Sir Apfelot Wochenschau KW 43, 2025

Seit dieser Woche sind die neuen Apple-Geräte mit M5-Chip im Handel erhältlich. Das sind aber nicht die einzigen Apple- und Tech-News, die mir in den letzten Tagen aufgefallen sind. In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 43 des Jahres 2025 gibt es daher unter anderem diese Meldungen: AWS-Ausfall machte Teile des Internets unbrauchbar, „unsichtbare“ Schadsoftware in Plugins für Microsoft Visual Studio Code, Open Hardware Summit 2026 findet in Berlin statt, Apple stellt Forschung zu KI-gestützter Fehlersuche beim Programmieren vor, und mehr!

AWS- und DNS-Ausfälle haben Teile des Internets lahmgelegt

Am Montag sind Teile von Amazons Cloudserver-Service AWS (Amazon Web Services) ausgefallen. Diese waren für den Betrieb verschiedener Online-Dienste und Apps essenziell, weswegen diese mit Erreichbarkeitsproblemen oder sogar Komplettausfällen zu kämpfen hatten. Unter anderem gehörten der Epic Games Launcher, Fortnite, Snapchat, Signal, Perplexity, Prime Video, Duolingo, Roblox, Eight Sleep und Canva dazu. Grund war ein DNS-Ausfall.

Gleichzeitig konnte es bei all jenen ab Anfang der Woche zu Internetproblemen gekommen sein, die als manuell festgelegten DNS-Dienst dns0.eu eingerichtet hatten. Denn dieser wurde aufgegeben. Unter der entsprechenden URL findet sich der Hinweis „The dns0.eu service has been discontinued. We would have liked to keep it running, but it was not sustainable for us in terms of time and resources.“ Zudem wird der Wechsel zu DNS4EU oder NextDNS empfohlen.

Visual Studio Code: „Unsichtbare“ Malware versteckt sich in Plugins

In einigen Erweiterungen für die von Microsoft angebotene Programmierhilfe Visual Studio Code wurde eine „unsichtbare“ Schadsoftware gefunden. Der „GlassWorm“ getaufte Wurm wurde weder von Codeanalyse-Tools noch durch menschliche Reviewer ausfindig gemacht und gelangte so als Teil von Erweiterungen auf den Plugin-Marktplatz für Visual Studio Code. Einmal durch den JavaScript-Interpreter ausgeführt, infiziert er das System.

Nicht nur soll der Wurm verschiedene Daten und Kryptowährungen abfischen. Auch sorgt er für die Installation eines Fernzugriff-Trojaners. Das Vorgehen, vor allem zum Verstecken des Codes, wird als neu bezeichnet. Ebenso neu und effektiv ist die Netzwerkkommunikation des Wurms. Denn statt eines herkömmlichen Command-and-Control-Servers (C2-Server) setzt GlassWorm auf eine Blockchain-Struktur, welche das Aushebeln der Onlinefunktionen erschwert. Details und Analysen gibt’s im KOI-Blog.

Open Hardware Summit 2026 der OSHWA findet in Berlin statt

Die Open Source Hardware Association (OSHWA), die sich für frei zugängliche Hardware, Baupläne, Dokumentationen und Fertigungsmöglichkeiten einsetzt, lässt den seit 2010 jährlich abgehaltenen „Open Hardware Summit“ im kommenden Jahr in Berlin stattfinden. Wer an offenen Hardware-Ideen interessiert ist, sollte also den Kalender zücken.

Die Termine sind: 23. und 24. Mai 2026. Wer nicht vor Ort sein kann, nutzt einfach den Livestream. Ideen und Konzepte für Vorträge, Diskussionen, Vorführungen, Aufführungen und weitere Programmpunkte für den Open Hardware Summit 2026 können noch bis 21. Dezember 2025 eingereicht werden. Alle Infos hier: https://2026.oshwa.org/ 

SpaceX-Meilenstein: Über 10.000 Starlink-Satelliten in den Erdorbit geschossen

Mehr als 10.000 Satelliten für das Internetangebot von Starlink hat das Musk-Unternehmen SpaceX mittlerweile in den Erdorbit geschossen. Dieser Meilenstein, der für erschwerte astronomische Forschungen und jede Menge Weltraumschrott sorgt, wurde am vergangenen Wochenende erreicht. Dafür wurden zwei Raketenstarts an einem Tag genutzt, wie heise online zusammenfasst.

