Sir Apfelot Wochenschau KW 13, 2026

In dieser Ausgabe der Sir Apfelot Wochenschau erfahrt ihr, welche Apple- und Tech-News mir in der Kalenderwoche 13 des Jahres 2026 aufgefallen sind. Mit dabei sind u. a. diese Meldungen: Open Document Format (ODF) soll Standard in der Verwaltung werden, Amazon-Wunschlisten können zum Adressenleak führen, DarkSword Exploitkit bei GitHub aufgetaucht, Apple wollte Lux Optics (das Softwarestudio hinter der Halide App) kaufen, Apple Business angekündigt, und mehr!

Bund legt offene Formate als Standard für „Deutschland-Stack“ fest

Der sogenannte „Deutschland-Stack“, also die nationale souveräne Technologie-Plattform für die Digitalvorhaben in Deutschland, wurde gemäß des Koalitionsvertrags der Regierung definiert. So sollen auf Bundesebene, in Ländern und Kommunen vor allem europäische Lösungen mit offenen Standards zum Einsatz kommen.

Details dazu gibt es auf https://deutschland-stack.gov.de/gesamtbild/. Für Dokumente heißt das übrigens, dass das ODF (Open Document Format) anstelle von Microsoft-Office-Formaten (.docx, .xlsx, etc.) oder anderen geschlossenen Formaten von US-Firmen zum Einsatz kommen soll. ODF-Dateien lassen sich zum Beispiel mit LibreOffice erstellen, öffnen und bearbeiten.

Wunschliste? Amazon verrät jetzt deine Adresse!

Wer bei Amazon eine öffentlich einsehbare Wunschliste angelegt hat, sollte deren Privatsphäre-Einstellungen überprüfen. Denn diese Woche hieß es von Amazon: „Die Möglichkeit, Käufe von Drittanbieter-Verkäufern für Listenprodukte einzuschränken, wird am 25. März 2026 entfernt.“ Das heißt, dass Dritthändler auf die hinterlegte Adresse zugreifen können, wenn nicht Amazon selbst versendet.

Darauf hat diese Woche heise online aufmerksam gemacht. Die Händler könnten bei Versandbestätigungen oder im Rahmen von Tracking-Links der Zusteller den Kaufenden die (Privat)Adresse der Beschenkten preisgeben. Das ist nicht in jedem Fall wünschenswert, z. B. wenn Personen des öffentlichen Lebens bzw. Social-Media-Bekanntheiten ihre Wunschlisten teilen.

Unsere Frage, welche Verbesserungen Kunden von Amazon durch die Änderungen erwarten sollen, ließ das Unternehmen unbeantwortet“, heißt es bei heise online.

Nicht nur im Darknet: DarkSword für iPhone-Hacks auf GitHub verfügbar

Zuletzt gab es immer wieder Meldungen zu den beiden professionellen Exploit-Kits Coruna und DarkSword. Beide sollen von einer Regierung (wahrscheinlich USA) in Auftrag gegeben worden und dann in die Hände von (russischen) Hackern geraten sein. Sie dienen dazu, iPhones zu hacken und Informationen von diesen auszulesen bzw. Kryptowährungen zu erbeuten.

Wie nun z. B. von TechCrunch berichtet wurde, muss man aber kein Hacker sein, der das Darknet nutzt und krasse Programmierfähigkeiten hat, um DarkSword zu nutzen. Der Code wurde, eingedampft auf einfache HTML- und JavaScript-Dateien, auf der Open-Source-Plattform GitHub veröffentlicht. Kriminelle können ihn einfach auf einer Webseite einbauen, um iPhones mit nicht aktualisierten Betriebssystemen anzugreifen.

Passend dazu: Die Updates für aktuelle und ältere Apple-Systeme sind da!

Apple wollte Lux Optics kaufen, die Macher der Halide App

Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max sollen nicht nur neue Kamera-Hardwarefeatures (zum Beispiel ein Objektiv mit manuell anpassbarer Blende) mitbringen. Für noch professionellere Aufnahmen sollen die für den Herbst erwarteten Pro-Smartphones mit einer umfangreicheren Kamera-App ausgestattet werden. Dazu wurde vor zwei Monaten der Halide-Cogründer und Designer Sebastiaan de With ins Apple-Designteam aufgenommen.

Gegen diesen läuft derzeit ein Verfahren, das auf einer Klage des anderen Cogründers, Ben Sandofsky, beruht. Im Rahmen der entsprechenden Verhandlungen wurde bekannt, dass Apple nicht nur Sebastiaan de With fürs Designteam angeworben hat. Letztes Jahr gab es 9to5Mac zufolge Bemühungen von Apple, das Softwarestudio Lux Optics aufzukaufen. Damit wären neben der Kamera-App Halide auch Kino, Spectre und Orion zum Angebot des iPhone-Herstellers übergegangen.

Apple soll Jubiläumsparty im Apple Park in Kalifornien planen

Der Mac- und iPhone-Hersteller Apple wird am 1. April schon ganze 50 Jahre alt. Schon jetzt laufen verschiedene Feierlichkeiten an den unterschiedlichsten Standorten. Den Anfang machte ein Konzert von Alicia Keys am Grand Central Apple Store in New York. Weitere, ähnliche Events folgten in China, Südkorea, Thailand und Australien. Hinzu kommen noch welche in Kanada, Frankreich und im Vereinigten Königreich (s. Apple Newsroom).

In einem umfangreichen Artikel über den angeblichen Nachfolger von Tim Cook, John Ternus, schreibt der Apple-Kenner Mark Gurman, dass das Finale der Jubiläumsfeierlichkeiten im Apple Park stattfinden soll. In dem Beitrag für Bloomberg Businessweek schreibt Gurman, dass nach den bisher schon angekündigten Events das letzte, bisher noch nicht angekündigte in Apples Hauptquartier in Kalifornien stattfinden soll. John Ternus soll dabei im Mittelpunkt stehen.

Apple Business vorgestellt: All-in-One-Plattform für Unternehmen

Apple Business kombiniert integrierte Funktionen zur Verwaltung mobiler Geräte, geschäftliche E-Mail- und Kalenderdienste mit Unterstützung für eigene Domains und vieles mehr“, heißt es in der Pressemitteilung zum Thema. Apple Business richtet sich damit an Unternehmen, die verschiedene Apple-Geräte im Bestand haben und diese umfangreich für ihre Geschäfte nutzen.

Apple Business ist ab Dienstag, dem 14. April 2026, verfügbar. Das Angebot kann in mehr als 200 Ländern und Regionen genutzt werden. Enthalten sind mehrere Funktionen und Werkzeuge für die Geräteverwaltung (Apple Accounts, Mitarbeiterverwaltung, App-Verteilung, Admin-API) sowie Marken- und Standortfunktionen. Alle Details gibt’s in der Pressemeldung und auf der Apple Business Vorschauseite.

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