Nach dem Update auf iOS 26.3 bzw. iPadOS 26.3 lässt sich an einigen iPhone- und iPad-Modellen die präzise Ortung im Mobilfunknetz einschränken. Dafür wird in den Einstellungen der Systeme die Option „Genauen Standort begrenzen“ eingeführt. Apple will damit einen höheren Datenschutz bieten. Was genau die Einstellung bringt (und was nicht), das erkläre ich in diesem Ratgeber.

Kapitel in diesem Beitrag:
- 1 Wie kann ich „Genauen Standort begrenzen“ an iPhone und iPad aktivieren?
- 2 Welches iPhone oder iPad brauche ich für die Option?
- 3 Welche Standortbestimmung wird durch das Feature weniger genau?
- 4 Wird damit die Ortung bei einem Notruf verhindert?
- 5 Beschränkt die Einstellung meine „Wo ist?“-Freigabe?
- 6 Beschränkt „Genauen Standort begrenzen“ die Ortung durch Apps?
Wie kann ich „Genauen Standort begrenzen“ an iPhone und iPad aktivieren?
Sowohl unter iOS am iPhone als auch unter iPadOS am iPad wird dafür ein entsprechend benannter Menüpunkt in den Einstellungen zur Verfügung gestellt. Diesen erreicht man über die Datenoptionen im Bereich Mobilfunk. So geht man Schritt für Schritt vor:
- Die Einstellungen App auf dem Apple-Mobilgerät öffnen
- Aus deren Liste den Punkt Mobilfunk auswählen
- Hier nun auf Datenoptionen tippen
- Nach unten zu Genauen Standort begrenzen scrollen
- Die Option aktivieren bzw. auf Wunsch wieder deaktivieren
Es ist möglich, dass das iPhone oder iPad im Anschluss neugestartet werden muss. Man sollte also den Entsperrcode und die PIN der verwendeten SIM-Karte bereithalten.
Welches iPhone oder iPad brauche ich für die Option?
Ermöglicht wird das neue Datenschutz-Feature nur auf Apple-Geräten, die den hauseigenen Mobilfunkchip, also den C1 oder den C1X, integriert haben. Zum Redaktionsschluss dieses Beitrags beschränkt sich das auf folgende Geräte: iPhone Air, iPhone 16e und M5 iPad Pro (Wi-Fi + Cellular).
Es werden weiterhin iOS 26.3, iPadOS 26.3 oder neuere Versionen der Betriebssysteme auf den Geräten benötigt. Außerdem ist die Funktion bisher nur mit ausgesuchten Netzbetreibern kompatibel. In Deutschland ist das die Telekom, im Vereinigten Königreich sind es EE und BT, in Thailand AIS und True, in den USA ist es Boost Mobile.
Neue Informationen und aktualisierte Voraussetzungen findet ihr im Apple Support-Dokument 126101.
Welche Standortbestimmung wird durch das Feature weniger genau?
Durch „Genauen Standort begrenzen“ wird die Ortung im Mobilfunknetz durch den Netzbetreiber eingeschränkt – also die sogenannte Handyortung. Das Triangulieren des Standorts durch die Sendemasten, mit denen sich das iPad oder iPhone verbindet. Die Präzision der Standortdaten wird bei dieser Funkmast-Abfrage verringert.
Die Auswirkung des neuen Features setzt Apple allerdings in den Konjunktiv: „Wenn diese Einstellung aktiviert ist, werden bestimmte Informationen, die Mobilfunknetzen zur Verfügung stehen, eingeschränkt. Dadurch können sie eventuell nur einen weniger präzisen Standort bestimmen“, heißt es in dem oben verlinkten Support-Dokument.
Statt einer genauen Straße und Hausnummer soll eventuell nur der Bezirk bzw. das Viertel erkennbar sein.
Wird damit die Ortung bei einem Notruf verhindert?
Nein. Laut Apple steht die genaue Standortfreigabe für Notrufe weiterhin zur Verfügung. Wer also einen Rettungsdienst kontaktiert, muss nicht befürchten, dass das Erscheinen der Rettungskräfte durch die neue Funktion zur Einschränkung der Handy-Ortung verzögert wird.
Beschränkt die Einstellung meine „Wo ist?“-Freigabe?
Nein. Wer den eigenen Standort mit Freunden oder der Familie teilt, kann weiterhin genau über „Wo ist?“ lokalisiert werden. Während Reisen, auf dem Nachhauseweg, im Alltag und überall sonst kann der Apple-Dienst also wie gewohnt genutzt werden.
Beschränkt „Genauen Standort begrenzen“ die Ortung durch Apps?
Nein. Das neue „Genauen Standort begrenzen“ wirkt sich ausschließlich auf die Standortdaten aus, die ein Mobilfunknetz-Betreiber abrufen kann. Apps, die z. B. WLAN, GPS und andere Daten zur genauen Ortung nutzen, können dies auch weiterhin tun. Um deren Ortung einzuschränken, müssen die bereits implementierten Datenschutz- und Privatsphäre-Optionen verwendet werden.
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.









