Ecovacs Deebot X1 Omni im Test: Wisch- und Staubsaugroboter mit Multifunktionsdock

Deebot X1 Omni im Test

Das Testen von Staubsaugrobotern ist aus meiner Sicht immer ein Ritt auf der Rasierklinge. Manchmal sind die Geräte an sich gut, aber die App ist grausam. Oder sie saugen gut, aber die Planung der Fahrten ist total schlecht. Oder die App taugt was, aber das Ding kommt einfach nicht mit Hundehaaren zurecht. Aber manchmal hat man auch ein Modell, bei dem man nicht wirklich was zu meckern hat. Und damit sind wir beim Ecovacs Deebot X1 Omni.

Der WIsch- und Staubsaugroboter von Ecovacs ist definitiv ein hübsches Ding. Aber was taugt er beim Wischen und Saugen? Das erfährst du hier im Testbericht.

Der WIsch- und Staubsaugroboter von Ecovacs ist definitiv ein hübsches Ding. Aber was taugt er beim Wischen und Saugen? Das erfährst du hier im Testbericht.

Bei diesem Set handelt es sich um einen Staubsaugroboter mit Wischfunktion, der mit einem Multifunktionsdock kommt. Er stellt sozusagen die Alles-in-Einem-Lösung für Staubsaugen und Wischen dar.

Ecovacs hat mir das Gerät für einen Testbericht geschickt und ich habe ihn für euch mal hier im Haus durch alle Problemstellen und Hindernisse getrieben, damit ich euch eine ehrliche Rückmeldung geben kann.

300,00 EUR
ECOVACS DEEBOT X1 OMNI, Staubsaugerroboter mit Wischfunktion und multifunktionaler...
  • X-TRA PRAKTISCH: Saugroboter mit Wischfunktion und automatischer Staubentleerung und Wassersäuberung, beim DEEBOT X1...
  • X-TRA KRAFTVOLL: Saugroboter für Tierhaare (Katzenhaare, Hundehaare) - Der DEEBOT X1 OMNI als Staubsaugerroboter...
  • X-TRA HOCHWERTIG: Saugroboter mit Absaugstation - Der DEEBOT X1 OMNI ist ein Staubsaugerroboter mit Absaugstation und...

Technische Daten des Ecovacs Deebot X1 Omni

Wie immer starten wir mal mit den technischen Daten, die ich mir in der Regel über alle möglichen Quellen zusammensuche, damit die Liste möglichst vollständig ist.

  • Marke: Ecovacs
  • Modell: Deebot X1 Omni
  • Typ: Saug-Wischroboter mit automatischem Entleerung-Dock
  • Abmessungen (Roboter): 362 x 362 x 103 mm
  • Gewicht: 18,7 kg (Dock + Roboter)
  • Standby Stromverbrauch des Docks: ca. 1-2 Watt (selbst gemessen)
  • Geräuschpegel (dB): ≤66 (saugen) / ≤68 (saugen & wischen)
  • Saugleistung: 5000 Pa
  • Laufzeit: 140 min
  • Ladezeit: 6,5 h
  • Nennleistung (Roboter): 45 W
  • Nennspannung (Roboter): 14,8 V
  • Navigationstyp: TrueMapping 2.0
  • Reinigungsmodus: Auto, Bereich, benutzerdefiniert
  • Teppicherkennung: ja (autom. Saugkrafterhöhung)
  • Staubbehälter: 400 ml
  • Abwasser- und Reinigungswassertanks: jeweils 4000 ml
  • Kartierung via App: ja (bis zu 3 Karten)
  • Sprachmitteilungen: ja (auch in Deutsch)
  • Zeitplanung: ja
  • Reinigung fortsetzen: ja
  • Absaugstation: ja
  • Wischstation: ja
  • Mop-Trocknung, ja, Heißluft
  • Wischtechnik: Rotation, 2 Wischpads
  • Vorgabe von Wassermenge pro Raum beim Wischen: ja
  • Farben: Schwarz
  • Preis: ca. 1200 EUR (bei Amazon)

Lieferumfang

Roboter, Ladestation, Stromkabel, Rotationsplatten für die Wischtücher, Seitenbürsten (2), Wischtücher (4), Hauptwalze (im Roboter), Reinigungswerkzeug und zwei Wasserbehälter (im Dock), zwei Staubsaugerbeutel (für das Dock)

Das Paket mit dem Staubsaugroboter und dem Dock wog ca. 25 kg, was schon ein ordentlicher Klotz ist. Aber alleine der Roboter wiegt schon spürbar mehr als mein <a class=

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Ecovacs Deebot X1 Omni ist die Luxusklasse

Es gibt derzeit drei Deebot X1 Modelle: X1 Plus, X1 Turbo und X1 Omni. Dabei ist der Deebot X1 Omni das „Rechts-unten-Modell“ – also das teuerste mit den meisten Features.

