Im Test: Canon Selphy CP 1300 WLAN – mobiler Fotodrucker für iPhone, iPad und Mac

Der Canon Selphy CP1300 Fotodrucker

Um euch meinen Kauf des Canon Selphy CP1300 WLAN ein bisschen zu erklären, muss ich etwas ausholen: Vor gut einem Jahr hatte ich mir einen HP Farbtintenstrahldrucker (HP Envy 5540) gekauft, um hin und wieder mal ein paar farbige Ausdrucke machen zu können. Die Wahl fiel bewusst auf einen Drucker von Hewlett Packard, obwohl diese dafür bekannt sind, bei den Preisen für Tintenpatronen besonders abzukassieren. Allerdings hatte ich Berichte gelesen, nach denen die Druckerfarbe von HP quasi nie eintrocknet. Bei meinem Einsatzbereich als Gelegenheitsdrucker war das ein wichtiger Aspekt für die Auswahl, bei dem ich die Kosten für die Druckerfarbe hinten anstellen wollte.

Mein HP Envy 5540 Farbtintenstrahldrucker

Mein HP Envy 5540: Ein guter Farbtintenstrahldrucker, aber leider nichts für Leute, die selten drucken, da die Düsen immer nach einigen Wochen eintrocknen und so kein vernünftiger Druck mehr möglich ist. Die Ausdrucke werden streifig und es kommt zuwenig Farbe aufs Papier. Für Vieldrucker, die auf DIN-A4-Drucke angewiesen sind, ist er aber eine Empfehlung (Foto: HP).

Von meiner Tintenstrahl-Enttäuschung

Die ersten Ausdrucke auf Fotopapier waren sehr gut und haben mich begeistert. Leider kam eine umso herbere Enttäuschung, als ich nach einigen Wochen Pause den Drucker wieder einmal nutzen wollte und nur noch Ausdrucke mit Streifen und falschen Farben heraus kamen – typische Symptome von verstopften Düsen im Druckkopf.

Ich habe daraufhin mehrmals das Reinigungsprogramm des Druckers laufen lassen, was aber leider nur marginale Änderungen gebracht hat. Erst ein kompletter Wechsel beider Patronen hat die Lage verbessert. Seit diesem Erlebnis steht der Drucker nur noch ungenutzt bei mir rum, da ich nicht bereit bin, alle 6 bis 8 Wochen neue Tintenpatronen einzusetzen, um diese Druckfehler zu beseitigen. Das wäre auf Dauer so teuer, dass ich mir problemlos einen Farblaserdrucker kaufen könnte. Aber dafür fehlt mir nicht nur der Platz sondern auch die Menge an „Druckjobs“.

Der Canon Selphy CP1300 Fotodrucker

Der neue Liebling im Haushalt: Der Canon Selphy CP 1300 Fotodrucker mit AirPrint für iOS-Geräte und Bonjour für kabelloses Drucken über den Mac (Fotos: Sir Apfelot).

Canon Selphy CP1300 WLAN – perfekt für meinen Einsatzbereich

Wenn ich überlege, wofür ich farbige Ausdrucke benötige, dann fallen mir eigentlich nur wenige Anwendungen ein:

  • Urlaubs- und Familienfotos
  • Geschenk-Gutscheine
  • Photobooth-Aufnahmen mit den Kids
  • Passfotos
  • Kinderzeichnungen vom iPad
  • Weihnachtskarten bzw. Postkarten

Alle diese Drucksachen benötigen kein DIN A4 Format und kommen gut mit dem 10 x 15 cm großen Postkartenformat zurecht, die man bei dem Canon Selphy Drucker bekommt. Mobile Drucker anderer Marken, wie zum Beispiel Polaroid ZIP oder HP Sprocket, sind leider nicht in die Auswahl gekommen, da sie entweder keine guten Druckergebnisse liefern und nur im Kreditkarten-Format (5 x 7,6 cm) drucken, was mir deutlich zu klein ist.