Wie in der Quelle weiter ausgeführt wird, hält das Unternehmen derzeit die Lizenz für die Einbringung von insgesamt 12.000 Satelliten in den Erdorbit. Davon abweichend sind die tatsächlichen Pläne für die weltweite Versorgung mit Satelliteninternet: 30.000 künstliche Trabanten. Warum so viele? Ein Grund könnten die Abstürze sein. Pro Tag sollen ein bis zwei der Starlink-Satelliten abstürzen, weshalb von den über 10.000 hochgeschossenen aktuell nur noch etwas über 8.500 aktiv um die Erde kreisen sollen.

Passend dazu: Amazons Project Kuiper meldete am am 14. Oktober 2025, dass es bereits über 150 Satelliten in den Low Earth Orbit geschossen hat. Insgesamt sind 3.200 davon für das eigene Internetangebot geplant.

Gegen Deepfakes: YouTube vereinfacht Vorgehen gegen KI-Fälschungen (für einige User)

Wer auf der YouTube-Videoplattform aktiv ist, dabei in den hochgeladenen Videos das eigene Gesicht zeigt und mit diesen Videos Geld verdient, kann ab 2026 ein neues Creator-Werkzeug nutzen. Dieses zielt darauf ab, KI-Deepfakes der eigenen Person in Videos anderer Kanäle aufzuspüren und zu melden.

Das neue YouTube-Werkzeug gegen Deepfakes soll laut The Wrap vorerst testweise größeren YouTubern zu Verfügung gestellt werden, die davon den meisten Nutzen haben sollen. Weltweit betrifft das rund 5.000 Personen mit hoher Reichweite und damit erhöhter Deepfake-Gefahr. Im kommenden Jahr soll das Tool dann großflächiger ausgerollt werden.

Apple KI-Modell „ADE-QVAET“ soll Softwarefehler mit 98% Genauigkeit erkennen

Mit einer Mischung aus fertigem KI-Modell (ADE-QVAET) und damit verknüpftem Machine Learning soll das damit ausgestattete Programmierwerkzeug, also beispielsweise Xcode, mit hoher Genauigkeit Fehler in Softwarecode erkennen. Das soll die Fehlersuche in handgeschriebenem Code sowie die Fehlervermeidung bei KI-assistiertem Programmieren vereinfachen.

Dabei verlässt man sich bei Apple aber nicht nur auf das KI-Modell selbst, sondern auf die Kombination mit unterschiedlichen Machine-Learning-Ansätzen: Für die Mustererkennung in den verwendeten Daten kommt ein Quantum Variational Autoencoder (QVAE) zum Einsatz; ein weiterer Baustein erkennt Code-Zusammenhänge und damit fehlende Elemente; und automatische Optimierungen werden durch die Adaptive Differential Evolution (ADE) ermöglicht.

Mehr dazu hier:

Wegen zu niedriger Nachfrage: Produktion des iPhone Air soll stark reduziert werden

Der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo berichtet auf X davon, dass die Verkäufe des iPhone Air arg hinter den Erwartungen zurückbleiben. Deshalb sollen einige Zulieferer die Produktion und Lieferung von Bauteilen stark zurückfahren. Im ersten Quartal 2026 könnte dies bei einigen einen Rückgang der Kapazitäten von über 80% ausmachen. Die Produktion von Komponenten, die in größerer Menge auf Lager sind, könnte schon Ende 2025 zum Erliegen kommen.

Ming-Chi Kuo deutet diese Entwicklung als Zeichen dafür, dass die etablierten iPhone-Modelle – sowohl das Standard-iPhone als auch seine zwei Pro-Versionen – den Markt bereits abdecken. Es gäbe nur begrenzten Raum für die Erschließung weiterer Marktsegmente und Zielgruppen, heißt es. Der Analyst sieht den Misserfolg des iPhone Air in einer Reihe mit den mini- und Plus-Modellen der vorigen iPhone-Generationen, welche ihrerseits nach einigen Jahren eingestellt wurden.

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