Seit dieser Woche wissen wir, dass der März mit neuen Apple-Veröffentlichungen starten wird. Doch die letzten Tage haben noch weitere Apple- und Tech-News bereitgehalten. In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 8 des Jahres 2026 gibt es daher u. a. diese Meldungen: komoot bietet ChatGPT-Routenplanung an, BBC-Journalist zeigt einfache Chatbot-Manipulation auf, DJI Staubsaugroboter mit Vibe Coding gehackt, Apple gibt Rosetta-Support auf, Test von verschlüsselten RCS-Nachrichten am iPhone, Ausblick auf KI-Wearables von Apple, und mehr!
Kapitel in diesem Beitrag:
- 1 komoot Routensuche jetzt auch mit ChatGPT-Anbindung möglich
- 2 ChatGPT, Gemini und Co. „hacken“: BBC-Journalist zeigt, wie es geht
- 3 DJI Saugroboter Sicherheitslücke: Zugriffe auf alle Geräte offen zugänglich
- 4 Apple Music Connect: Neue Anlaufstelle für die Musikbereitstellung
- 5 Intel-Macs werden Auslaufmodelle: Rosetta-Unterstützung wird eingestellt
- 6 iOS / iPadOS 26.4 Beta: Verschlüsselung von RCS-Nachrichten wird getestet
- 7 Schutz für gestohlene Geräte ist ab iOS 26.4 standardmäßig aktiviert
- 8 Apple beschleunigt laut Bloomberg die Arbeit an drei KI-Wearables
- 9 Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- 10 Noch mehr Sir Apfelot für euch!
komoot Routensuche jetzt auch mit ChatGPT-Anbindung möglich
Wenn ich darüber nachdenke, was mir bei der Planung von Wanderrouten helfen könnte, dann fällt mir als letztes ein fehlerhafter KI-Chatbot ein. Bei den Leuten von Bending Spoons schien das aber einer der ersten Gedanken gewesen zu sein. Denn bei deren komoot-App, bei der man sowieso schon Glück haben muss, um nicht auf gefährliche Abwege zu geraten, kann nun eine KI-gestützte Routensuche genutzt werden.
Routen fürs Wandern, Radfahren und Joggen sollen sich dank der Einbindung von ChatGPT schneller über „natürlich formulierte Texteingaben“ finden lassen. Weltweit soll die komoot App vermittels des Chatbots „mehr als 7 Millionen sportartspezifische Routen sowie 4 Millionen von der Community empfohlene Highlights“ vorschlagen können. Oder man geht zur lokalen Tourist-Info und holt sich eine Wanderkarte der Region, um nicht wegen der Urlaubsplanung Serverfarmen zum Glühen zu bringen.
ChatGPT, Gemini und Co. „hacken“: BBC-Journalist zeigt, wie es geht
Bei der BBC habe ich einen interessanten Beitrag von Thomas Germain gefunden, der KI-Chatbots und Werkzeuge für die KI-Websuche in die Irre führen konnte. Da sich KI-Modelle schneller weiterentwickeln als die dahinterstehenden Konzerne regulatorische Sicherheitsmechanismen einpflegen können, lassen sich die Werkzeuge in wenigen Minuten wirkungsvoll manipulieren. Im Grunde von jeder beliebigen Person.
Einige Leute nutzen dies für Desinformationskampagnen, die Bewerbung einzelner Unternehmen oder Produkte, die Verbreitung von Spam und dergleichen mehr. Germain hat den Trick genutzt, um nach ihm suchenden Leuten weiszumachen, dass er jener Tech-Journalist sei, der die meisten Hot Dogs essen könne. Der Trick: Ein einzelner Blogpost auf seiner Webseite. Durch die Auflistung von erfundenen und echten Journalist/innen war der Post für einige Chatbots authentisch genug, um die erfundenen Inhalte als Fakten anzupreisen.
