Apple September-Keynote 2021: iPhone 13, Apple Watch Series 7 & neue iPad-Modelle

Am heutigen 14. September 2021 begann um 19:00 Uhr hiesiger Zeit die traditionelle September-Keynote von Apple. Diesmal war auch wieder das iPhone dabei, was zeigt, dass der Tech-Riese aus Cupertino dieses Jahr besser mit der Covid-19-Pandemie klar kommt als noch in 2020. Auch wurde ein neues Modell der Apple Watch vorgestellt. Entgegen aller Erwartungen gab es als drittes Produktsegment nicht die neuen AirPods 3, sondern Neues aus der Tablet-Sparte. Mit dem neuen iPad und dem neuen iPad mini gibt es jetzt mehr Leistung, Konnektivität und Möglichkeiten. Alle Details findet ihr in dieser Apple September-Keynote 2021 Zusammenfassung.

Hier findet ihr die Zusammenfassung der Apple September-Keynote 2021 vom 14.09.2021 mit Informationen zu Apple tv+, Apple Fitness+, iPad, iPad mini, Apple Watch Series 7, iPhone 13 (mini) und iPhone 13 Pro (Max). Detail-Beiträge zu den einzelnen Neuvorstellungen gibt es morgen.

Hier findet ihr die Zusammenfassung der Apple September-Keynote 2021 vom 14.09.2021 mit Informationen zu Apple tv+, Apple Fitness+, iPad, iPad mini, Apple Watch Series 7, iPhone 13 (mini) und iPhone 13 Pro (Max). Detail-Beiträge zu den einzelnen Neuvorstellungen gibt es morgen.

California Streaming und Eröffnung durch Tim Cook

Die Titel der einzelnen Apple Special Events geben ja immer auch ein kleines Rätsel auf. Manchmal beziehen sie sich dabei auf bestimmte Produkte oder Features. Dieses Mal wurde aber, ohne einen speziellen Grund zu nennen, der US-Bundesstaat Kalifornien hervorgehoben. Der Titel der Apple September-Keynote 2021 lautete „California Streaming“. Das Thema „California“ trug sich dann auch durch den Stream, da dieser z. B. mit einer musikalischen Performance eröffnet wurde, während welcher die Interpretierenden in verschiedenen Landschaften von der Wüste bis zur Küste gezeigt wurden. Durch die vielen Kamerafahrten und Luftaufnahmen hatte ich schon fast die Hoffnung, Apple würde spontan eine Kameradrohne vorstellen.

Nachdem Tim Cook die ersten Worte sprach und auch während der Vorstellung immer wieder zwischen den Themenbereichen und Vorstellenden moderierte, flog das Bild von der einen Location zur nächsten. Dabei beschränkte man sich dieses Mal (wie letzten Herbst, dieses Frühjahr oder bei der WWDC21) nicht mehr nur auf den Apple Park und seine Gebäude, sondern verteilte die Vorstellungen und Vorträge auf verschiedenste Ortschaften in Kalifornien. Von einer Freilichtbühne über eine Klippe an der Küste hin zu einem Autokino war alles dabei. Mir hat sich nicht ganz erschlossen, warum Kalifornien so hervorgehoben wurde, aber es war zumindest eine schöne Abwechslung in der Gestaltung der Keynote.

Apple tv+ und Apple Fitness+ im Fokus

Das erste Thema des Abends war aber kein neues Gerät, sondern der Streaming-Dienst Apple tv+. Es wurde von Tim Cook hervorgehoben, dass die Shows und Filme des Angebots bisher über 500 Award-Nominierungen einbringen konnten. Dabei konnten auch über 130 Preise eingestrichen werden. Hingewiesen wurde zudem auf neue Serien, Filme und Staffeln – genannt wurden etwa die zweite Staffel von The Morning Show, aber auch Foundation, The Problem with John Steward, Invasion, Swagger, Finch und The Shrink Next Door.

