Sir Apfelot Wochenschau KW 29, 2023

Ich weiß ganz genau, warum ihr euch so auf das Wochenende freut. Weil es mit einer neuen Ausgabe der Sir Apfelot Wochenschau eingeleitet wird! Diese Woche findet ihr heraus, welche Apple- und Tech-News mir in der Kalenderwoche 29 des Jahres 2023 aufgefallen sind. Mit dabei sind unter anderem die folgenden Meldungen: MLS-Protokoll für die Interoperabilität von Messenger-Apps, WhatsApp mit fragwürdigem Sicherheitsfeature, MacPaw feiert 15. Geburtstag und stellt Moonlock vor, Apple positioniert sich gegen UK-Gesetzesentwurf, „Apple GPT“ firmenintern im Test, Live Voicemail von iOS 17 zu verwirrend für Anrufende, und mehr! 

Sir Apfelot als Podcast

Wenn ihr sowohl den Sir Apfelot Blog als auch Podcasts mögt, dann solltet ihr mal in den Sir Apfelot Podcast reinhören. Lynne und Jens gehen auf interessante Themen ein und werfen dabei ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen mit in den Mix. Hier findet ihr die verschiedenen Plattformen, auf denen ihr den beiden zuhören könnt:

In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 29 des Jahres 2023 findet ihr unter anderem diese Meldungen: MLS-Protokoll für Messenger-Interoperabilität, MacPaw wird 15 und stellt Moonlock vor, FaceTime-Betrug bei Apple melden, Live Voicemail ist zu verwirrend, und mehr!
In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 29 des Jahres 2023 findet ihr unter anderem diese Meldungen: MLS-Protokoll für Messenger-Interoperabilität, MacPaw wird 15 und stellt Moonlock vor, FaceTime-Betrug bei Apple melden, Live Voicemail ist zu verwirrend, und mehr!

MLS – Protokoll für den sicheren Austausch zwischen verschiedenen Messengern

Auf kurz oder lang wird es eine sichere Möglichkeit geben, sich ohne Messenger-Grenzen mit anderen auszutauschen. Dann muss man sich nicht für (oder gegen) WhatsApp, Signal, Telegram, Threema und dergleichen entscheiden, sondern kann sowohl Dialoge als auch Gruppenchats verschlüsselt von beliebigen Apps aus führen – dafür setzt sich die EU ein. Für die Realisierung dieser Interoperabilität wurde nun von der MLS-Arbeitsgruppe (Messaging Layer Security) ein entsprechendes Protokoll als Standard vorgeschlagen. Dieses sei bereits bewährt und würde auch bald von Firmen wie Cisco, Google, Meta, Mozilla und weiteren genutzt. (Quellen: 1, 2) Vor zwei Wochen hatte ich ja schonmal den Wunsch geäußert, dass Apple für interoperable Messenger iChat als Client wiederbelebt. Mal schauen, ob daraus was wird.

WhatsApp: Kontosperrung über E-Mail und ohne Verifizierung sorgt für Unmut

Was eigentlich als Sicherheitsfeature gedacht ist, sorgt bei WhatsApp-Nutzer/innen gerade für Aufregung. Denn Meta hat für seinen WhatsApp-Messenger ein neues Feature eingeführt, dank dem man einfach nur eine E-Mail mit dem Betreff „Verloren/Gestohlen: Bitte deaktiviert meinen Account“ sowie die Telefonnummer im internationalen Format schicken muss. Es gibt dabei keinen Sicherheitsmechanismus, der überprüft, ob die E-Mail wirklich von Nutzer/innen kommt, deren Gerät gestohlen wurde oder verloren gegangen ist. So könnten theoretisch auch Dritte dafür sorgen, dass gezielt oder zufällig Konten gesperrt werden. Falls euch das passiert, sind aber nicht gleich alle Chats und Daten weg. Sie lassen sich wiederherstellen und werden erst nach 30 Tagen gelöscht. Quellen: 1, 2

