Time Machine Backup ab macOS 13 Ventura

Mit Time Machine bietet Apple unter macOS ein systeminternes Werkzeug, das euch hilft, ein Backup eures Mac-Computers auf einem externen Speichermedium anzulegen. Diese Datensicherung erleichtert das Wiederherstellen des Systems, der installierten Apps sowie eurer Daten und Dateien, falls diese mal gelöscht werden. So ist ein Festplattenausfall am Mac oder auch ein Angriff mit Ransomware halb so schlimm. In diesem Ratgeber habe ich euch zusammengetragen, wie das Time Machine Backup am Mac ab macOS 13 Ventura funktioniert. Zudem gibt es ein paar Tipps für die Nutzung. Am Ende findet ihr auch noch ein Video dazu.

Passend zum Thema: Festplattenempfehlung für das Time Machine Backup

Das Time Machine Backup am Apple Mac ab macOS Ventura: Hier gibt's die Anleitung, um die Einstellungen zu finden und diese richtig zu nutzen, um die Datensicherung der Festplatte vorzunehmen. Zudem erhaltet ihr Tipps für Einrichtung und Nutzung externer Festplatten.
Das Time Machine Backup am Apple Mac ab macOS Ventura: Hier gibt’s die Anleitung, um die Einstellungen zu finden und diese richtig zu nutzen, um die Datensicherung der Festplatte vorzunehmen. Zudem erhaltet ihr Tipps für Einrichtung und Nutzung externer Festplatten.

Die richtige Festplatte für das Time Machine Backup am Mac

Ausgehend davon, wie groß eure Mac-Festplatte ist und wie viel von deren Speicher schon belegt wurde, solltet ihr die Speicherkapazität der externen Festplatte auswählen. Habt ihr also in eurem Computer eine 1 TB SSD stecken, dann sollte auch die Backup-Festplatte mindestens 1 TB an Speicherplatz bereithalten. Zudem ist es ratsam, die Festplatte lediglich für Backups zu benutzen. Durch das Aufspielen weiterer Dateien, Ordner, Systeme, Apps und so weiter kann benötigter Platz verloren gehen. Für einzelne Projektdateien, Fotos und dergleichen nehmt ihr bessere eine andere Festplatte oder einen USB-Stick.

Außerdem solltet ihr eine einzelne Backup-Festplatte nicht dauerhaft am Mac betreiben, sondern nur für die Backup-Erstellung und die Systemwiederherstellung (falls nötig). Denn geht der Mac aufgrund von Überspannung / eines Kurzschlusses kaputt, kann das auch die Thunderbolt- / USB-Verbindung und damit die externe Festplatte betreffen. Weitere Tipps, auch zur richtigen Formatierung der Festplatte vor dem ersten Einsatz als Time-Machine-Medium, findet ihr im oben verlinkten Ratgeber. Dort geht es u. a. um die Fragen SSD oder HDD? sowie 3,5 Zoll oder 2,5 Zoll?.

Time Machine in den Systemeinstellungen finden

Bevor ihr Time Machine startet, solltet ihr euch eine dafür auserkorene externe Festplatte besorgt sowie diese formatiert haben. Sind diese Schritte abgearbeitet, dann startet euren Mac, den iMac oder das MacBook und schließt das Speichermedium an einen Thunderbolt- bzw. USB-Anschluss an. Anschließend geht ihr diese Schritte, um zum richtigen Menü für die Apple „Zeitmaschine“ zu gelangen:

  1. Klickt oben links auf das Apple-Logo ()
  2. Wählt aus dem Dropdown-Menü Systemeinstellungen… aus
  3. Klickt in der linken Spalte auf Allgemein und dann rechts auf Time Machine

Details zu automatisch erstellen Time Machine Backups

Bevor ihr nun die angeschlossene Festplatte als Backup-Volume einrichtet, solltet ihr euch den Hinweis durchlesen, der im dafür geschaffenen Menü zu finden ist. Denn es gibt bestimmte Intervalle, in denen Backups und Schnappschüsse gespeichert sowie überschrieben werden. Bei nicht zureichendem Speicherplatz werden zudem ältere Backups gelöscht:

Time Machine erstellt Backups deines Computers und behält lokale Schnappschüsse sowie stündliche Backups der letzten 24 Stunden, tägliche Backups für den letzten Monat und wöchentliche Backups für alle vorhergehenden Monate. Die ältesten Backups und lokale Schnappschüsse werden gelöscht, wenn Speicherplatz benötigt wird.

