Sir Apfelot Wochenschau KW 5, 2026

Apple hat diese Woche sein „Creator Studio“-Abo gelauncht und damit die Bezugs- und Nutzungsmöglichkeiten vieler seiner Apps verändert. Es gab in den letzten Tagen aber noch weitere Apple- und Tech-News. In der Sir Apfelot Wochenschau für die Kalenderwoche 5 des Jahres 2026 gibt’s daher u. a. diese Meldungen: Wero als Zahlungsmöglichkeit in Berliner Verwaltung, Flughafen Frankfurt testet Bluetooth-Durchsagen, Schadsoftware über Kleinanzeigen verbreitet, ChatGPT Health funktioniert nicht, Apple fährt Rekordsummen ein, und mehr!

Wero soll für Zahlungen in der Berliner Verwaltung genutzt werden

Wero ist ein Bezahldienst, der als europäische Alternative zu US-Unternehmen wie PayPal eingeführt wurde (Mehr dazu hier: Was ist Wero?). Wie der rbb berichtet, hat der Digitalausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Montag beschlossen, dass Wero als Zahlungsmethode bei Behördengängen eingeführt werden soll.

Der Beschluss beruht dabei auf einem Vorschlag von Bündnis 90 / Die Grünen, wie es im verlinkten Beitrag heißt. Die im Ausschuss vertretenen demokratischen Parteien haben diesem zugestimmt. Die rechtsextreme AfD enthielt sich. Ob und wann der Beschluss auch andere Bundesländer dazu bewegt, Wero als Bezahloption in der Verwaltung einzuführen, muss abgewartet werden.

Flughafen Frankfurt testet Gate-Durchsagen über Bluetooth Auracast

Der Flughafen Frankfurt setzt, nach eigenen Angaben, als erster Airport weltweit die relativ neue Bluetooth-Technologie „Auracast“ in einem Test ein. Damit können Gate-Durchsagen direkt auf Bluetooth-fähige Endgeräte, Kopfhörer und Hörgeräte geschickt werden. Wer also auf eine Hörhilfe angewiesen ist oder durch Kopfhörer die reguläre Ansage überhören würde, kann über diese Technik direkt informiert werden.

Getestet wird das neue Durchsage-Vorgehen an den Gates A16 und A17 im Terminal 1. Der Test geht mit Rückmeldungen von Reisenden und Angestellten einher, heißt es. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wird dieses Feedback gesammelt, um zu eruieren, ob das Vorgehen erfolgreich war und auf weitere Gates im Flughafen ausgeweitet werden soll. Vor allem die Barrierefreiheit für Menschen mit Hörhilfen steht bei der Nutzung von Auracast im Mittelpunkt.

Digitale Wohnungsbesichtigung: Schadsoftware über Kleinanzeigen verbreitet

Das Computer Emergency Response Team (CERT) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat per Mastodon-Post vor Windows-Schadsoftware gewarnt. Diese wird mit einer perfiden Masche über das Portal Kleinanzeigen verbreitet. Dort werden günstige Wohnungen gelistet und eine digitale 3D-Wohnungsbegehung für selbige angeboten.

Für den Download der angeblich nötigen Software wird dabei ein Link angegeben. Über diesen lädt man sich aber nicht das Programm, das einen Einblick in den zukünftigen, günstigen Wohnraum bietet. Stattdessen wird Schadsoftware installiert, die den Windows-PC infiziert. Um welche Schadsoftware es sich genau handelt, das wird allerdings nicht kommuniziert.

Meta plant Premium-Abos mit KI-Werkzeugen in seinen Apps

Laut TechCrunch plant Meta, Premium-Abos in Facebook, Instagram und WhatsApp einzuführen. Bei den so buchbaren Tools und Inhalten soll es sich um KI-Angebote handeln. Teil des Premium-Angebots soll wohl auch der KI-Agent Manus werden. Diesen hat Meta kürzlich für rund 2 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Mit Manus könnten verschiedene digitale Aufgaben automatisiert werden.

Ob die Premium-Abonnements auf Facebook, Instagram und WhatsApp zu noch mehr KI-Müll führen werden, das wird sich zeigen müssen. „AI Slop“ ist aber auch jetzt schon ein großes Problem in den sozialen Medien und auf weiteren Plattformen. Hinzu kommen illegale Anwendungsfälle, wie jene durch die Grok-KI auf der Musk-Plattform X. Und das alles, um die Investitionen in KI irgendwie wieder reinzuholen…

Amazon streicht weltweit 16.000 Stellen, aber gibt Millionen für „Melania“ aus

Bereits im Oktober 2025 wurde bekannt, dass Amazon 14.000 Jobs streicht. Damit einher ging damals aber schon die Meldung, dass insgesamt 30.000 Stellen beim Versandriesen abgebaut werden sollen. Die Kündigung der sich somit noch ergebenden 16.000 Angestellten wurde nun bestätigt. Laut Reuters betrifft diese Entlassungswelle rund 10% der Amazon-Firmenverwaltung (Fulfillment-Angestellte also ausgenommen).

