OpenClaw – Der KI-Agent, der deinen Rechner übernimmt (und per Messenger gesteuert werden kann)

In letzter Zeit ging es in KI-Kreisen viel um Clawd, Moltbot bzw. OpenClaw. Während die Namensänderungen mit „OpenClaw“ ein Ende gefunden haben, gibt es immer noch Missverständnisse bezüglich dessen, was eigentlich hinter dem KI-Agenten steckt. Und was er kann. In diesem Ratgeber gibt’s die wichtigsten Einblicke. Und eine Antwort auf die Frage: Warum kaufen sich Leute für OpenClaw einen Mac mini?

OpenClaw, der KI Agent, der lokal auf dem Heimserver – etwa einem Apple Mac mini – läuft. Er kann alles, aber es kann auch alles schief gehen.
OpenClaw, der KI Agent, der lokal auf dem Heimserver – etwa einem Apple Mac mini – läuft. Er kann alles, aber es kann auch alles schief gehen.

Was ist OpenClaw?

OpenClaw ist ein KI-Agent, der lokal auf dem eigenen Computer installiert wird. Ein KI-Agent ist eine künstliche Intelligenz, die eigenständig Aufgaben erfüllen kann. Dafür bekommt die Software vom User verschiedene Berechtigungen und Zugriffe, sodass z. B. eigenständig Apps oder das Web genutzt werden können.

OpenClaw ist dabei jener KI-Agent, der die bisher umfangreichsten Zugriffe und Berechtigungen abfragt sowie auch zielsicher nutzen kann. Entwickelt wurde die Software vom Developer Peter Steinberger, ansässig in Wien. Er hat dafür Vibe Coding genutzt, also die Programmierung mit KI-Unterstützung (u. a. mit Claude Opus 4.5 über seinen KI-Assistenten Molty).

OpenClaw wird als kostenlose Open-Source-Software angeboten, für Windows, Linux und macOS. Mit der KI kann entweder direkt auf dem Computer oder mobil per Messenger kommuniziert werden – egal ob WhatsApp, Signal, Telegram, Microsoft Teams, Discord, Nachrichten (iMessage) oder irgendeine andere Messenger-App.

Wie funktioniert OpenClaw?

Wie der Code funktioniert kann ich euch freilich nicht sagen. Das kann in einigen Teilen wahrscheinlich noch nicht mal der Developer Peter Steinberger selbst. Ich kann euch lediglich kurz aufzeigen, wie die Nutzung nach der Installation und Einrichtung (es werden zum Teil API-Token und die Verbindung zu LLMs benötigt) aussehen kann.

Zum Beispiel benötigt man eine Datei vom Rechner, auf dem OpenClaw läuft. Dann schreibt man dem KI-Agenten per Messenger: „Ich habe ein Word-Dokument im ‚Arbeit‘-Ordner. Schick sie mir.“ – Und man bekommt die Datei gesendet.

Oder man möchte ein Moodboard zusammengestellt haben, möglicherweise mit lokal erstellten KI-Grafiken. Man schreibt OpenClaw diesen Wunsch und der KI-Agent nutzt die nötige Software, um die Grafiksammlung zusammenzustellen. War die benötigte Software vorher nicht installiert, zieht der Agent sie aus dem Web und installiert sie eigenständig.

Im Grunde kann man, mit den nötigen Zugriffen und Berechtigungen ausgestattet, den KI-Agenten auch Nachrichten und E-Mails schreiben lassen. Er kann Einkäufe übernehmen, das Smart Home steuern, User-Konten bei Online-Plattformen einrichten und verwenden, Sprachnachrichten und Diktate transkribieren, und, und, und.

OpenClaw: Installation, Nutzung und Überraschungen im Video

Eine gute Zusammenfassung zur Nutzung des KI-Agenten inkl. Installation, Einrichtung und Verwendung für einzelne Aufgaben bietet das Video von c’t 3003. Es ist zudem gespickt mit Aussagen des OpenClaw-Developers, der dafür extra interviewt wurde. Es lohnt sich, den mehrfach wiederholten Disclaimer vorwegzunehmen: Die Software ist nicht fertig und zudem saugefährlich.

Ist OpenClaw sicher?

Kein bisschen. Das Projekt ist nicht nur voll von ungetestetem Code, sondern auch noch in der Beta, also in der ständigen Entwicklung. Entstanden ist der KI-Agent OpenClaw in rund drei Monaten, nebenher, als Peter Steinberger an anderen Projekten gearbeitet hat.

Man sollte OpenClaw nur nutzen, wenn man genau weiß, was man da macht. Und selbst dann muss man Vorsicht walten lassen. Denn übersieht man einen Skill, also eine Fähigkeit der Software, und wird dieser dann überraschenderweise ausgeführt, kann so einiges schief gehen.

Im Grunde kann der KI-Agent einem das Konto leer räumen, online für einen Verbrechen begehen oder andere Dinge anstellen, die man nicht will. Selbst das automatische Installieren von Software aus dem Web birgt Gefahren – Schadsoftware könnte so auf den Rechner gelangen. Oder zumindest wird ohne Kontrolle der Speicher immer mehr belastet.

Können Cyber-Kriminelle die User von OpenClaw angreifen?

Auf jeden Fall. Es wäre zum Beispiel möglich, dass sie mit Malware verseuchte Software im Web streuen und durch bestimmte Beschreibungstexte, gewissen Code öder ähnliches Downloads durch OpenClaw provozieren. Der KI-Agent versucht dann, eine App für eine gestellte Aufgabe zu installieren. Bei der Nutzung wird der Computer infiziert.

Ein anderes Problem stellt Prompt Injection dar. Wird OpenClaw bzw. dessen Messenger-Avatar in einem Gruppenchat verwendet, können die anderen im Chat befindlichen Leute das ausnutzen. Durch gezielte Nachrichten an den Avatar kann der dahinterstehende Agent zu bestimmten Aktionen angewiesen werden, die böse Folgen haben können.

Oder anders gesagt: Wenn man nicht weiß, was man macht, ist OpenClaw extrem gefährlich. 

Was hat der Mac mini mit OpenClaw zu tun?

Durch den Apple Silicon (M-Chip) haben sich Mac-Computer in den letzten Jahren als leistungsstarke und effiziente Maschinen für lokale KI-Modelle beweisen können. Wer also OpenClaw auf dem Computer laufen lassen und dafür vielleicht sogar ein lokal installiertes Sprachmodell (LLM) nutzen will, wird sich nicht unbedingt einen PC zusammenbauen wollen – sondern einen Mac mini kaufen.

Aktuelle Modelle mit M4 Pro sind mit bis zu 14 CPU-Kernen und bis zu 20 GPU-Kernen erhältlich. Sie können mit bis zu 64 GB Arbeitsspeicher (RAM) ausgestattet werden, was sie insgesamt zu rechenstarken Maschinen im Kleinstformat macht. Mit bis zu 8 TB internem Speicher ist dabei auch genug Platz für verschiedenste Projekte, nicht nur OpenClaw.

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Der Mac mini kann als KI-Server genutzt werden. Anders als ein iMac oder MacBook hat er kein eigenes Display verbaut, was ihn nicht nur platzsparender macht, sondern auch (wenn man den Monitor vom HDMI-Anschluss abzieht) stromsparender laufen lässt. Er kann zuhause seine Arbeit machen, während man mobil auf deren Ergebnisse zugreift – sicher über verschlüsselte Verbindungen und Clouds oder unsicher durch die Nutzung eines KI-Agenten wie OpenClaw.

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