Laut einem aktuellen Bericht von Bloomberg geht es bei Apple mit dem Redesign des Apple MacBook Pro voran. Das erste große Design-Update seit 2021 sieht ein OLED-Display mit Touch-Funktionen vor. Außerdem soll die Notch endlich gegen eine kleinere Dynamic Island ausgetauscht werden.

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Display- und Software Anpassungen für Touchdisplay-Funktionen
Das Design- und Funktionsupdate bezieht sich noch nicht auf die MacBook Pros mit M5 Pro und M5 Max, die voraussichtlich kommende Woche vorgestellt werden. Vielmehr betreffen sie das M6-Modell, mit dem ab Herbst dieses Jahres gerechnet wird. Es ist also noch genügend Zeit für zahlreiche Gerüchte und Mutmaßungen.
Die aktuellsten betreffen Anpassungen am Display. Es wird ja schon länger angenommen, dass das M6 MacBook Pro ein Touchdisplay bekommen soll. Dieses soll endlich die OLED-Technologie nutzen, aber auch mit Softwareanpassungen einhergehen. Ein OLED-Display könnte für jene Effizienz sorgen, welche die Akkubelastung durch Touchfunktionen ausgleicht.
Zur macOS-Anpassung: Wird etwa ein Menü in der Menüleiste übers Display ausgewählt, werden die Menüelemente größer als sonst angezeigt, sodass sie besser mit dem Finger angetippt werden können. Das meint zumindest Mark Gurman im eingangs verlinkten Bloomberg-Bericht (Paywall).
Aber auch auf der weiteren Displayfläche soll es Interface-Anpassungen geben, die eine Bedienung mit dem Finger vereinfachen. Die Touch-Optionen sollen also nicht nur die Eingabemöglichkeiten spiegeln, die es bereits für Maus und Trackpad gibt.
Bei der Auswahl eines Buttons oder Steuerelements soll z. B. ein Auswahlrad um den Finger erscheinen, aus dem die dafür häufig genutzten Optionen gewählt werden können.
M6 MacBook Pro mit Dynamic Island statt Notch
Die Notch, welche 2021 beim MacBook Pro eingeführt wurde, empfinde sicherlich nicht nur ich als zu groß. Sie ist störend und auch weitestgehend sinnlos in ihrem aktuellen Design. Deshalb kann man sich schonmal auf das Design-Update des M6 MacBook Pro freuen, das angeblich eine Dynamic Island als Ersatz für die Notch bringen soll.
Die Dynamic Island des M6 MacBook Pro soll kleiner sein als jene des iPhone 17 Pro und eine Punchhole-Kamera enthalten. Wahrscheinlich wird auch wieder eine LED integriert, welche aufleuchtet, wenn die Kamera aktiv ist. Ob Face ID integriert wird, ist fraglich. Wahrscheinlich wird aber Touch ID beibehalten.
Mit einer Dynamic Island könnten iPhone-Funktionen wie Wiedergabe-Übersichten, Live-Aktivitäten u. ä. unter macOS genutzt werden. Eventuell werden dann auch die Anpassungen von Display-Helligkeit und Lautstärke an diesem Displayelement visualisiert. Was genau Apple plant, kann aktuell aber nur spekuliert werden.
Nanotextur-Display als neuer Standard fürs MacBook Pro?
Ein berechtigter Kritikpunkt bei den Diskussionen rund um einen Touchscreen-Laptop von Apple ist dessen glattes Display. Auf selbigem würden sich schnell Fingerabdrücke abzeichnen, welche das Nutzungserlebnis verschlechtern. Das MacBook Pro wird zwar seit Oktober 2024 (M4-Modelle) wahlweise auch mit Nanotextur-Display angeboten, aber das mit ordentlichem Aufpreis.
Es gibt nun also zwei Szenarien für die Touchscreens, die bei Apple-Laptops zum Einsatz kommen: Erstens könnte das Nanotextur-Display oder ein anderes mattes Display zum Standard werden. Zweitens könnte Apple verschiedene MacBook Pros mit Touchscreen (mattes Display) und ohne Touchscreen (glattes Display) anbieten.
Letzteres würde bedeuten, dass die Produktkategorie des MacBook Pro noch weiter aufgeschlüsselt und diversifiziert wird. Neben Apple Silicon-Version, Arbeitsspeicher und SSD wäre dann ein herkömmliches oder ein Touch-Display zu wählen. Oder kurz gesagt: Es ist noch nicht klar, welche Lösung Apple für das Fingerabdruck-Problem bereithält.
Nicht nur Display-Anpassungen: MacBook Pro mit eigenem Mobilfunk
Mit den hauseigenen Mobilfunkchips, dem C1 und dem C1X, bietet Apple bereits Lösungen für die effiziente und akkuschonende Nutzung von 5G, 4G LTE und Co. an. Es würde durchaus Sinn ergeben, wenn Apple den C1X oder den C2 im neu gestalteten MacBook Pro verbaut. Gerüchte dazu gibt es schon länger.
So könnte der Laptop per eSIM mobil das Internet nutzen, ohne auf öffentliche WLANs oder einen iPhone-Hotspot angewiesen zu sein. Genauso wie die ganzen Infos zu den Display-Anpassungen ist aber auch das bisher nur ein Gerücht. Schauen wir mal, was im Herbst 2026 tatsächlich auf den Markt kommt.
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.