Es ist gleichzeitig das einzige Deebot X1 Modell, welches eine Absaugstation bietet und bei welchem die Mop-Trocknung per Heißluft funktioniert.

Die abnehmbare, silberne Platte auf dem Deebot gibt ihm eine ansprechende Optik, wobei die Lösung mit der Platte auch im Alltag praktischer ist, als ein Klappdeckel.

Die abnehmbare, silberne Platte auf dem Deebot gibt ihm eine ansprechende Optik, wobei die Lösung mit der Platte auch im Alltag praktischer ist, als ein Klappdeckel.

 

Der Aufbau des Deebot X1 Omni geht flott von der Hand und beschränkt sich auf das Einstecken von Bürsten und das Entfernen von Transportsicherungen aus Staubsaugroboter und Station. Und die App muss man natürlich noch installieren.

Der Aufbau des Deebot X1 Omni geht flott von der Hand und beschränkt sich auf das Einstecken von Bürsten und das Entfernen von Transportsicherungen aus Staubsaugroboter und Station. Und die App muss man natürlich noch installieren.

Optik und Verarbeitung des Deebot X1 Omni

Das Aussehen des Deebot X1 Omni ist von einem dänischen Designbüro gestaltet worden, was man aus meiner Sicht auch sieht. Die Station hat eine elegante Optik und der Staubsauger ist mit einer silbernen Platte abgedeckt, welche ihn sehr edel aussehen lässt.

Trotz allem – und da hilft auch das beste Design nichts – ist die Station erstaunlich groß und schon ein Klotz, der nicht leicht im Wohnzimmer zu verstecken ist. Kein Wunder, denn in der Station ist die Absaugvorrichtung und der Platz für den Schmutzsammelbeutel, ebenso wie zwei 4-Liter-Wasserbehälter für die Wischfunktion.

Dazu muss noch die Ladeelektronik, die Absaugung, die Pumpe für die Reinigungsflüssigkeiten und die Heißluft-Trocknung für die Wischmops untergebracht werden. Es ist also nicht überraschend, dass das Dock so groß ist.

Die Verarbeitung der Station und des Roboters ist extrem gut. Alles wirkt sehr solide und auch die entnehmbaren Teile, wie die Wasserbehälter, der Schmutzbehälter und Ähnliche sind robust gebaut und funktionieren in der Verwendung einwandfrei und ohne irgendwo zu haken.

Mit den angesteckten Wischplatten kann man nicht "nur" saugen, da die Platten so nah am Boden sind. Wer nur saugen möchte, muss die Platten abziehen – das ist in 10 Sekunden erledigt.

Mit den angesteckten Wischplatten kann man nicht "nur" saugen, da die Platten so nah am Boden sind. Wer nur saugen möchte, muss die Platten abziehen – das ist in 10 Sekunden erledigt.

Was kann der Deebot X1 Omni nun eigentlich?

Ich mache diese Zusammenstellung mal als Liste, damit man nicht ewig lange Texte lesen muss. Ich denke, mit den Stichpunkten ist es übersichtlicher und man sieht schneller, was das Set leistet:

