In dieser Woche gab es nicht nur den Apple-Leak, sondern auch weitere Apple- und Tech-News. Welche Themen mir in der Kalenderwoche 33 des Jahres 2025 aufgefallen sind, habe ich in dieser Sir Apfelot Wochenschau zusammengefasst. Unter anderem diese Meldungen sind dabei: Verfassungsgericht weist Abhör-Software in die Schranken, Bahn bringt bald ICE L auf die Schiene, Litauen rüstet die Bevölkerung mit Drohnen-Kursen, Matter 1.4.2 macht das Smart-Home sicherer, Innenraum-Solarzelle entwickelt, Apples Tisch-Roboter soll ab 2027 verkauft werden, und mehr!
Kapitel in diesem Beitrag:
- 1 Gegen Palantir und Co.: BVG schränkt „Staatstrojaner“ ein
- 2 Mit Verspätung: ICE L soll ab Ende 2025 auf deutschen Schienen rollen
- 3 Litauen bietet Drohnen-Kurse für Schulkinder und Erwachsene an
- 4 Matter 1.4.2 – Neuer Smart-Home-Standard gegen Überwachung
- 5 Batterie-Ersatz: Neue Solarzellen gewinnen Strom aus Raumbeleuchtung
- 6 Startup von Sam Altman und OpenAI will mit Musks Neuralink konkurrieren
- 7 Internet per Telefoneinwahl: AOL beendet Angebot nach 34 Jahren
- 8 Apples Tisch-Roboter, die „Pixar-Lampe“, soll 2027 auf den Markt kommen
- 9 Noch mehr Sir Apfelot für euch!
Gegen Palantir und Co.: BVG schränkt „Staatstrojaner“ ein
Das Bundesverfassungsgericht hat diesen Monat einen Beschluss veröffentlicht, nach dem die Überwachung von privaten Endgeräten wie Smartphones stark eingeschränkt wird. Der Einsatz von Abhör-Software, die etwa das Mithören von Telefonaten oder das Auswerten von verschlüsselten Messenger-Chats ermöglicht, ist damit an die Schwere des mutmaßlichen Delikts gekoppelt.
„Dem verfassungsrechtlichen Erfordernis eines besonders gewichtigen Rechtsguts entspricht jedenfalls eine Begrenzung auf besonders schwere Straftaten im verfassungsrechtlichen Sinn, also zunächst solche, die mit einer Höchstfreiheitsstrafe von mehr als fünf Jahren bedroht sind“, heißt es dazu in der online veröffentlichten Entscheidungsschrift für die landespolizeirechtliche Ermächtigungen zur Telekommunikationsüberwachung und Quellen-Telekommunikationsüberwachung.
Zuletzt gab es immer wieder Diskussionen zum Einsatz von sogenannten „Staatstrojanern“, vor allem im Hinblick auf den polizeilichen Einsatz von US-Software der Firma Palantir.
Mit Verspätung: ICE L soll ab Ende 2025 auf deutschen Schienen rollen
Die Deutsche Bahn wollte schon in 2024 den vom spanischen Hersteller Talgo gefertigten „ICE L“ einsetzen. Verzögerungen in der Fertigung sowie in Test- und Zulassungsfahrten haben dann aber für eine Verspätung gesorgt, wie die Tagesschau zusammenfasst. Im Dezember 2025 sollen aber die ersten vier der neuen Züge im regulären Betrieb zwischen Köln und Berlin fahren. Ein Komfort-Feature: die Funk-durchlässigen Scheiben sollen für eine bessere Mobilfunknutzung sorgen.
Das besonders Komfortable am ICE L ist aber, dass es sich um einen Fernzug mit stufenlosem Einstieg handelt. Das „L“ im Namen steht diesbezüglich für „Low Floor“, also niedrigen Boden. Der Einstieg für Personen mit Gehbehinderungen, für ältere Personen und jene im Rollstuhl wird damit vereinfacht. Insgesamt hat die Bahn der verlinkten Quelle nach 79 ICE L bestellt. Diese sollen nach und nach ins Angebot integriert werden. Eine offizielle Vorstellung soll am 17. Oktober erfolgen.
Litauen bietet Drohnen-Kurse für Schulkinder und Erwachsene an
In insgesamt neun Ausbildungszentren will Litauen ca. 22.500 Bürgerinnen und Bürger an Drohnen ausbilden. Die Initiative geht vom litauischen Verteidigungsministerium aus und ist in Abstimmung mit dem Bildungsministerium auch auf Schulkinder ausgerichtet. Ab September werden in den ersten drei Standorten die Steuerung und die Konstruktion von unbemannten Luftfahrzeugen gelehrt. Bis 2028 sollen insgesamt neun Standorte geschaffen werden, wie es offiziell heißt.