DJI Saugroboter Sicherheitslücke: Zugriffe auf alle Geräte offen zugänglich
Von heise online gab es diese Woche einen Artikel und ein Video über einen Saugroboter-Nutzer, der sein Gerät mit seinem PlayStation-Controller steuern wollte. Ein Hobby-Projekt, das durch die Anforderung von Zugriff-Tokens sowie die Kontaktierung des Control-Servers des Herstellers DJI eine riesige Schwachstelle aufdeckte. Und das ganz einfach per Vibe Coding, also ohne größere Programmier- oder gar Hacking-Kenntnisse.
Über die Eingabe einer Zugriffsberechtigung erhielt der Hobby-Coder nicht nur Zugriff auf sein Gerät, sondern auf alle Staubsaugerroboter von DJI. Nicht nur konnten Grundrisse und Putzpläne von tausenden Geräten eingesehen werden, auch war der Zugriff auf die verbauten Kameras möglich. Das kommt einigen vielleicht bekannt vor – denn es ist nicht der erste Fall dieser Art. Auch Roomba- und Deebot-Geräte konnten in der Vergangenheit derart ausgenutzt werden.
Die bei heise aufgezeigten Infos gehen auf einen Beitrag von The Verge zurück.
Apple Music Connect: Neue Anlaufstelle für die Musikbereitstellung
Wer Musik sowie Material rund um die einzelnen Veröffentlichungen bei Apples Streaming-Dienst „Apple Music“ bereitstellen will, hat seit dieser Woche eine neue Anlaufstelle. Apple Music Connect ist eine Ressourcen-Plattform für Labels und Musikvertriebsfirmen, die ihre (neuen) Inhalte bewerben wollen, neue Pressefotos bereitstellen oder andere Anpassungen vornehmen möchten.
Neben den Werkzeugen für die Bewerbung von Songs und Alben bei Apple Music bietet Apple Music Connect zudem Ressourcen für die Platzierung an anderen Orten. So lassen sich etwa Affiliate-Links, Badges und Musikplayer zum Einbetten auf Webseiten erstellen. Individuelle QR-Codes lassen sich für die digitale Nutzung und für Printmedien ausgeben. Also ein umfangreiches Marketing-Tool.
Intel-Macs werden Auslaufmodelle: Rosetta-Unterstützung wird eingestellt
Wer auf einem „Apple Silicon“-Mac (Modell mit M-Chip) eine App ausführt, die eigentlich für Intel-Prozessoren geschrieben wurde, kann sie dank der in macOS integrierten Rosetta-Übersetzungsschicht nutzen. Diese rechnet die x86-Architektur der App in die benötigte arm64-Architektur um. Jedoch wird Rosetta ab macOS 27 im Herbst 2026 aufgegeben. Die neue macOS-Hauptversion 27 wird zudem nur noch Apple Silicon unterstützen und keine Intel-Macs mehr.
Darauf weist ab macOS 26.4, das für April erwartet wird, eine entsprechende Warnung hin. Wird eine App gestartet, die mit Rosetta nutzbar gemacht wird, erscheint die Warnung, dass sie in einer zukünftigen macOS-Version nicht mehr verwendet werden kann. Darauf wird auch in den Release Notes der ersten macOS 26.4 Beta eingegangen. Darin heißt es, dass ältere Videospiele sowie Intel-Binärdateien in Linux-VMs weiterhin unterstützt werden.
iOS / iPadOS 26.4 Beta: Verschlüsselung von RCS-Nachrichten wird getestet
Neben der ersten Beta des nächsten macOS-Updates wurden u. a. auch jene für die bevorstehenden iOS- und iPadOS-Aktualisierungen ausgegeben. Zusätzlich zu anderen Anpassungen und Neuerungen wird darin die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von RCS getestet. Vorerst aber nur zwischen Apple-Geräten, nicht im Austausch mit anderen Systemen (z. B. Android).
Wie es in den Release Notes heißt, kommt die verschlüsselte RCS-Kommunikation noch nicht mit den 26.4-Systemen heraus, sondern wird mit einem späteren Update ausgerollt. Die aktuelle Integration in die Beta ist also nur ein Test, der die weitere Entwicklung und Implementierung vorbereiten soll. Aber immerhin ist es die Bestätigung, dass die RCS-Nutzung weiterhin ein Thema bei Apple ist. Wann genau RCS 3.0 genutzt werden kann, ist nicht bekannt.