Nach Maßnahmen gegen Account Sharing: Netflix mit rund 6 Mio. neuen Abos

Netflix ist in den letzten Wochen und Monaten gegen das Teilen von Konten und Logins über den buchenden Haushalt hinaus vorgegangen. So wurde dafür gesorgt, dass der Netflix-Tarif nicht in mehreren Haushalten verwendet und innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis aufgeteilt wurde. Wie nun aus dem Vierteljahresbericht (PDF) für das zweite Quartal 2023 hervorgeht, hat dieses Eingreifen in das sogenannte Account Sharing weltweit zu 5,9 Millionen neuen Anmeldungen geführt. Dabei handelt es sich, wenn ich es richtig verstanden habe, aber nicht komplett um einzelne Abonnements, sondern auch um die bezahlte und daher erlaubte Version des Account Sharings (im Dokument „paid sharing“ genannt). 

MacPaw feiert 15. Geburtstag und startet „Moonlock“-Sicherheitsoffensive

MacPaw, das Softwarestudio aus Kiew, das unter anderem CleanMyMac X und Setapp anbietet, feiert diese Woche sein 15-jähriges Bestehen. Auch während des Angriffskriegs von Russland gegen die Ukraine wird bei MacPaw weiter entwickelt und geforscht. Und deshalb wurde am Dienstag in einem YouTube-Stream das neue Projekt Moonlock vorgestellt. Dieses besteht aus dem „Moonlock Lab“ für die Forschung und Analyse von Mac-Malware sowie der „Moonlock Engine“, die ab sofort in CleanMyMac X für das Erkennen und Beseitigen von Schadsoftware zum Einsatz kommt. Mit einem kostenlosen Update wird das bisherige Anti-Malware-Modul des Programms durch die neue Moonlock Engine ersetzt. Weitere Infos gibt’s im verlinkten Beitrag vom Dienstag.

Apple erweitert Infoseite zu Betrugsversuchen um verdächtige FaceTime-Einladungen

Im Rahmen des Berichts zu den aktuell immer wieder mal auftauchenden „Du hast dein Speicherlimit erreicht“-Mails, die dem Abgreifen von iCloud-Logins und Kreditkarteninformationen dienen, habe ich ja bereits auf die Möglichkeit hingewiesen, solche Fake-Mails an Apple zu melden. Das geht ganz einfach, indem ihr die E-Mail an reportphishing@apple.com weiterleitet. Das entsprechende Support-Dokument zum Thema (HT204759) wurde nun in der englischen Version um den Hinweis erweitert, dass verdächtige FaceTime-Anrufe oder Links zu FaceTime aus Nachrichten oder Mail ebenfalls bei Apple gemeldet werden können. Dafür steht die E-Mail-Adresse reportfacetimefraud@apple.com zur Verfügung. Wann der Hinweis auch im deutschen Dokument erscheint, ist nicht bekannt.

Vereinigtes Königreich: Apple will lieber FaceTime und iMessage einstellen als Verschlüsselung aufgeben

Im Vereinigten Königreich (UK) gibt es einen Gesetzesentwurf für die Änderung des Investigatory Powers Act (IPA) von 2016, der nicht nur die Änderung von Sicherheitsmechanismen in Kommunikationstechnologien vorsieht, sondern auch verlangt, dass Anbieter deren Einführung oder Änderung vom Innenministerium absegnen lassen müssen. Zudem müssten die Anbieter der Kommunikationsmöglichkeiten sofort darauf reagieren, wenn das Innenministerium anordnet, dass z. B. die Verschlüsselung aufgehoben werden oder eine Backdoor eingebaut werden muss. Apple sieht das als Angriff auf die Datensicherheit und die Privatsphäre, auch über UK hinaus. Deshalb würde eher erwogen, FaceTime und iMessage regional vom Markt zu nehmen, als Überwachungsmöglichkeiten einzubauen. Quelle: BBC

