Ortungsgeräte für jedermann – GPS Tracker

GPS bedeutet „Global Positioning System“ und steht für eine Technologie, mit der die geografische Position, d. h. der Standort, eines Ortungsgerätes bis auf wenige Meter genau festgestellt werden kann. Das Ortungsgerät wird GPS Tracker genannt. Die Ortung wird mit Hilfe mehrerer Satelliten durchgeführt, die rund um den Erdball im ihrem Orbit kreisen. Vom vorhandenen Satellitenpotenzial werden, da die Ortung weltweit dreidimensional ist, mindestens drei Exemplare benötigt. Dabei macht natürlich die reine Lokalisierung des Ortungsgerätes wenig Sinn, sondern es steht immer in Verbindung zu einem durch mechanische Kopplung zugeordneten Lebewesen oder einem Gegenstand.

Gps Tracker

Foto: microdslr / Bigstock

Das kann man selbst sein, zur eigenen Positionsabfrage, aber auch die Kinder, das Haustier, das Reisegepäck oder der Standort des eigenen Kraftfahrzeuges. Eine häufige Quelle der Verwechslung sind dabei die Gerätebezeichnungen „GPS Tracker“ und „GPS Logger“. Die dahinter stehende Technologie ist im Prinzip dieselbe. Ein Tracker liefert bei Abfrage jedoch ausschließlich statische Informationen über den aktuellen Standort zum Zeitpunkt der Abfrage. Ein Logger archiviert dagegen dynamisch die Bewegungsdaten und liefert bei Abfrage ein entsprechendes Profil, z. B. zur Erfolgskontrolle eines Lauftrainings oder Vollständigkeitskontrolle einer Sightseeing-Tour.

Ortsbestimmung mit Hilfe von Kugeln – die Funktionsweise der GPS Tracker

Das Funktionsprinzip von GPS basiert darauf, dass elektromagnetische Wellen, also auch Radiosignale, sich kugelförmig ausbreiten. Diese Radiosignale werden beim GPS ständig codiert von Satelliten abgestrahlt und enthalten als Information die aktuelle Position des signalaussendenden Satelliten und die aktuelle Uhrzeit. Die Satelliten umkreisen die Erde und der Empfänger ihrer Signale ist der GPS Tracker.

Er kann anhand der übermittelten Uhrzeit die Laufzeit des empfangenen Radiosignals errechnen und daraus die Entfernung des sendenden Satelliten ermitteln. Ein Satellit reicht allerdings nicht zur Ortung des Empfängers, denn seine Position kann sich bei nur einem Satellitensignal überall auf der gedachten Kugeloberfläche befinden. Beim GPS werden deshalb die Entfernungen zu drei triangelförmig zueinander im Orbit positionierten Satelliten berechnet. Daraus wird dann der gemeinsame Schnittpunkt der virtuellen Kugeloberflächen ermittelt. Dieser Schnittpunkt entspricht der Position des Empfängers. Die Uhr im GPS Tracker ist allerdings oft nicht ausreichend genau um daraus eine korrekte Signallaufzeit zu berechnen.

In solchen Fällen wird ein vierter Satellit zur korrekten Uhrzeitbestimmung im Empfänger benötigt. Damit ein GPS Tracker immer Signale von mindestens vier Satelliten empfangen kann, die sich oberhalb des Empfängers befinden, umkreisen insgesamt 24 Satelliten die Erde. Die vom GPS Tracker errechneten Positionsdaten werden an einen Server weitergeleitet und dort weiter verarbeitet. Danach erfolgt die bildliche Standorts-Darstellung, je nach Art des GPS Trackers, auf diesem selbst oder die Standortdaten werden mittels SMS dem Mobiltelefon übermittelt. Für die Übermittlung der GPS Koordinaten ist in der Regel eine SIM-Karte nötig, die die Daten dem Smartphone zur Darstellung zur Verfügung stellt.

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PAJ GPS Tracker – die Komfortklasse mit GeoZaun und SOS-Schalter

Definitiv die Oberklasse der GPS Tracker: Die Geräte von PAJ. Hier der Allround Finder mit 30 Tage Akkulaufzeit und SOS-Taste (Foto: Amazon).

Definitiv die Oberklasse der GPS Tracker: Die Geräte von PAJ. Hier der Allround Finder mit 30 Tage Akkulaufzeit und SOS-Taste (Foto: Amazon).

Der Hersteller PAJ bietet sehr komfortable Tracker an, die nicht nur die Position übermitteln, sondern auch ein Geofencing erlauben und einen SOS-Schalter haben. Beim GeoZaun kann man einen Umkreis festlegen, in dem sich der Tracker bewegen darf. Entfernt sich der PAJ Tracker aus diesem Gebiet, wird ein Alarm ausgelöst und man kann am Smartphone nachvollziehen, wo sich der Tracker befindet. Sinnvoll ist dies zum Beispiel, wenn man sein Hund auf dem Grundstück frei laufen läßt und dieser sich nicht entfernen darf. Ebenso kann man ein Auto sichern und man erhält einen Alarm, wenn es sich bewegt hat.

