E-Mail-Abmahnung vom Anwalt? Das könnte Phishing sein!

Ihr habt eine E-Mail von einer real existierenden Anwaltskanzlei erhalten, in der es um eine Abmahnung, um Strafen, Zahlungen und dergleichen geht? Hier handelt es sich höchstwahrscheinlich um Betrug, der dazu dienen soll, eure Daten und euer Geld abzugreifen. Die Vorwürfe in den E-Mails vom Anwalt lauten oft auf illegalen Download – etwa von Photoshop CS 6 – oder auf illegales Teilen von Musik und Filmen im Netz. „Auf keinen Fall zahlen! Fake-Abmahnwelle überrollt Deutschland“, titelt in diesem Zusammenhang unter anderem der Online-Fokus. Hier habe ich euch Details sowie Tipps gegen den Phishing-Betrug zusammengefasst.

Ein Anwalt oder eine Kanzlei hat euch per E-Mail eine Abmahnung mit Aufforderung zur Zahlung einer Strafe geschickt? Keine Panik, das ist wahrscheinlich ein Phishing-Betrug, den ihr getrost ignorieren könnt.

Ein Anwalt oder eine Kanzlei hat euch per E-Mail eine Abmahnung mit Aufforderung zur Zahlung einer Strafe geschickt? Keine Panik, das ist wahrscheinlich ein Phishing-Betrug, den ihr getrost ignorieren könnt.

Abmahnungen mit Paragrafen und Urteilen sollen einschüchtern

Ihr Internetanschluss wurde zur unerlaubten Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke unseres Mandanten verwendet“ – so kann die Einleitung der Fake-Abmahnung lauten. Durch einen offiziellen und real existierenden Namen einer Anwaltskanzlei wird zudem ein einschüchterndes Erscheinungsbild aufgebaut. 

Verstärkt wird es mit dem Logo der Kanzlei sowie durch Nennung von Paragrafen und Urteilen von Präzedenzfällen. Das Ganze soll dafür sorgen, dass Empfänger/innen, die eine solche Mail ins Postfach gespült bekommen, den in der Mail genannten Betrag schnellstmöglich und ohne viel Fragen überweisen. Lasst euch dazu auf keinen Fall hinreißen!

Tipp: Einfach bei der Anwaltskanzlei anrufen

Macht euch keinen Stress wegen einer solchen Mail. Denn falls ihr wirklich wegen eines realen Verdachts eine Abmahnung bekommen solltet, dann geht diese sowieso per Brief und nicht (nur) per Mail ein. Außerdem solltet ihr einfach mal die Telefonnummer der angegebenen Anwaltskanzlei heraussuchen (bspw. per Ecosia-Suchmaschine statt Google) und dort anrufen. 

So fragt ihr direkt vor Ort nach, ob wirklich eine Abmahnung gegen euch angestrebt wurde, und ob die Kanzlei den / die genannten Mandant/innen tatsächlich vertritt. Im gleichen Atemzug könnt ihr anbieten, die erhaltene Mail an die Kanzlei weiterzuleiten, damit sie rechtliche Schritte gegen die Betrüger einleiten kann. So ist am Ende allen geholfen 😉


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1 Kommentar

  1. Nico Alberts sagt:

    Seit es das Internet gibt, kommt es immer wieder zu Phishing-Mails, in denen einem vorgemacht wird, dass man für ein Produkt unglaublich viel Geld bezahlen müsste. Und das meistens ohne jemals etwas unterschrieben oder gekauft zu haben. Zum Glück ist es selbstverständlich, dass ein seriöser Rechtsanwalt so etwas nicht macht.

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