Welche Speicherkarte für die Nikon Z6 und Z7?

Die Nikon Systemkameras Z6 und Z7 haben einen Vollformat-Sensor und sind die aktuellen Topmodelle der spiegellosen Kameras von Nikon. Die technischen Daten beider Modelle sind beeindruckend, allerdings hat eine Entscheidung von Nikon für große Diskussionen bei den Fotografen weltweit gesorgt: Beide Kameras haben nur einen XQD-Speicherkartenslot und sonst keine Möglichkeit ein Backup-Medium einzulegen.

Egal was man von dem XQD-Kartenslot hält: Die Z-Serie von Nikon ist ein beeindruckendes, spiegelloses Kamerasystem (Foto: Nikon).

Egal was man von dem XQD-Kartenslot hält: Die Z-Serie von Nikon ist ein beeindruckendes, spiegelloses Kamerasystem (Foto: Nikon).

Das mag für viele Leute kein Problem sein, aber Fotografen, die zum Beispiel Hochzeitsfotografie oder ähnliches anbieten, verwenden in der Regel Kameras mit zwei Slots für Speicherkarten, damit beim Ausfall einer Karte die Bilddaten auch noch auf der anderen Karte verfügbar sind. Eine Hochzeit läßt sich schlecht ein zweites Mal "nachstellen", weil irgendwas mit der Speicherkarte schief lief.

XQD-Karten: verlässlicher, schneller – aber teuerer

Wenn man die XQD-Karten mit einer SD-Karte vergleicht, stellt man schnell einige Unterschiede fest:

  • XQD-Karten sind dicker (ca. doppelt so dick wie eine SD-Karte)
  • XQD-Karten sind hochwertiger verbaut (oft ein Gehäuse das teilweise aus Metall besteht)
  • XQD-Karten sind schwerer als eine SD-Karte
  • XQD-Karten sind deutlich teurer als SD-Karten

Neben diesen äußerlichen Unterschieden gibt es natürlich auch technische Unterschiede. Theoretisch arbeiten die XQD-Speichermedien ca. doppelt so schnell wie die aktuell schnellste SD-Karte mit UHS-II. Bei einer Auflösung von 45 MB und 9 Bildern pro Sekunde, die die Nikon Z7 liefert, ist in jedem Fall eine hohe Geschwindigkeit der Speicherkarte gefragt. So gesehen ist die Wahl von XQD die richtige Entscheidung von Nikon gewesen.

Sony zeigt auf der firmeneigenen Webseite einige Vorteile der G-Series XQD-Karten gegenüber den CF-Karten auf (Grafik: Sony).

Sony zeigt auf der firmeneigenen Webseite einige Vorteile der G-Series XQD-Karten gegenüber den CF-Karten auf (Grafik: Sony).

Die Empfehlungen für die Nikon Z6/Z7

Bei den XQD-Speicherkarten gibt es aktuell noch keine Geschwindigkeitsklassen wie bei den SD-Karten. Aus dem Grund drucken die Hersteller auf die Speichermedien die maximale Übertragungsgeschwindigkeit direkt auf. Hier gibt es aber kein einheitliches Vorgehen. Manche Hersteller geben hier die Lesegeschwindigkeit an, die in der Regel höher ist als die Schreibgeschwindigkeit derselben Karte.

Bei Sony hat man sich immerhin dazu durchgerungen und die Speicherkarten in XQD M und XQD G zu unterteilen, wobei die G-Serie mit ca. 400 MB/s etwa zwei- bis dreimal so schnell ist, wie die M-Serie. Ich würde also bei Sony-XQD-Karten auf jeden Fall zu der G-Serie greifen. Andere Hersteller sucht man aktuell auch noch vergebens bei Amazon.

Die Sony XQD-Speicherkarten gibt es in der M- und G-Serie – passend zur Nikon Z6 und Z7 (Foto: Sony).

Die Sony XQD-Speicherkarten gibt es in der M- und G-Serie – passend zur Nikon Z6 und Z7 (Foto: Sony).

XQD-Speicherkarten von Sony (G-Serie)

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