Nachdem die neue Apple Watch Series 7 vorgestellt wurde (s. u.) ging es um Apple Fitness+, dem Trainings-Service für alle mit Apple Watch und Endgeräten zum Streamen. Ich ziehe die Informationen dazu hier einmal vor, um die Services zusammenzufassen. Neben neuen Inhalten für Pilates, geführten Meditationen, Ski- und Snowboard-Training sowie Spaziergang-Audios gibt es nämlich gute Nachrichten für alle, die Fitness+ auch hierzulande nutzen wollen: der Dienst kommt nach Europa und damit auch nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Insgesamt werden ab später im Herbst 21 Länder darauf zugreifen können. Die Trainings sind in Englisch, aber mit entsprechenden Untertiteln.

iPad (9. Generation)

Das erste Gerät, um das es heute Abend ging, war das Apple iPad der 9. Generation. Dieses bekommt den A13 Bionic Chip als SoC und wird damit in allen Bereichen 20% schneller. Das schließt den Prozessor (CPU), die Grafik (GPU) und die Neural Engine ein. Damit wird das neue iPad bis zu dreimal schneller als das bestverkaufte Chromebook. Neben dem schnelleren Chip gibt es jetzt über dem Display eine 12 MP Ultrawide-Kamera. Die Weitwinkelkamera hat ein Sichtfeld von 122° und ist kompatibel mit Center Stage (bisher nur im iPad Pro). Das heißt, dass Personen automatisch zentriert bleiben und sich das Bild vergrößert, wenn weitere Personen ins Sichtfeld treten.

Center Stage kann aber nicht nur in FaceTime genutzt werden, sondern auch in vielen anderen Apps für die Videotelefonie oder Videoaufnahme. Selbst mit TikTok soll das Feature kompatibel sein. Für die schöne Wiedergabe von Bildinhalten kommt ein True Tone Display zum Einsatz. Dank iPadOS 15 werden zudem viele neue Funktionen auf dem Tablet möglich: Widgets in der App-Übersicht, besseres Multitasking, Quick Notes, und so weiter. Neben dem Smart Keyboard und Dritthersteller-Tastaturen ist das neue iPad der 9. Gen auch mit dem Apple Pencil 1 kompatibel.

Das neue iPad kann ab sofort mit 64GB ab 379 Euro oder mit 256GB ab 549 Euro vorbestellt werden. Ausgeliefert und im Handel erhältlich wird das Tablet aus Cupertino am 24. September 2021. Zu beachten ist wie immer, dass der Preis auch davon abhängt, ob lediglich WLAN oder auch Mobilfunk unterstützt werden soll. Alle Details, Bestellmöglichkeiten und Preise findet ihr bereits im Apple Online-Store.

iPad mini (6. Generation)

Das iPad mini ist eine „Klasse für sich“, was während der Vorstellung der neuen Generation u. a. anhand der Nutzung durch Pilot/innen oder Ärzt/innen dargestellt wurde. Das neue Apple iPad mini der 6. Generation wurde neu designt, hat nun ein Edge-to-Edge-Display und Touch ID wurde in die Taste auf der Oberseite integriert. Bei gleicher Gehäuse-Größe wie beim Vorgänger misst das Display nun 8,3 Zoll in der Diagonale. Was die Performance angeht, so gibt es eine Steigerung von 40% beim CPU, 80% bei der Grafik und eine doppelt so schnelle Neural Engine. Für eine breite Konnektivität gibt es nicht nur 5G und Wi-Fi 6…

…sondern auch USB-C! Das heißt, dass das iPad mini jetzt auch mit zahlreichen Peripherie-Geräten genutzt werden kann, die einen USB-C-Stecker haben. Als Beispiel wurde ein mobiles Butterfly Ultraschall-Gerät genannt und gezeigt. Neben der 12 MP FaceTime-Kamera, die ebenfalls 122° Sichtfeld und Center Stage mitbringt, gibt es auch eine Neuerung für die Kamera auf der Rückseite. Diese hat ebenfalls 12 MP, eine f/1.8 Blende und dazu einen True-Tone-Blitz. Es werden mit dem neuen Tablet im Mini-Format jetzt auch Videoaufnahmen in 4K möglich.

Und damit noch nicht genug: Denn auch der Apple Pencil 2 kann jetzt mit dem kleinen Apple-Tablet verwendet werden. Es kommt sogar eine magnetische Halterung für den Stylus am Rand des iPad mini zum Einsatz, an dem er geladen werden kann. Zudem wird es neue Folios als Halterung und Tastatur für das Tablet und den Stift geben. Vorbestellen könnt ihr jetzt schon (ab 549 Euro), erhältlich ist das Gerät dann ab kommender Woche.

Apple Watch Series 7

Die aktualisierte Smartwatch aus dem Hause Apple bringt nicht nur ein größeres Display mit, sondern auch neue Features fürs Fahrrad-Training. Automatisch registriert werden nun nicht nur Start und Pausen des Radfahrens, sondern auch Stürze. Die „Fall Detection“, die es auch für den Alltag gibt, wurde entsprechend auf den Radsport ausgeweitet. Außerdem gibt es jetzt eine Unterstützung für die Nutzung von eBikes, da ja durch die Motorunterstützung der Kalorienverbrauch nach unten korrigiert werden muss. 

