Setapp Mobile: In einem Monat schließt der iPhone App-Marktplatz

Der alternative App-Marktplatz „Setapp Mobile“, der seit 2024 in der EU angeboten wird, schließt in einem Monat seine digitalen Pforten. Wie es in einer offiziellen Notiz heißt, wird das Angebot zum 16. Februar 2026 eingestellt. Als Grund werden Apples „sich ständig weiterentwickelnde und komplexe Geschäftsbedingungen“ angegeben. Diese „passen nicht zu Setapps aktuellem Geschäftsmodell“.

Setapp Mobile sollte ein Vorreiter für die alternativen App-Marktplätze auf dem iPhone sein. Nun wird das Angebot eingestellt.
Setapp Mobile sollte ein Vorreiter für die alternativen App-Marktplätze auf dem iPhone sein. Nun wird das Angebot eingestellt.

Aus für Setapp Mobile: App-Daten vor dem Stichtag sichern

Die 50 Apps, die man über Setapp Mobile am iPhone beziehen kann, werden zum angegebenen Datum aus dem App-Marktplatz entfernt. Je nach Art und Nutzungsweise werden die installierten Programme aus diesem Sortiment dann unbrauchbar. Es wird also empfohlen, die App-Inhalte und Daten, die man behalten will, manuell zu sichern.

Das Ganze betrifft auch jene, die Setapp Mobile nicht als einzelnes Abo, sondern als Teil des Setapp-Angebots für den Mac verwendet haben. Die über 250+ Mac-Apps bleiben davon unberührt und werden weiter wie gewohnt angeboten. Jedoch werden die Apps aus Setapp Mobile ab Mitte Februar nicht mehr funktionieren. Für deren Ersatz muss man sich im Apple App Store oder auf anderen alternativen App-Marktplätzen umsehen.

Apple ersetzt Download-Gebühr gegen Umsatzbeteiligung

Bisher hat Apple für alternative App-Marktplätze auf dem iPhone und iPad die sogenannte „Core Technology Fee“ verlangt. Diese ermöglichte zwar eine Million gebührenfreie Erstinstallationen einer App, verlangte von den Developern anschließend aber 0,50 € pro weiterer Erstinstallation. Eine App, die 2 Millionen Male heruntergeladen wurde, verursachte also Kosten von 500.000 Euro.

Diese Core Technology Fee wurde Anfang 2026 durch die „Core Technology Commission“ abgelöst, wie es auf Apples Developer-Seite heißt. Die Core Technology Commission setzt keinen festen Preis mehr für Erstinstallationen über einem gewissen Maß fest. Stattdessen wird eine Abgabe von 5% auf den Verkauf von digitalen Gütern oder Dienstleistungen verlangt. Developer müssen also sofort zahlen, wenn sie etwas per In-App-Kauf einnehmen. Dazu gibt es ebenfalls weitere Infos auf Apples Developer-Seite.

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4 Gedanken zu „Setapp Mobile: In einem Monat schließt der iPhone App-Marktplatz“

    1. Hallo Jochen! Erstmal ist es keine Werbung, sondern eine ehrliche Empfehlung von mir. Ich habe Setapp seit vielen Jahren und zahle es auch selbst. Und zum anderen geht es hier im Artikel um den alternativen App-Store, den MacPaw mit Setapp Mobile ins Leben gerufen hatte. Das ist eine ganz andere Sache als das Setapp-Abo für den Mac. Nur damit hier keine Missverständniss aufkommen. Die Setapp-Mac-App gibt es weiterhin.

      1. Hallo Jens, nochmal aus einer weiteren Perspektive würde ich gerne hinzufügen, dass zwar Jochen wahrlich nicht die feinste Wortwahl gewählt hat leider, ich ihm trotzdem allgemein bezüglich des „Werbung“-Vorwurfs zustimmen muss.
        Dies hier gänzlich auszuschließen empfinde ich als widersprüchlich und verkehrt, gerade im Bezug auf den *-Verweis im Text und Aufschlüsselung „* = gesponserter Link“.
        Ohne jegliche weiteren Absichten wollte ich einfach mal meine Meinung dazu teilen und hoffe, hier mit nicht mehr Ärger, sondern Verständnis bzw. Klarheit zu schaffen.
        Vielen Dank für deine Beiträge, denn ich schätze diese natürlich dennoch sehr wert!
        ~Sebastian

        1. Hallo Sebastian! Dank dir für deinen Kommentar. Ich nehme das gerne an und bin keinesfalls verärgert. Aber eine Frage: Wie kann man es besser machen? Die Links zu Setapp sind ja immer als Werbung gekennzeichnet, aber die zahlen mir nichts für den Link, sondern nur, wenn jemand sich bei Setapp anmeldet. Das ist selten der Fall und ich würde das auch nicht empfehlen, wenn ich den Service nicht selbst nutzen und gut finden würde. Kann man etwas ändern, um das zu verbessern?

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