Diese Minifotos sind ein netter Gag, aber mehr auch nicht. Ich möchte an der Stelle aber nicht ausschließen, dass ich diese Drucker nicht irgendwann mal testen, wenn die Druckqualität stimmt. Aber der Canon Selphy CP1300 ist für Fotodrucke allein wegen der Papiergröße schon die bessere Wahl.

Alles, was in der Packung ist – bis auf das Handbuch: Der Drucker, Netzteil und eine Papierkassette.

Alles, was in der Packung ist – bis auf das Handbuch: Der Drucker, Netzteil und eine Papierkassette.

Thermosublimationsdruck – nie wieder eingetrocknete Druckköpfe

Ein wirklich geniales Feature vom Canon Selphy ist die Drucktechnik, mit der er arbeitet. Es handelt sich dabei um den Thermosublimationsdruck oder Thermotransferdruck, bei dem die einzelnen Farben von einer Folie auf das Spezialpapier übertragen werden. Spezialpapier und Folie klingt jetzt erstmal nach einer teuren Technik, aber da Canon immer Folien und Papier in einem Set liefert, welche man in den Drucker schiebt, kann man sich relativ genau ausrechnen, was ein Ausdruck kostet.

Da keine weiteren Kosten für Belichtungseinheit oder ähnliches dazu kommen, bleibt es bei den Kosten für die Papiersets mit den passenden Folien. Dabei ist es unerheblich, ob man viel Farbe oder wenig druckt, da die Folien immer ausreichen, um alle Papiere aus dem Set komplett zu bedrucken. Wenn man hier zum Beispiel das Set mit 108 Blatt als Grundlage nimmt, ergibt sich ein Preis von ca. 25 Cent pro Ausdruck. Das ist natürlich teurer, als seine Fotos im nächsten Discounter zu entwickeln, aber dafür kann man alles in wenigen Minuten zuhause erledigen und sogar direkt vom iPhone oder iPad aus den Druck starten. Wenn man sich den Akku von Canon dazu kauft, klappt das Ganze sogar unterwegs ohne Steckdose und ohne Wifi, da der Drucker sein eigenes Wifi-Netz eröffnet.

Die einzelnen Druckdurchgänge beim Thermosublimationsdruck.

Beim Thermosublimationsdruck wird in jedem Durchgang eine Farbe aufgetragen: Gelb, Magenta, Cyan und zum Schluß eine Schutzschicht, damit die Fotos wasserfest und unempfindlich gegen Fingerabdrücke sind.

Installation und Drucken von iPhone, iPad und Mac

Wer mich kennt, weiss, dass ich nur sehr ungern Anleitungen lese. Zum Glück war dies beim Canon Selphy kaum nötig, da man keinen Druckertreiber benötigt und die Einstellungen über das Farbdisplay des Druckers selbsterklärend sind. Wenn man den Canon Selphy zum ersten Mal startet, stellt man die WLAN-Verbindung zum heimischen Wifi her und ab sofort ist der Drucker dann per Bonjour und AirPrint für alle Macs und iOS-Geräte im gleichen WLAN zu finden.

Bei der ersten Einrichtung des Druckers gibt man diesem den Zugang zum heimischen WLAN. Danach ist er für alle iOS-Geräte und Macs als Wifi-Drucker zu finden und kann Druckaufträge kabellos annehmen.

Bei der ersten Einrichtung des Druckers gibt man diesem den Zugang zum heimischen WLAN. Danach ist er für alle iOS-Geräte und Macs als Wifi-Drucker zu finden und kann Druckaufträge kabellos annehmen.

Canon iOS-Apps für den Selphy-Drucker

Für iPhone und iPad gibt es zwei Apps: „Canon PRINT“ und „Canon SELPHY“. Mit beiden kann man Ausdrucke an den Fotodrucker schicken, wobei die Canon PRINT App genau ein Dokument an den Drucker schickt, während man mit der Canon SELPHY App eher Collagen und Foto-Übersichten druckt. Zudem läßt sich der Drucker über jede andere App ansteuern, da er mit Apple AirPrint kompatibel ist.

