Sir Apfelot Wochenschau KW 3, 2026

Während Apple mit dem Creator Studio ein weiteres Software-Abo anbietet, gibt Setapp seinen iPhone-Marktplatz auf (s. u.). In den letzten Tagen gab es aber noch weitere Apple- und Tech-News. Entsprechend findet ihr in der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 3 des Jahres 2026 u. a. diese Meldungen: Zwei deutsche Sammelklagen gegen Amazon laufen, Gesetzesentwurf fürs Recht auf Reparatur steht, Wikipedia feiert 25-jähriges Bestehen, Apple von Zulieferer-Knappheit betroffen, und mehr!

Sammelklage gegen Amazon wegen Prime-Preiserhöhung 2022

Mit einer Sammelklage gegen den Versandriesen Amazon will die Verbraucherzentrale NRW eine Rückzahlung von Zusatzkosten für das Prime-Abo erwirken. Der Preis von Amazon Prime wurde 2022 von monatlich 7,99€ auf 8,99€ bzw. jährlich 69,99€ auf 89,99€ angehoben. Dies geschah aber auf Basis einer mittlerweile für unwirksam erklärten AGB-Klausel sowie ohne Zustimmung der User.

Wer von der Preiserhöhung betroffen ist und sich bei erfolgreich ausgehendem Verfahren eine Rückzahlung sichern will, sollte sich in das nun eröffnete Klageregister eintragen. Dieses gibt es, nebst der damit zusammenhängenden Informationen, auf der Webseite des Bundesamts für Justiz.

Wichtig zu wissen: Die Klage der Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Prime-Video-Zusatzkosten von monatlich 2,99€ für die Entfernung von Werbung läuft davon unabhängig. Das Anmeldeformular für diese Sammelklage gibt es auf einer extra Unterseite des Bundesamts für Justiz. Die Zusatzkosten für eine werbefreie Nutzung von Prime Video wurden im Februar 2024 eingeführt.

Doctolib wegen irreführender Praktiken verurteilt

Die Online-Plattform Doctolib gibt Auskunft über Arztpraxen und Sprechstunden. Zudem lassen sich Termine bei Allgemein- und Fachpraxen buchen. Bei der Filtereinstellung für die alleinige Anzeige von Kassen-Terminen wurden von Doctolib aber auch Privatzahler-Angebote angezeigt. 

Dagegen wurde erfolgreich vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) geklagt. Doctolib ist allerdings in Berufung gegangen, weshalb das Urteil noch nicht als rechtskräftig angesehen werden kann. Infos zum Fall gibt’s beim VZBV: Doctolib wegen Irreführung von gesetzlich Versicherten verurteilt.

Recht auf Reparatur: Gesetzesentwurf für Umsetzung der EU-Richtlinie steht

Seit dieser Woche gibt es einen Gesetzesentwurf für das Recht auf Reparatur bestimmter technischer Geräte. Das auf einer EU-Richtlinie basierende Gesetz, das im Sommer in Kraft treten soll, sieht z. B. eine Pflicht zur herstellerseitigen Reparatur von Waschmaschinen, Kühlschränken und Smartphones vor. Die jeweilige Pflicht von bis zu zehn Jahren gilt ab Produktionsende des einzelnen Modells.

Für Waschmaschinen soll eine Frist von zehn Jahren gelten. Für Smartphones, die ebenfalls als jahrelang zu nutzende Geräte angesehen werden, soll ein Zeitraum von sieben Jahren gelten. Nach Produktionsstopp eines bestimmten iPhone-Modells müsste Apple also sieben Jahre lang Ersatzteile auf Lager haben und einen Reparatur-Service anbieten. Details gibt’s in einer Pressemitteilung des Bundesamts für Verbraucherschutz. 

Deutscher Cybercrime-Serverstandort hochgenommen, 70 Server beschlagnahmt

Der Strafverfolgung ist es in Zusammenarbeit mit Microsoft gelungen, einen Serverstandort der Firma RedVDS in Limburg zu lokalisieren. Infolgedessen wurde eine Razzia durchgeführt, während der 70 Server beschlagnahmt wurden. RedVDS hat virtuelle Maschinen als „Wegwerf-Computer“ für Cyberkriminelle im Abo für 24 US-Dollar pro Monat zur Verfügung gestellt.

