Bevor wir in die Weihnachtswoche starten schauen wir nochmal zurück auf die vergangenen Tage. Welche Apple- und Tech-News gab es da? In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 51 des Jahres 2025 habe ich u. a. diese Meldungen zusammengetragen: Telekom warnt vor Betrugsanrufen, erste Batterie „made in Germany“ hergestellt, Werbeeinführung bei Prime Video in 2024 war illegal, Apple veröffentlicht KI-Modell für 3D-Umwandlung von 2D-Bildern, mehr App Store Werbung ab 2026, iMac mit OLED-Display in Planung, und mehr!
Kapitel in diesem Beitrag:
- 1 Telekom warnt mit „Call Check“ vor verdächtigen Anrufen
- 2 Erste „Made in Germany“-Batterie mit europäischer Fertigungskette hergestellt
- 3 Münchner Gericht: Amazon hat Werbung bei Prime Video rechtswidrig eingeführt
- 4 Flyover-Touren heimlich aus der Apple Karten App entfernt
- 5 Apples offenes KI-Modell SHARP macht aus 2D-Fotos präzise 3D-Szenen
- 6 Apple Guthabenkarte: Wenn Betrug vermutet wird, sperrt der Konzern den Account
- 7 Ab 2026 gibt’s mehr Werbung im mobilen App Store
- 8 Produktionshürden sollen zur Knappheit beim faltbaren iPhone führen
- 9 OLED-iMac soll in Arbeit sein; Uneinigkeit über Display-Panel
- 10 Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- 11 Noch mehr Sir Apfelot für euch!
Telekom warnt mit „Call Check“ vor verdächtigen Anrufen
Seit dem 15. Dezember bietet die Telekom für eingehende Anrufe aufs Smartphone den sogenannten Call Check an. Dieser warnt schon vor dem Annehmen des Gesprächs davor, dass bei bestimmten Nummern eventuell ein Betrugsversuch hinter dem Telefonat steckt. Dafür erscheint auf dem Display der Hinweis „Vorsicht, möglicher Betrug!“, wie das Unternehmen aufzeigt.
Vodafone hatte einen ähnlichen Dienst, genannt Spam Warner bereits im Mai dieses Jahres gestartet. Nach drei Monaten wurde im August eine Zwischenbilanz gezogen: Allein in diesem Zeitraum gab es rund 15 Millionen Warnungen auf den Displays der Kund/innen-Geräte. Nun muss im Grunde noch die Telefónica, die das O2-Netz betreibt, nachziehen. Dann sind Warnungen vor möglichen Betrugsanrufen flächendeckend möglich.
Erste „Made in Germany“-Batterie mit europäischer Fertigungskette hergestellt
Nachdem 2024 in Münster die Fraunhofer-Einrichtung „Forschungsfertigung Batteriezelle“ (FFB) in ihrer ersten Baustufe eingeweiht wurde, konnte sie zum Ende 2025 den ersten Erfolg melden. Es wurde die erste elektrisch funktionsfähige Lithium-Ionen-Batteriezelle mit rein europäischer Fertigungskette produziert. Durch einen Ausbau der Anlage auf Gigafactory-Maßstäbe soll zukünftig eine Forschungsfertigung für die Industrie entstehen.
Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt hervor. Laut dieser sagt die Bundesministerin Dorothee Bär: „Nur wer die Batterietechnologie beherrscht und Batteriezellen auch wettbewerbsfähig herstellen kann, behauptet sich im internationalen Wettbewerb. Die Batterie ist unabdingbar für klimaneutrale Mobilität und Energieerzeugung […]“ Die Bestrebungen sind Teil der „Hightech Agenda Deutschland“.
Münchner Gericht: Amazon hat Werbung bei Prime Video rechtswidrig eingeführt
Das Landesgericht München I hat die Abschaffung der Werbefreiheit im „Prime Video“-Angebot von Amazon als rechtswidrig erklärt. Sowohl die einseitige Vertragsänderung durch Amazon als auch die irreführende E-Mail vom Januar 2024, die als Ankündigung der Änderung diente, seien unzulässig. Denn die Werbefreiheit war immerhin ein Grund, das Streamingangebot zu buchen. Dieses Feature mit Mehrkosten von 2,99€ zu belegen, war demnach illegal.