Canon PRINT Inkjet/SELPHY
Canon PRINT Inkjet/SELPHY
Entwickler: Canon Inc.
Preis: Kostenlos
SELPHY Photo Layout
SELPHY Photo Layout
Entwickler: Canon Inc.
Preis: Kostenlos

Am Mac wird der Drucker wie ein normaler Drucker angesprochen. Man fügt ihn als WLAN-Drucker hinzu und kann dann zum Beispiel aus der Fotos-App oder aus Photoshop seine Bilder ausdrucken.

Unter macOS (bei mir Mojave) findet man den Selphy ohne Treiberinstallation und kann ihn direkt zur Liste der Drucker hinzufügen.

Unter macOS (bei mir Mojave) findet man den Selphy ohne Treiberinstallation und kann ihn direkt zur Liste der Drucker hinzufügen.

Farbpatronen und Spezialpapier

Bevor man aber drucken kann, muss man den Drucker erst noch mit Papier und der Druckerpatrone „füttern“. Hier dürfte für einige Käufer des Druckers eine Enttäuschung passieren, denn Canon hat dem Drucker weder das spezielle Papier noch eine Farbpatrone beigelegt. Ich habe – da ich die negativen Bewertungen über diesen Zustand im Vorhinein gelesen habe – direkt das Set (Canon RP-108 bei Amazon) mit Fotopapier und Farbpatrone mitbestellt.

Für Fotoausdrucke ist dieses Set mit Papier und Druckerkartusche die richtige Wahl: Canon RP-108.

Für Fotoausdrucke ist dieses Set mit Papier und Druckerkartusche die richtige Wahl: Canon RP-108.

 

Inhalt des Sets Canon RP-108: 6 Packen Fotopapier (insgesamt 108 Blatt) und zwei Druckerkartuschen, die für die ganzen Ausdrucke reichen.

Inhalt des Sets Canon RP-108: 6 Packen Fotopapier (insgesamt 108 Blatt) und zwei Druckerkartuschen, die für die ganzen Ausdrucke reichen.

In meiner Packung für 108 Ausdrucke in Postkartenformat (100 x 148 mm) liegen 6 Packungen Spezialpapier und zwei Farbpatronen in der Packung. Die Patrone schiebt man seitlich in den Drucker ein, während es für das Papier eine Kassette gibt, in die man es einlegt. Hier kam für mich der Moment, in dem ich doch noch das Handbuch auspacken musste, denn ich konnte nicht erkennen, wie man das Papier einlegen sollte.

Nun bin ich schlauer: Das Papier kommt mit der glänzenden Seite nach oben in die Kassette. Bei dem Papier in Postkartenformat gibt es kein Vorne und Hinten, deshalb kann man hier nichts falsch machen, aber bei anderen Papiergrößen für den Selphy gibt es ein aufgedrucktes Symbol, das mit der Markierung auf der Papierkassette übereinstimmen muss.

Die Druckerpatrone wird beim Canon Selphy seitlich eingeschoben.

Die Druckerpatrone wird beim Canon Selphy seitlich eingeschoben.

Druckqualität und Farbwiedergabe

Kommen wir nun zum wichtigsten Punkt bei diesem Test: Wie gut ist die Druckqualität bei den Ausdrucken des Canon Selphy CP1300? Meine ganz klare Meinung: Top! Ich war ehrlich gesagt sehr überrascht WIE gut die Ausdrucke geworden sind. Ich habe dabei einige Fotos und Comic-Zeichungen mit flächigen Farbverläufen ausprobiert und bis jetzt in etwa 30 bis 40 Ausdrucke gemacht. Folgende Punkte sind mir dabei aufgefallen:

  • Keine erkennbaren Linien in Flächen mit gleicher Farbe, wie dies manchmal bei Tintenstrahldruckern der Fall ist.
  • Die Auflösung des Druckers ist sehr gut. Ich kann selbst bei Aufnahmen von Flaschenetiketten noch das Kleingedruckte lesen (siehe Foto).
  • Die Farbwiedergabe ist nahezu perfekt. Mein Monitor ist nicht kalibriert, so dass man hier natürlich einen Unterschied zwischen Monitor und Drucker sieht, aber die Farben, die der Drucker liefert, sind sehr natürlich und keinesfalls „übersättigt“, wie man es bei manchen Fotodruckern sieht.
  • Die Fotos sind wasserfest und unempfindlich gegen Fingerabdrücke. Dafür sorgt eine Schutzschicht, die der Drucker ebenfalls aufträgt.
  • Ein Ausdruck dauert ca. 40-60 Sekunden mit Datenübertragung vom Mac/iPhone.
  • Meine Frau hat ein bisschen Erfahrung mit Fotos aus den Fotodruckern von DM, Rossmann und Co und sagte, dass der Canon Selphy mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser ist.
Diese Foto einer Whisky-Flasche habe ich mal für den Vergleich der Details herangezogen. Man beachten den Bereich der Flasche oberhalb des Etiketts.

Dieses Foto einer Whisky-Flasche habe ich mal für den Vergleich der Details herangezogen. Man beachte den Bereich der Flasche oberhalb des Etiketts und schaue sich die Detailausschnitte unten an.

 

Vergleich der Details im Originalfoto und im Ausdruck – man sieht kaum einen Verlust des Detailreichtums, da die Auflösung des Druckers so hoch ist. Bitte die Farbenveränderungen ausser Acht lassen, da ich das Foto wieder mit dem iPhone bei Kunstlicht abgeknipst habe – da kann der Drucker nichts für.

Vergleich der Details im Originalfoto und im Ausdruck – man sieht kaum einen Verlust des Detailreichtums, da die Auflösung des Druckers so hoch ist. Bitte die Farbenveränderungen ausser Acht lassen, da ich das ausgedruckte Foto wieder mit dem iPhone bei Kunstlicht abgeknipst habe – da kann der Drucker nichts für.

Randloser Fotodruck? Kein Problem!

Der Canon Selphy beherrscht selbstverständlich das randlose Drucken von Fotos. Dies funktioniert, indem das Fotopapier oben und unten einen kleinen perforierten Rand besitzt. Diese Mikroperforation ermöglicht, dass man ein Stück vom Fotopapier abtrennen kann, denn das Papier ist eigentlich gut zwei Zentimeter länger als das Foto. Dieser überstehende Bereich wird benötigt, damit der Drucker das Papier beim Druckvorgang hin- und herschieben kann.

Wenn man das fertige Foto in der Hand hat, kann man durch einen Knick diese beiden Bereiche abtrennen. Die Performation ist so fein, dass man sie nicht sieht, sondern nur „erfühlen“ kann.

Helle Linie oben im Foto-Ausdruck – Problem oder nicht?

Eine Anmerkung noch zum Ausdruck: Ältere Versionen des Canon Selphy (CP800, CP910, CP1000, CP1200) drucken beim randlosen Druck ganz oben eine feine helle Linie (bei manchen Modellen ist sie auch dunkel). Diese sieht man nicht, wenn man nicht weiss, dass sie dort ist, aber beim näheren Hinsehen erkennt man sie. Diese Linie ist KEIN Fehler sondern bei jedem Modell vorhanden. Ich konnte nicht ermitteln, warum sie vorhanden ist, aber sie wurde mit dem neuesten Modell weniger deutlich sichtbar.

Beim Selphy CP1300 ist sie nur leicht dunkler als das umgebende Foto und nur den Bruchteil eines Millimeters breit. Ich habe versucht, es im Foto festzuhalten, aber man erkennt sie nur in einer Detailaufnahme. Wenn man das Foto weiter als 20 cm vom Gesicht entfernt hält, kann man sie selbst dann nicht mehr sehen, wenn man weiß, dass sie vorhanden ist. Für meine Begriffe ist das kein Nachteil oder überhaupt ein sichtbarer Makel. Ich wollte es aber ansprechen, da es einige Beschwerden und Fragen in Bezug auf diese Linie gibt.

Hier sieht man – durch die Pfeile und die Vergrößerung deutlich gemacht – die dunkle Linie, die oben durch das Foto verläuft.

Hier sieht man – durch die Pfeile und die Vergrößerung deutlich gemacht – die dunkle Linie, die oben durch das Foto verläuft.

