Bügelperlen: Portrait mit Hama Beads (20.000 Stück)

Hier im Blog findet ihr hauptsächlich Beiträge zu Apple, Technik, Software und Elektronik, ab und an aber auch Artikel zu Analog-Späßen wie etwa dem Spiel des Jahres 2017. Deshalb möchte ich euch in diesem Beitrag das Thema Bügelperlen näherbringen. Für Kinder sowie auch für Erwachsene können Bilder aus Bügelperlen – entweder mit Vorlagen oder frei gelegt – eine gute Beschäftigung sein. Zudem gibt es etliche Möglichkeiten, die auch Beads genannten Perlen einzusetzen; für kleine, comichafte Bilder oder auch für große Portraits, die einige Stunden Arbeit brauchen. Beides findet ihr hier!

Am Anfang des Großprojekts stand die Erstellung einer Bügelperlen-Vorlage und die Beschaffung der Steckperlen. Dann kam der schwere Part... Erfahrungen, Tipps und Test von Hama Perlen in diesem Beitrag!

Am Anfang des Großprojekts standen die Erstellung einer Bügelperlen-Vorlage und die Beschaffung der Steckperlen. Dann kam der schwere Part… Erfahrungen, Tipps und Test von Hama Perlen in diesem Beitrag!

Der Plan: Vorlage eines Schwarz-Weiß-Portraits

Am Anfang des Projekts, das ich euch vorstellen möchte, stand der Plan, den Charakter „Buffalo Bill“ aus dem Film Das Schweigen der Lämmer zu gestalten; natürlich aus Bügelperlen. Vorzugsweise sollten dabei Hama Bügelperlen aus Dänemark verwendet werden. Doch vor deren Beschaffung stand erst einmal das Anlegen von Steckplänen an. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie z. B. eine Grafik auf dem Display / Bildschirm eines Devices so weit zu vergrößern bis man die Pixel einzeln erkennen kann. Besser sind aber natürlich spezielle Apps für Mac, PC, Android Smartphones / Tablets und iPhone bzw. iPad. Im Folgenden habe ich euch mal einige dieser Bügelperlen-Vorlagen-Programme zusammengestellt.

Bügelperlen-Vorlagen per App erstellen

Für das Android Smartphone oder Android Tablet könnt ihr beispielsweise die Apps Bead Studio Free oder die für 1,59€ erhältliche Bead Studio App nutzen. Für euer iOS-Gerät gibt es überdies die App PhotoPearls. Außerdem findet ihr im Mac App Store das Programm Stich Designer, welches eigentlich für Nähmuster gedacht ist, aber auch für Bügelperlen-Vorlagen nützlich sein kann.

PhotoPearls
PhotoPearls
Entwickler: Munkplast AB
Preis: Kostenlos
Stitch Designer
Stitch Designer
Entwickler: Sergey Levin
Preis: 13,99 €

Falls ihr noch weitere Android- oder iOS Apps bzw. Software für PC oder Apple Mac kennt, mit denen sich Bügelperlen-Vorlagen erstellen lassen, dann schreibt gern einen Kommentar unter diesen Beitrag. Gern nehme ich noch weitere gute Apps in die Liste auf.

Bügelperlen kaufen: Amazon, DAN Import, Einzelhandel

Nachdem wir für das „Buffalo Bill“ Projekt ein paar Bilder zurechtgeschnitten, durch eine App laufen lassen, wieder verbessert und dann schließlich in einen Plan umgewandelt hatten, mussten natürlich die Bügelperlen her. Da es ein Portrait in Graustufen sein sollte, mussten also Bügelperlen in Schwarz, Weiß, Hell-, Mittel- und Dunkel-Grau her; am besten jene von Hama, dem marktführenden Hersteller aus Dänemark.

Da ich eh schon diesen Test-Bericht hier im Hinterkopf hatte, habe ich einfach mal bei Hama angefragt, ob man Referenzprodukte erhalten könnte. Ich wurde daraufhin zu DAN Import weitergeleitet, dem offiziellen deutschen Importeur der Bügelperlen. Herr Reineke von DAN Import zeigte sich dem Projekt und dem Bericht zugetan und sponserte es freundlicherweise mit der berechneten Menge an Bügelperlen sowie mit Steckplatten / Stiftplatten. Bei deren Anzahl hatten wir uns aber vertan, was später zu Problemen führen sollte 😀

Wer übrigens nicht direkt über den Importeur einkaufen möchte, kann die Bügelperlen kaufen während er das nächste Mal bei Amazon shoppt. Die Hama Bügelperlen bei Amazon gibt es hier. Nicht immer alle Farben, aber einige davon findet ihr zudem im Spielzeug- oder Bastelladen.

Hama Bügelperlen, die wir für den Testbericht und das große Portrait-Projekt gesponsert bekommen haben. Oben links: Teile der ausgedruckten Steckvorlage.

Hama Bügelperlen, die wir für den Testbericht und das große Portrait-Projekt gesponsert bekommen haben. Oben links: Teile der ausgedruckten Steckvorlage.

Bügelperlen oder Steckperlen – beides macht Arbeit!

Man kann für Bügelperlen auch den Begriff Steckperlen nutzen, und das liegt unter anderem daran, dass man sie auf den entsprechenden Steckplatten / Stiftplatten platzieren muss. Diese messen jeweils 29 x 29 Beads, bieten also Platz für insgesamt 841 Perlen. Bei der Berechnung unseres Bedarfs für das Projekt sind wir irgendwo falsch abgebogen, sodass wir am Ende nur 12 Platten im Einsatz hatten (Platz für 10.092 Bügelperlen), obwohl wir knapp 20.000 Steckperlen verbauen wollten. Und dabei hatten wir nach Beginn des großen Steckens schon herunterkalkuliert. Anfangs waren knapp 30.000 Bügelperlen angedacht. Das sprengte dann allerdings einige planerische und zeitliche Rahmen…

Work in Progress: je nach Komplexität kann man schon mal bis zu 2 Stunden an einer Platte sitzen (vor allem, wenn man nebenbei einen Film schaut...)

