Was ist eine Companion-App und welche Funktion erfüllt sie?

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Man stolpert immer mal wieder über den Begriff “Companion-App”. Dieser beschreibt – ganz allgemein – eine App, die begleitend zu einer anderen App oder einer Hardware geliefert wird. Beispiele sind etwa iPhone-Apps, die als Fernsteuerung für einen bestimmten Bluetooth-Lautsprecher funktionieren.

Ich habe mit dem Begriff Companion-App zum ersten Mal Kontakt gehabt, als ich die Apple Watch neu hatte und ratlos vor dem Problem stand, Apps darauf zu installieren. Dies geht nämlich nicht über die Watch selbst, sondern über eine Companion-App namens “Watch” am iPhone, die die Software auf die Apple Watch “schiebt”. Das wäre ein Beispiel für eine solche Zusatz-App.

Mit der Watch-App auf dem iPhone lassen sich die Ziffernblätter (Watch-Faces) ändern und auch Apps auf der Watch installieren.

Mit der Watch-App auf dem iPhone lassen sich die Ziffernblätter (Watch-Faces) ändern und auch Apps auf der Watch installieren.

Andere Exemplare von Companion-Apps sind die Watch-Apps von Komoot oder Runtastic, die als Zusatz zum iPhone-App fungieren. Mit der Runtastic-Watch-App kann man zwar auch ohne iPhone Joggen gehen, aber im Zusammenspiel mit dem iPhone kann man Einstellungen verändern und hat mehr Möglichkeiten, sein Training anzupassen.

Bei Komoot ist die Sache noch eingeschränkter. Hier dient die Watch-App lediglich zur Anzeige von Entfernungen und Pfeilen für die nächte Abzweigung. Ohne das iPhone im Gepäck funktioniert die Komoot-App an der Apple Watch nicht. Es handelt sich hier also eine Companion-App, die ohne ihr Pendant am iPhone nicht genutzt werden kann.

Auch die Fitness-App Runtastic bietet eine Companion-App für die Apple Watch. Über diese kann man schnell seine aktuellen Daten beim Training anschauen, ohne das iPhone aus der Tasche holen zu müssen.

Auch die Fitness-App Runtastic bietet eine Companion-App für die Apple Watch. Über diese kann man schnell seine aktuellen Daten beim Training anschauen, ohne das iPhone aus der Tasche holen zu müssen.

Ein weiteres Beispiel ist die App “Adobe Preview”, bei der die iOS-App mal zur Abwechselung die App ist, die vom Mac abhängig ist. Die Apps am iPhone und iPad dienen hier nämlich dazu, ein Design, das man gerade in Adobe Photoshop am Mac bearbeitet, an seinem iPhone oder iPad zu visualisieren. So kann man schnell erkennen, wie das Userinterface auf den unterschiedlichen Geräten aussieht. Das ist hilfreich, wenn man am UI von iOS-Apps arbeitet und zwischendurch die Ergebnisse seiner Arbeit prüfen möchte.

Auch bei der Companion-App “Adobe Preview” ist die Haupt-Applikation zwingend notwendig, denn ohne Photoshop läuft Adobe Preview nicht.

Companion Apps als Zusatz für Hardware

Was mir in letzter Zeit immer häufiger begegnet, sind Companion-Apps, die als Hilfe, Ratgeber oder sogar Bedienelement von echten, physischen Geräten dienen. So bietet zum Beispiel die neueste Version vom Thermomix eine Übertragung von Rezepten per App an, damit man seine Lieblingsauswahl immer direkt im Gerät verfügbar hat. Aber auch Kaffeemaschinenhersteller nutzen Apps, um zum Beispiel die Einstellungen der Maschine komfortabel über die App zu lösen.

Auch Melitta bietet zur bestimmten Kaffeemaschinen-Modellen eine Companion-App an, über die man Hilfe zum Produkt, einen Shop für Ersatzteile und ähnliches findet (Grafik: Melitta).

Auch Melitta bietet zur bestimmten Kaffeemaschinen-Modellen eine Companion-App an, über die man Hilfe zum Produkt, einen Shop für Ersatzteile und ähnliches findet (Grafik: Melitta).

An sich ist das eine gute Idee, aber leider habe ich in der Vergangenheit zu oft gesehen, wie solche Apps nicht mehr weiterentwickelt wurden und sie dann irgendwann nicht mehr von iOS unterstützt wurden. Die Folge ist, dass man seine Kaffeemaschine im schlimmsten Fall nicht mehr bedienen kann… dieses Risiko gehe ich persönlich ungerne ein.

 

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