Time Capsule am Ende: Welche Lösung für Time Machine Backups am Mac?

Apple stellt mit macOS 27 den Support für das Apple Filing Protocol (AFP) ein. Damit werden die WLAN-Backup-Lösungen des Konzerns namens „Time Capsule“ unbrauchbar. Wer weiterhin die Daten des Mac per Time Machine Backup sichern will, braucht also noch 2026 eine neue Lösung. Welche Time Capsule Alternativen gibt es? Das schauen wir uns in diesem Ratgeber an.

Spätestens ab dem Upgrade auf macOS 27 muss man sich nach einer Time Capsule Alternative umschauen. Welche Speicher und Setups für Time Machine Backups am Mac denkbar sind, beleuchte ich in diesem Ratgeber.
Spätestens ab dem Upgrade auf macOS 27 muss man sich nach einer Time Capsule Alternative umschauen. Welche Speicher und Setups für Time Machine Backups am Mac denkbar sind, beleuchte ich in diesem Ratgeber.

Die Apple Time Capsule wird ab Herbst 2026 nicht mehr unterstützt

Das Apple Filing Protocol (AFP) steht kurz vor dem Aus. Dass es mit einer zukünftigen Version von macOS nicht mehr unterstützt wird, wissen wir schon seit Mai 2025. Ab macOS 27, das für den Herbst 2026 erwartet wird, muss man für Time Machine Backups des Apple Mac auf SMB 3 setzen.

Das heißt, dass unter anderem die Time Capsule, Apples von 2008 bis 2018 verkaufte Kombination aus WLAN-Router und Backup-Speicher, unbrauchbar wird. Um Backups von macOS 27 und neueren Systemen machen zu können, braucht es entweder einen neuen Netzwerkspeicher, etwa in NAS-Form. Oder eine direkt am Mac angeschlossene externe Festplatte (HDD) bzw. einen SSD-Speicher.

Die einfache Lösung: Externen Speicher direkt am Mac anschließen

Die einfachste Lösung besteht wahrscheinlich darin, einen ausreichend großen Speicher per USB-C oder Thunderbolt direkt am Apple-Computer anzuschließen. Mittlerweile nehmen diese nur noch wenig Platz ein.

Ist der Speicher für das Dateisystem APFS formatiert worden, kann er in den Systemeinstellungen als Ziel für das Time Machine Backup ausgewählt werden. Kleine, handliche Speicher, die nicht viel Platz auf dem Schreibtisch und in der Tasche wegnehmen, gibt es etwa von SanDisk.

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Netzwerkspeicher: NAS über WLAN erreichbar machen

Ein per Ethernet am Router angeschlossenes Speichersystem, das über WLAN vom Mac angesteuert werden kann, lässt sich (bei entsprechender Einrichtung) ebenfalls für Time Machine Backups verwenden. Dabei spricht man von einem NAS (Network Attached Storage). 

Ein NAS besteht aus einem Festplattengehäuse, das per Kabel mit dem Router verbunden wird, sowie den darin untergebrachten Festplatten bzw. SSD-Speichern. Meist werden die Leergehäuse einzeln verkauft, sodass man die für die eigenen Zwecke passenden Speicher separat erwerben und dann einbauen kann.

Es gibt aber auch Komplettangebote, in denen bereits Speicher integriert sind. Eine pauschale Empfehlung zum Kauf kann man dabei nicht abgeben. Immerhin muss alles zum eigenen Setup (Mac, Router, gewünschte Speichergröße, etc.) passen.

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Sonderlösung: Speicher am Mac für andere Apple-Computer nutzbar machen

Die dritte Lösung ist für Haushalte und Firmen gedacht, in denen es mindestens einen Mac gibt, der durchgängig eingeschaltet ist. Wird an diesem ein Speicher angeschlossen, kann er mit ein paar Tricks als Time Machine-Ziel für andere Macs im Netzwerk freigegeben werden.

Dazu muss der angeschlossene Speicher im APFS-Dateisystem formatiert sein. Dies lässt sich im Festplattendienstprogramm von macOS realisieren. Beim Formatieren gehen allerdings alle auf dem Speicher befindlichen Inhalte verloren, weshalb eine neue bzw. geleerte HDD oder SSD genutzt werden sollte.

Nach dem Formatieren muss ein Ordner (z. B. „Backup“, „Backup MacBook 1“ oder dergleichen) auf dem Speichermedium angelegt werden. 

Die Freigabe für Time Machine Backups von anderen Macs funktioniert dann folgendermaßen:

  1. Die Systemeinstellungen öffnen und darin Allgemein -> Teilen aufrufen.
  2. Unter „Inhalte & Medien“ die Dateifreigabe aktivieren und daneben das i-Symbol anklicken.
  3. Links unter „Geteilte Ordner“ das Plus-Symbol (+) anklicken und den Ordner auf dem externen Speicher auswählen.
  4. Unter der Liste auf den „Optionen …“-Button klicken und in dessen Menü Dateien und Ordner über SMB teilen aktivieren (bzw. aktiviert lassen, falls es schon aktiviert ist) – dann mit dem „Fertig“-Button dieses Untermenü schließen.
  5. Wieder in den Dateifreigabe-Einstellungen den Ordner mit Rechtsklick bzw. Sekundärklick auswählen und aus seinem Kontextmenü „Erweiterte Optionen…“ wählen.
  6. Die Option Als Ziel eines Time Machine-Backups teilen aktivieren (ggf. zusätzlich Nur SMB-verschlüsselte Verbindungen erlauben aktivieren) und mit dem „OK“-Button bestätigen.
  7. Dann das Ganze in den Dateifreigabe-Einstellungen mit dem „Fertig“-Button abschließen.
  8. An einem anderen Mac, der im gleichen Netzwerk (LAN oder WLAN) eingebunden ist, unter Systemeinstellungen -> Allgemein -> Time Machine den „Backup-Volume hinzufügen…“-Button anklicken.
  9. Dort den gerade eingerichteten und freigegebenen Ordner des anderen Mac als Ziel auswählen.
  10. Das Ganze bestätigen und als Test ein Time Machine Backup anstoßen.
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