Schutz für gestohlene Geräte ist ab iOS 26.4 standardmäßig aktiviert
Seit iOS 17.3 gibt es am iPhone die Option „Schutz für gestohlene Geräte“. Mit einer Anpassung über das 17.4-Update wurde es komfortabler nutzbar gemacht. Jedoch musste man es bisher manuell aktivieren. Erste Tests der aktuellen iOS 26.4 Beta zeigen aber: nach dem Update auf diese Version ist der Schutz für gestohlene Geräte standardmäßig aktiviert. Er wird also von einer Opt-In- zu einer Opt-Out-Funktion.
Der Schutz für gestohlene Geräte führt am iPhone dazu, dass Änderungen an Face ID, Touch ID, Entsperrcode oder dem Apple Account nach einer Stunde noch einmal bestätigt werden müssen. Und zwar mit der alten Entsperr- bzw. Verifizierungsmethode. Dank dieser „Sicherheitsverzögerung“ sollen Änderungen an gestohlenen iPhones erschwert werden. Diebe können die Geräte nicht so einfach für sich nutzbar machen bzw. auf die gespeicherten Inhalte zugreifen.
Apple beschleunigt laut Bloomberg die Arbeit an drei KI-Wearables
Um mit Meta, OpenAI und ähnlichen Firmen, die KI-Brillen und -Wearables anbieten (wollen), mithalten zu können, soll bei Apple die Entwicklung von Konkurrenzprodukten beschleunigt worden sein. Wie es bei Bloomberg heißt, soll es nun mehr Ressourcen für die Arbeit an drei Geräten geben, welche Apple als Anbieter in der „KI-Ära“ positionieren sollen. Es soll sich bei den drei Geräten um Vertreter verschiedener Produktkategorien handeln, also nicht nur um Smart Glasses.
Die Smart Glasses, also eine Brille mit Kameras, Sprachsteuerung, KI und dergleichen, stellen allerdings eines der drei Produkte dar. Sie sollen als KI-Begleitung für den Alltag dienen und u. a. dank Visual Intelligence Informationen zur Umgebung geben. Weiterhin soll ein KI-Anstecker (AI Pin) in Planung sein, der nicht alleinstehend, sondern als iPhone-Zubehör genutzt werden kann. Zuletzt sollen die AirPods mit Kameras für die Umgebungserkennung ausgestattet werden.
Die AirPods mit Kameras könnten als neue Version der AirPods Pro 3 noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Sie sollen sich in einem abschließenden Entwicklungsstadium befinden.
Die Sir Apfelot Beiträge der Woche
- Alles deutet auf neue Apple-Geräte am 2., 3. und 4. März 2026 hin
- Archiv der Apple-Einladungen: Special Event- und WWDC-Geschichte
- Ab macOS 26.4 am MacBook eigenes Akku-Ladelimit festlegen
- Mit Vibe Coding zum Branchenführer: OpenClaw-Entwickler geht zu OpenAI
- Gratis-Guthaben und günstige Abos: Es lohnt, Audible zu kündigen!
- Podcasts App: Einfaches Umschalten zwischen Audio- und Videopodcasts angekündigt
- Beats: Apples offizielles USB-A auf USB-C Kabel für CarPlay & Co.
- A18 Pro MacBook: Verschiedene Farben und Verkauf ab März?
- Apple lädt zum Presse-Event am 4. März 2026 ein
- Apple beerdigt „iWork“-Marke für seine Büro-Programme
- Itsyhome für Mac: Smart Home per Menüleiste und Tastenkombinationen steuern
- Sir Apfelot Wochenschau KW 7, 2026
Noch mehr Sir Apfelot für euch!
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Johannes hat nach dem Abitur eine Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten in der Fachrichtung Fremdsprachen absolviert. Danach hat er sich aber für das Recherchieren und Schreiben entschieden, woraus seine Selbstständigkeit hervorging. Seit mehreren Jahren arbeitet er nun u. a. für Sir Apfelot. Seine Artikel beinhalten Produktvorstellungen, News, Anleitungen, Videospiele, Konsolen und einiges mehr. Apple Keynotes verfolgt er live per Stream.










