Geld und Reichweite: Als Erfinder, Startup und Co. durchstarten

Crowdfunding

Neben Apple Mac, iPhone und anderen Cupertino-Themen gibt es hier im Blog auch oft Ratgeber zu anderen technischen Bereichen oder webaffinen Inhalten – so ein Beitrag wird auch dieser. Denn als Erfinder, als Bastler mit einer Vision, als Startup mit hilfreichen Dienstleistungen und so weiter ist es gar nicht so einfach, digital sowie in der realen Welt Fuß zu fassen. Wer schnell mit beiden Beinen im Business stehen will, der braucht daher Input und Unterstützung; eventuell in Form von Crowdfunding. Verschiedene Wege sollen hier mal übersichtlich aufgezeigt werden.

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Neue Produkte per Crowdfunding: Aktuelles Beispiel

Erst kürzlich habe ich euch vom Marktstart der Lightroom-Bedienhilfe Loupedeck berichtet. Zuvor gab es an dieser Stelle bereits einen Bericht über das Crowdfunding, mit dem die Realisierung der Idee möglich wurde. Diese über interessierte Einzelpersonen und Personengruppen ermöglichte Finanzierung des Projekts „Loupedeck“ aus Finnland könnt ihr noch einmal hier nachvollziehen. Die von den Finnen genutzte Plattform war übrigens eine recht populäre: Indiegogo. Dieses Portal ist so gut genutzt, dass es die Projekte, in die man investieren kann, aktuell in diese Kategorien aufteilt:

  • Haus und Wohnen
  • Telefone und Zubehör
  • Reisen und Outdoor
  • Film
  • Community-Projekte
  • Gesundheit und Fitness
  • Mode und Bekleidung
  • Brettspiele
  • Musik
  • Eigenkapitel

Go Fund Yourself!

Gerade der letzte Punkt trennt eine innovative Idee meist von ihrer Realisierung. Sowohl bei Indiegogo als auch bei anderen berühmten Plattformen wie Kickstarter oder Leetchi muss man sich allerdings sicher sein, dass es auch einen Absatzmarkt für das erdachte Angebot gibt. Am obigen Beispiel Loupedeck seht ihr, dass sich das Produkt in die Nische zwischen dem hochpreisigen Palette Gear und der günstigen sowie selbst zu organisierenden Alternative der MIDI Controller einreiht. Es wurde also ein Bedürfnis des Marktes mit einer nicht zu kleinen Zielgruppe als potenzielle Unterstützer erkannt. Die sich ergebenden Möglichkeiten wurden genutzt und nun ist das Produkt auf dem Markt.

Fazit: Wollt ihr mit einem neuen Dienst oder einem neuen Projekt durchstarten, dann sollte dieses auch einen Mehrwert bieten, der so auf dem Markt noch nicht angeboten wird. Erst dann lohnen sich Crowdfunding und der kollektive Aufbau von Eigenkapital für die Realisierung.

Der klassische Weg: Geld leihen oder Kredit aufnehmen

Gibt es nur eine kleine Zielgruppe oder ist die Erfindung so innovativ, dass der Markt sein Bedürfnis danach noch gar nicht realisiert hat, dann kann Crowdfunding auch scheitern. Eine Marktforschung im Vorfeld oder ein drauf-ankommen-lassen per Trial and Error sind durchaus Möglichkeiten, um den richtigen Weg zu finden. Gibt es aber von vornherein Zweifel über die Finanzierung, während ihr jedoch von eurer Idee überzeugt seid, könnt ihr immer noch den Weg gehen, der vielen Unternehmern vor dem digitalisierten Zeitalter geholfen hat: Geld leihen. Gibt es dazu im Freundes- und Bekanntenkreis sowie in der Familie keine Möglichkeit, dann kann ein Kredit bei einer Bank weiterhelfen.

Dabei kann die Hausbank ein guter Ansprechpartner sein. Sind aber weder Bonität noch Schufa direkt auf eurer Seite, können auch andere Angebote in Betracht gezogen werden. Seriös sind dabei aber nur solche, die zumindest eine geringfügige Einschätzung der Bonität vornehmen. Gänzlich ohne Sicherheiten oder ohne einen Bürgen einen Kredit aufzunehmen geht nur bei fragwürdigen Plattformen. Vergleichsportale und Anbieter für günstige Kleinkredite wie etwa Smava verfügen als geprüfte Seiten über entsprechende Siegel und zeichnen ihre Partnerbanken offenkundig aus. Kreditplattformen wie diese bieten oft auch gute Konditionen für Selbstständige und Freiberufler.

Wie würdet ihr vorgehen?

Habt ihr bereits Ideen für eigene Dienstleistungen oder Produkte umgesetzt? Wenn ja, welche finanzierenden Möglichkeiten habt ihr dafür genutzt? Fällt euch neben dem Eigenkapital aus der Gemeinschaft und dem Fremdkapital von Kreditinstituten noch ein dritter Weg ein? Lasst gern eure Erfahrungen, Ideen und Meinungen als Kommentare da 🙂

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