Alle Details zum Urteil könnt ihr in der Pressemitteilung des Gerichts nachlesen. Wir hatten bereits im Februar 2024 auf die Geldmacherei von Amazon aufmerksam gemacht sowie auf die damaligen Aussagen der Stiftung Warentest hingewiesen. Diese sah die Einführung von Werbung und deren Abwahl durch ein zweites Werbefrei-Abo bereits als rechtswidrig. Deshalb bot sie ein Widerspruch-Muster an. Geklagt hatte letztendlich der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände.
Flyover-Touren heimlich aus der Apple Karten App entfernt
Für ein paar hundert Städte hatte Apple bis vor kurzem sogenannte Flyover-Touren im Angebot. Diese konnte man auswählen, wenn man in der Apple Karten App nach einer Stadt gesucht hat. Ein Button ermöglichte das virtuelle Fliegen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Dass das Feature kaum genutzt wurde, kann man daran ablesen, dass sein Verschwinden bis jetzt kaum aufgefallen war.
MacRumors weist darauf hin, dass es wohl mit den Updates auf iOS 26 und iPadOS 26 entfernt wurde. Beim Blick auf die offizielle Anleitung zum Feature im online verfügbaren iPadOS-Handbuch fällt zudem auf, dass sich die Anleitungen nur von iPadOS 13 bis iPadOS 18 auswählen lassen. Für iPadOS 26 gibt es keine Anleitung. Das deutet darauf hin, dass Flyover ersatzlos gestrichen wurde.
Apples offenes KI-Modell SHARP macht aus 2D-Fotos präzise 3D-Szenen
Apple hat mit SHARP ein quelloffenes KI-Modell auf GitHub veröffentlicht. Es zielt darauf ab, mit nur einem Schritt sowie auf handelsüblichen Grafikkarten und -einheiten (GPUs) blitzschnell eine 3D-Szene aus einem 2D-Foto zu erstellen. Die Bildinhalte werden dabei aber nicht in komplette 3D-Modelle gerendert. Stattdessen werden Kamerapunkte nahe des Ausgangsblickpunkts gewählt, sodass man das 3D-Bild leicht versetzt betrachten kann.
Der Code von SHARP lässt sich über GitHub herunterladen und selbst ausprobieren (sowie auch verändern und in weitere Anwendungen implementieren). Auf der GitHub-Seite werden zudem Vergleichsmöglichkeiten zu Gen3C, ViewCrafter, TMPI, Flash3D, LVSM und SVC angeboten. Sie zeigen: SHARP bietet wesentlich bessere und vor allem schärfere Ergebnisse mit klarer Abhebung von Vordergrund und Hintergrund sowie Beibehaltung von Details. Infos zu Hintergründen und Entwicklung liefert das dazugehörige Paper.
Apple Guthabenkarte: Wenn Betrug vermutet wird, sperrt der Konzern den Account
Es ist nicht der erste Fall dieser Art und vermutlich wird es nicht der letzte bleiben: Dr. Paris Buttfield-Addison aus Tasmanien berichtete kürzlich darüber, dass er mit einer Guthabenkarte im Wert von 500 australischen Dollar versucht hat, sein iCloud+ Abo zu bezahlen. Die Karte hatte er in einem lokalen Geschäft gekauft, aber dennoch schien ihr Code bereits genutzt worden zu sein. Da Apple also einen Betrugsversuch vermutete, sperrte der Konzern den Apple Account des Autors und Co-Gründern zweier Spielestudios.
Dieser nutzte den Apple Account (vormals Apple ID) seit über 25 Jahren und hatte damit nicht nur Apps und digitale Dienste, sondern auch alle seine Geräte verbunden. Allein den Hardware-Schaden bezifferte er in seinem Blog-Beitrag zum Thema mit etwa 30.000 Dollar. Hinzu kommen die Inhalte, die er nicht mehr aus der iCloud laden konnte. Erst nach Tagen der Kommunikation mit dem Apple Support und vor allem nach dem medialen Interesse an seinem Fall konnte selbiger gelöst werden. Laut einem Update im verlinkten Beitrag funktioniert wieder alles.
Der Apple Support meinte gegenüber Dr. Buttfield-Addison, Guthaben- und Geschenkkarten sollten nur direkt von Apple gekauft werden. Scheinbar wird nichtmal den offiziellen Vertriebspartnern vertraut.
