Mobile Gaming hat sich still und leise zum absoluten Giganten der Spielebranche entwickelt. Während alle Welt über PS5 Pro und Gaming-PCs diskutiert, verdient die Mobile-Branche mittlerweile mehr als Konsolen und PC zusammen. Und mittendrin: das iPhone.
Ich nutze mein iPhone 17 Pro Max regelmäßig zum Zocken, ob kurze Runden in Apple Arcade oder tatsächlich mal ein komplexeres Spiel auf dem Sofa. Zeit für einen Blick auf die Trends, die ihr als iPhone-Nutzer kennen solltet.
Kapitel in diesem Beitrag:
- 1 Die Zahlen sind irre: Mobile Gaming dominiert alles
- 2 Der A18 Pro: Apples Gaming-Kraftwerk
- 3 AAA-Spiele auf dem iPhone: Beeindruckend, aber ein Ladenhüter
- 4 Apple Arcade: Das unterschätzte Abo
- 5 Cloud Gaming: Die Zukunft ist angekommen
- 6 5G macht den Unterschied
- 7 Transparenz wird wichtiger
- 8 Wohin die Reise geht
Die Zahlen sind irre: Mobile Gaming dominiert alles
Wenn mir vor zehn Jahren jemand gesagt hätte, dass Handyspiele mal mehr Umsatz machen als PlayStation und Xbox zusammen, hätte ich laut gelacht. Aber hier sind wir: Mobile Gaming generiert 2025 über 111 Milliarden Dollar weltweit, manche Analysten sprechen sogar von bis zu 135 Milliarden. Das entspricht etwa 55 Prozent des gesamten Gaming-Marktes. Konsolen? Liegen bei rund 28 Prozent. PCs? Etwa 23 Prozent.
Besonders spannend für uns Apple-Nutzer: iOS-Spieler geben deutlich mehr Geld aus als Android-Nutzer. Der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) liegt in den USA bei über 60 Dollar jährlich, in Japan sogar bei satten 106 Dollar. Das erklärt, warum Entwickler das iPhone so ernst nehmen.

Der A18 Pro: Apples Gaming-Kraftwerk
Mit dem iPhone 16 Pro hat Apple die Gaming-Hardware noch einmal deutlich verbessert. Der A18 Pro Chip basiert auf TSMCs 3-Nanometer-Technologie der zweiten Generation und bringt einige beeindruckende Verbesserungen mit.
Die 6-Kern-CPU ist 15 Prozent schneller als beim Vorgänger A17 Pro, und das bei 20 Prozent weniger Stromverbrauch. Die 6-Kern-GPU legt sogar 20 Prozent zu und bietet doppelt so schnelles Hardware-Raytracing. Für Nicht-Techies übersetzt: Lichtreflexionen, realistische Schatten und aufwendige Umgebungen werden in Echtzeit berechnet, ohne dass das iPhone ins Schwitzen kommt.
Ich habe es selbst getestet: Resident Evil 4 läuft auf meinem iPhone 16 Pro tatsächlich flüssig, mit Raytracing-Effekten, die vor wenigen Jahren selbst auf Gaming-PCs beeindruckend gewesen wären. Dass so etwas auf einem Gerät läuft, das in meine Hosentasche passt, finde ich nach wie vor faszinierend.