Work in Progress: je nach Komplexität kann man schon mal bis zu 2 Stunden an einer Platte sitzen (vor allem, wenn man nebenbei einen Film schaut…)

Tipp: Immer genug Steckplatten da haben

Solltet ihr während des Steckens der Bügelperlen bemerken, dass euch Steckplatten / Stiftplatten fehlen, dann kauft lieber ein paar nach. Wir hatten ein paar andere Ideen, um den Mangel auszugleichen. Eine davon war die Verwendung von Klebefolie, sozusagen zum Zwischenlagern der fertigen Muster. Das ging aber völlig daneben, weshalb die entsprechenden Platten (immerhin vier Steckplatten, also 3.364 Bügelperlen) fast komplett neu gesteckt werden mussten. Am Ende haben wir dann eine Hälfte des Bildes (3 x 4 Platten) fertig gesteckt, angebügelt, weggelegt und mit der anderen Hälfte weitergemacht, diese dann gebügelt und beide Hälften anschließend verbunden. Das geht, ist aber alles andere als optimal.

Klebefolie war keine gute Idee für die Fixierung von noch nicht gebügelten Beads...

Klebefolie war keine gute Idee für die Fixierung von noch nicht gebügelten Beads…

Bügeln und was man beachten sollte

Am Anfang muss man Bügelperlen-Vorlagen erstellen, dann die nötigen Bügelperlen kaufen, anschließend die Bügelperlen auf die Stiftplatten stecken und dann das Bügeleisen anschmeißen. Und hier natürlich der unvermeidliche Tipp dazu: legt vor dem Bügeln der Perlen Backpapier drauf 😉 Dann müsst ihr solange Bügeln bis die Steckperlen sich ausreichend verbinden.

Bei kleinen Bildern geht das schnell und meist bleibt noch die Öffnung der einzelnen Perlen erhalten. Bei großen Bildern, die aufgrund ihrer Masse besser zusammenhalten müssen, solltet ihr länger bügeln. Plant aber auch hier Zeit ein; gerade bei einem großen Projekt von rund 20.000 Bügelperlen kann man einige Stunden daran sitzen, bis alles so hält wie es soll und nichts mehr ab- oder heraus fällt.

Beim Bügeln von Bügelperlen gehört Backpapier dazwischen. Je nach Hitze, Dauer und Druck sind die Perlen dann gut verbunden und teils vielleicht verschlossen.

Beim Bügeln von Bügelperlen gehört Backpapier dazwischen. Je nach Hitze, Dauer und Druck sind die Perlen dann gut verbunden und teils vielleicht verschlossen.

Das Ergebnis

Trotz einiger Planänderungen und diesem oder jenem Problem ist das Großprojekt doch noch fertig geworden – pünktlich zu Halloween sogar 😉 Im Folgenden habe ich euch mal eine Galerie mit Bildern zusammengestellt. Darunter ist das fertige Bügelperlen-Portrait von Ted Levine in seiner Rolle als Buffalo Bill in „Das Schweigen der Lämmer“.


Bügelperlen-Vorlagen für Halloween, Weihnachten, etc.

Aus Bügelperlen könnt ihr aber nicht nur riesige Bilder machen, sondern auch kleinere Figuren, Schilder, Untersetzer und Deko-Artikel. Zum Beispiel gibt es unzählige Bügelperlen-Vorlagen für Halloween oder auch Muster für Weihnachten. Mit den Suchbegriffen „Bügelperlen Halloween“ oder „Bügelperlen Weihnachten“ seid ihr bei Google schon recht gut beraten. Von einfachen, kleinen Bildchen, die nur eine Steckplatte und wenige Perlen voraussetzen, bis zu größeren Grafiken gibt es eine ordentliche Auswahl.

Bügelperlen-Größen: Mini, Midi, Maxi

Noch ein Hinweis zur Größe von Bügelperlen. Bei dem hier beschriebenen Projekt haben wir Midi-Perlen verwendet, also die mittlere Größe. Neben diesen gibt es auch noch Maxi-Perlen, die besonders für kleinere Kinder mit weniger Feinmotorik-Skills geeignet sind, und Mini-Perlen, die eine noch bessere „Auflösung“ der Bilder zulassen.

Die Midi Bügelperlen scheinen mir die am häufigsten verwendeten zu sein; zum Beispiel der Farbcode 18 der Hama Perlen in Schwarz. Die Farbcodes müsst ihr bei euren Bügelperlen-Vorlagen übrigens gegebenenfalls anpassen. Bei dem Portrait-Projekt hatten wir zum Beispiel hellgraue Perlen des Farbcodes 17 in Gebrauch, die App meinte aber eine 13 anzuzeigen, was bei Hama Rot ist.

Fazit

Bügelperlen sind mal eine schöne Offline-Alternative zu digitalen / technischen Spielereien. Ob nun Hama-Perlen oder andere Marken, man sollte für jedes Projekt die genaue Vorlage, den richtigen Bedarf an Bügelperlen, Farben und Größen sowie genug Steckplatten einplanen. Aber auch wenn man etwas nicht wie geplant läuft, so kann man immer noch was draus machen. Das nächste Mal wird es meinerseits dann aber sicher was Kleineres 😀

An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an Herrn Reineke von DAN Import für die freundliche Unterstützung!

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