The Kajitsu Playlist – für euch in Apple Music nachgebaut

Playlists, die man bei Musik-Streaming-Diensten anlegt, sind eine gute Möglichkeit, um ein individuelles und stets flexibles Mixtape von Lieblingsliedern und favorisierten Künstlern zusammenzubauen. Eine ganz bestimmte Playlist, „The Kajitsu Playlist“ von Ryūichi Sakamoto, hat es bis in die New York Times geschafft. Der professionelle Musiker hat sich an der Musik in Restaurants gestört und wollte einen eigenen Mix kreieren, der den Genuss beim Essen auditiv untermalen soll. Da dieser nur als Spotify-Playlist vorhanden ist bzw. war, habe ich euch die The Kajitsu Playlist in Apple Music nachgebaut – hier der Link.

Der Mann hinter der The Kajitsu Playlist: Ryūichi Sakamoto im Jahr 2008 - Foto von Joi Ito auf Wikipedia unter CC BY 2.0 Lizenz

Der Mann hinter der The Kajitsu Playlist: Ryūichi Sakamoto im Jahr 2008 – Foto von Joi Ito auf Wikipedia unter CC BY 2.0 Lizenz

„Genervt von Restaurant-Playlists hat ein Meistermusiker seine eigene gemacht“

So titelte die New York Times am 23. Juli 2018 in diesem Artikel. Darin geht es um Ryūichi Sakamoto, einen Musiker, der gern im japanischen Restaurant Kajitsu (gelegen in Murray Hill, Manhatten) isst. Das Essen dort schien ihm immer zu gefallen; jedoch sprach er eines Tages den Koch auf die in der Lokalität abgespielte Musik an. Diese hat ihm nämlich ganz und gar nicht gefallen. Sein Angebot gegen die „gedankenlos“ zusammengeschusterte Musikauswahl: Sakamoto würde eine eigene Playlist zusammenstellen, und das ohne Bezahlung, einfach nur damit er und die anderen Gäste sich wohler fühlen könnten.

The Kajitsu Playlist

Der 66-jährige Musiker setzte sich also für seiner Ohren Wohl und für den Genuss der anderen Gäste des Restaurants hin und gestaltete eine Sammlung, welche die New York Times in eine Spotify-Playlist mit dem Namen „The Kajitsu Playlist“ umwandelte. Insgesamt 47 Songs beherbergt die Sammlung; von kurzen Titeln mit nur 42 Sekunden bis hin zu langen Stücken mit 15 Minuten und 11 Sekunden Spielzeit. Mit 7 Minuten und 22 Sekunden liegt der bezeichnend benannte Song „I Love Music“ also im Durchschnitt. Das Problem ist nur: Die NYT hat die Playlist lediglich für Spotify-Nutzer rekonstruiert.

The Kajitsu Playlist bei Apple Music

Da ich aber – was das Musik-Streaming angeht – komplett in Apple Music lebe und die Playlist gerne auch auf meinem HomePod hören möchte, habe ich sie mir kurzerhand nachgebaut. Es gab nur 2-3 Songs, die ich einfach nicht finden konnte. Empfehlenswert ist die Liste zum Beispiel im Hintergrund fürs Arbeiten oder für andere ruhige Momente – sowie natürlich als Begleitmusik für ein leckeres Essen. Wer jedoch keine Klaviermusik mag, der wird hier keinen Spaß haben 😉 Zu meiner Abspielliste mit insgesamt 45 Titeln gelangt ihr mit diesem Link. Viel Spaß beim durchhören mit iTunes, dem HomePod und weiteren Apple-Diensten / -Geräten.

Warum Ryūichi Sakamoto so bekannt ist

Wie im verlinkten Beitrag von der NYT, möchte ich auch einen kurzen Abriss zum Musiker Ryūichi Sakamoto geben. Der 66-jährige gründete unter anderem in den späten 1970er Jahren das „Yellow Magic Orchestra“ mit – ein Trio, das Electronic-Pop spielte. Seitdem hat er sehr viel Musik komponiert und produziert; darunter Musik für Tanzflächen, Konzerthallen, Filme und Videospiele oder auch Handy-Klingeltöne. Überdies setzte er sich mit seiner Kunst bzw. seiner Person für ökologische Werte und Ziele sowie für politischen Widerstand ein. Er ist also ein Macher, der sowohl im Großen als auch im Kleinen aktiv wird. Und sei es bei der freiwilligen, musikalischen Umgestaltung eines Lokals. 

Noch mehr Infos und eure Meinung

Klingt interessant? Dann schaut mal im verlinkten NYT-Artikel vorbei, dort gibt es noch jede Menge Informationen zu Person und Wirken zu lesen. Auch Wikipedia hält hier einen Artikel über ihn bereit. Wenn ihr hauptsächlich an der The Kajitsu Playlist interessiert seid, dann hört gern mal rein und lasst einen Kommentar mit eurer Meinung unter diesem Beitrag da 😉

3 Kommentare

  1. Lynne Marie sagt:

    So eine schöne Playlist. Gut, nicht alles ist nach meinem Geschmack, aber bei so vielen schönen Stücken, ist es echt okay. Danke fürs Zusammenstellen in Apple Music und für’s Publizieren!

  2. Dafür würde ich eine App wie SongShift empfehlen. Die kann automatisch Playlisten aus einem Streamingdienst in einem anderen nachbauen – und später auch Änderungen in Sync halten. Sollten dabei Songs im Ziel-Dienst nicht gefunden werden, so kann man auch zu einem späteren Zeitpunkt auch nochmal danach suchen lassen – manchmal kommen Songs ja durchaus im Portfolio dazu.

    Ich hab eben mal schnell einen Sync auf die Kajitsu Playlist durchlaufen lassen – ohne manuelle Nacharbeit kamen dabei 44 Songs raus, 3 konnten nicht gefunden werden (Diva: Promenade sentimentale, When she went away und The Weeping Meadow: Theme of the […])

    Vielleicht mal ein App-Tipp für’s Blog..

    • Sir Apfelot sagt:

      Hallo Robert! Danke, das ist wirklich mal ne praktische Software-Empfehlung. Die bekommt die Tage einen eigenen Artikel. 😀
      Aber die Songs, die du genannt hast, sind auch die, die ich nicht gefunden habe. Von daher alles paletti mit der Playlist!

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