Ein Patent, das im Januar dem Webriesen Google zugesprochen wurde, zeigt auf, wie stark generative KI in Zukunft auf das Weberlebnis einzelner einwirken soll. Beschrieben wird eine User-spezifische Bewertung von Webseiten als Suchergebnisse in Echtzeit. Ist Google der Meinung, dass die Seite nicht zum User passt, wird eine mit KI angepasste Version der Seite erstellt.

Kapitel in diesem Beitrag:
Das Ende der Webseiten: Google-Patent für KI-generiertes Weberlebnis
Das US-Patent US12536233B1, das Google auf seiner hauseigenen Patente-Seite präsentiert, trägt den Namen „AI-generated content page tailored to a specific user“, also „KI-generierte Inhaltsseite, die auf einen einzelnen User zugeschnitten ist“. Die Beschreibung des Patents zeigt auf, dass es dabei um die Websuche und die Anzeige von Suchergebnissen geht.
Neben den jetzt schon in Suchergebnisse eingebundene KI-Zusammenfassungen und KI-Antworten könnte Google in Zukunft also auch Webseiten auf einzelne User ausgerichtet bewerten, sie mit KI neu erstellen und dann zielgerichtet präsentieren. Das würde die Arbeit von Webdesigner/innen, Texter/innen, Marketing-Teams und anderen an Webseiten arbeitenden Leuten ad absurdum führen.
Falls das Patent zum Einsatz kommt, würde sich Google also die Freiheit herausnehmen, Webseiten eigenständig sowie per KI automatisiert anzupassen, um sie auf das Userprofil von Einzelpersonen zuzuschneiden. Wie sehr das Ganze in das Design oder den präsentierten Inhalt eingreifen soll, wird dabei nicht spezifiziert. Möglich ist, dass längere Texte kurz (und ggf. falsch) zusammengefasst werden.
Bisher nur ein Patent, kein angekündigtes Suchmaschinen-Feature
Große Tech-Konzerne sichern sich immer wieder mal Patente, um die Rechte an den beschriebenen Technologien und Entwicklungen einzuheimsen. Möglich ist, dass Google darauf wartet, dass eine andere Firma KI-Bearbeitungen von Webseiten anbieten will, sodass dann Lizenzgebühren dafür verlangt werden können.
Das heißt, es ist durchaus möglich, dass das Patent nie in der Google-Suchmaschine zur Anwendung kommt. Jedoch ist es genauso möglich, dass das beschriebene Vorgehen schon dieses Jahr zum Google-Standard wird. Mit anderen Worten: Man muss ein Auge darauf haben und die zukünftigen Google-Updates im Blick behalten.
Als User kann man z. B. Google ohne Anmeldung nutzen, sodass User-spezifische Daten keine Auswirkung auf die angezeigten Ergebnisse haben. Oder man nutzt einfach eine andere Suchmaschine. Ich persönlich verwende Google seit Jahren nur noch in Ausnahmefällen. Meistens suche ich mit Ecosia und DuckDuckGo. Aber auch dort hält KI immer mehr Einzug…
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.








