Bei der Ankündigung der Launch-Inhalte für die Vision Pro ist Apple auf seine eigenen Apps und Medien-Produktionen sowie auf das Angebot von Disney+ eingegangen. Zudem wird der Spatial Computer mit Apps und Streaming-Kanälen von Amazon Prime Video, Max, Peacock und ESPN genutzt werden können. Einer der wichtigsten Streaming-Anbieter, Netflix, hält sich aus dem Angebot aber bewusst heraus. Weder wird eine eigene App für visionOS entwickelt noch wird die iPad-App von Netflix für die Nutzung auf der Vision Pro freigegeben. Netflix scheint kein Interesse an Virtueller Realität, Augmented Reality oder „Spatial Computing“ zu haben.

Netflix auf der Vision Pro schauen funktioniert nur über die Webseite
Die Apple Vision Pro kommt standardmäßig mit Safari als vorinstalliertem Webbrowser daher. Darin sollen Nutzer/innen, wenn sie unbedingt Netflix schauen wollen, die Webseite des Streaming-Anbieters aufrufen. Netflix weist darauf hin, dass dies am Mac ganz genauso funktioniert. Anders als für Windows-PCs wird für Apple-Computer mit macOS keine App angeboten.
Auch die iPhone- und iPad-App von Netflix soll nicht für die Nutzung auf der Vision Pro freigegeben werden. Netflix hat zudem zwar 2019 eine VR-App für die Meta Quest herausgebracht, aber auch diese wird schon länger nicht mehr aktualisiert. Das Thema VR-Headsets scheint nach anfänglichem Hype bei Netflix niemanden mehr zu interessieren. Oder es stecken Konkurrenz-Bedenken dahinter.
Netflix und Apple TV+ in einem ungleichen Kampf um Marktanteile
Während Apple mit seinem eigenen Streaming-Angebot TV+ einen wesentlich kleineren Marktanteil verzeichnet, kann man sich dort aber mit hochrangig besetzten Produktionen sowie verschiedenen Awards rühmen. Apple TV+ lockt mit Filmen, Serien und Dokumentationen, die alle auf Hochglanz poliert sind – sowie mit eingekauften Franchises, wie etwa den Peanuts.
Netflix könnte sich mit der Unterstützung der Vision Pro zurückhalten, um Apple nicht über das Minimum hinaus unterstützen zu müssen. Denn während Netflix hin und wieder für einige großflächig beachtete Filme und Serien sorgt, setzt man seit geraumer Zeit vor allem auf Masse sowie auf Reality- und Wettbewerbs-Shows. Nichts, womit man einen Oscar gewinnen, was aber den Marktanteil auf Dauer halten könnte.
Quelle: Bloomberg
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.








