Prime Video mit Werbung: 6,8 Milliarden Dollar Extra-Einnahmen für Amazon erwartet

Ab heute ist das in Amazons Prime-Abo enthaltene Filme- und Serien-Streaming „Prime Video“ nicht mehr werbefrei. Neben dem kostenlosen freevee-Angebot wird nun auch in Prime Video Werbung ausgespielt. Wer das nicht möchte, kann sich für zusätzliche 2,99 Euro im Monat von der Werbung freikaufen. Es wird erwartet, dass Amazon jährlich Werbeeinnahmen von bis zu 5 Milliarden Dollar generieren kann. Weitere 1,8 Milliarden Dollar sollen durch das Werbefrei-Zusatzabo eingenommen werden können. Gleichzeitig meint die Stiftung Warentest, dass die Änderungen rechtswidrig sind, da sie einer regulären Preiserhöhung gleichkommen, aber wie ein Zusatzangebot vermarktet werden.

Ab heute gibt es Prime Video nur noch mit Werbung. Zumindest, wenn man sich nicht für zusätzliche 2,99€ / Monat davon befreit. Amazon soll bis zu 6,8 Milliarden US-Dollar mehr pro Jahr scheffeln können. Aber vielleicht ist das Ganze (hierzulande) rechtswidrig.
Ab heute gibt es Prime Video nur noch mit Werbung. Zumindest, wenn man sich nicht für zusätzliche 2,99€ / Monat davon befreit. Amazon soll bis zu 6,8 Milliarden US-Dollar mehr pro Jahr scheffeln können. Aber vielleicht ist das Ganze (hierzulande) rechtswidrig.

E-Mail-Ankündigung vor einem Monat

Bei mir ging am 3. Januar 2024 eine E-Mail von Amazon ein, die den Betreff „Änderung zu Prime Video“ trug. Hattet ihr damals ebenfalls ein aktives Prime-Abonnement, dann ist bei euch sicherlich ebenfalls um diesen Zeitraum herum eine solche E-Mail eingegangen. Darin heißt es unter anderem:

Wir schreiben dir heute, um dich über eine bevorstehende Änderung bei Prime Video zu informieren. Ab dem 5. Februar werden Titel bei Prime Video in begrenztem Umfang Werbung enthalten. Das erlaubt es uns, weiterhin in Top-Entertainment und Live-Sportinhalte zu investieren und diese Investition langfristig zu erhöhen. Unser Ziel ist es, deutlich weniger Werbung zu zeigen als traditionelle Fernsehsender und andere Video-Streaminganbieter. Für dich besteht kein Handlungsbedarf und der aktuelle Preis deiner Prime-Mitgliedschaft wird sich nicht ändern. Wir werden auch eine neue werbefreie Option für zusätzlich 2,99€ pro Monat anbieten […]

Analyse der Bank of America: Amazons Einnahmen können drastisch steigen

Wie in der E-Mail angekündigt, will Amazon seine Einnahmen bei Prime Video mit der Einbindung von Werbung sowie dem Freikauf-Angebot von mehreren Euro pro Monat erhöhen. Bei der Bank of America nimmt man an, dass diese Bemühungen sich für Amazon lohnen werden. Werbeeinnahmen von bis zu 5 Milliarden US-Dollar pro Jahr könnten sich ergeben.

Es wird zudem erwartet, dass sich viele User für die zusätzlichen Werbefrei-Kosten entscheiden werden. Jährlich sollen damit bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar eingehen können. In Nordamerika griff die Änderung übrigens schon am 29. Januar 2024. Bisher macht Werbung bei Amazon nur etwa 8,5% der Einnahmen aus. Das soll sich wohl langfristig ändern (Quelle).

Werbung bei Amazon Prime Video: Muster-Widerspruch von Stiftung Warentest

Wie bereits am Freitag in der Wochenschau aufgezeigt, so muss man sich die Änderungen im Prime-Video-Angebot nicht unbedingt gefallen lassen. Die Stiftung Warentest nennt diese z. B. „Werbung ohne Rechtsgrundlage“ und legt die Erklärungen dazu in diesem Artikel dar.

So werden das Verschlechtern des Angebots durch Werbeunterbrechungen sowie die Kosten von 2,99 Euro pro Monat zum Erlangen des ursprünglichen Zustands als verschleierte Preiserhöhung gewertet. Eine solche ist nur mit Zustimmung der Kund/innen möglich. In dem Artikel findet ihr einen Musterbrief für den Einspruch gegen die Änderungen. Diesen könnt ihr als .rtf-Datei runterladen, anpassen und abschicken.

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