  • Die Roboter saugt oder saugt und wischt. Hat man die zwei rotierenden Wischmops nicht angesteckt, erkennt er dies und ist im Saugmodus.
  • Wenn der Roboter wischt, passiert dies mit zwei rotierenden Wischmops.
  • Der Deebot X1 Omni kann während dem Saugen selbstständig zur Station fahren, den Schmutzbehälter absaugen lassen und die Reinigung fortsetzen.
  • Es gibt zwei Einstellungen für das Entleeren des Staubbehälters, wobei eine zeitgesteuert ist und eine „intelligent“ funktionieren soll, indem scheinbar die Menge an Schmutz geschätzt wird, die eingesaugt wurde.
  • An der Front des Staubsaugers ist eine Kamera verbaut, welche man am iPhone live abrufen kann (man sieht dann, was der Staubsauger sieht).
  • Durch die Kamera an der Front werden Funktionen gesteuert, wie zum Beispiel die „strategische Entfernung großer Partikel“. Damit erkennt die Kamera größere Partikel, die sonst von den Seitenbürsten weggeschleudert werden würden und er sammelt diese dann gezielt ein, ohne dass die Partikel von der Seitenbürste weggewischt werden.
  • Der Staubsauger hat eine Teppicherkennung und erhöht automatisch die Saugkraft, wenn er auf einem Teppich ist.
  • In der Station ist ein Schmutzwasser- und ein Reinigungswassertank. Damit wird im Wischmodus dafür gesorgt, dass die Wischmops immer sauber sind. Während der Reinigung kann er an die Station fahren und sie durchspülen lassen.
  • Nach dem Wischen werden die Wischmops in der Station per Heißluft getrocknet, was jedoch sehr leise ist. Die Heißluft-Option kann auch deaktiviert werden.
  • Alle paar Tage führt die Station eine Selbstreinigung durch, um die Leitungen sauber zu halten.
  • Man kann zu jedem Raum festlegen, mit wie viel Saugkraft er arbeiten und wie viel Wasser er beim Wischen nutzen soll.

Nun hat man einen kleinen Eindruck, was die Station und der Roboter alles können. Es gibt im Prinzip nichts, was mir fehlen würde. Die Frage ist nun, wie gut die einzelnen Elemente in der Praxis funktionieren. Und dazu kommen wir nun…

In der Front des Deebot X1 Omni sind mehrere Sensoren und eine Kamera verbaut. Über die Sensoren kann der Roboter das Umfeld auch in 3D scannen und einen 3D-Grundriss der Wohnfläche erstellen.

In der Front des Deebot X1 Omni sind mehrere Sensoren und eine Kamera verbaut. Über die Sensoren kann der Roboter das Umfeld auch in 3D scannen und einen 3D-Grundriss der Wohnfläche erstellen.

Der Staubbehälter – klein, aber leicht zu handhaben

Als ich den Staubsaugroboter zusammengebaut habe, ist mir gleich der Staubbehälter aufgefallen, welcher merklich kleiner ist, als der meines Roborock S6. Legt man die beiden Behälter nebeneinander, sieht man jedoch, dass der Unterschied zwar sichtbar, aber nicht so groß ist.

Dazu kommt der Vorteil des Deebot X1 Omni, der seinen Behälter entleert, wenn er voll ist. Wie gut das funktioniert, dazu kommen wir später noch.

Muss man den Schmutzbehälter doch einmal per Hand leeren (ich habe es nur für den Test ein paar mal gemacht), dann geht dies relativ einfach. Man kann eine lange Klappe öffnen, indem man eine eingerastete Lasche öffnet. Damit kann man den Behälter leicht leeren, ohne sich selbst einzustauben. Die Handhabung ist also sehr gut gelöst.

Der Schmutzbehälter ist beim Deebot X1 kleiner als beim Roborock S6, aber dafür kann sich der Deebot an seiner Statiomn jederzeit entleeren, was den Unterschied locker wett macht (Fotos: Sir Apfelot).

Der Schmutzbehälter ist beim Deebot X1 kleiner als beim Roborock S6, aber dafür kann sich der Deebot an seiner Station jederzeit entleeren, was den Unterschied locker wett macht (Fotos: Sir Apfelot).

Automatische Absaugung nach Reinigung oder Intervall

Die Einstellungen der automatischen Absaugung zur Entleerung des Staubbehälters habe ich erst nicht verstanden. Aber das lag unter anderem daran, dass ich die kleinen Hinweise in der App nicht aufmerksam gelesen habe. Nun habe ich es aber kapiert und möchte es erklären – falls es noch andere Leute gibt, die etwas langsam im Kopf sind:

  1. AUTO – Der Deebot fährt nach einer vollständigen Reinigung zurück zum Dock und lässt sich entleeren. Diese Option ist für Wohnungen, die eher gering verschmutzt sind.
  2. Intelligent – Der Deebot fährt nach einem voreingestellten Zeitintervall (10, 15 oder 25 Minuten) immer wieder zur Station und entleert sich. Das ist hilfreich für mehr oder weniger „dreckige“ Wohnungen, wo keine vollständige Reinigung möglich ist, ohne dass der Staubbehälter verstopft.

