Viele denken beim Kauf eines Deckenventilators an heiße Sommertage und eine günstige Alternative zur Klimaanlage. Wer weiß wie, kann den Deckenventilator das ganze Jahr sinnvoll einsetzen.

1. Der Deckenventilator an heißen Tagen

Eine Klimaanlage schafft es zwar in kürzester Zeit einen Raum zu kühlen, aber sie hat einige Nachteile. Der Wechsel vom klimatisierten Raum in die Hitze löst bei vielen Menschen Kreislaufprobleme aus. Verschwitzt in einen klimatisierten Raum kommen, kann starke Erkältungen auslösen. Ein Deckenventilator hat weniger Folgekosten und weniger Gefahren und kühlt den Raum trotzdem. Er verteilt die Luft gleichmäßig, ohne dabei einen starken Luftstrom zu erzeugen. Im Winter sorgt der Deckenventilator dafür, dass sich die erwärmte Luft gleichmäßig im Raum verteilt.

Ein Deckenventilator ist nicht unbedingt nur im Sommer sinnvoll, sondern kann auch im Winter dafür sorgen, dass die Heizkosten gesenkt werden (Foto: Unsplash).

Ein Deckenventilator ist nicht unbedingt nur im Sommer sinnvoll, sondern kann auch im Winter dafür sorgen, dass die Heizkosten gesenkt werden (Foto: Unsplash).

2. Der Deckenventilator an kalten Tagen.

In der kalten Jahreszeit läuft der Deckenventilator einfach rückwärts und verhindert so, dass sich die warme Luft unter der Decke sammelt. Durch die Luftumwälzung ist die Wärme im Raum verteilt, was einen guten Teil der Heizkosten sparen kann. Aus dem Grund sollte die Drehrichtung des Ventilators einstellbar sein.

3. Welche Laufrichtung sollte der Deckenventilator bieten?

Perfekt ist, wenn er vorwärts- und rückwärtslaufen kann. Der Vorwärtslauf ist für den Sommer, denn er drückt die Luft vom Ventilator nach unten. Der Rückwärtslauf ist für den Winter und zieht die Luft von unten zum Ventilator.

4. Der Deckenventilator sollte zur Raumgröße passen.

Der Ventilator kann nur optimal arbeiten, wenn er zur Raumgröße passt. Wichtig ist, zu wissen, wie viel Kubikmeter der Raum hat. Viele Hersteller arbeiten auch nur mit der Angabe der Quadratmeter eines Raumes. Die Kubikmeter werden berechnet mit der Formel: Länge x Höhe x Breite. Mit diesem Ergebnis kann die Luft-Wechsel-Rate ermittelt werden.

5. Was ist die Luft-Wechsel-Rate?

Die Luft-Wechsel-Rate sagt an, wie oft die Luft im Raum gewechselt wird, mithilfe des Ventilators. Für einen Wohnraum liegt es bei 1 bis 1,5 Mal pro Stunde. Bei einem Ventilator spricht man eigentlich eher von einer Luftumwälzung, nicht von einem Luftwechsel.

6. Wo wird ein Deckenventilator installiert?

In der Regel wird der Deckenventilator mittig im Raum platziert. Je nach Form und Größe des Raumes kann es besser sein, zwei oder mehrere Deckenventilatoren zu nutzen.

7. Wie groß sollte der Deckenventilator sein?

Die Größe ist abhängig von der Raumgröße. Ein Raum mit bis zu 20 Quadratmetern hat etwa die Maße 4×5 m. Es ist eher ein kleiner Raum, wie eine Garderobe, eine kleine Küche oder ein kleines Schlafzimmer. Der Durchmesser des Deckenventilators sollte 76 – 122 cm haben.

Ein Raum mit 20-30 Quadratmetern hat etwa die Maße 5×5 m. Es ist ein mittelgroßer Raum, wie ein mittelgroßes Schlafzimmer, eine Küche, ein größeres Wohnzimmer, eine Küche oder eine überdachte Terrasse. Der Durchmesser des Deckenventilators sollte 122-132 cm haben.

Ein Raum mit 30-40 Quadratmetern hat etwa die Maße 5×7 m. Es ist ein großer Raum, wie ein großes Zimmer oder gewerbliche Räume. Der Durchmesser des Deckenventilators sollte mindestens 132 cm haben.

8. Wie laut ist ein Deckenventilator?

Die Lautstärke bzw. die Resonanzgeräusche sind abhängig davon, wie gut die Montage durchgeführt wurde.

9. Wie viele Flügel sollte der Deckenventilator haben?

Es gibt Modelle mit 3, 4 oder 5 Flügeln. Dabei sind die 5-Flügler die beliebtesten Modelle. Ihr Vorteil ist, dass sie viel Luft umwälzen können. Ihr Nachteil ist, dass sie die höchste Geräuschentwicklung haben. Neben der Anzahl der Flügel ist auch wichtig, aus welchem Material sie sind und welchen Anstellwinkel sie zur horizontalen Achse haben. Ich habe auch einen Beitrag über die Anzahl der Flügel bei einem Deckenventilator, der dich vielleicht interessieren könnte.

10. Hat der Ventilator eine Fernbedienung?

Manche Geräte werden über einen Zugschalter gesteuert, der (wie im unteren Foto) mit einem Seilchen versehen ist, an dem man zieht. Komfortabler sind natürlich die Modelle, welche man mit einer Fernbedienung steuern kann. So kann man die Geschwindigkeit, die Laufrichtung und ähnliches direkt vom Sofa, Bett oder Sessel aus steuern, ohne extra aufstehen zu müssen.

Beim Kauf von einem Deckenventilator sind verschiedene Punkte, wie die Größe, die Anzahl der Flügel, die Geschwindigkeiten und ähnliches. Hier im Beitrag findest du wichtige Dinge für deine Kaufentscheidung.

Beim Kauf von einem Deckenventilator sind verschiedene Punkte, wie die Größe, die Anzahl der Flügel, die Geschwindigkeiten und ähnliches. Hier im Beitrag findest du wichtige Dinge für deine Kaufentscheidung.

Die Vorteile eines Deckenventilators:

  • weniger Heizkosten im Winter
  • wenig Betriebskosten
  • langjährige Garantien auf den Motor
  • einfach zu montieren
  • kaum Wartung nötig
  • extrem flexibel
  • optische Aufwertung des Raums
  • umweltfreundliche Methode der Raumklimatisierung
  • integrierte Beleuchtung möglich

Die Nachteile eines Deckenventilators:

  • stetige Präsenz im Raum
  • kann nicht an alle Decken montiert werden
  • Mindest-Raumhöhe erforderlich
  • kostenintensiv

Was sollte ein Deckenventilator bieten?

  • einen Vorwärts- und Rückwärtslauf
  • eine Luft-Wechsel-Rate von 1 – 1,5
  • der passende Durchmesser
  • mehrere Geschwindigkeitsstufen

Fazit

Wenn die Voraussetzungen, wie ausreichend Raumhöhe und eine passende Decke, stimmen, ist ein Deckenventilator eine tolle Möglichkeit, die Raumtemperatur sowohl im Sommer als auch im Winter positiv zu beeinflussen. Die vielen Vorteile wiegen aus meiner Sicht schwerer als die wenigen Nachteile.

 

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