Vergleich Farbtintenstrahldrucker und Thermotransferdrucker

Ihr merkt schon: Ich bin hellauf begeistert von den Ausdrucken, die der Canon Selphy liefert. Selbst als mein Hewlett Packard Envy 5540 Farbtintenstrahler noch neu war, hat man schon leichte Linien in Bereichen gesehen, die eine gleichfarbige Fläche darstellen. Diese leichten Linien sieht man zwar nur, wenn man aus der Nähe auf den Ausdruck schaut, aber trotzdem ist das ein Punkt gewesen, der mich schon immer bei Farbtintenstrahldruckern gestört hat. Aber kein Grund, den Envy 5540 dafür als Farbtintenstrahler abzuwerten, denn das Problem mit den leichten Linien haben sie alle.

Selbst mit frischen Druckkopf und neuen Patronen erkennt man bei jedem Farbtintenstrahldrucker solche Linien – besonders bei gleichfarbigen Flächen. Hier eine Detailaufnahme von einem Ausdruck, den ich mit meinem HP Envy 5540 gemacht habe.

Selbst mit frischen Druckkopf und neuen Patronen erkennt man bei jedem Farbtintenstrahldrucker solche Linien – besonders bei gleichfarbigen Flächen. Hier eine Detailaufnahme von einem Ausdruck, den ich mit meinem HP Envy 5540 gemacht habe.

Beim Canon Selphy CP 1300 habe ich mehrere Ausdrucke überprüft, bei denen solche „kritischen“ Farbflächen im Motiv waren. Selbst mit Lupe konnte ich da keine Linien im Ausdruck erkennen. Der Grund dafür ist vermutlich die andere Drucktechnik. Der Canon Selphy arbeitet – wie oben schon erwähnt – mit einer Drucktechnik, die als Thermosublimationsdruck bezeichnet wird. Dabei wird die Farbe von einer Folie auf das Fotopapier übertragen und mit Hitze fixiert.

Selbst bei gleichfarbigen Flächen, die besonders kritisch sind, kann man beim Selphy CP1300 keine Linien erkennen.

Selbst bei gleichfarbigen Flächen, die besonders kritisch sind, kann man beim Selphy CP1300 keine Linien erkennen.

Der Canon Selphy macht beim Druckvorgang vier Durchläufe, in denen er erst Gelb, dann Magenta und dann Cyan druckt. Zum Schluß trägt er noch eine Glanz- bzw. Schutzschicht auf das fertige Foto auf. Dadurch wird das Foto wasserfest und die Farben bleiben lange haltbar. Wie lange? Dazu hier der Auszug aus der Produktbeschreibung von Canon:

Die Prints sind durch eine spezielle Beschichtung vor Spritzern, Schmutz und vor dem Verblassen der Farben geschützt, damit sie im Fotoalbum bis zu 100 Jahre farbstabil bleiben.

Ich muss gestehen: Selbst wenn sie nur 10 Jahre „farbstabil“ bleiben, halten sie schon länger durch als die meisten Ausdrucke, die ich mit meinen Farbtintenstrahler gemacht habe. Beim HP Envy habe ich zum Beispiel vor ca. einem Jahr ein Foto ausgedruckt und an meinen Kühlschrank gepint. Obwohl das Foto nur indirekter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, sind die Farben hier schon merklich verblasst – und das bei Original HP-Tinte und besonderem Fotopapier.

Das Canon Fotopapier habe ich zum Testen unter den Wasserhahn gehalten, mit den Finger drauf rum gedatscht und sogar an den Ecken gezogen – alles hat es klaglos überstanden. Laut Canon halten sich sogar die Farben viele Jahre, da die Ausdrucke vom Drucker mit einer Schutzschicht überzogen werden.

Das Canon Fotopapier habe ich zum Testen unter den Wasserhahn gehalten, mit den Finger drauf rum gedatscht und sogar an den Ecken gezogen – alles hat es klaglos überstanden. Laut Canon halten sich sogar die Farben bis zu 100 Jahre, da die Ausdrucke vom Drucker mit einer Schutzschicht überzogen werden.