Übrigens haben sich zwei große Gerüchte rund um die Apple Watch Series 7 nicht bewahrheitet: das Design wurde nicht den flachen Seitenflächen von iPhone und iPad angepasst. Im Gegenteil wurde alles noch weicher und runder gestaltet. Auch neue Gehäuse-Größen gab es nicht. Die 20% größere Display-Anzeige ergibt sich durch eine Reduktion der Ränder rund um den Mini-Bildschirm. Update 15.09.2021: Laut Pressemitteilung ist das Gehäuse doch größer: es gibt nun eine 41-mm- und eine 45-mm-Version. Das wurde nur in der Keynote nicht direkt angesprochen. Update Ende. App-Anzeigen, Übersichten und Buttons sind damit jetzt bei gleichem Gehäuse größer. Ich denke, dass hier vor allem ältere Nutzer/innen angesprochen werden sollen.

Neben der größeren Anzeige, auf der zum Beispiel bei Textnachrichten mehr Inhalt angezeigt werden kann, gibt es auch neue Features für die Texteingabe. Eine virtuelle Tastatur kann genutzt werden, um Nachrichten, Suche-Begriffe und dergleichen einzugeben. Nochmal zur Hardware: diese hat eine IP6X-Zertifizierung gegen Staub und eine WR50 Wasserresistenz. Akku-seitig bleibt es bei 18 Stunden Laufzeit. Allerdings kann man die Batterie bis zu 33% schneller laden – in 45 Minuten von 0% auf 85%. 

In den USA gibt es die Series 3 jetzt ab 199 Dollar, die SE ab 279 Dollar und die neue Series 7 ab 399 Dollar. Es gibt noch kein Erscheinungsdatum, alles was gesagt wurde, ist, dass die Apple Watch Series 7 später im Herbst 2021 erscheint. Entsprechend finde ich noch keine Bestell- oder Kauf-Optionen auf der Apple-Webseite und auch die offizielle Pressemitteilung gibt noch keine Preise her. Vielleicht morgen, wenn ich die einzelnen Geräte in jeweils einem Artikel betrachte.

iPhone 13 (mini)

Kommen wir nun zu dem, was alle vom heutigen Abend erwartet haben: die neuen iPhone-Modelle. Zuerst wurden in diesem Bereich das neue iPhone 13 und das iPhone 13 mini vorgestellt. Diese sind wieder IP68 wasser- und staubresistent und haben einen Ceramic-Shield-Displayschutz. Das Gerücht um die schmalere Notch hat sich bestätigt, sie ist 20% schmaler. Das Super Retina XDR Display ist 28% heller, aber effizienter, was den Akku schont. Apropos bessere Nutzung des Akkus: natürlich ist ein neuer Chip verbaut, der A15 Bionic.

Das neue A15 Bionic SoC von Apple basiert auf einer 5-nm-Architektur und bringt somit knapp 15 Milliarden kleinste Transistoren mit. Der 6-Kern-CPU besteht aus 2 High-Performance- und 4 Efficiency-Kernen. Die Grafikeinheit hat vier Kerne und die Neural Engine hat 16 Kerne sowie ausreichend Kapazität, um 15,8 Billionen Berechnungen pro Sekunde durchzuführen. Für das Display und die Video-Verarbeitung gibt es ein neues System, das überarbeitete Encoder und Decoder verwendet.

Aber nun das Wichtigste: die Kameras. Es kommt beim iPhone 13 und iPhone 13 mini ein Dual-Kamera-System zum Einsatz. Durch neue Technologie wird 47% mehr Licht für wesentlich weniger Bildrauschen in dunklen Verhältnissen aufgenommen. Die „Sensor Shift“-Stabilisierung ist nun auch in diesen Modellen verfügbar. Die Kamera bekommt außerdem einen „Cinematic Mode“, um den Fokus zwischen Vordergrund und Hintergrund wechseln zu können. Das kann entweder automatisch oder manuell realisiert werden.

