Wer am Mac sowie unterwegs am MacBook nicht auf den Lieblingsradiosender verzichten will, kann verschiedene Möglichkeiten für dessen Wiedergabe nutzen. Die Radiosender-Webseite hilft dabei nur, wenn man sie nicht aus Versehen mit allen anderen Webbrowser-Tabs schließt. Komfortabler ist daher die Radio-Wiedergabe über die macOS-Menüleiste. Diese habe ich mit der kostenlosen App Radiola ausprobiert. Dabei habe ich viele Stärken, aber auch ein paar Schwächen feststellen können.

Kapitel in diesem Beitrag:
Radiola – Gratis Open-Source-App zum Radiohören
Die kostenlose Radiola App ist quelloffen und kann in der kürzlich veröffentlichten Version 11 von GitHub geladen werden. Zudem lässt sie sich über Homebrew installieren. Die Software bietet mehrere Vorteile. Sie beansprucht z. B. die Mac-Ressourcen nicht so sehr wie die Apple Musik App oder ein anderer vollwertiger Mediaplayer.
Nach der Installation und dem Start sitzt die App in der Menüleiste. Das Symbol zeigt einen Sendeturm mit Funkwellen drumherum. Klickt man diesen an, öffnet sich ein kleines Menü, aus dem heraus man das Hauptfenster für die Sendersuche sowie die Einstellungen auswählen kann. Über letztere lassen sich praktische Anpassungen vornehmen.
Die Sendersuche in der Radiola Mac-App
Öffnet man das Hauptfenster von Radiola, wird standardmäßig die „Meine Sender“-Übersicht mit voreingestellten Favoriten (Radio Caroline) angezeigt. Hier sollte man, wenn es noch keine eigenen Favoriten gibt, keine Sendersuche anstoßen. Denn dann findet man nichts. Stattdessen muss man in der Seitenleiste unter „Radiosuche“ eine Auswahl treffen.
Die Radio- bzw. Sendersuche kann nach Tags, nach Namen und nach Ländern unternommen werden. Hier gibt es eine der kleinen Schwächen, die ich im Test der Software ausmachen konnte: Obwohl die Nutzungsoberfläche großteils auf Deutsch übersetzt ist, sollte man mit englischen Begriffen suchen. Etwa im „Nach Land“-Tab mit Germany statt Deutschland, Austria statt Österreich oder Switzerland statt Schweiz.
Sucht man nach einem bestimmten Radiosender, sollte man direkt die „Nach Name“-Option auswählen. Das geht am schnellsten. Für die Suchergebnisse werden dabei neben dem Namen auch der Web-Link (URL), der Codec, die Bitrate und so weiter angezeigt. Sogenannte Votes, also Bewertungen, zeigen an, wie oft der Sender favorisiert wurde. Danach wird standardmäßig sortiert. Weiterhin sind Sortierungen nach Name, Land und Bitrate möglich.
Praktische Einstellungen für die Radiowiedergabe am Mac
Öffnet man über das Menü des Radiola-Menüleistensymbols die Einstellungen, findet man mehrere Tabs für die individuelle Anpassung vor. Im ersten Tab „Kontrollelemente“ kann z. B. eingestellt werden, wie das Programm auf das Anklicken mit verschiedenen Maustasten reagieren soll. Neben der Anzeige des Menüs ist etwa das Pausieren und Starten der Wiedergabe bzw. das Stummschalten möglich – oder die Anzeige des Hauptfensters.
In den weiteren Tabs lässt sich das Aussehen anpassen, ein Audiogerät für die Wiedergabe wählen (praktisch bei Verwendung von externen Audiogeräten wie Bluetooth-Boxen), der Start des letzten Senders beim Öffnen der App aktivieren, und mehr. Das meiste davon ist gut verständlich. Nur ist nicht alles auf Deutsch übersetzt. Hier und da werden einzelne Optionen nur auf Englisch benannt.
Fazit zur Radiola App: Empfehlung für die Radiowiedergabe am Mac
Hat man die teilweise fehlenden Sprachmöglichkeiten – etwa die Ländersuche in der landeseigenen Sprache – im Hinterkopf und scheitert die Nutzung nicht an den noch nicht übersetzten Einstellungsoptionen, dann ist Radiola eine sehr gute App fürs Radiohören am Mac. Die Gratis-Software ist ressourcenschonend und hilft dabei, nicht aus Versehen die Wiedergabe zu beenden, wenn man den Webbrowser schließt. So wie Tubist das für YouTube-Videos ermöglicht.
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.
















