Sir Apfelot Wochenschau KW 48, 2025

Falls ihr euch fragt, welche Apple- und Tech-News mir in den letzten Tagen aufgefallen sind, dann seid ihr hier komplett richtig. In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 48 des Jahres 2025 gibt es u. a. diese Meldungen: Entwarnungen über Cell Broadcast jetzt möglich, KI-Browser durch einfachen Trick zu schädlichen Aktionen bewegt, komisches Podcasts-Verhalten könnte Hacker-Angriff sein, Flop des iPhone Air schreckt andere Smartphone-Hersteller ab, und mehr.

Update für Cell Broadcast: BBK führt Entwarnungen ein

Seit 2023 wird in Deutschland offiziell die sogenannte „Cell Broadcast“-Technologie genutzt, um ohne spezielle Apps direkt auf Mobilfunkebene auf Handys vor Katastrophen und anderen Ernstfällen zu warnen. Seit 2022 gibt es zum Test der Systeme den „bundesweiten Warntag“; der jüngste fand am 11. September 2025 statt.

Bisher wurden bei diesen Warntagen allerdings nur die Test-Warnungen ausgegeben, aber keine Entwarnungen. Diese sind auch nicht gesetzlicht vorgegeben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist aber der Meinung, dass zu jeder Warnung auch eine Entwarnung gehört – und deshalb wurden diese nun ermöglicht.

Ab dem heutigen Dienstag steht eine neue Funktion bei Cell Broadcast zur Verfügung. Von nun an können Bürgerinnen und Bürger über den Mobilfunkdienst auch Entwarnungen erhalten“, heißt es dazu einleitend in der entsprechenden Pressemitteilung.

Zu beachten gilt: „Um die Geräuschbelastung zu reduzieren, werden hier Entwarnungen automatisch in der niedrigsten Warnstufe (Warnstufe 3: Gefahreninformation) ausgegeben. Das BBK empfiehlt Nutzerinnen und Nutzern, das Smartphone so zu konfigurieren, dass auch die Warnstufe 3 aktiviert ist.

Am iPhone: Einstellungen -> Mitteilungen -> nach ganz unten scrollen -> „Gefahreninformation“ aktivieren.

Prompt Injection: KI-Browser sind extrem anfällig für Fake-Links

Dass es keine gute Idee ist, überall einfach so KI reinzustopfen, zeigt sich mal wieder an Webbrowsern, in denen KI- und Chatbot-Funktionen integriert sind. Mehrere davon lassen sich nämlich mit nur einem Zeichen dazu bringen, von den Usern unerwünschte Aktionen auszuführen. Bei diesem Zeichen handelt es sich um eine in eine URL eingebrachte Raute (#).

Diese wird in URLs meist als Anker für bestimmte Webseiteninhalte, etwa Überschriften, genutzt. Von einigen KI-Browsern wird sie aber als Anfang für einen Textprompt, also einen Befehl, angesehen. Dadurch können beliebige Webadressen durch eine Raute in einen Angriff verwandelt werden – ganz ohne Fake-Webseiten, denn auch Links zu seriösen Seiten können genutzt werden.

Details dazu gibt es in einem aktuellen Blogbeitrag von Cato Networks. Dort wird das Vorgehen HashJack getauft – ein Mix aus „Hashtag“ als Bezeichnung für die Raute und „Hijack“ für die feindliche Übernahme.

Mars-Gewitter mit Daten von Rover „Perseverance“ nachgewiesen

Wir hatten schon länger keine Nachrichten vom Mars in der Sir Apfelot Wochenschau. Diese Woche bin ich aber mal wieder über eine Meldung zum Rover „Perseverance“ gestolpert. Mikrofon-Aufnahmen des Gefährts sollen jetzt nämlich beweisen, dass es auf dem Mars Gewitter gibt.

Aufnahmen von Donner mit vorausgehenden elektrischen Entladungen und in vielen Fällen auch Sturm im gleichen Zeitraum wurden ausgewertet – und dienen nun als Beweis. Details dazu gibt es in der Fachzeitschrift Nature (Englisch und Paywall) sowie zusammengefasst bei heise online (Deutsch und kostenlos).

