iOS 13 – Das erwartet uns auf dem Apple iPhone, iPad und iPod Touch

Gestern fand die Apple WWDC 2019 Keynote statt, das Auftakt-Event der diesjährigen World Wide Developers Conference in San Jose. Dabei wurden, wie in den letzten Jahren auch, die kommenden Versionen der von Apple angebotenen Betriebssysteme für die eigenen Geräte vorgestellt. Für das Apple iPhone sowie den aktuellen iPod Touch und im gewissen Maße auch für das iPad (welches dieses Jahr ein eigenes iPodOS bekommt) kommt im Herbst iOS 13. Welche neuen und verbesserten Features das System mitbringt, das habe ich euch hier zusammengefasst. Eine Übersicht aller Themen des gestrigen Abends bekommt ihr hier: Die Apple WWDC 2019 Keynote – Kurze Zusammenfassung.

Bei der WWDC 2019 Keynote wurde unter anderem iOS 13 vorgestellt. Hier findet ihr die Details zum neuen Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch.

Bei der WWDC 2019 Keynote wurde unter anderem iOS 13 vorgestellt. Hier findet ihr die Details zum neuen Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch.

iOS 13 soll noch schneller sein als Vorgänger-Versionen

Sowohl am gesamten System als auch an einzelnen Funktionen wurde beim mobilen Betriebssystem von Apple geschraubt. Im Vergleich zum aktuellen iOS 12 soll zum Beispiel das Entsperren und Verifizieren über Face ID 30% schneller laufen. Durch eine neue Art des Packens von Daten sollen zudem App-Downloads unter iOS 13 bis zu 50% kleiner und somit schneller werden. Bei Updates konnten sogar 60% geschafft werden. Auch für den Umgang mit den Apps soll sich das rechnen, da diese nun bis zu zweimal schneller starten. Schnell soll es auch beim Schreiben gehen: statt dem einzelnen Tippen, kann man nun Buchstaben durch drüber wischen auswählen. Super für die Eingabe mit einer Hand!

Neue Funktionen für Safari, Mail, Erinnerungen, Karten, etc.

Sowohl im Aussehen als auch in ihren Funktionen verändern sich einige der Apple-Apps unter iOS. In Erinnerungen zum Beispiel kommt nun auch Machine Learning zum Einsatz, um in Tabs, Aufgaben, smarten Listen und vermittels Tags von Kontakten entsprechende Sortierungen vorzunehmen. Den meisten Einsatz zur Verbesserung gab es allerdings bei Maps respektive Karten. In den USA wurden über 4 Millionen Meilen (über 6,44 Millionen Kilometer) abgefahren sowie von Flugzeugen vermessen, um eine neue Karten- und Straßen-Ansicht bieten zu können. Das soll die Navigation und Planung verbessern. Für weitere Länder kommt das neue Material ab nächstem Jahr.

Hello Darkness, My Old Friend

Mit iOS 13 kommt nun endlich auch ein systemweiter und für Drittanbieter-Apps einfach zu realisierender Dark Mode auf die mobilen Apple-Geräte. Der Dunkel-Modus sorgt nicht nur dafür, dass die Augen geschont werden; vor allem bei neueren iPhone-Modellen mit entsprechenden Displays sorgen die dunkleren Farben und schwarzen Hintergründe dafür, dass der Akku länger hält. Denn wo weniger beleuchtet werden muss, da wird auch weniger Strom verbraucht.

Datenschutz: Login, HomeKit und mehr

Abermals betont und mit neuen Funktionen untermalt wurde auf der WWDC 2019 Keynote, dass der Datenschutz für die Kunden seitens Apple besonders wichtig genommen wird. Unter anderem für den Login in Apps oder Web-Dienste gibt es daher nun eine neue Möglichkeit: „Login mit Apple“. Eine klare Kampfansage gegen Google und Facebook, die gerne mal alle möglichen Daten von einem beim Login teilen. Apple gibt auf Wunsch sogar nur eine Wegwerf-E-Mail-Adresse ab und leitet die Nachrichten der App oder des Web-Service an die eigentliche E-Mail-Adresse weiter. Das Gute dabei: für jeden Dienst wird eine neue Adresse angelegt, sodass man den Überblick behält und individuell löschen kann.

Im Hinblick auf HomeKit gibt es ebenso weitere Bemühungen in Richtung der Datensicherheit der Kunden. Vor allem im Bereich der Überwachungskameras mit Cloud-Dienst wurden da einige Neuerungen geschaffen. „HomeKit Secure Video“ heißt das ganze und speichert Aufnahmen beispielsweise verschlüsselt in der iCloud. Damit Dienste oder Angreifer aber nicht von außen auf Kameras bzw. deren Inhalte zugreifen können, gibt es in Zukunft auch noch „HomeKit für Router“. Partner dafür sollen vorerst LinkSys, Eero und Spectrum sein. Ob und wann die Apple-Firewall auch auf hierzulande verwendete Router (Fritz!Box, etc.) kommt, steht noch aus.