„Apple GPT“ – Noch kein Release-Datum für das KI-Tool des iPhone-Herstellers

Apple soll aktuell daran arbeiten, ein großes Sprachmodell zu trainieren und daraus einen eigenen Chatbot zu bauen; vorerst aber nur für den internen Betrieb. Es stehe dabei noch aus, wann und wie die ChatGPT-Alternative veröffentlicht werden solle. Neben einer alleinstehenden App wäre die Integration in Siri oder andere bestehende Angebote von Apple möglich. Der iPhone-Hersteller hinkt der aktuellen KI- und Chatbot-Entwicklung hinterher und beschäftigt sich angeblich erst seit ein paar Monaten mit der Entwicklung eigener Angebote. Vor allem die Privatsphäre und der Ausschluss von anstößigen Antworten oder in irgendeiner Weise fehlgeleiteten Informationen sind Hürden, denen sich Apple bei der KI-Entwicklung für die Nutzer/innen gegenübersieht. Quellen: 1, 2

iOS 17 Beta-Test: Live Voicemail soll zu verwirrend für Anrufende sein

Wird am iPhone das Betriebssystem iOS 17 genutzt, dann kann das, was von Anrufenden auf die Voicemail gesprochen wird, bei den Angerufenen in Echtzeit auf dem Display als Text transkribiert werden. Dieses neue Feature wurde von Apple „Live Voicemail“ getauft und soll es den Angerufenen ermöglichen, bei wichtigen Angelegenheiten doch noch den Anruf anzunehmen – etwa in einem Meeting oder ähnlichen Situationen. Am anderen Ende soll es aber aktuellen Tests nach zu Verwirrungen kommen. 

Denn die Standard-Ansage weist darauf hin, dass man den Grund des Anrufs nennen soll und dass die Angerufenen abnehmen könnten. Die fehlerhafte Interpretation der Aussage führt dazu, dass die Anrufenden ihr Anliegen nennen und dann darauf warten, dass der Anruf angenommen wird. Die Aussage, dass der Anruf angenommen werden könnte, wird also nicht als Möglichkeit, sondern eher als Versprechen ausgelegt, was zu Voicemail-Nachrichten mit kurzer Nennung des Anliegens und dann minutenlanger Stille führt. Sowie später zu Nachfragen, ob denn das Handy kaputt wäre, weil niemand abgenommen hat. Quellen: 1, 2

Hier muss Apple also bis zum Release im Herbst nachbessern. Eine Hoffnung ist, dass man in der Telefon App unter Voicemail -> Begrüßung -> Eigene einen individuellen Hinweis auf das neue Feature einsprechen kann statt die vorgegebene Roboter-Ansage nutzen zu müssen. So könnte man auch den technisch nicht bewanderten Großeltern erklären, warum man während deren Ansage auf die Mailbox doch noch selbst ins Gespräch einsteigt.

Apple AirPods Max 2: Welche neue Hardware und Features kann man erwarten?

Nach der Einführung der AirPods Pro 2 in 2022, den für sie vorgestellten Updates im Juni 2023 und den erst diese Woche auf den Markt gebrachten „Beats Studio Pro“-Kopfhörern wirken die AirPods Max aus 2020 gar nicht mehr so neu und die Funktionen nicht mehr so umfangreich. Deshalb ist es gut möglich, dass Apple eine zweite Generation der teuren Over-Ear-Kopfhörer veröffentlicht. Änderungen, die dazu diskutiert werden, sind ein USB-C-Anschluss, ein H2-Chip für besseren Sound, verbesserte Geräuschunterdrückung und den adaptiven Transparenzmodus, ein U1-Chip für die präzise Ortung über Wo ist? sowie Bluetooth 5.3. Laut Ming-Chi Kuo soll der Release aber erst 2024 oder 2025 stattfinden. Quellen: 1, 2

Meine Tipps & Tricks rund um Technik & Apple

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