Apple erhöht die Preise: Speicherkrise wird nicht weiter abgefedert

Tim Cook, der scheidende CEO von Apple, hat in einem Interview erklärt, dass Preiserhöhungen bei Apple zu erwarten sind. Zwar ist er nicht auf genaue Produktkategorien oder Services eingegangen. Aber da rasant steigende Speicherchip-Kosten der Grund für die höheren Preise sind, wird wohl vom iPhone übers iPad hin zum Mac vieles betroffen sein.

Apple wird in Zukunft die höheren Kosten für Speicher, Arbeitsspeicher und Prozessoren an die Kunden weiter geben. Preiserhöhungen sind laut Tim Cook unvermeidbar.
Apple wird in Zukunft die höheren Kosten für Speicher, Arbeitsspeicher und Prozessoren an die Kunden weiter geben. Preiserhöhungen sind laut Tim Cook unvermeidbar.

Tim Cook: Preiserhöhungen sind unvermeidbar

In einem Interview mit dem Wall Street Journal hat Tim Cook kurz vor der Übergabe des Apple-Chefsessels an John Ternus nicht lange um den heißen Brei herumgeredet. Er hat in klaren Worten jene Befürchtung bestätigt, die es aufgrund der Speicher- und auch Prozessor-Krise schon länger gibt: Apple wird die Preise erhöhen.

Ins Deutsche übersetzt sagte Tim Cook u. a. folgendes:

Unglücklicherweise sind Preiserhöhungen unvermeidbar. Wir geben unser Bestes, um die hohen [Preis-]Steigerungen, die an uns weitergegeben werden, zu entschärfen. Und wir haben versucht, unsere Kund/innen vor den [Preis-]Steigerungen zu bewahren. Aber diese Situation ist untragbar geworden.

Laut dem Noch-CEO, der zum 1. September 2026 seinen Posten abgibt, ist das Abfangen der hohen Kosten ohne die Erhöhung der Gerätepreise nicht nachhaltig. Wahrscheinlich sollte dadurch nur kurzfristig versucht werden, eine Preisstabilität zu erreichen, während auf eine Entspannung am Speicher- und Prozessor-Markt gehofft wurde.

Mehrere Gründe für steigende Hardware-Preise

Vor allem im Bereich der Arbeitsspeicher-Chips und -Riegel, aber auch im Hinblick auf Grafikkarten und Grafikprozessoren konnte man in den vergangenen Monaten einen Preisanstieg beobachten. Das liegt daran, dass KI-Unternehmen für ihre Rechenzentren und Serverfarmen extrem viele dieser Bauteile benötigen.

Nicht nur werden durch den KI-Boom einzelne Komponenten vom Endverbrauchermarkt abgeschöpft. Auch richten einige Hersteller ihre Produktion zunehmend auf die Konzernkunden aus, die mit einem Mal abertausende von RAM-Riegeln, Prozessoren, Grafikeinheiten und dergleichen benötigen. Nicht zuletzt wird auch SSD-Speicher benötigt, der zuletzt ebenfalls für Privatleute teurer geworden ist.

Hinzu kommt der Krieg der USA mit dem Iran und die damit einhergehenden Einschränkungen in der Straße von Hormus. Davon ist die weltweite Versorgung mit Helium betroffen, einem für die Herstellung von Halbleitern wichtigen Gas. Solange also eine hohe Nachfrage auf erschwerte Produktionsbedingungen trifft, ist keine Preisentspannung zu erwarten. Sondern eher teurere iPhones, iPads und Macs.

Hat dir der Artikel gefallen und helfen dir die Anleitungen im Blog? Dann würde ich mich freuen, wenn du das Blog über eine Steady-Mitgliedschaft unterstützen würdest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Im Sir Apfelot Blog findest du Ratgeber, Anleitungen und Testberichte zu Apple Produkten wie iPhone, iPad, Apple Watch, AirPods, iMac, Mac Pro, Mac Mini und Mac Studio.

Specials
Shopping
  •  
  •