Time Machine einrichten ab macOS Ventura

Habt ihr das oben erwähnte Menü der Systemeinstellungen aufgerufen, dann steht euch bei der ersten Einrichtung nur der Button „Backup-Volume hinzufügen…“ für das weitere Vorgehen zur Verfügung. Dort klickt ihr drauf, um die angeschlossene Festplatte einzurichten. Hierfür wird eventuell euer Passwort abgefragt. Es kann aber auch sein, dass dieser Schritt wegfällt. Nachdem das erledigt ist, wählt ihr die Festplatte aus und klickt auf „Volume konfigurieren…“. 

Danach könnt ihr bestimmte Einstellungen für die zukünftig zu erstellenden Backups festlegen. Zum Beispiel lassen sie sich verschlüsseln und zum Entschlüsseln ein Passwort festlegen. Entscheidet ihr euch für diese Option, dann müsst ihr das Passwort zweimal eintragen – jeweils in die dafür vorgesehenen Felder „Neues Passwort“ und „Passwort erneut eingeben“. Unter „Merkhilfe“ könnt ihr eine Eselsbrücke eingeben, damit ihr auch dann an euer Backup herankommt, wenn euch das dafür nötige Passwort nicht gleich einfällt.

Im Grunde könnt ihr jetzt schon auf „Fertig“ klicken. Es sei denn, ihr wollt ein Festplattennutzungslimit definieren, was in dem entsprechenden Abschnitt des Fensters möglich ist. Wenn ihr die Festplatte wie empfohlen ausschließlich für eure Mac-Backups nutzt, dann solltet ihr kein Limit festlegen. Müsst ihr die Platte auch für andere Sachen nutzen oder wollt ihr nur zur Sicherheit ein paar Gigabyte freilassen, dann klickt unter „Festplattennutzungslimit“ auf „Eigene“ und legt dann die für Backups nutzbare Speicherkapazität fest. Ist das erledigt, klickt ihr auf „Fertig“.

Das automatische Backup kann einige Zeit in Anspruch nehmen

Abhängig davon, wie voll eure Mac-Festplatte ist und wie viele verschiedene Dateien übertragen werden müssen, kann das erste Backup einige Zeit in Anspruch nehmen. Es wird direkt im Anschluss an die oben beschriebene Einrichtung der externen Festplatte gestartet. Ein Ladebalken zeigt euch den Fortschritt der Backuperstellung an. Darunter stehen außerdem eine Angabe des Fortschritts in Prozent sowie die geschätzte Restzeit. 

Klickt den Button unter der Anzeige, um weitere Einstellungen vorzunehmen. Oder wartet, bis euch eine Mitteilung anzeigt, dass das Backup abgeschlossen ist. Solange die Festplatte angeschlossen bleibt, läuft Time Machine automatisch im Hintergrund und speichert regelmäßig Abbilder des Systems mit aktuellen Änderungen (s. oben). Wie allerdings schon erwähnt, sollte die Festplatte nicht notwendigerweise immer angeschlossen sein, da Systemausfälle auch sie beschädigen können. Tipps dazu weiter unten.

Ein Time Machine Backup manuell starten ab macOS Ventura

Um manuelle Backups zu erstellen, muss ebenfalls zuerst eine Festplatte für Time Machine festgelegt und eingerichtet werden. Dazu geht ihr die oben erklärten und illustrierten Schritte. Anschließend findet ihr oben rechts auf der Menüleiste des Mac das „Time Machine“-Symbol, welches aus einem Zifferblatt besteht, um das ein kreisförmig gewölbter Pfeil platziert ist. In dessen Menü ergibt sich folgendes Vorgehen für manuelle Mac-Backups ab macOS Ventura:

  1. Schließt die zuvor als Backup-Volume eingerichtete Festplatte an
  2. Klickt auf das Time Machine Symbol in der Menüleiste von macOS
  3. Wählt den Punkt Backup jetzt erstellen aus

Anschließend könnt ihr jederzeit auf das Menüleistensymbol klicken, um den Fortschritt des angestoßenen Backups einzusehen und / oder die Erstellung des Systemabbilds abzubrechen. Zudem kommt ihr über dessen Menü zu den „Time Machine“-Einstellungen in den macOS-Systemeinstellungen. Dort könnt ihr übrigens über das Plus-Symbol (+) der Speichermedienliste weitere Festplatten hinzufügen, falls ihr zur Sicherheit mehrere Speicher nutzen wollt, um darauf Backups anzulegen. 