Update zum „Cyberbunker“: 47 Kaufinteressierte gibt es bisher

Erinnert ihr euch noch an den „Cyberbunker“ in Traben-Trarbach? Der mit fünf Untergeschossenen ausgestattete Bau diente einige Zeit einer Firma als Serverstandort. Auf den Servern wurde unter anderem für Darknet-Seiten und rechtsextreme Angebote der nötige Webspace verkauft. Zahlreiche illegale Dienste liefen darüber. Mithilfe einer verdeckten Ermittlung gelang im September 2019 der Zugriff.

Nun gibt es ein weniger aufregendes Update zum Bunkerbau: Nachdem dieser von der Generalstaatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde, ging das Grundstück inklusive Bunkerbau in 2023 an das Land NRW über. Nun wird wohl ein Verkauf angestrebt, wie es bei heise online heißt. Es gäbe bereits 47 Interessierte aus verschiedenen Bereichen wie IT, Eventmanagement, Bundeswehr und mehr.

Seltene Kündigungswelle: Apple entlässt Dutzende Sales-Angestellte

Wie Bloomberg berichtet, hat Apple Dutzende Stellen im Verkaufsbereich gestrichen. Dem Artikel nach will Apple die Verkaufswege zu Unternehmen, Bildungseinrichtungen wie Schulen sowie zu staatlichen Einrichtungen verschlanken. Zusätzlich zu den Sales-Entlassungen sollen auch Stellen in den Briefing-Centern für Großkunden gestrichen worden sein.

Für Apple ist das ein seltener Fall von groß angelegten Kündigungen. Während andere große Tech-Unternehmen in den letzten Jahren mehrere tausende oder sogar zehntausende Jobs eliminiert haben, gab es solche Maßnahmen beim Apfel-Unternehmen bisher nicht. Die aktuelle, vergleichsweise kleine Kündigungswelle scheint auch nicht von außen, sondern eher von innen her ausgelöst worden zu sein.

Untersuchung: Podcasts-App als Einfallstor für Schadsoftware?

Jemand versucht, über die Apple Podcasts App, die auf iPhones, iPads und Macs vorinstalliert ist, Schadsoftware zu verbreiten. Das ist zumindest das Fazit von Joseph Cox bei 404 Media. Beobachtungen, dass die Podcasts App sich selbstständig nach dem Entsperren des Geräts öffnet und dann obskure Podcast-Episoden mit komischen Titeln (teils mit Links oder E-Mail-Adressen darin) anzeigt, führen zu der Annahme.

Mindestens eine der Episoden, die oftmals religiöse, spirituelle oder angeblich bildende Inhalte haben sollen, sei dabei mit einem Link versehen gewesen, der eindeutig auf Malware verweist. Das Interessante dabei: Es handelt sich nicht um neue Podcast-Veröffentlichungen, sondern um teils Jahre alte Inhalte. Einige enthalten dabei Audio, andere sind komplett still.

Wie weiter berichtet wird, konnte der Sicherheitsforscher Patrick Wardle (Objective-See) die Methode nachbilden. Er war in der Lage, die Podcasts App am Mac über einen Weblink automatisch auf der Seite einer selbst gewählten Podcast-Episode öffnen zu lassen.

Ob gezielte Angriffe darüber bisher funktioniert haben, ist nicht klar. Aber scheinbar versucht irgendjemand diese Schwachstelle auszunutzen. 404 Media hat Apple mehrfach darüber informiert; bisher gab es keine Rückmeldung.

Nach „iPhone Air“-Flop: Andere Smartphone-Marken legen Pläne für ultradünne Geräte auf Eis

Apple hat im September das iPhone Air auf den Markt gebracht. Es ist das bisher dünnste iPhone. Es bringt fast die gesamte Technik im Kamerabuckel unter und nutzt das Meiste des verbleibenden Platzes für den Akku. Dass es so technisch ausgeklügelt ist, scheint aber kaum jemanden zu interessieren. Eher, dass es hier und da Einbußen mitbringt. Denn es verkauft sich vergleichsweise schlecht.

Das iPhone Air gilt nun, bereits zwei Monate nach der Markteinführung, als Flop. Während sich das iPhone 17, das iPhone 17 Pro und das iPhone 17 Pro Max sehr gut verkaufen, wird für das Air-Modell sogar die Produktion des Nachschubs angehalten. Vor allem chinesische Hersteller wie Xiaomi, Huawei und Vivo sollen ihre eigenen Pläne für ultradünne Geräte deshalb vorerst einfrieren, wie DigiTimes berichtet. Die Nachfrage liegt klar bei Geräten mit vollem Funktionsumfang und SIM-Schacht.

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