Dabei geht es nicht nur um technisches Verständnis und das Wissen rund um das legale und sichere Fliegen von Quadrocoptern. Im Hinblick auf aktuelle Bedrohungen und die steigende Bedeutung von Drohnen (auch und vor allem individuell angepassten und ausgerüsteten Modellen) in Kriegssituationen sollen die Schulungen und Kurse „die Ausbildung im Bereich des zivilen Widerstands“ ausweiten. Durchgeführt werden die Kurse von der Litauischen Schützenvereinigung und der Agentur für nichtformale Bildung (automatisch übersetzte Bezeichnungen).
Matter 1.4.2 – Neuer Smart-Home-Standard gegen Überwachung
Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat die neue Version des Matter-Standards für Smart-Home-Technologie veröffentlicht. Matter 1.4.2 schließt Sicherheitslücken, ermöglicht die Einbindung von Geräten ohne Bluetooth und bietet weitere Vorteile gegenüber älteren Versionen.
Unter anderem gegen Fake-Hardware, die sich als Geräte eines bestimmten Herstellers ausgibt, aber eigentlich aus anderem Hause stammt und der Überwachung dient, wird damit vorgegangen. Die Einbindung per WLAN mit Verzicht auf Bluetooth soll nicht nur die Nutzung von Matter erleichtern, sondern auch langfristig Smart-Home-Elemente günstiger machen, da sie auf Bluetooth-Chips verzichten können.
Batterie-Ersatz: Neue Solarzellen gewinnen Strom aus Raumbeleuchtung
Für Kleingeräte, die in Innenräumen zum Einsatz kommen, könnte eine neue Art von Solarzelle die Nutzung von Batterien oder Akkus ersetzen. Denn sie soll Strom aus künstlichem Licht gewinnen. Eine entsprechende Forschung wurde vor ein paar Tagen vom University College London (UCL) publik gemacht. Die Stromversorgung von Fernbedienungen, Tastaturen, Sensoren und anderen Kleingeräten könnte damit komplett batterielos werden.
Für die Herstellung von Solarzellen, die auch in Innenräumen die Zimmerbeleuchtung effizient für die Stromgewinnung nutzen können, musste das Ausgangsmaterial Perowskit verbessert werden. Dessen Kristalle werden in Solarzellen genutzt, haben aber oft kleinere Defekte, die das Licht streuen und damit die Ausbeute verringern. Zudem beschleunigen sie den Verfall des Materials. Durch den Einsatz von Rubidiumchlorid konnten homogenere Perowskitkristalle erzeugt werden, welche eine größere Ausbeute erlauben und gleichzeitig langlebiger sind.
Startup von Sam Altman und OpenAI will mit Musks Neuralink konkurrieren
Mit dem Startup „Merge Labs“ will der OpenAI-CEO Sam Altman eine Konkurrenz zu Elon Musks Neuralink-Firma und weiteren Unternehmen für Hirn-Computer-Schnittstellen aufbauen. Das wurde diese Woche in der Financial Times (Paywall) berichtet und von Engadget zusammengefasst. Für das Brain-Computer Interface (BCI) von Merge Labs soll auch KI zum Einsatz kommen. In welchem Umfang genau, das wurde nicht aufgezeigt.
Letztes Jahr wurde für Regularien rund um Hirn-Computer-Schnittstellen in den USA die Implantable Brain Computer-Interface Collaborative Community (iBCI-CC) gegründet.
Internet per Telefoneinwahl: AOL beendet Angebot nach 34 Jahren
Nach über 30 Jahren der Telefoneinwahl von Computermodems in das Internet beendet der AOL-Konzern sein diesbezügliches Angebot. Entsprechende Tarife sind ab September nicht mehr nutzbar. Wie CNN aufzeigt, wählten sich nach Daten einer 2023 durchgeführten Zählung noch rund 160.000 US-Haushalte über ihre Festnetz-Telefonleitung ins Internet ein. In Zeiten von Glasfaser und 5G wirkt das anachronistisch.
Apples Tisch-Roboter, die „Pixar-Lampe“, soll 2027 auf den Markt kommen
Dass Apple für die Ausweitung seines Smart-Home-Angebots einige Hardware-Veröffentlichungen plant, ist ja schon eine Weile bekannt. Auch dass eine Kombination aus HomePod und iPad veröffentlicht werden soll, wissen wir bereits. Spätestens seit dem im Februar gezeigten ELEGNT-Prototypen ist außerdem bekannt, dass eine Roboter-Lampe mit Emotionen simulierenden Bewegungsabläufen entwickelt und getestet wird.
Ausgehend davon ist es also nicht verwunderlich, dass nun zu einem entsprechenden Gerät neue Gerüchte auftauchen. Diese stammen mal wieder von Bloomberg (Paywall), genauer gesagt vom Tech-Journalisten und Apple-Kenner Mark Gurman. Der Companion-Roboter für den Schreibtisch soll ein iPad-ähnliches Display an einem beweglichen Arm haben, welches automatisch gedreht sowie ca. 15 cm in jede Richtung bewegt werden kann, fasst MacRumors zusammen. Das Gerät soll 2027 auf den Markt kommen und mit der KI-Siri ausgestattet sein, die aktuell fürs Frühjahr 2026 erwartet wird.
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.