Kosten für die Fotodrucke

Mit den Verbrauchskosten bin ich sehr zufrieden. Zwar ist man aktuell auf die Sets von Canon angewiesen (Papier und Farbe), da es keine Alternativ-Anbieter dafür gibt, aber die Kosten dafür finde ich nicht zu hoch. Wenn ich zum Beispiel mein Set für 108 Ausdrucke zur Berechnung nehme, dann komme ich bei 108 Fotos und einem Setpreis von 27,50 EUR auf etwa 25 Cent pro Foto – inklusive Fotopapier und Farbe. Wenn ich bedenke, wie flexibel ich nun Postkarten und Fotos drucken kann, dann bin ich mehr als glücklich mit dem Preis.

Dazu kommt noch der unschlagbare Vorteil, dass man nicht mehr jederzeit damit rechnen muss, dass die Druckqualität sich so stark verschlechtert, dass man eine neue Tintenpatrone einlegen muss. Alleine die Kosten, die ich in den letzten ein bis zwei Jahren durch eingetrocknete Tintenpatronen mit meinem HP-Drucker hatte, dürften deutlich über 90 Euro liegen (ein Set aus Farb- und Schwarz-Patrone kostet für diesen ca. 30 Euro). Dafür hätte ich mit dem Canon Selphy über 300 Fotos drucken können.

Mit dem Canon Selphy, Kreativität und ein bisschen Bastelgeschick lassen sich tolle Weihnachtskarten machen. Die Zeichnung auf der Karte ist übrigens von Mia. Man findet sie auf Instagram unter @miselchen_draws.

Mit dem Canon Selphy, Kreativität und ein bisschen Bastelgeschick lassen sich tolle Weihnachtskarten machen. Die Zeichnung auf der Karte ist übrigens von Mia. Man findet sie auf Instagram unter @miselchen_draws.

Mein Fazit zum Canon Selphy CP 1300

Ich habe vor kurzem zu meiner Frau gesagt: „Der Drucker ist so gut, der hätte auch 300 Euro kosten dürfen!“ Warum? Weil er aus meiner Sicht soviel wert ist! Er kostet aber nur 120 Euro. Wenn man dazu gleich noch ein 108er-Set für Farbe und Fotopapier (RP-108) dazu nimmt, liegt man immernoch unter 150 Euro.

Zieht man die Druckqualität und die Haltbarkeit der Ausdrucke mit ins Kalkül, kann man eigentlich nur noch sagen: „Bye Bye, Fotodruckservice! Welcome, Canon Selphy!“. Ich finde ständig neue Anwendungsbereiche für den kleinen Drucker und habe schon einige Bekannte mit den Ausdrucken beeindruckt. Da man mit dem Selphy auch spezielle Aufkleber bedrucken kann, ist man relativ flexibel. Ich werde sicher noch einige Artikel über diesen tollen Fotodrucker machen.

Einkaufsliste für den Selphy CP1300

Falls ihr euch den Drucker holen möchtet, habe ich hier gleich noch ein bisschen sinnvolles Zubehör, das ich mir geholt habe:

Ich denke, damit ist man gut ausgestattet und kann den Fotodrucker wirklich „mobil“ nutzen – zum Beispiel im Urlaub, um die schönsten Momente gleich abends auszudrucken oder um Postkarten für die Freunde und Verwandte zu basteln.

8 Kommentare

  1. Mausi sagt:

    Ja, ich finde den Selphy auch toll und hätte es gerne. Nur leider fühle ich mich doch sehr eingeschränkt durch die Größe: man kann nur diesen „Postkarten“ Format oder kleiner drucken. Ich wurde mir doch einen größeren Format von Canon wünschen.(Müßte nicht mal gleich A4 werden, aber A5 wäre schon wünschenswert) Aber sicher macht es viel spass. Ich werde mir es doch überlegen ob ich solange auf einen größeren warten möchte. 😉

    • Sir Apfelot sagt:

      Ja, ein DIN A5-Selphy wäre eine feine Sache. Aber ich schätze, dann würde ein Ausdruck auch 50 Cent und bei DIN A4 sogar 1 EUR kosten, wenn man das Verbrauchsmaterial hochrechnet. Ich bin aber sicher, es gäbe Abnehmer dafür!

