CleanMyDrive 2 im Test – kostenloser Volume-Manager für macOS

Das Einsparpotential bei meinen Festplatten ist recht gering, aber laut Entwickler beschleunigt das Entrümpeln auch den Zugriff auf SD-Karten, was bei Kameras, die eine hohe Auflösung liefern, sicher nicht verkehrt ist.

Von der Software-Schmiede MacPaw habe ich seit einigen Jahren schon das Tool CleanMyMac (aktuell CleanMyMac X) in Verwendung, über das ich hier einen Testbericht geschrieben habe. Es arbeitet als Software zur Systemoptimierung, löscht Datenrest, führt Eartungssscripte aus und leistet mir dabei schon seit vielen Jahren gute Dienste.

Heute möchte ich ein anderes kleines Tool von MacPaw vorstellen, das gratis im Mac-App-Store zu bekommen ist: CleanMyDrive 2. Dabei handelt es sich um ein kleines Helferlein, das sich in der Menüzeile des Mac einen Platz sucht und damit einen Schnellzugriff auf viele Optionen in Bezug auf externe Festplatten, SD-Karten und USB-Sticks erlaubt.

Bevor CleanMyDrive 2 richtig arbeiten kann, muss man der Software unter macOS Mojave Zugriff gewähren.

Bevor CleanMyDrive 2 richtig arbeiten kann, muss man der Software unter macOS Mojave Zugriff gewähren.

Funktionsumfang von CleanMyDrive 2

Der Name der Software läßt schon darauf schließen, dass es irgendwas mit Datenmüll macht, aber es kann noch einiges mehr. Neben der Bereinigungsfunktion kann man nämlich direkt in einer Übersicht die ganzen angesteckten Volumes (Festplatten, USB-Sticks, SD-Karten etc) sehen und direkt an einer farblichen Markierung erkennen, welche Art von Daten (Videos, Fotos, etc) wieviel Platz belegt.

Weiterhin kann man die einzelnen Volumes mit einem Button einzeln oder alle auf einmal auswerfen. Das kann hilfreich sein, wenn man mehrmals am Tag sein MacBook von den Festplatten trennen und mitnehmen möchte. Normalweise muss man dafür bei jedem einzelnen Volume die „Auswerfen-Taste“ im Finder klicken. Das kann lästig sein, wenn man es häufiger machen muss.

Man kann im Finder Dateien direkt auf die einzelnen Volumes ziehen, um Dateien dort hin zu kopieren. Das kann unter Umständen recht praktisch sein.

Man kann im Finder Dateien direkt auf die einzelnen Volumes ziehen, um Dateien dort hin zu kopieren. Das kann unter Umständen recht praktisch sein.

Die letzte praktische Funktion des Tools ist, dass man Dateien zum Kopieren direkt auf die Festplattensymbole dort ziehen kann. Man markiert zum Beispiel in einem Ordner einige Dateien, zieht diese oben auf das Menüleisten-Symbol von CleanMyDrive und wenn die Liste der Volumes sich öffnet, kann man sie auf die entsprechende Festplatte ziehen. Hält man sie einige Sekunden über ein Volume, öffnet sich ein neues Finder-Fenster mit dem Inhalt dieses Volumens. Auf diese Art kann man die Dateien auch direkt in die Unterordner ziehen.

Das Einsparpotential bei meinen Festplatten ist recht gering, aber laut Entwickler beschleunigt das Entrümpeln auch den Zugriff auf SD-Karten, was bei Kameras, die eine hohe Auflösung liefern, sicher nicht verkehrt ist.

Das Einsparpotential bei meinen Festplatten ist recht gering, aber laut Entwickler beschleunigt das Entrümpeln auch den Zugriff auf SD-Karten, was bei Kameras, die eine hohe Auflösung liefern und auf schnellen Schreibzugriff angewiesen sind, sicher nicht verkehrt ist.

Bereinigung von Datenmüll

Die Bereinigung der externen Festplatten wird von der Software auf Knopfdruck erledigt. Dabei wird sowohl der Papierkorb geleert, als auch Datenmüll auf den Platten gesucht und gelöscht.

Welche Dateien löscht CleanMyDrive 2?