Für 5G werden mehr Funkbänder und neue Partner unterstützt, was die Verfügbarkeit weltweit steigert. Durch größere Akkus sind 1,5 Stunden (iPhone 13 mini) bzw. 2,5 Stunden (iPhone 13) längere Laufzeiten pro Akkuladung möglich. MagSafe ist auch wieder mit dabei, dafür wird es zudem ein neues Wallet geben, das die „Wo ist?“-Funktion unterstützt. So müsst ihr nicht extra ein Wallet mit einem AirTag kombinieren. Die Bildschirmgrößen sind geblieben: Das iPhone 13 mini hat ein 5,4 Zoll Display, das iPhone 13 ein 6,1 Zoll Display. Die neuen „kleinen“ iPhones gibt es mit 128GB, 256GB und 512GB ab 799 Euro bzw. 899 Euro.

iPhone 13 Pro (Max)

Kommen wir zu den letzten zwei Geräten, die im Rahmen der Apple September-Keynote 2021 vorgestellt wurde: das iPhone 13 Pro und das iPhone 13 Pro Max. Auch hier wurde die Notch auf dem Display um 20% schmaler gemacht. Über dem Display kommt das Ceramic Shield zum Einsatz und es gibt eine IP68-Zertifizierung für den Schutz gegen Wasser und Staub. Im Inneren gab es ein großes Redesign, z. B. um einen größeren Akku zu verbauen. Das iPhone 13 Pro soll nun im Vergleich zum 12 Pro 1,5 Stunden länger laufen; das iPhone 13 Pro Max im Vergleich zum 12 Pro Max ganze 2,5 Stunden mehr. 

Anders als die kleineren Modelle ist der A15 Bionic SoC hier noch ein bisschen leistungsstärker ausgestattet: statt vier hat er in den Pro-Modellen fünf GPU-Kerne. Damit soll die beste und schnellste Grafik in einem Smartphone realisiert werden. Apropos: die Gerüchte zum 120 Hz Display haben sich bewahrheitet. Dank ProMotion wird die Hertz-Zahl dynamisch angepasst, je nach Nutzung und Bildinhalten die angezeigt werden. Bei stillstehenden App-Inhalten, Fotos oder Texten sinkt die Bildwiederholung auf 10 Hz, was Strom spart. 

Alle drei Kameras auf der Rückseite der Geräte wurden überarbeitet. Sie können nicht nur bei der Videoaufnahme mit dem neuen „Cinematic Mode“ genutzt werden. Dieser führt auch dazu, dass während der Bearbeitung der Videodateien der Fokus angepasst werden kann. Ähnlich wie der Bokeh-Effekt auf Fotos schon seit einigen iPhone-Generationen im Nachhinein angepasst werden kann, so ist dies nun auch für Videos möglich. Diese können zudem in ProRes mit 4K-Auflösung und 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Für Fotografie stehen neue Styles, also Farbgebungen und Farbanpassungen, zur Verfügung – direkt in der Kamera-App.

Die Display-Größen sind mit 6,1 Zoll Diagonale beim iPhone 13 Pro und 6,7 Zoll beim iPhone 13 Pro Max genauso geblieben wie bei der 12-Reihe aus dem Vorjahr. Eine Vergrößerung gibt es aber noch: die Gerüchte um den größeren Speicherplatz wurden bestätigt. So gibt es jetzt keine 64GB-Version mehr, dafür aber neben 128GB, 256GB und 512GB eine 1TB-Version. Das iPhone 13 Pro gibt es ab 1.149 Euro und das iPhone 13 Pro Max ab 1.249 Euro. Die Smartphones können ab 17. September vorbestellt werden, sie sind ab 24. September erhältlich.

iPhone 13 – Termine für die Vorbestellung und Auslieferung

Apple Special Event vom 14.09.2021 als Video

Seitdem Apple seine Event-Übertragungen auch über YouTube realisiert, gibt es die Aufnahmen direkt im Anschluss als Video-on-Demand. Deshalb kann ich euch an dieser Stelle schon einmal auf das Keynote-Video verweisen. Wenn ihr des Englischen mächtig seid, könnt ihr euch dort die oben zusammengefassten Vorstellungen in voller Länge anschauen. Das geht übrigens auch über den folgend eingebetteten Player.


 

1 Kommentar

  1. Klaus sagt:

    Schöne Zusammenfassung, vielen Dank dafür.
    Zur Brennweite: auch wenn Apple selbst davon spricht, als wäre sie so… sie beziehen sich hier auf eine auf Kleinbild umgerechnete Brennweite. Die echten, und nur diese sind für die Tiefenschärfe- und weitere Bildeigenschaften relevant, sind eher im Bereich 3 (UW), 6 (WW) und 12mm (Tele) unterwegs.

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