Gleichzeitig geht The New York Times auf Amazons Kosten für eine „Dokumentation“ ein, die sich um Melania Trump dreht. Die per Kino-Release und Prime Video ausgespielte Doku, auf welche Melania Trump inhaltlichen Einfluss hatte, soll Amazon allein 40 Millionen US-Dollar an Lizenzrechten gekostet haben. Die Produktionskosten werden auf 5 Millionen geschätzt, die Werbekampagne auf 35 Millionen. Ob das mehr ist als ein Versuch, sich bei Donald Trump beliebt zu machen, darf bezweifelt werden.

Bei einer Privatvorführung der beeinflussten Dokumentation „Melania“ im Weißen Haus war neben weiteren Tech-Größen und CEOs auch der Apple-Geschäftsführer Tim Cook anwesend (Quelle).

ChatGPT Health: OpenAI-KI missinterpretiert Vitaldaten von Apple Health

Na, wer hätte das gedacht? Das noch relativ neue OpenAI-Angebot „ChatGPT Health“, das beim Zusammentragen und Interpretieren von digital gesammelten Vitaldaten helfen soll, ist unzuverlässig. Trotz umfangreicher Daten gibt es starke Unterschiede in gleichen, aber mehrfach wiederholten Abfragen. Darauf geht The Washington Post mit einem Testbericht ein (Paywall).

Trotz Daten, die zehn Jahre lang mit der Apple Watch gesammelt wurden (etwa 29 Millionen Schritte und 6 Millionen Herzfrequenz-Beobachtungen), gab es stark schwankende Aussagen. Zudem sollen bei den einzelnen Abfragen von dem Chatbot immer wieder wichtige Daten zur Person (Alter, Geschlecht, Bluttestdaten, etc.) missachtet worden sein. Kurzum: Die Daten lieber einer echten Fachkraft zur Verfügung stellen und keiner KI.

Apples zweitgrößter Firmenkauf: Q.ai wahrscheinlich für Smart Glasses aufgekauft

Gegenüber Reuters hat das Unternehmen Apple bestätigt, dass es die israelische Firma Q.ai aufgekauft hat. Dieses hatte sich auf KI-Technologien für Audio-Anwendungen konzentriert. Der Deal wurde von den Risikokapitalgesellschaften Matter Venture Partners, Kleiner Perkins, Spark Capital, Exor und GV (ehemals Google Ventures) gestützt.

Im Rahmen des Deals soll der Wert von Q.ai auf 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt worden sein. Wenn Apple diese oder eine leicht höhere Summe gezahlt hat, dann lässt sich diese Firmenübernahme als zweitgrößte in der Geschichte des iPhone-Herstellers betiteln. Nur übertroffen durch den Kauf der Kopfhörermarke Beats für 3 Milliarden im Jahr 2014. Die Technik von Q.ai soll die Mimikauswertung von Usern ermöglichen, etwa für die nonverbale Kommunikation mit Siri über Smart Glasses.

Erstes Geschäftsjahr-Quartal: Apple feiert abermals Rekorde bei iPhone und Services

Apple vermeldet für die Ergebnisse des ersten Quartals seines aktuellen Geschäftsjahrs (unterscheidet sich vom Kalenderjahr), dass mal wieder Rekorde erreicht wurden. In der Pressemitteilung zum Thema heißt es einleitend: „Allzeitrekorde bei Gesamtumsatz des Unternehmens und Gewinn je Aktie. Umsatz bei iPhone und im Bereich Services erreichen neue Höchstwerte [sic]“.

Laut den Aussagen im dazugehörigen Earnings Call wurde Apple von der Nachfrage nach den AirPods Pro 3 überrascht. Die Kopfhörer wurden im September 2025 auf den Markt gebracht. Direkt im Anschluss gab es oftmals Lieferschwierigkeiten, weil eine zu kleine Menge vorproduziert wurde. Hätte es keinen Mangel an den Kopfhörern gegeben, hätte der „Wearables, Home und Zubehör“-Bereich im Q1 2026 wachsen können. So wurde ein Rückgang von 2% im Jahresvergleich gemeldet.

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