Ich habe bei uns die Option „Intelligent“ eingestellt, wobei ich die Benennung irreführend finde. „Intervall“ würde es besser treffen, denn schließlich ist es nicht durch eine schlaue Programmierung gelöst, sondern einfach durch ein Zeitintervall.

Bei uns sind 10 Minuten die richtige Wahl, denn unser Hund wirft täglich geschätzte 500 Gramm Hundehaare ab und unser Roborock S6 war damit zwar zurechtgekommen, aber ich musste alle paar Minuten aufstehen und den Staubbehälter per Hand leeren.

Mit der automatischen Entleerung nach 10 Minuten ist das perfekt gelöst, denn so verstopft der Deebot X1 Omni nicht, wenn es besonders haarige Flecken gibt, da er ja sehr oft zum Leeren fährt. Und selbst wenn es an einem Tag mal nicht alles weggesaugt wird, weil der Behälter durch eine Wollmaus schon belegt war, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es am nächsten Tag klappt.

Gründliche Reinigung mit Wischfunktion

Ich habe schon etliche Saug-Wischroboter gehabt, welche einfach nur einen feuchten Lappen hinter sich her ziehen. Ich denke, die meisten Besitzer von einem neueren Staubsaugroboter kennen diese Konstruktion: Aus einem Wassertank tröpfelt langsam Wasser auf das Tuch und der Roboter hat das Wischtuch an der Unterseite des Wassertanks angeklettet und zieht es beim Reinigen hinter sich her. Wie gut das funktioniert, kann man sich ausrechnen. Schon die kleinste Bodenunebenheit sorgt dafür, dass Stellen nicht gewischt werden, weil das Tuch nicht auf den Boden kommt.

Der Deebot X1 Omni arbeitet da anders, denn er hat zwei ansteckbare Wischflächen, welche jeweils mit einem runden Wischtuch bestückt werden können. Bei der Reinigung drehen sich diese Wischmops (Wischmöpse?!) und putzen damit deutlich mehr als ein Tuch, das nur einfach über den Boden gleitet.

Um die Wischfunktion zu aktivieren, steckt man nur die beiden Reinigungsplatten an und der Deebot schaltet automatisch in den Wischmodus.

Um die Wischfunktion zu aktivieren, steckt man nur die beiden Reinigungsplatten an und der Deebot schaltet automatisch in den Wischmodus.

Ich habe diese Wischfunktion in unserem Bad ausprobiert, das ich sonst mit dem Redkey W12 putze. Der Nachteil von diesem Gerät ist, dass er nicht ganz bis zum Rand des Fußbodens kommt und daher immer 2 Zentimeter am Rand ungewischt bleiben.

Das Ergebnis, welches der Deebot X1 Omni beim Wischen abliefert, ist beim ersten Test schon sehr beeindruckend gewesen. Es blieb zwar an einer Stelle noch ein heller Fleck auf den Fliesen zurück, aber als ich ihn am nächsten Tag noch einmal ins Bad geschickt habe, war auch dieser Fleck Vergangenheit. Und er hat bis zum Rand gewischt – also besser als der Redkey W12, bei dem ich auch noch dabei sein muss.

Automatische Wischmop-Reinigung

Praktisch ist auch die Funktion zur Reinigung der Wischplatten. Ist der Deebot X1 Omni wieder im Dock, wird dies automatisch durchgeführt. Wenn man dann nicht eingreift, startet er auch noch die Trocknung der Wischtücher, aber das habe ich immer unterbunden, da er bei uns hauptsächlich als Staubsaugroboter unterwegs ist und ich die Wischer nach Gebrauch einfach irgendwo zum Trocknen ablege.

Der Ecovacs Staubsaugroboter hat bei uns gut zu tun, aber wir haben im Prinzip nur das Bad und den Keller, welche gewischt werden können. Sein volles Potenzial dürfte der Deebot X1 Omni in Haushalten ausspielen, die hauptsächlich glatte, wischbare Böden haben, sodass er große Flächen reinigen kann.