Auch mit Kindern kann man dieses Gerät nutzen, um zum Beispiel auf größeren Festivals oder Events sicher zu gehen, dass man seine Kinder wieder findet. Man sollte die Anwendung der Geräte jedoch mit den Kindern besprechen, damit sich diese nicht ausspioniert fühlen. Hilfreich ist natürlich auch die SOS-Taste, diedas Kind im Notfall betätigen kann. Dann wird eine SOS-SMS mit dem aktuellen Standort verschickt, die es erlaubt, das Kind zu orten.

Die Akkulaufzeit der PAJ GPS Tracker ist ebenfalls sehr beeindruckend, denn diese liegt bei bis zu 60 Tagen. Man findet die PAJ Geräte hier bei Amazon.

Passende SIM-Karte für GPS Ortungsgeräte

Alle GPS Tracker sind mit einem Slot für eine SIM-Karte ausgestattet. Dies ist der Fall, da der Tracker seine Position per SMS an den Empfänger (zum Beispiel ein Smartphone bzw. iPhone) übermittelt. Jede Positionsabfrage kostet im Prinzip eine SMS. Wenn man einen Vertrag hat, der eine SMS Flat hat, fallen hier keine weiteren Kosten an. Wenn man eine Begrenzung durch einige Frei-SMS pro Monat hat, dann sollte man bedenken, dass ein mehrmaliges Abfragen pro Tag schon dazu führt, dass man pro Monat über 100 SMS benötigt.

Komfortablere GPS Tracker, wie die oben genannten von PAJ, bieten darüber hinaus noch eine Fülle an Zusatzfunktionen. Das reicht von einer SOS-Funktion, über die ein Notruf abgesetzt werden kann bis hin zu hochkomfortablen Funktionen, wie Diebstahlsicherung und Fernsteuerung des Trackers über Smartphone oder zu Geofencing. Aber nicht nur die Elektronik bietet einen Variantenreichtum, sondern auch die Mechanik mit z. B. spritzwassergeschützten Gehäusen.

Wenn man eine passende SIM-Karte für einen GPS-Tracker sucht, ist die Karte von PAJ ebenfalls eine gute Wahl. Sie beinhaltet 10 EUR Startguthaben und enthält monatlich 10 MB Datenvolumen, das das Guthaben nicht belastet. Sie basiert auf dem E-Plus/O2-Netz.

SIM-Karte für GPS-Tracker
42 Bewertungen
SIM-Karte für GPS-Tracker
Der Hersteller der Karte ist Blau.de. Sie nutzt das Netz von O2 bzw. E-Plus und ist perfekt geeignet für die Nutzung mit GPS-Trackern.

Tracker mit Magellan, GLONASS, GPS und Co.

Während früher die GPS Tracker nur das amerikanische GPS Signal ausgewertet haben, greifen die aktuellen Module auch auf das russische GLONASS und teilweise schon auf das deutsche Magellan-System zurück. Die Chinesen sind ebenfalls dabei ein Satelitten-Ortungssystem zu etablieren, so dass ein noch engmaschigeres Netz in Kürze zur Verfügung stehen wird.

Der Vorteil von Systemen, die das amerikanische GPS und das russische Glonass gleichzeitig nutzen, ist jedoch nicht nur die höhere Genauigkeit in der Positionsbestimmung sondern auch die geringere Anfälligkeit für Abschattungen. Egal ob man in Großstädten in Häuserschluchten oder im Gebirge unterwegs ist: Eine höhere Anzahl an verfügbaren Satelliten verringert die Chance, dass man für eine genaue Positionsbestimmung zu wenige Signale auffängt.

Welche Systeme ein GPS Tracker unterstützt, kann man leider nur selten in den Produktbeschreibung lesen. Als Faustformel kann man jedoch sagen: Je mehr Systeme unterstützt werden, desto besser.

Verwendungszwecke für GPS Ortungsgeräte

GPS Tracker können vielfältig eingesetzt werden, z. B. zur Personenortung, als Auto GPS Tracker, als Tracker für Haustiere (speziell Hunde oder Katzen), zum Orten von Fahrrädern, Modellflugzeugen, Gepäckstücken, Wertgegenständen, Containern und vielem anderem mehr.

Fazit

GPS Tracker sind auf jeden Fall nützliche Geräte, ihre Einsatzmöglichkeiten sind jedoch etwas eingeschränkt. Eine Ortung im Freien ist meistens problemlos, in geschlossenen Gebäuden kann es jedoch zu Problemen kommen. Somit ist z. B. ein frei laufender Hund schnell aufgefunden, eine Katze, die sich unter ein Sofa verkrochen hat aber möglicherweise nicht. Des Weiteren ist man vom US-Amerikanischen GPS Betreiber abhängig, der bei Gefahr von Terrorattacken möglicherweise die Ortungsgenauigkeit herabsetzt, um Terroristen deren Logistik zu stören. Und auch bei reibungslosem Betrieb sollt immer daran gedacht werden, dass beim Einsatz eines GPS Trackers zur Personenortung vorher die Einwilligung der zu ortenden Person eingeholt wird. Liegt die nicht vor, ist eine Ortung gesetzwidrig.

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