Apple hat kürzlich den Filmkatalog seines Apple TV-Abonnements ausgebaut. Und zwar nicht mit weiteren Eigenproduktionen, sondern mit teils schon älteren Fremdinhalten. Während in den USA insgesamt 19 Filme hinzugekommen sind, wurden in Deutschland vorerst fünf Filme als Zusatzangebot ins Abo integriert. Deutet das auf eine neue Zukunft von Apple TV hin?

Apple TV mit Jurassic Park, 3 Engel für Charlie, Die Bourne Identität, etc.
Bei Apple TV hat man bisher nur Eigenproduktionen zu sehen bekommen. Filme und Serien für unterschiedliche Zielgruppen werden dabei angeboten. Es gab aber keine aktuellen Fremdproduktionen oder Klassiker, die zum Abschluss eines Abonnements verleitet hätten. Das hat sich nun in einem kleinen Testumfang geändert.
Hier in Deutschland kann man über ein Apple TV Abo nun auch diese Filme anschauen:
- 3 Engel für Charlie (2000)
- Die Bourne Identität (2002)
- Jurassic Park (1993)
- Krieg der Welten (2005)
- Nachts im Museum (2006)
Ob die Filme dauerhaft im Programm bleiben und vielleicht sogar durch weitere Film- und Serienpakete erweitert werden, ist nicht bekannt. Es könnte sich lediglich um einen Test handeln, mit dem Apple schauen will, ob sich der Einkauf von Fremdinhalten für Apple TV lohnt.
Bereits 2022 hatte Apple beim damals noch tv+ genannten Abo einen solchen Test durchgeführt. In den USA wurden damals etwa die „Die Tribute von Panem“-Filme nebst Anchorman, Syriana, Clerks und einigen weiteren Streifen verfügbar gemacht. Das zeigte TechRadar auf und nannte es da bereits einen Testlauf. Selbiger führte nicht zu einem größeren globalen Filmkatalog von tv+.
Eine neue Ausrichtung für Apple TV?
Die Aufnahme von Lizenztiteln in den Katalog seines Streaming-Abos muss sich für Apple nicht zwangsläufig lohnen. Immerhin würde Apple TV damit nur mit zur Fragmentierung der Streaminglandschaft beitragen. Es sei denn, es wird ein riesiger Filme- und Serien-Katalog erstellt, was aber ausgeschlossen scheint.
Durch die Verteilung zahlreicher beliebter Inhalte auf verschiedenste Abo-Dienste ist die dauerhafte Verfügbarkeit aller gewollten Titel für User zu einem teuren Spaß geworden. Das einstige Netflix-Versprechen, alle populären Inhalte an einem Ort (also mit einem Abo) zu bekommen, gilt schon längst nicht mehr.
Dass Apple mit einem größeren Lizenzkatalog das Abo-Hopping seiner User stoppen kann, ist also eher ein Wunschdenken. Es werden weiterhin Leute bestimmte Inhalte in ein-zwei Monaten bingen, um dann zu kündigen und ein anderes Abo für dessen Inhalte zu buchen.
Was genau also hinter dem Test Apples steckt und ob dessen Ziele erreicht werden können, bleibt vorerst Spekulation.
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.