In der Station sind zwei Wasserbehälter für Frischwasser und Schmutzwasser. Hier sieht man das Frischwasser, in das ich etwas Allzweckreiniger geschüttet habe (Fotos: Sir Apfelot).

In der Station sind zwei Wasserbehälter für Frischwasser und Schmutzwasser. Hier sieht man das Frischwasser, in das ich etwas Allzweckreiniger geschüttet habe (Fotos: Sir Apfelot).

Absaugstation für Haustierbesitzer

Ich hatte ja schon vor einigen Monaten einen Yeedi-Sauger mit Absaugstation in Verwendung, aber bei dieser Station war das Problem, dass sie zwar Staub und Krümel aus dem Staubbehälter des Roboters entfernt hat, aber bei den Tierhaaren versagt hat.

Das Problem war, dass die Saugleistung nicht hoch war und die Tierhaare an der Absaugöffnung des Staubbehälters hängen geblieben sind. Die Folge war, dass er nach und nach immer voller wurde und irgendwann gemeldet hat, dass die Rolle verstopft war. Für Besitzer von Hunden oder Katzen war das Gerät nicht empfehlenswert.

Der Ecovacs Deebot X1 Omni spielt hier in einer ganz anderen Liga. Ich habe ihn für einen Härtetest extra durch unser Wohnzimmer geschickt, in dem seit Tagen nicht gesaugt wurde. Unter dem Sofa waren Knäule von Hundehaaren – wirklich gemeine und übertrieben schlechte Umstände.

Ich war gespannt auf die erste Entleerung und ich muss sagen, ich war extrem überrascht, denn man konnte das "Flupp" hören, mit dem die Hundehaare abgesaugt wurden. Und das hat er nicht nur einmal geschafft, sondern bisher immer – ohne eine einzige Ausnahme.

Der Deebot X1 Omni ist daher aus meiner Sicht die Top-Empfehlung für Hunde- und Katzenbesitzer, die sonst mit verstopften Saugrobotern zu kämpfen haben.

Links sieht man die Gummiabdeckung, für den Absaugkanal am Roboter und rechts sieht man den Beutel, in dem der Schmutz nach dem Absaugen landet.

Links sieht man die Gummiabdeckung, für den Absaugkanal am Roboter und rechts sieht man den Beutel, in dem der Schmutz nach dem Absaugen landet.

 

Nach dem Absaugen verblieben in der Box nur Rinden- und Holzstücke, die unser Hund zerlegt und auf dem Boden liegenlassen hatte. Alles andere – sogar Steinchen von unserer Renovierung wurden anstandslos in den Beutel abgesaugt.

Nach dem Absaugen verblieben in der Box nur Rinden- und Holzstücke, die unser Hund zerlegt und auf dem Boden liegenlassen hatte. Alles andere – sogar Steinchen von unserer Renovierung wurden anstandslos in den Beutel abgesaugt.

Offroad-Fähigkeiten bei Kabelsalat und Kanten

Es gibt eine weitere Sache, bei welcher der Deebot X1 Omni quasi unschlagbar ist: das Fahren um und über Hindernisse. Ich habe ihn in meinem Büro bewusst in einen Bereich fahren lassen, der bei bisher jedem Roboter zu Problemen geführt hat, weil dort viele Kabel rumliegen. Wenn Staubsaugeroboter die Stromkabel geschafft haben, dann kam es spätestens bei nicht eingesteckten Ladekabeln dazu, dass sie in die Walze gezogen wurden.

Der Deebot X1 Omni ist in diesen Bereich gefahren und hatte sichtlich Schwierigkeiten. Aber er hat sich über Minuten darin bewegt und hat sich weder festgefahren noch hat er ein Kabel eingesaugt. Er war eine Weile beschäftigt, aber hat im Endeffekt alles ohne Aussetzer gelöst.

Ein weiteres Problem für andere Staubsauger sind die Beine von einem Schreibtisch bei uns. Diese sehen grob aus, wie ein 90 Grad gedrehtes U. Sie haben also einen großen Bereich, welcher auf dem Boden liegt und auf den schon einige Modelle immer wieder drauf gefahren sind – darunter auch mein Roborock S6. Wenn sie dann einmal darauf sind, hängen die Räder in der Luft und die Roboter melden einen Fehler, weil sie nicht mehr herunterkommen.

