Im Test: inLine CPL-Filter für das Smartphone (iPhone)

Vor kurzem hatte ich ja schon einige Aufstecklinsen von inLine für Smartphones mit meinem iPhone 6 und iPhone 7 Plus im Test. Ich hatte dort erwähnt, dass es auch einen Polarisationsfilter von inLine gibt, den ich gerne mal testen wollte. Es hat keine zwei Wochen gedauert, da hatte inLine mir diesen CPL-Filter für einen Testbericht zugeschickt. Danke erstmal dafür! 😉

Der CPL-Filter von inLine eignet sich sowohl für Android-Smartphones wie auch für Apple iPhones… nur mit dem iPhone 7 Plus gibt es Probleme beim Anklipsen (Fotos: Sir Apfelot).

Der CPL-Filter von inLine eignet sich sowohl für Android-Smartphones wie auch für Apple iPhones… nur mit dem iPhone 7 Plus gibt es Probleme beim Anklipsen (Fotos: Sir Apfelot).

Anwendung von CPL-Filtern – dafür sind sie sinnvoll

Der Einsatz von CPL-Filtern (auch kurz Polfilter) ist in der Fotografie vor allem hilfreich, um Reflektionen auf Oberflächen zu minimieren und Farben mehr Sättigung zu verleihen. So wird zum Beispiel der Himmel blauer und zeigt bei Wolken mehr Strukturen. Ebenso werden Spiegelungen von Wasseroberflächen, Glas oder anderen glänzenden Oberflächen herausgefiltert.

Technisch funktioniert dies so, dass die reflektierten Lichtstrahlen eine andere Schwingungsebene haben als das direkt einfallende Licht. Durch den CPL-Filter kann man also Lichtstrahlen mit einer bestimmten Schwingungsebene herausfiltern.

Der vordere Ring mit dem Glas ist bei dem iPhone Polarisationsfilter drehtbar, so dass man den Effekt des Filters kontrollieren kann.

Der vordere Ring mit dem Glas ist bei dem iPhone Polarisationsfilter drehtbar, so dass man den Effekt des Filters kontrollieren kann.

Polarisationsfilter vs. UV-Filter

Mit UV-Licht hat der CPL-Filter übrigens nichts zu tun. Es gibt zwar auch spezielle UV-Filter, die bessere Farben versprechen, aber heutzutage hat jede Kamera so etwas schon von Haus aus eingebaut. Es besteht also aus meiner Sicht kein Bedarf, solch einen UV-Filter nachzurüsten.

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In der Fotografie mit DSLR-Kameras findet man häufig die Aussage, dass die Fotos mehr Kontrast und Farbsättigung zeigen, wenn man einen CPL-Filter einsetzt. In meinem Test wollte ich prüfen, ob ich diese Ergebnisse auch bei meinen iPhone-Fotos nachvollziehen kann.

Meine Testgeräte

Um den Effekt zu testen, habe ich als erstes versucht, den CPL-Filter auf meinem iPhone 7 Plus zu „montieren“. Dies ist mir leider nicht gelungen, da das iPhone 7 Plus die bekannte Doppellinse hat. Auf dem kleinen iPhone kann man den CPL-Smartphone-Filter problemlos aufsetzen und hat keine Probleme. Mit dem iPhone 7 Plus bekommt man den Filter jedoch nicht mit dem entsprechenden Abstand über die Linse und durch den erhöhten Abstand ist immer eine Ecke des Bildes leicht abgedunkelt.

Meinen Test habe ich also mit dem iPhone 6 durchgeführt, um entsprechendes Bildmaterial zu bekommen.

Die Testergebnisse

Ich habe Fotos in meinem Garten mit Teich, blauem Himmel und bei sonnigem Wetter gemacht. Damit waren quasi beste Umgebungsbedingungen vorhanden, um den inLine CPL-Filter auszuprobieren.

Wenn man den Filter auf dem iPhone montiert hat, kann man den Filter selbst vorne drehen, um die Ebene, in der die Lichtstrahlen gefiltert werden, zu verändern. Man visiert also das entsprechende Motiv an (zum Beispiel die Teichoberfläche) und dreht dann den Filter. Im Display kann man erkennen, wie sich der CPL-Filter auf das Foto auswirkt. Bei der Wasseroberfläche kann man sehen, dass bestimmte Bereiche transparent werden und die Spiegelungen verschwinden.

Bei diesen Beiden Fotos des Teichs sieht man sehr gut, wie links ohne CPL-Filter starke Spiegelungen der Bäume zu sehen sind, während man rechts mit CPL-Filter den Boden des Teichs gut erkennen kann.

Bei diesen Beiden Fotos des Teichs sieht man sehr gut, wie links ohne CPL-Filter starke Spiegelungen der Bäume zu sehen sind, während man rechts mit CPL-Filter den Boden des Teichs gut erkennen kann.

