Face ID Bug: Verwandte können iPhone X (nicht) entsperren

Fehlende Sicherheit bei Gesichtserkennung des Apple Smartphone 2017?

Über die Plattform Reddit kam es kürzlich zu mehreren Meldungen, dass die eigentlich so sichere Face ID des Apple iPhone X bei Verwandten – beispielsweise bei Geschwistern, aber auch bei Eltern und Kindern – als Sicherheitshürde versagt. Den Anfang machten zwei Brüder, deren Gesichter ähnlich sind und die mit ebenfalls ähnlicher bzw. der gleichen Brille das neueste Apple-Smartphone jeweils per Face ID entsperren konnten. Ein Face ID Bug, der die höhere Sicherheit gegenüber Touch ID durchaus relativieren kann.

Gibt es beim Apple iPhone X einen Face ID Bug oder müssen Nutzer einfach besser auf ihren Entsperr-Code aufpassen? Details zur Sicherheitslücke in diesem Beitrag!

Gibt es beim Apple iPhone X einen Face ID Bug oder müssen Nutzer einfach besser auf ihren Entsperr-Code aufpassen? Details zur Sicherheitslücke in diesem Beitrag!

Update 10.11.2017: Face ID lernt nach PIN Eingabe

Der vermeintliche Face-ID Bug ist mittlerweile aufgeklärt und ist wie bereits unten in diesem Artikel spekuliert wurde, auf das Machine Learning von Face ID zurück zu führen. Der jeweilige "falsche" Benutzer hat nach der Nicht-Erkennung durch Face-ID den PIN eingegeben und damit Face-ID vermittelt, dass er die richtige Person ist, die jedoch nicht richtig erkennt wurde. Wenn man dies mehrmals wiederholt, trainiert man Face-ID auf das "falsche" Gesicht, so dass es irgendwann das iPhone auch entsperrt, wenn die falsche Person – also in diesem Fall ein Bruder oder ein anderer Verwandter – das iPhone in die Hand nimmt. Das Verhalten von Face-ID ist also keinesfalls ein Bug sondern eher ein Feature, das auf dem "Lernen" von Face-ID beruht.

Update Ende

Face ID Bug: Brüder werden als eine Person erkannt

Apple hat zur Sicherheit der Face ID beim iPhone X angegeben, dass die Wahrscheinlichkeit für ein Entsperren durch eine andere Person (als jene, auf welche die Face ID eingerichtet ist) bei gut 1:1000.000 liegt. Nach dem Aufkommen der News rund um den Bug und das Entsperren durch nahe und ähnlich aussehende Verwandte könnte diese Wahrscheinlichkeit also anders bewertet werden. Bevor ich noch einmal zu den Brüdern zurückkomme, welche den Face ID  Bug und dessen vermeintliche Hintergründe zu erklären versuchen, hier ein Video, das einen ähnlichen Fall zeigt:

Relativierung: KI hat sich wahrscheinlich angepasst

Die KI hinter dem Sicherheits-Feature des iPhone X könnte der Schlüssel zum Problem sein. Denn die oben schon einmal erwähnten Brüder haben in einem Video die Schritte aufgezeigt, die den vermeintlichen Face ID Bug erst ermöglicht haben. So hat der eine Bruder das Feature auf sich eingerichtet, und der andere dann mehrfach nach dem Nicht-Erkennen des Gesichts den richtigen Entsperr-Code eingegeben. Durch die mehrfach richtige Eingabe das Codes kann es dazu gekommen sein, dass die KI ihre Biometrie-Werte angepasst hat – bei ähnlich aussehenden Personen kann das zur Folge haben, dass dann beide das iPhone X entsperren können. Also ein Face ID Bug mit Umwegen:

Fazit

Während es im ersten Video (oben) so aussieht, als ob der Fehler im Apple iPhone X schon vorprogrammiert ist, relativiert das zweite Video diese Annahme. Der Face ID Bug wird also eher durch den Nutzer selber erzeugt, indem er einen offensichtlichen Entsperr-Code einrichtet bzw. diesen weitergibt. Wer nach der Benutzung seines iPhones durch Verwandte auf Nummer Sicher gehen will, der sollte in den Einstellungen des Apple Smartphones sowohl die Face ID als auch den Code neu einrichten. Ob das neue Sicherheits-Feature sich nach einzelnen Meldungen durchsetzt oder ob die Touch ID mit einer Verwechslungs-Chance von 1:50.000 wiederkommt, das wird die Zukunft zeigen.

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