Thunderbolt 5 – Intel gibt Vorschau auf neuen Standard

Intel hat eine Vorschau auf den für 2023 angekündigten Thunderbolt-5-Standard gegeben und dabei u. a. eine Verdopplung des Datenaustauschs angekündigt. Sowohl Daten senden als auch Daten empfangen ist dabei mit bis zu 80 GBit/s möglich. Für den Anschluss von bis zu zwei 8K-Displays kann aber auch eine der 40 GBit/s-Leitung der Empfangsrichtung genutzt werden, um Daten zu senden. Ergo werden dann nur noch 40 GBit/s empfangen, aber 120 Gbit/s gesendet. Vor allem für den Mac Studio, das MacBook Pro und auch den Mac Pro ist das interessant. 

Die nächste Generation von Thunderbolt soll nicht nur optional, sondern verbindlich 160 GBit/s Datenaustausch liefern – je 80 GBit/s in eine der beiden Richtungen. Oder 120 GBit/s ausgehend bei videointensiver Anwendung (z. B. Anschluss zweier 8K-Displays). Quelle: Intel

Die nächste Generation von Thunderbolt soll nicht nur optional, sondern verbindlich 160 GBit/s Datenaustausch liefern – je 80 GBit/s in eine der beiden Richtungen. Oder 120 GBit/s ausgehend bei videointensiver Anwendung (z. B. Anschluss zweier 8K-Displays). Quelle: Intel

Nächste Thunderbolt-Generation fußt auf USB4 v2

„Thunderbolt 5“ soll an dieser Stelle übrigens vorerst als Platzhalter gedacht sein. Denn Intel selbst beschreibt die Technik in seiner Pressemitteilung lediglich als die „nächsten Generation“ von Thunderbolt. Worauf diese aufbaut, wird dementgegen aber detailliert genannt sowie auch verlinkt. Es handelt sich um die Spezifikationen von USB4 v2, der zweiten Version des aktuellen USB-Standards. Darauf Bezug nehmend werden von Intel die folgenden Angaben zur nächsten Generation von Thunderbolt gemacht:

  • Zweifache Bandbreite von Thunderbolt 4, also 80 Gbit/s bidirektionaler Datentransfer
  • Dreifache Bandbreite für videointensive Anwendungen, also bis zu 120 GBit/s für 8K-Displays
  • Unterstützung für das neu herausgebrachte DisplayPort 2.1
  • Doppelter PCI Express Datendurchsatz für die Nutzung von externen Speichern und Grafikkarten
  • Dank neuer Signalisierungstechnologie können bisherige passive Kabel bis 1 m Länge verwendet werden
  • Abwärtskompatibel mit bisherigen Versionen von Thunderbolt, USB und DisplayPort (gemeint sind die Technologien, nicht die Stecker)
Hier noch einmal anschaulich dargestellt, was es mit der bidirektionalen Bandbreite von 80 GBit/s auf sich hat und wie die dynamische Änderung zur Unterstützung von hochauflösender Videoausgabe auf kompatible Monitore aussieht. Quelle: Intel

Hier noch einmal anschaulich dargestellt, was es mit der bidirektionalen Bandbreite von 80 GBit/s auf sich hat und wie die dynamische Änderung zur Unterstützung von hochauflösender Videoausgabe auf kompatible Monitore aussieht. Quelle: Intel

Hinsichtlich des Steckers wird es keine Umstellung geben, da bleibt es beim USB-C, oder auch USB Type-C genannt. Wie ihr im obigen Schaubild seht, handelt es sich bei „Thunderbolt“ und „USB“ erstmal nur um Technologien, Signale und Protokolle. Diese sind im Grunde unabhängig von der Art und Form des Steckers, weshalb dieser von Neuerungen unberührt bleibt. Interessant zu wissen ist hier aber, dass auch die Form Versionsnummern hat (sonst wäre es ja zu einfach). So lässt USB-C 2.1 bis zu 240 Watt Ladeleistung über Power Delivery (USB PD) zu.


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