Auch diese Schwierigkeit hat der Deebot X1 Omni umfahren, in dem er das Tischbein korrekt als Hindernis erkennt, auf das man nicht fahren sollte.

Ich hoffe, man sieht hier, mit welchem Kabelsalat der Ecovacs Staubsaugroboter zurechtkommen musste. Er hat seine Zeit gebraucht, aber sich nicht einmal festgefahren oder ein Kabel gefressen.

Ich hoffe, man sieht hier, mit welchem Kabelsalat der Ecovacs Staubsaugroboter zurechtkommen musste. Er hat seine Zeit gebraucht, aber sich nicht einmal festgefahren oder ein Kabel gefressen.

Lautstärke des Ecovacs Deebot X1 Omni

Ein wichtiger Punkt, der mir bei dem Gerät direkt aufgefallen ist, ist der niedrige Geräuschpegel, mit dem er arbeitet – selbst im Standard-Modus. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass er vielleicht gar nicht saugt, aber das hat getäuscht, denn er reinigt alles – auch mit wenig Krach. Er hat auch im Standardmodus kein Problem mit Hundehaaren, sodass ich den Max-Modus nicht benötige.

Das einzige, was mal 5 oder 10 Sekunden Krach macht, ist die Absaugstation, wenn der Roboter entleert wird. Und das ist dann deutlich lauter als der Staubsaugroboter selbst.

Ein Detail, das mit gut gefällt: Ein echter Ein-und-Aus-Schalter, der den Strom auch tatsächlich trennt (Foto: Sir Apfelot).

Ein Detail, das mit gut gefällt: Ein echter Ein-und-Aus-Schalter, der den Strom auch tatsächlich trennt (Foto: Sir Apfelot).

Vor- und Nachteile des Ecovacs Deebot X1 Omni

Ich bin großer Fan von Listen mit Vor- und Nachteilen, da man auf diese Weise – auch ohne den kompletten Artikel lesen zu müssen – einen Eindruck von dem getesteten Gerät bekommt. Darum hier meine Liste für euch:

Vorteile des Deebot X1 Omni

  • Absaugstation funktioniert hervorragend
  • Reinigung auch großer Wohnflächen durch automatische Fortsetzung nach Entleerung
  • automatische Wischmop-Reinigung während des Putzens
  • Station hat eine automatische Selbstreinigungsfunktion
  • Staubsaugroboter ist extrem leise
  • er kommt mit allen möglichen Hindernissen zurecht und hängt nicht fest
  • die Station kann auch Ballen langer Hundehaare ohne Probleme entleeren
  • man kann die Reinigungszeiten planen und auch Nicht-Stören-Zeiten festlegen
  • er hat einen eingebauten Sprachassistenten, den man mit „Ok Yiko“ aktivieren kann (habe ich kaum benutzt, aber funktioniert)
  • festlegen der Zimmerabfolge beim Reinigen
  • es gibt eine Option, dass jeder Raum direkt 2x gereinigt wird
  • in der Karte der Wohnung kann man die Wassermenge für jeden Raum einzeln definieren (falls man die Fliesen im Bad mit viel Wasser, aber das Laminat im Flur nur mit wenig Wasser reinigen möchte)
  • automatische Kartenerstellung beim ersten Reinigungsdurchlauf
Ein kleiner Nachteil: Es gibt keinen Platz, wo man die Rotationsplatten ablegen kann und wenn man sie an den Roboter ansteckt, schaltet dieser in den Wischmodus.

Ein kleiner Nachteil: Es gibt keinen Platz, wo man die Rotationsplatten ablegen kann und wenn man sie an den Roboter ansteckt, schaltet dieser in den Wischmodus.