Es gibt einige Dateitypen, die CleanMyDrive findet und löscht. Sicher ist einigen von euch auch schon die eine oder andere Datei über den Weg gelaufen. Im einzelnen sind dies:

  1. OS X Service-Dateien: .DS_Store, .Spotlight-V100, .TemporaryItems, .fseventsd
  2. Windows Service Dateien: Thumbs.db, RECYCLED, RECYCLER, $RECYCLE.BIN
  3. Ressource Forks Dateien wie ._MyPhoto.jpeg
  4. Dateien im Papierkorb der Volumes, die nicht endgültig gelöscht wurden

Da ich kaum Datenträger zwischen PC und Mac hin und her steckt, gibt es diese „Datenmüll“-Dateien bei mir so gut wie nie. Entsprechend hat die Software nur 43 MB Daten gelöscht. Aber dennoch finde ich, dass CleanMyDrive 2 eine Empfehlung wert ist.

Ein Vorteil den vor allem das Entrümpeln von SD-Karten hat, ist die Zugriffsgeschwindigkeit, die höher sein soll, als wenn die Karte mit den oben genannten Dateitypen gefüllt ist. Ich löse das Problem einfach dadurch, dass ich die SD-Karte nach mehrmaligem Benutzen hin und wieder komplett formatiere. Damit verschwinden auch alle Dateien, die unnötig sind.

Die Infos, die man über CleanMyDrive über alle angeschlossenen Volumes erhält, sind sehr hilfreich. Sogar die Dateiarten werden grob aufgeführt, wenn man mit dem Mauszeiger über die farbigen Balken fährt.

Die Infos, die man über CleanMyDrive über alle angeschlossenen Volumes erhält, sind sehr hilfreich. Sogar die Dateiarten werden grob aufgeführt, wenn man mit dem Mauszeiger über die farbigen Balken fährt.

Und ein Punkt, den man nicht vergessen sollte: Mit dem Entrümpeln werden auch die Papierkörbe der SD-Karten und Festplatten gelöscht. Ich hatte schon mehrfach im Bekanntenkreis die Meldung, dass jemand keine Fotos mehr machen konnte, weil die SD-Karte voll war, obwohl die Bilder drauf gelöscht wurden. In der Tat wurden diese zwar in den Papierkorb gelegt, aber der Speicherplatz auf der SD-Karte wird erst freigegeben, wenn man den Papierkorb dann auch löscht. Das erledigt CleanMyDrive 2 beim Bereinigen ebenfalls.

Speicherbelegung der angeschlossenen Volumes auf einen Blick

Alleine die Übersicht der einzelnen Volumes und deren Belegung ist schon Gold wert, wenn man immer mal am Speicher-Limit der Festplatten arbeitet. Diese Funktion erledigt bei mir zwar auch die kostenpflichtige Software iStatMenus, aber wer diese nicht hat, bekommt mit CleanMyDrive 2 eine kostenlose Alternative.

In-App Käufe verfügbar – aber nicht nötig

Wer sich bei der Anzeige im Mac App Store über die Anzeige „In-App-Käufe verfügbar“ wundert, der kann beruhigt sein. Hier handelt es sich nur um individuelle Festplatten-Icons, die man sich damit kaufen kann. Allerdings finde ich die Auswahl zu klein und den Preis dafür zu hoch. Ich würde es also eher als „Spende“ für die Entwickler einstufen, die man mit diesen Käufen unterstützen kann.

Die In-App-Käufe sind eine Handvoll-Festplatten-Icons für nen Euro. Seht es als Spende für die Entwickler an.

Die In-App-Käufe sind eine Handvoll-Festplatten-Icons für nen Euro. Seht es als Spende für die Entwickler an.

Ich hoffe, dass ihr das kleine Tool genauso hilfreich findet wie ich. Wenn ihr andere Software verwendet, die den gleichen Zweck erfüllt, freue ich mich auf Kommentare.

Und noch ein Hinweis: The Unarchiver ist ein weiteres kostenfreies Tool für das MacPaw vor einigen Monaten die Pflege übernommen hat. Das ist ebenfalls eine Erwähnung wert, wenn man hin und wieder Dateien wie .rar oder auch exotische Archive wie XAR, RPM, Deb entpacken muss.

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1 Kommentar

  1. Jochen sagt:

    Kann mich deiner Meinung nur anschließen. Habe es seit drei Jahren im Einsatz und mag es nicht mehr missen.
    Schöner Bericht!

    Jochen

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