  2. Horst Hader sagt:

    Hallo Jens,
    Für größere Ausdrucke würde ich einen entsprechenden Canon-Tintenstrahldrucker empfehlen. Ich habe mit diesen die besten Erfahrungen gemacht. Meine Nichte bekam 2008 von mir einen 2006 gekauften Canon Pixma. Dieser läuft immer noch problemlos. Auch nach einer halbjährigen Standzeit druckte dieser sofort wieder einwandfrei ohne irgendwelche Maßnahmen wg. eingetrockneter Düsen etc.. Meine Nichte nutzt Noname Tintenpatronen. Mein 2008 gekaufter Canon MG5250 WiFi Tintenstrahldrucker läuft nun auch schon über 10 Jahre problemlos. Anfangs nutzte ich noch Original Canon Tintenpatronen. Seit 2010 nutze ich kompatible Tintenpatronen von Logic-Seek. Die gibts bei Amazon. Ich konnte keinerlei Unterschiede zu den Originalpatronen feststellen und Probleme damit gabs schon gar nicht. Aufgrund dieser sehr guten Erfahrungen mit Canon werde ich mir vermutlich auch den von Dir hier vorgestellten Selphy kaufen. Ein idealer Begleiter für mich auf meiner nächsten Australienreise. Übrigens bei uns liegt momentan sehr viel Schnee. Am nächsten Montag kommt mein Apple TV 4K um mein altgedientes Apple TV 2 abzulösen. Das Apple TV 2 wird aber nicht entsorgt, sondern geht an einen alten Freund aus Kindertagen, den ich seit über 50 Jahren kenne. Bin gespannt was du als Nächstes entdeckst.

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Horst! Wie immer ein herzliches Dankeschön für deine Ratschläge! Vielleicht habe ich auch einfach Pech gehabt mit dem Drucker, aber der Selphy ist in jedem Fall eine gute Ergänzung, wenn man nicht nur A4 Drucke machen möchte. Gerade für die Reise dürfte er ein toller Partner sein. Ich habe nun auch die bestellte Supremery-Tasche bekommen und die kann man ebenfalls mit gutem Gewissen empfehlen. Sie schützt den kleinen Drucker perfekt und hat ausreichend Platz für Netzteil, Papier, Farbpatrone und Akku. Mehr kann man nicht verlangen!
      Ich wünsche dir viel, viel Spaß bei deiner Reise und freue mich, wieder von dir zu lesen!

  3. Toni sagt:

    Ein interessanter Artikel, der große Lust darauf macht, Postkarten selbst herzustellen. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung !

    Ich suche momentan aber eine Alternative zum Alltagsdrucker. Habe seit 3 Monaten hoffe officejet 3830. Da war in der ersten Woche bereits die Meldung von zu wenig Tinte. Farben ausgetauscht kam die Meldung gleich wieder für die schwarze Farbe. Eine teure Sache. Ich drucke nicht viel und die Geschwindigkeit ist nicht wichtig. Hast Du dafür Empfehlungen?

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Toni! Ja, für Postkarten gibt es vermutlich nix besseres als den Selphy. Zur deiner Frage: Suchst du einen Farbdrucker oder kann es auch ein Schwarz-Weiss-Laser sein? Bei den Farbdruckern schwört ein Bekannter von mir (Fotograf) auf die Canon Pixma Druckerserie, die er schon seit Jahren immer wieder nimmt. Und Horst (ein anderer Kommentator hier im Artikel) hat ebenfalls gute Erfahrungen mit einem Canon Pixma gemacht. Aus dem Stand würde ich also diesen als Empfehlung sehen – auch wenn ich selbst keine Erfahrungen damit gesammelt habe. LG! Jens

  4. Stefan Sutter sagt:

    Hallo zusammen,
    meine Frage ist, hat jemand den Selphy unter Mac OS Mojave laufen? Früher gab es bei den älteren Modellen immer Probleme mit den Treibern.
    Viele Grüße
    Stefan

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