Ab 2026 gibt’s mehr Werbung im mobilen App Store
Wer im App Store auf dem iPhone oder iPad eine App sucht, bekommt als erstes Suchergebnis meist eine Werbung angezeigt. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern bereitet auch eine Ausweitung der Werbung vor. Denn um zu den echten Suchergebnissen zu gelangen, muss man nach unten scrollen. Und in diesem „Unten“ sollen ab 2026 noch mehr Werbeanzeigen warten. Das kündigt Apple auf seiner Werbeplattform für Developer an.
Dort heißt es unter der Überschrift „Verfügbar in 2026: Zusätzliche Möglichkeiten in Suchergebnissen“, dass fast 65 Prozent der App-Downloads nach einer Suchanfrage gestartet werden. Grob aufgerundet haben Developer also die Chance, zwei Drittel der User mit weiteren Werbeeinblendungen zu nerven. Dabei lässt sich aber nicht auswählen, ob man ganz oben oder in der Ergebnisliste angezeigt wird. Das entscheidet Apple.
Produktionshürden sollen zur Knappheit beim faltbaren iPhone führen
Diese Woche gab es einen angeblichen Leak zu den Maßen und ersten technischen Daten des iPhone Fold. Wer sich ob dieser Informationen schon auf das Gerät freut, muss nach der Vorstellung im Herbst 2026 schnell zugreifen. Denn für die Produktion soll es noch keine wirklich reibungslosen Abläufe geben. Zum Marktstart könnte es zu einer Knappheit kommen, da nicht genug Geräte für die Nachfrage vorgehalten werden können.
Das meint zumindest Ming-Chi Kuo in einem aktuellen Beitrag mit seinen kürzlich gesammelten Informationen und Rechercheergebnissen. Darin heißt es, dass das faltbare iPhone hinter früheren Entwicklungserwartungen liegt. Es soll dennoch im zweiten Halbjahr 2026 erscheinen. Nur könnte eine verzögerte Produktion bzw. Produktionskapazität dafür sorgen, dass ein stabiles Angebot erst im Laufe des Jahres 2027 zustande kommt. Aber wenn wir eine Sache vom iPhone Air gelernt haben: das Gerät könnte auch einfach floppen.
OLED-iMac soll in Arbeit sein; Uneinigkeit über Display-Panel
Wie The Elec berichtet, soll Apple eine Informationsanfrage (RFI: Request For Information) an seine Zulieferer Samsung Display und LG Display gesendet haben. Das ist ein Dokument, das der Angebotsanfrage für ausformulierte Anforderungen vorausgeht. Apple fühlt also schonmal vor, was bei Samsung und LG machbar ist – und zwar bezüglich größerer OLED-Displaypanels für den iMac.
Diese sollen eine Diagonale von 24 Zoll, eine Helligkeit von bis zu 600 Nits und 218 ppi (Pixel pro Zoll) bieten. Laut dem Bericht bieten die Unternehmen ihre jeweiligen Großflächen-Technologien an: Samsung Display bietet Quantum Dot (QD)-OLED an, und LG Display arbeitet mit dem White (W)-OLED. Es ist aber davon auszugehen, dass Apple auch für den iMac die RGB-OLED-Methode bevorzugt, die bisher nur für kleinere Displays realisierbar ist. Für Displays mit 20 bis 30 Zoll Diagonale wäre zusätzliche Forschung und Weiterentwicklung nötig.
So oder so soll die Entwicklung des OLED-iMacs frühestens 2027 abgeschlossen sein, wahrscheinlich aber erst 2028. Mit der Veröffentlichung des Geräts kann man also erst 2029 oder 2030 rechnen.
Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- Austausch der MacBook-Batterie: Apple vereinfacht Vorgehen beim M5-Modell
- Was kommt mit iOS 26.4 aufs iPhone? Ein Leak soll’s verraten!
- Maße des Falt-iPhones: Geleakte CAD-Zeichnungen zeigen Details
- Ab iOS 26.3 wird der Umstieg von iOS zu Android leichter
- Ab iOS 26.3: iPhone sendet Mitteilungen an Drittanbieter-Smartwatches
- Ab iOS 26.2: iPhone-Display bei Hinweisen blinken lassen
- Transparenz der iPhone Sperrbildschirm-Uhr ändern: So geht’s!
- Mac Kantenlicht: So aktivierst du „Edge Light“ für FaceTime, Zoom, QuickTime Player & Co.
- Cotypist – die Mac-App, die für dich Sätze mit lokaler KI vervollständigt
- iOS, macOS und Co.: Apple veröffentlicht 26.2- und weitere Updates
- Sir Apfelot Wochenschau KW 50, 2025
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.