Neuerungen für Kamera- und Fotos-App in iOS 13

Allzu viele Neuerungen für die Kamera gibt es softwareseitig dieses Jahr nicht; zumindest nicht für bestehende iPhone-Modelle. Vor allem für den Portrait-Modus gibt es einen neuen Belichtungsregler, der das Heranrücken bzw. Entfernen von Licht in Studioqualität simulieren soll. Sowohl bei Farb- als auch bei Monochrom-Aufnahmen sollen die Ergebnisse sehenswert sein.

Imposanter kommen die News hinsichtlich der Fotos-App daher. Mit dieser gibt es ab iOS 13 neue Möglichkeiten zum Bearbeiten von Fotos, sowie erstmals auch für Videos. Zum Beispiel können Videos rotiert werden, um sie direkt auf dem Gerät von Vertikal zu Horizontal bzw. andersherum zu verändern. Hinzu kommen zahlreiche Regler, Filter, Effekte usw. Für die Vorschau von aufgenommenen Medien gibt es zudem mehr Übersicht: Duplikate können ebenso aussortiert werden wie Screenshots, Aufnahmen von Dokumenten / Quittungen, etc. So bleiben in der Übersicht am Ende nur Fotos und Videos für schöne Erinnerungen über. 

Diese können zudem in Tage, Monate und Jahre sortiert werden – die Vorschau bzw. Bildauswahl bezieht sich dabei auf vergangene Ereignisse zur selben Zeit (zum Geburtstag werden Geburtstagsbilder angezeigt, zur WWDC werden Fotos der letzten WWDCs angezeigt, etc.). In der Gesamtübersicht kann man zudem einfacher herein- und hinaus-zoomen, um sich einen Überblick über alle Aufnahmen zu verschaffen.

iOS 13 mit AirPods, HomePod, CarPlay und Siri

Das Zusammenspiel mit weiteren Apple-Diensten und Geräten soll sich mit dem im Herbst 2019 erscheinenden iOS 13 ebenfalls verbessern. So sollen die AirPods nun auch eingehende Nachrichten automatisch vorlesen können. Antworten können direkt diktiert werden. So muss man beim Radfahren, Laufen, Arbeiten oder im Falle einer Behinderung nur die Stimme einsetzen, um Nachrichten zu bearbeiten. Der Übergang der Audio-Wiedergabe von iPhone bzw. AirPods auf den HomePod wurde ebenfalls vereinfacht – ein Umschalten des Wiedergabegeräts klappt mit bloßer Annäherung. Entfernt man sich wieder (aus dem Haus), wechselt die Wiedergabe zurück.

In CarPlay wurde die Interaktion, aber vor allem auch die Anzeige im Auto weiterhin verbessert. CarPlay bekommt ein überarbeitetes Dashboard mit allen möglichen Apps und Widgets. So lassen sich Kalender, Musik, Siri und sogar Drittanbieter-Apps auch gut nebeneinander anzeigen – und das, ohne die Navigation zu überdecken oder anderweitig zu blockieren. Für Siri gibt’s ebenfalls Updates: eine noch natürlichere Stimme sowie „Shortcuts“ als eigene App auf iOS-Geräten. Ob auch im Hintergrund geschraubt wurde, damit Siri besser auf Anfragen reagiert bzw. „schlauer“ wird, wurde nicht gesagt.

Noch ein paar Sachen: iCloud, Memoji, Sticker, etc.

Im Hinblick auf die iCloud wurde nebenbei erwähnt, dass es für Nutzer bald auch möglich sein soll, einzelne Accounts für Privat und für die Arbeit anzulegen – respektive ein Nutzerkonto entsprechend zu splitten. Zudem wurde einiges an Zeit dem Thema Memoji gewidmet. Memojis können nun noch individueller gestaltet werden; mit Elementen wie Schminke, Piercings, Zähne / Zahnlücken, Ohrringe, Frisuren, Hüte, Brillen und natürlich AirPods. Zudem werden beim Speichern eines Memoji direkt Sticker und Emoji-Versionen davon angelegt; auch auf bzw. für Geräte ohne TrueDepth-Kamera. Da wird aber zumindest ein A9-Chip oder neuer vorausgesetzt.

Noch mehr Infos und Bilder: Offizielle Apple Pressemeldung

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