Dauerhaft + Manuell: Backup-System mit zwei Festplatten

Einerseits sollte man sein Backup-Medium nicht 24/7 am Computer lassen, damit System- oder Hardwareschäden keine Chance haben, die gesicherten Daten zu beschädigen. Andererseits will man gern jede aktuelle Änderung in Echtzeit in das Backup aufnehmen, sodass man zu jedem Zeitpunkt den neuesten Bearbeitungsstand wiederherstellen kann. Um hier komplett auf Nummer Sicher zu gehen, könnt ihr zwei Festplatten verwenden.

Die erste für Time Machine eingerichtete Festplatte lasst ihr während der Arbeit am Mac angeschlossen, sodass sie jederzeit Änderungen vermerkt und mithilfe der sogenannten Schnappschüsse immer wieder den aktuellsten Bearbeitungsstand von Dateien und Ordnern vermerkt. Nach getaner Arbeit stöpselt ihr diese erste Festplatte ab, schließt die zweite an und nehmt damit ein manuelles Backup vor. Ist dies abgeschlossen, zieht ihr auch diese Platte ab und schaltet den Mac aus.

Auf diesem Weg habt ihr bei einem spontanen Systemausfall, einem Kurzschluss, einer Überspannung oder einem anderen Fehler die Chance, den letzten Status von System und Dateien auf dem reparierten oder neuen Mac herzustellen. Falls aber die zum Zeitpunkt des Schadens angeschlossene Festplatte ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde, könnt ihr immer noch das Backup vom Vortag nutzen, welches nicht beschädigt wurde, da der dafür genutzte zweite Speicher zum Schadenszeitpunkt nicht angeschlossen war.

Offizielle Apple-Quellen zum Thema

  • Support-Dokument mit Anleitung und Screenshots: Hier lesen
  • YouTube-Video vom Apple Support Kanal (englisch): Hier ansehen

Habt ihr noch Fragen oder Tipps zum Thema? Dann lasst gern einen Kommentar da!


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4 Kommentare zu „Time Machine Backup ab macOS 13 Ventura“

  1. Also ich liebe ja das macOS und bei Ventura kann ich noch nicht mitreden, aber was Apple mit Timemachine seit Jahren für ein Krampf liefert finde ich persönlich erschreckend. Timemachine funktioniert meines Erachtens nur für festgestehend, ans LAN angeschlossene Macs. An den Macbook-Nutzer wurde überhaupt nicht gedacht.
    Bei letzterem ist es nunmal so, dass er einfach mal das MB schließt – das muss TM verkraften …. tut es aber nicht

    Seit Sierra habe ich mit TM immer wiederkehrend defekte Sicherungen, tagelange Langläufer und Problemsuchen ohne Ende. Ich möchte gar nicht zählen, wie oft ich entnervt einfach mal wieder eine neue Sicherung erstellen musste, weil die alte nicht mehr wollte :-(

    Ist das denn mit Ventura besser geworden?

    Nachdem ich neben TM auch Acronis und Duplicati versucht habe und wichtige Daten eine ganze Zeit über FreeFileSync gesichert habe, bin ich seit Januar nun auf Carbon Copy Cloner und Bork (mit Vorta Frontend).
    Leider muss man da noch Skript-Hand anlegen und Amphetamine mit einbinden, da auch hier ein „Weglegen“ des Notebooks zu einem Abbruch (aber immerhin zu keiner defekten Sicherung) führt.

    1. Also bei mir läuft Carbon Copy Cloner auch unter Ventura sauber durch. Kein Abbruch, obwohl er immer 1 TB Daten schreibt. Ich setze auch nur nebenbei auf Time Machine. Ich würde das nie als einziges Backup empfehlen, da es dafür einfach zu oft nicht funktioniert, wenn man es braucht.

  2. Danke für die Info – zwischen den Jahren steht bei mir das Update auf Ventura an.
    Ich kann nur Borg/Vorta als zusätzliches, Datenbackup empfehlen!
    Hier werden aus Datenpaketen Hashes gebildet, die gesichert werden. Der Vorteil, beim umkopieren oder umbenennen von Daten werden diese nicht erneu gesichert.
    Daher ist das Backup superschnell. Das wiederherstellen geht über macFUSE – einfach nur das Volume einhängen und drin suchen.
    Ich an meiner Fritzbox einen 256gb Stick zum Sichern des Wichtigsten und habe mittlerweile vergessen, das Borg im Hintergrund mitläuft :-)

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