Auch bei den Fotos von einem Fenster sieht man, wie der Polarisationsfilter rechts einen Teil der Spiegelungen schluckt und den dunklen Raum dahinter frei gibt.

Auch bei den Fotos von einem Fenster sieht man, wie der Polarisationsfilter rechts einen Teil der Spiegelungen schluckt und den dunklen Raum dahinter frei gibt.

Ebenso habe ich die Wirkung auf den Himmel ausprobiert, indem ich ein typisches Landschaftsmotiv gewählt habe. Bei der Drehung am CPL-Filter konnte ich im Display erkennen, dass dieser bei einem bestimmten Winkel dunkler wurde. Ich hoffe, der Effekt ist auch auf dem Foto sichtbar.

Foto des Himmels ohne CPL-Filter: Das blau ist deutlich heller und die Wolken weniger voluminös als im unteren Bild.

Foto des Himmels ohne CPL-Filter: Das Blau ist deutlich heller und die Wolken weniger voluminös als im unteren Bild.

Foto des Himmels mit CPL-Filter: Hier sieht man, dass das Blau dunkler ist und die Wolken mehr Struktur und Kontrast haben. Leider sieht man auch, dass ich durch die zusätzliche Glasplatte vor der Linse Schmutz mit ins Bild bekommen habe.

Foto des Himmels mit CPL-Filter: Hier sieht man, dass das Blau dunkler ist und die Wolken mehr Struktur und Kontrast haben. Leider sieht man auch, dass ich durch die zusätzliche Glasplatte vor der Linse Schmutz mit ins Bild bekommen habe.

Als letztes hier noch ein Landschaftsfoto im Vergleich: Links ohne Filter und rechts mit CPL-Filter. Man sieht zum einen viel mehr Struktur in den Wolken und ein tieferes Blau im Himmel, aber wenn man genau hinsieht, erkennt man auch, dass die Wiese und die Äste der Bäume einen deutlich wärmeren Farbton bekommen haben.

Als letztes hier noch ein Landschaftsfoto im Vergleich: Links ohne Filter und rechts mit CPL-Filter. Man sieht zum einen viel mehr Struktur in den Wolken und ein tieferes Blau im Himmel, aber wenn man genau hinsieht, erkennt man auch, dass die Wiese und die Äste der Bäume einen deutlich wärmeren Farbton bekommen haben.

Mein Fazit: Funktioniert, aber marginale Wirkung

Ich habe deutlich mehr Fotos gemacht, als ich hier zeigen kann. Der Effekt des Polarisationsfilters ist zwar meistens erkennbar, aber ich finde, man sieht es nur marginal. Da es immer ein gewisser Aufwand ist, den Filter am iPhone anzubringen, finde ich das Ganze für meinen Geschmack zu aufwändig, um nur einen kleinen Effekt zu erreichen. Ich würde aus dieser Sicht empfehlen, dass man den Filter nutzt, wenn man häufig mit Reflektionen in Motiven zu tun hat oder gerne Landschaftsfotos knipst. In diesem Fall bekommt man mit dem Polarisationsfilter doch ganz gute Ergebnisse.

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Wer solche Ansteck-Filter für das iPhone nicht nutzen möchte, aber trotzdem seine Fotos „pimpen“ möchte, dem kann ich in diesem Zusammenhang das Programm Photolemur 2 empfehlen, dass hier ebenfalls einem Test unterzogen habe. Es ermöglicht quasi die Optimierung von Fotos mit einem Klick.

Wer sich den inLine CPL-Filter kaufen möchte, findet ihn hier bei Amazon:

InLine 55493 Smartphone Aufsteck-Objektiv Mobile CPL-Filter schwarz
  • Objektiv mit Polarisationsfilter
  • Verbessert die optischen Eigenschaften der Smartphone-Kamera
  • Hochqualitatives Aluminium-Objektiv mit Anti-Reflektion-beschichteter Linse
  • Clip aus flexiblem Kunststoff mit Silikonpolster verhindert Kratzer und bietet einen sicheren Halt
  • Geeignet für alle Smartphone-Kameras mit einem maximalen Abstand von 23mm zum äußeren Rand des Endgeräts

 

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Sir Apfelot
Sir Apfelot
Jens Kleinholz, den meisten Lesern des Blogs eher als "Sir Apfelot" bekannt, arbeitet seit über 20 Jahren mit Macs und hätte sich garantiert damals schon ein iPhone gekauft, wenn Steve Jobs es mal ein bisschen früher erfunden hätte. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er selbstständig und bringt mit seiner SEO-Agentur NET-TEC internet solutions die Homepages von Kunden auf die vordersten Plätze bei Google.

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