Standard statt Basis: Wann ändert Netflix die Abo-Strategie komplett?

Netflix ist auf mehr Profit aus. Das hat sich in den letzten Monaten nicht nur mit der Beschränkung von Accounts auf einzelne Haushalte gezeigt, durch die der Streaminganbieter 5,9 Millionen neue Abo-Abschlüsse notieren konnte. Sondern auch in der Abschaffung des Basis-Abonnements, erst in Kanada sowie nun auch in den USA und in Großbritannien. Im deutschsprachigen Raum wird die Beschränkung auf das günstige, werbefinanzierte Abo (4,99€) sowie auf die zwei teureren Abos (12,99€ und 17,99€) auch nicht zu lange auf sich warten lassen. Das Basis-Abo für 7,99€ ohne Werbung wird schon jetzt nur noch versteckt angeboten.

Bei Netflix hat man sich eine schlaue Abo-Strategie ausgedacht: den Basis-Tarif so unattraktiv wie möglich machen und ihn dann abschaffen. So kommt durch Werbe- und höhere Abo-Einnahmen mehr Geld rein.
Bei Netflix hat man sich eine schlaue Abo-Strategie ausgedacht: den Basis-Tarif so unattraktiv wie möglich machen und ihn dann abschaffen. So kommt durch Werbe- und höhere Abo-Einnahmen mehr Geld rein.

Netflix Basis-Abo wird aus dem Angebot gedrängt

Interessant zu sehen ist bei der Sache, dass das werbegestützte Billig-Abonnement für 4,99 Euro im Monat eine Streaming-Auflösung von 1080p (Full HD) mitbringt. Das Basis-Abo für monatlich 7,99 Euro ohne Werbung zeigt Streams aber nur in 720p (HD). Wer auf Werbung verzichten, aber Full HD als Auflösung haben will, muss also schon jetzt auf das Standard-Abo für monatlich 12,99 Euro zugreifen. Damit vergrault Netflix willentlich die Basis-Nutzer/innen – wahrscheinlich um bei der Abschaffung dieser Abo-Option angeben zu können, dass diese eh immer unbeliebter und seltener gebucht wurde. Wer übrigens 4K und HDR will, muss den Premium-Tarif für 17,99 Euro im Monat buchen.

Der Basis-Tarif bietet zwar eine niedrigere Auflösung, dafür aber eine Ersparnis von 5 Euro im Vergleich zum Standard-Tarif und im Vergleich zum günstigsten Angebot keine Werbung.
Der Basis-Tarif bietet zwar eine niedrigere Auflösung, dafür aber eine Ersparnis von 5 Euro im Vergleich zum Standard-Tarif und im Vergleich zum günstigsten Angebot keine Werbung.

Schon jetzt wird der Basis-Tarif in der Auswahl versteckt

Will man die oben gezeigte Abonnement-Übersicht auf der Buchungsseite von Netflix sehen, dann klickt man auf der Startseite beim ersten Abo-Angebot auf „Weitere Infos“. Anschließend klickt man den roten „Weiter“-Button an und steht nun vor der Auswahl der drei Abos, die Netflix einem schmackhaft machen will. Möchte man aber explizit auf die bessere Videoqualität verzichten, um sowohl keine Werbung sehen zu müssen als auch 5 Euro pro Monat zu sparen, so muss man erst einmal den vergleichsweise kleinen und unauffälligen „Alle Abos anzeigen“-Button anklicken. Erst dann wird neben Standard mit Werbung, Standard und Premium auch Basis angezeigt. 

Will man sich informieren oder registrieren, dann muss man in der Übersicht der Netflix-Abonnements aufmerksam sein, um auch wirklich alle verfügbaren Angebote ansehen zu können.
Will man sich informieren oder registrieren, dann muss man in der Übersicht der Netflix-Abonnements aufmerksam sein, um auch wirklich alle verfügbaren Angebote ansehen zu können.

Entwicklung deutet auf eine zeitnahe Änderung hin

Sowohl die Tatsache, dass mit Großbritannien nun der erste europäische Markt von der Streichung des Basis-Abos betroffen ist, als auch das Verstecken desselben in der Übersicht der Buchungsoptionen sind starke Indizien. Sie deuten an, dass auch in Deutschland und weiteren Ländern bald die Möglichkeit zum vergleichsweise günstigen Streamen von 720p-Inhalten ohne Werbung wegfallen wird. Wie lange Bestandsabos dann aufrecht erhalten werden, bevor die Kund/innen sich für die günstige Werbe- oder die teure Werbefrei-Alternative entscheiden müssen, ist nicht klar. Ab einem gewissen Punkt wird der Wechsel zu diesem Abo sowie das initiale Buchen desselben zumindest komplett aus der Liste der Optionen gestrichen.

(Quelle)

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