Nur in einem Nebensatz hat Apple bei der Präsentation seiner zukünftigen Systeme erwähnt, dass KI-Limits mit einem iCloud+ Abo aufgehoben werden können. Zum Beispiel gibt es eine tägliche Maximalanzahl von Bildern, die per Image Playground auf Apples Servern erstellt werden können. Auch für die KI-Funktionen für Überwachungskameras wird iCloud+ benötigt.

Apple iCloud+ wird vom Speicher- zum KI-Abonnement
Zugegeben, in den letzten Jahren hat Apple das iCloud+ Abo bereits Stück für Stück ausgebaut. Neben dem größeren Server-Speicher für Fotos, Videos und andere Dateien bietet das Abonnement das iCloud Private-Relay, das Verbergen von E-Mail-Adressen, Aufnahme-Möglichkeiten für HomeKit-Kameras sowie die Nutzung von Apple-Einladungen.
Für viele wird der größere Cloud-Speicherplatz aber sicher der Hauptgrund sein, warum sie iCloud+ bei Apple buchen. Bis zu 12 TB Speicherplatz können so online beansprucht werden. In Zukunft wird das Abo aber auch nötig werden, wenn man Apple Intelligence in vollem Umfang nutzen möchte. Denn je nach Abo lassen sich dann Limits für die Bilderstellung aufheben und KI-Funktionen für HomeKit-Kameraaufnahmen nutzen.
Limit von Image Playground mit iCloud+ Abo aufheben
In den Fußnoten aktueller Pressemitteilungen von Apple kann man ein paar Details für die angekündigten Neuerungen entdecken, die der iPhone-Hersteller nicht im Haupttext zugeben will. Unter anderem heißt es:
Für einige Funktionen, darunter die Bildgenerierung, gelten tägliche Nutzungslimits, da sie auf leistungsstarke Servermodelle angewiesen sind. Erweiterter Zugriff ist im Rahmen der meisten iCloud+ Abonnements verfügbar […]
Man kann daraus lesen, dass die Bildgenerierung mit Server-KI der erste Bereich ist, den Apple einschränkt und gegen monatliche Zahlungen ausweitet. Dass „darunter die Bildgenerierung“ geschrieben wird, heißt, dass noch weitere Funktionen eingeschränkt werden oder Apple sich zumindest das Recht darauf erhält.
Ebenfalls zu beachten ist die Formulierung „im Rahmen der meisten iCloud+ Abonnements“. Denn das heißt, dass die günstigeren Abos, etwa mit 50 GB oder 200 GB Cloud-Speicher, keine zusätzlichen KI-Kapazitäten auf Apples Servern erhalten. Wahrscheinlich wird die umfangreichere Bilderstellung erst mit 2 TB, 6 TB oder 12 TB gebuchtem Speicher möglich.
KI-Funktionen für HomeKit Secure Video Kameras
Apple will KI zudem dafür einsetzen, Aufnahmen von Überwachungskameras zu analysieren und zusammenzufassen. Vorkommnisse, die zusammengehören, sollen so in einer einzelnen Mitteilung zusammengefasst werden.
Wird also die gleiche Person nacheinander von verschiedenen Kameras erkannt, gibt es nicht zu jeder Kamera eine Benachrichtigung, sondern nur zur erkannten Person und ihrem Weg im Smart Home. Zumindest soll das in der Theorie so geschehen.
Aber wie zuvor schon die Aufzeichnung der Bilder von HomeKit Secure Video Kameras, so sind auch die damit verbundenen KI-Funktionen an das iCloud+ Abo gekoppelt. In der oben schon zitierten Fußnote von Apples Pressemitteilung heißt es zu den Abonnements:
Diese schließen auch Apple Intelligence Unterstützung für kompatible Home Kameras ein.
Apple Intelligence auf externen Servern wird also noch weiter ausgebaut. Zwar werden ein paar Grundfunktionen weiter direkt auf kompatiblen Geräten ausgeführt (Macs mit M-Chip oder A18 Pro, iPhones ab dem iPhone 15 Pro, etc.). Und auch Siri AI wird in Teilen lokal laufen. Aber umfangreichere Aufgaben werden zunehmen ausgelagert und monetarisiert.
Damit wird iCloud+ tendenziell immer mehr zum KI-Abonnement von Apple.
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Johannes ist selbstständiger Redakteur und Texter. Seit über 10 Jahren schreibt er regelmäßig für Sir Apfelot.