Dazu hat Microsoft diese Woche die Pressemitteilung „Betrug in Millionenhöhe: Microsoft zerschlägt globalen Abo-Dienst für Cyberkriminalität“ herausgegeben. Darin wird neben den Maßnahmen in Deutschland aufgezeigt, dass auch in den USA und im Vereinigten Königreich gegen RedVDS vorgegangen werden soll. VDS steht dabei für „Virtual Disc Service“. Das ist ein virtueller Datenträgerdienst von Microsoft. Weitere Infos zum Vorgehen in Deutschland liefert das LKA Brandenburg.

Jubiläum: Wikipedia ist nun 25 Jahre alt

Gestern feierte das internationale Online-Lexikon Wikipedia seinen 25. Geburtstag. Die Seite ging am 15. Januar 2001 ans Netz als Jimmy Wales an seinem PC die ersten Einträge veröffentlichte. Auf der Webseite https://wikipedia25.org kann das seither vergangene Vierteljahrhundert der Wissensplattform dank verschiedener Rückblicke, Statistiken, Bilder und Audioinhalte nachempfunden werden.

Per Live-Stream wurde das Ereignis gefeiert (startet ab ca. Minute 14):

Grok-KI von xAI: Gesetze, Strafverfolgung und mögliche Abschaltung in UK

Von der Wissenssammlung nun zu Falschinformationen und Deepfakes: Nach den letzten Meldungen zur Grok genannten KI der Musk-Plattformen X und xAI reagiert nun u. a. die Politik im Vereinigten Königreich (UK). Wie die BBC berichtet, soll zeitnah ein Gesetz in Kraft treten, dass die Erstellung von intimen Bildern von echten Personen ohne deren Zustimmung illegal macht. Zudem soll das Angebot von Werkzeugen für die Erstellung solcher Deepfakes verboten werden.

Währenddessen prüft das Office of Communications (Ofcom), ob es bei den aktuellen Fällen auf der Plattform X bereits zur Rechtsverletzung gekommen ist. Wird ein Rechtsbruch festgestellt, dann kann X zu einer Strafe von bis zu 10% der weltweiten Einnahmen oder 18 Millionen Pfund verurteilt werden. Falls X diese nicht zahlt, kann Ofcom die Internetprovider in UK per Gerichtsbeschluss dazu veranlassen, den Zugang zu X zu sperren.

Wünschenswert wäre ein zeitnaher Umgang mit der Musk-Plattform in dieser Art auch in anderen Ländern, inklusive Deutschland.

Apple-Rekord: Bisher höchste Service-Einnahmen im Jahr 2025

2025 ist ein Rekordjahr für Apple Services gewesen, geprägt von bemerkenswertem Wachstum, weltweiter Expansion und kontinuierlicher Innovation“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des iPhone-Herstellers. In dem ziemlich langen Dokument wird auf User-Zahlen, neue Veröffentlichungen, spezielle Events und so weiter eingegangen – u. a. für Apple Pay, Apple Music, Apple TV und weitere Abo-Angebote. Am meisten freuen werden sich wohl die Aktionäre –nämlich über die so erwirtschafteten Einnahmen.

Apple kämpft mit Materialknappheit in Japan

Apple hat laut einem Nikkei-Asia-Bericht (per 9to5Mac) Probleme mit einem Engpass bei hochwertigem Glasgewebe, das in Leiterplatten und der Chipherstellung verwendet wird. Das Material wird überwiegend vom japanischen Hersteller Nittobo geliefert; aber die wachsende Nachfrage durch KI‑Chiphersteller (Nvidia, Google, Amazon) überlastet die Kapazitäten.

Apple, AMD und Nvidia sollen Personal nach Japan geschickt und sogar die japanische Regierung kontaktiert haben, konnten aber kurzfristig keine zusätzlichen Kapazitäten sichern.

Apple prüft daher Alternativen, z. B. kleinere chinesische Hersteller wie Grace Fabric Technology und bittet Partner wie Mitsubishi Gas Chemical um die dortige Qualitätssicherung. Denn die neuen Anbieter erreichen noch nicht Apples Qualitäts- und Mengenanforderungen. Laut dem Bericht wird erwarten, dass der Engpass mindestens bis ins zweite Halbjahr 2027 andauert. Das könnte zu Lieferengpässen und Preiserhöhungen führen, etwa bei neuen iPhones.

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