Nachteile des Deebot X1 Omni

  • hoher Preis
  • lange Ladezeit (6,5 h)
  • Kartenerstellung hat zwei Räume bei mir zusammengefasst, die ich nachträglich in der App trennen musste
  • die Bearbeitung des Grundrisses in der App könnte komfortabler sein
  • die Wischteller können nicht eingefahren werden und wenn man einen Boden hat, der nicht feucht werden darf, dann muss man sie abziehen
  • Dockingstation ist groß (aber man versteht warum, wenn man die Technik bedenkt, die drinnen steckt)
  • in der App wird man unter Zubehör auf die einzelnen Ersatzteile aufmerksam gemacht und bekommt auch angezeigt, wann es Zeit ist, diese zu wechseln, aber leider führen die Links auf nicht vorhandene Unterseiten bei Ecovacs
  • es gibt in der Station keine Aufbewahrungsmöglichkeit für die beiden Rotationsplatten (für die Wischmops), welche man zwischenlagern muss, wenn man nur saugen möchte
  • der Staub wird in der Dockingstation in einem Einwegbeutel gesammelt – hier wäre mir eine entleerbare Box lieber gewesen
In der App kann man jederzeit sehen, wie lange ein Zubehörteil wahrscheinlich noch läuft, bis es gewechselt werden sollte. Man kann sogar in den Shop kommen, aber diese Links funktionieren (noch) nicht. Ich denke, hier wird von Ecovacs sicher nachgebessert.

In der App kann man jederzeit sehen, wie lange ein Zubehörteil wahrscheinlich noch läuft, bis es gewechselt werden sollte. Man kann sogar in den Shop kommen, aber diese Links funktionieren (noch) nicht. Ich denke, hier wird von Ecovacs sicher nachgebessert.

 

Hier sieht man noch drei Screenshots von der App: Links den Hauptbildschirm des Gerätes; in der Mitte wird gerade die erste Karte erstellt und rechts ist die fertige 3D-Ansicht des Grundrisses. Die Teppiche wurden automatisch erkannt und man kann den Roboter mit einen Tipper auf den jeweiligen Teppich gezielt dorthin schicken.

Hier sieht man noch drei Screenshots von der App: Links den Hauptbildschirm des Gerätes; in der Mitte wird gerade die erste Karte erstellt und rechts ist die fertige 3D-Ansicht des Grundrisses. Die Teppiche wurden automatisch erkannt und man kann den Roboter mit einem Tipper auf den jeweiligen Teppich gezielt dorthin schicken.

Mein Fazit: Perfekter Staubsaugroboter für Tierhaare

Es gibt ein paar Punkte, die man besser machen könnte. Zum Beispiel, dass man sich keine Staubsaugerbeutel für die Station kaufen müsste, wenn der Schmutz in einer entnehmbaren Box gesammelt werden würde. Ein Ersatzbeutel kostet ca. 2 Euro und hält sicher etliche Wochen, aber ich finde Staubsaugerbeutel nicht mehr ganz zeitgemäß. Auch der Preis (aktuell über 1000 Euro) dürfte den einen oder anderen von der Anschaffung abhalten.

Mehr ein Gimmick: Man kann über die App auch live zusehen, was die eingebaute Kamera im Roboter sieht. Man kann sogar Befehle an den Roboter senden und ihn stoppen und zur Kommunikation mit einer Person vor Ort verwenden.

Mehr ein Gimmick: Man kann über die App auch live zusehen, was die eingebaute Kamera im Roboter sieht. Man kann sogar Befehle an den Roboter senden und ihn stoppen und zur Kommunikation mit einer Person vor Ort verwenden.

Ich kann aber sagen, dass mir das Gesamtpaket gut gefällt, auch wenn ich die wirklich gute Wischfunktion nur selten nutze (unsere Holzböden sind mit einer speziellen Seife behandelt und dürfen daher nur gesaugt oder mit der Seife gewischt werden).

Besonders empfehlenswert finde ich das Set aus Staubsaugroboter und Dockingstation für Leute, deren Wohnung oder Haus mit Hunde- und Katzenhaaren geflutet ist. Der Deebot X1 Omni verstopft nicht beim Absaugen und macht eine Komplettreinigung mit automatischer Entleerung zwischendurch wirklich auch bei Tierhaaren möglich, was sonst bisher kein Gerät bei mir geschafft hat.

Deswegen ist das Geräte-Set aus meiner Sicht eine qualitativ hochwertige Empfehlung, die aber leider ihren Preis hat.

Kaufen kann man das Gerät aktuell mit 20% Rabatt bei Amazon oder über diese Produktbox:

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