systemkameras hat man den Vorteil, dass diese auf die Spiegelmechanik in der Kamera verzichten und aus dem Grund oft kleiner sind als die DSLRs. Trotzdem gibt es hier auch Vollformatkameras, die erstaunlich gute Bildqualität liefern. Für Fotografen, denen die Mobilität wichtig ist und die gerne ohne mehrere Kilogramm Kamera-Ausrüstung unterwegs sind, sind die Bridgekameras der beste Kompromiss aus kompakter Bauweise und guter Abbildungsqualität. Auch bei den Systemkameras landet man schnell bei 1.000 bis 2.000 Euro – je nach Zubehör.

Punkte, die man beachten sollte:

  • Gute Erweiterbarkeit durch Wechselobjektive (in manchen Fällen nicht!).
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Klein und mobil, aber dafür oft kleinere Bedienelemente.
  • Auch schon mit Vollformatsensor zu bekommen.
  • Hohe Bildqualität trotz kleineren Abmessungen.
Die Nikon Z7 ist eine der modernsten Systemkameras und sticht mit ihren 45 MP Auflösung einige DSLRs aus – nicht nur in der Auflösung (Foto: Nikon).

Die Nikon Z7 ist eine der modernsten Systemkameras und sticht mit ihren 45 MP Auflösung einige DSLRs aus – nicht nur in der Auflösung (Foto: Nikon).

Digitale Kompaktkamera

Die günstigste Produktgruppe, die sicherlich auch am häufigsten verkauft wird, ist die Gruppe der Kompaktkameras, die auch als "point-and-shoot"-Kameras bezeichnet wird. Man zielt auf das Motiv und drückt ab… so wie die meisten Leute eben ihre Urlaubsfotos machen. Diese Kameras sind in der Regel sehr kompakt gebaut, lassen aber dafür weniger Einstellungsmöglichkeiten zu, haben kein Austauschobjektiv und sind meist auch von der Bildqualität weit von den DSLR und Systemkameras entfernt.

Punkte, die man beachten sollte:

  • Extrem klein und leicht – perfekt für den Urlaub oder Wanderungen.
  • Selten gibt es RAW-Format oder professionelle Einstellungsmöglichkeiten.
  • Kein Wechselobjektiv.
  • In der Regel nur Automatik-Einstellungen für verschiedene Situationen verfügbar.
  • Sehr kleine Bedienelemente – aber in der Regel sind auch nur wenige nötig.
Die Sony DSC HX60 ist eine typische Kompaktkamera, wobei die Sony einen extremen Zoom von 30-facher Vergrößerung beherrscht (Foto: Sony).

Die Sony DSC HX60 ist eine typische Kompaktkamera, wobei die Sony einen extremen Zoom von 30-facher Vergrößerung beherrscht (Foto: Sony).

Meine Wahl: Die Systemkamera

Welche Kamera für einen selbst die Richtige ist, muss man selbst entscheiden. Ich persönlich bin seit Jahren bei den Systemkameras unterwegs, da ich keine 40 Megapixel Auflösung wie bei den DSLR-Kameras benötige und in der Regel auch nicht mit Riesenobjektiven unterwegs sein möchte. Ich mag jedoch die Möglichkeit, viel selbst einzustellen und Fotos in Grenzsituationen (schwaches Licht, schnelle Bewegung, etc) zu machen. Hier sind die Systemkameras den Kompaktkameras weitaus überlegen.

Bei Wanderungen würde ich die DSLR sowieso nicht mitnehmen, denn dann müsste man neben dem normalen Rucksack mit Getränk, Esssen und Kleidung noch eine Kameratasche für die Spiegelreflex und die die Objektive mitnehmen. Das ist mir eindeutig zu unhandlich. Die Systemkamera passt dagegen noch in den Wanderrucksack und ist so eine schöne Ergänzung zum iPhone, mit dem ich die meisten Fotos mache, wenn es nicht auf hohe Auflösung, eine besondere Belichtung oder ähnliches ankommt.

Bekannte Kamera-Hersteller

Wer etwas mehr über die einzelnen Hersteller von Digitalkameras lesen möchte, kann sich hier durch die entsprechenden Unterseiten klicken:

  • Canon
  • Casio
  • FujiFilm
  • Leica
  • Nikon
  • Olympus
  • Panasonic
  • Ricoh
  • Sony
  • Zeiss