AAA-Spiele auf dem iPhone: Beeindruckend, aber ein Ladenhüter
Apple hat 2023 groß angekündigt, dass Konsolenspiele wie Resident Evil 4, Resident Evil Village, Death Stranding und Assassin's Creed Mirage nativ auf dem iPhone laufen werden. Technisch ist das auch gelungen, die Ports sind erstaunlich gut.
Aber hier kommt der Elefant im Raum: Die Verkaufszahlen sind ernüchternd. Berichten zufolge hat Assassin's Creed Mirage nur etwa 3.000 Exemplare zum Vollpreis verkauft. Resident Evil 4 kam nach sechs Monaten auf rund 7.000 zahlende Käufer, Resident Evil Village auf etwa 5.750. Death Stranding erreichte circa 10.600 Downloads.
Warum? Meiner Meinung nach liegt es an der Preisgestaltung. Mobile-Spieler sind es gewohnt, Spiele kostenlos oder für wenige Euro zu bekommen. 30 bis 50 Euro für ein iPhone-Spiel? Das fühlt sich für viele falsch an, selbst wenn das technisch dasselbe Spiel ist wie auf der PlayStation. Außerdem: Wer ein iPhone 16 Pro für über 1.000 Euro kauft, kann sich meist auch eine Konsole leisten und spielt solche Titel dann lieber auf dem großen Bildschirm.
Trotzdem zeigt die Entwicklung, wohin die Reise geht. Spiele wie Control, Sniper Elite 5 und weitere AAA-Titel sind bereits angekündigt. Die technische Basis ist gelegt, jetzt muss Apple nur noch die Spieler überzeugen.
Apple Arcade: Das unterschätzte Abo
Während AAA-Ports kämpfen, macht Apple Arcade still und leise seinen Job. Für 6,99 Euro im Monat, oder günstiger im Jahresabo bzw. Apple One Bundle, bekommt ihr Zugang zu über 200 Spielen ohne Werbung und ohne In-App-Käufe. Bis zu sechs Familienmitglieder können mitspielen.
2025 sind einige interessante Titel dazugekommen: NBA 2K26 Arcade Edition, Football Manager 26 Touch, Angry Birds Bounce und UNO: Arcade Edition, um nur einige zu nennen. Die Mischung aus Indie-Perlen, Klassikern und exklusiven Originalen gefällt mir persönlich gut, auch wenn ich mir manchmal wünschte, Apple würde mehr in richtige Blockbuster investieren.
Mein Tipp: Wenn ihr ein neues Apple-Gerät kauft, bekommt ihr drei Monate Apple Arcade kostenlos. Nutzt das aus und schaut, ob der Service zu eurem Spielverhalten passt.
Cloud Gaming: Die Zukunft ist angekommen
Anfang 2024 hat Apple einen wichtigen Schritt gemacht: Cloud-Gaming-Apps sind jetzt im App Store erlaubt. Das bedeutet, dass Dienste wie Xbox Cloud Gaming oder GeForce NOW ihre Spiele direkt als App anbieten können, ohne den Umweg über den Safari-Browser.
Für iPhone-Nutzer eröffnet das völlig neue Möglichkeiten. Hunderte AAA-Titel, die auf externen Servern berechnet werden und auf euer iPhone gestreamt werden. Die Hardware-Anforderungen? Praktisch keine, solange eure Internetverbindung stimmt.
5G macht den Unterschied
Apropos Internetverbindung: 5G hat Mobile Gaming grundlegend verändert. Die Latenz bei 5G-Netzen liegt unter 10 Millisekunden, bei 4G sind es typischerweise 30 bis 50 Millisekunden. In Multiplayer-Spielen ist das ein gewaltiger Unterschied: Eure Eingaben werden praktisch ohne Verzögerung registriert.
Die Download-Geschwindigkeiten von 80 bis über 200 Mbit/s machen nicht nur schnellere Updates möglich, sondern ermöglichen Cloud Gaming unterwegs erst wirklich. Südkorea erreicht dank seiner fortschrittlichen 5G-Infrastruktur Gaming-Latenzen von nur 51 Millisekunden, ein Wert, der zeigt, was möglich ist.

Transparenz wird wichtiger
Ein Trend, der mir persönlich am Herzen liegt: Transparenz im Gaming. Apple hat mit den Privacy Nutrition Labels und App Tracking Transparency neue Standards gesetzt, die weit über Gaming hinausgehen.
Interessant ist, dass auch spielspezifische Transparenz-Mechanismen entwickelt werden. Ein Beispiel sind Casinos mit dem Spribe Game Aviator, die mit sogenannter Provably Fair-Technologie arbeiten. Dabei werden Server-Seeds vor dem Spiel generiert und kryptografisch gesichert. Nach jeder Runde können Spieler die Fairness selbst überprüfen, ohne dem Anbieter blind vertrauen zu müssen.
Für Apple-Nutzer, die Wert auf Datenschutz legen, ist dieser Ansatz interessant: Transparenz lässt sich nicht nur auf App-Ebene umsetzen, sondern auch tiefer im System verankern. iOS bietet mit der Metal API, der Secure Enclave und CryptoKit die technischen Grundlagen dafür.

Wohin die Reise geht
Die iOS-Gaming-Welt entwickelt sich rasant weiter. Die Kombination aus leistungsstarker Hardware, offeneren Plattform-Strategien und schnelleren Netzwerken schafft ständig neue Möglichkeiten.
Mit kommenden Chip-Generationen werden AR-Features noch immersiver werden. Die Apple Vision Pro zeigt bereits, in welche Richtung Apple langfristig denkt, auch wenn das für die meisten von uns noch Zukunftsmusik ist.
Mein Fazit: Das iPhone in eurer Tasche ist längst mehr als ein Casual-Gaming-Gerät. Es ist eine vollwertige Spieleplattform, die technisch mit Konsolen mithalten kann. Ob sich das auch in den Spielgewohnheiten der Nutzer widerspiegelt, wird sich zeigen. Die AAA-Verkaufszahlen deuten darauf hin, dass der Weg noch weit ist, aber die Richtung stimmt.
Was denkt ihr: Spielt ihr ernsthaft auf eurem iPhone, oder bleibt es bei Gelegenheitsspielen? Schreibt es in die Kommentare!
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Seit 2012 betreibe ich meinen Blog als Sir Apfelot und helfe meinen Lesern bei technischen Problemen. In meiner Freizeit flitze ich auf elektrischen Einrädern, fotografiere mit meinem iPhone, klettere in den hessischen Bergen oder wandere mit meiner Familie. Meine Artikel behandeln Apple-Produkte, Drohnen-News und Lösungen für aktuelle Bugs.










