Das beste Teleskop für Einsteiger unter 130 Euro – Empfehlung vom Astronomie-Experten

Teleskop für Einsteiger

Ich habe vor ein paar Tagen einen englischen YouTube-Kanal entdeckt, der wirklich Spaß macht, wenn man sich für Astronomie interessiert: Astrobiscuit. Der YouTuber, dessen Name ich bisher noch nicht rausgefunden habe, kümmert sich um Videos zu Teleskopen und Fragen zu Astrofotografie und Astronomie. Und das Ganze macht er extrem unterhaltsam und kurzweilig – in Zusammenarbeit mit einem sprechenden Kunststoffkaninchen.

Das sprechende Kaninchen ist der Antagonist in den Videos und glaubt nicht daran, dass die Nerds die Welt retten können.

Das sprechende Kaninchen ist der Antagonist in den Videos und glaubt nicht daran, dass die Nerds die Welt retten können. Astrobiscuit kämpft dagegen auf der Seite der Nerds.

 

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Der YouTuber hinter Astrobiscuit hat einen Schwung günstiger Teleskope für Einsteiger miteinander verglichen.

Der YouTuber hinter Astrobiscuit hat einen Schwung günstiger Teleskope für Einsteiger miteinander verglichen.

Unglaubliches Einsteiger-Teleskop für unter 100 Pfund

Der Titel des Videos, das ich eben angesehen habe, lautet "Incredible telescope for under £100" – also "Unglaubliches Teleskop für unter 100 GBP". Die Fragestellung war, welches ist das beste Teleskop für Einsteiger, das für weniger als 100 englischen Pfund zu haben ist.

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Der YouTuber – ich nenne ihn jetzt mal wie seinen Kanal – Astrobiscuit hat sich dazu eine Vielzahl an Spiegel- und Linsenteleskopen von Firmen wie Celestron und Sky-Watcher bestellt und dann ausprobiert, wie scharf sie den Mond und den Jupiter darstellen können.

Das Vergleichsteleskop war ein 80 mm Achromat, den Astrobiscuit sozusagen als Referenz verwendet hat. Beim 80 mm Teleskop konnte er die Streifen des Jupiter gerade noch erkennen und die Krater des Mondes sehr scharf sehen.

Im Test waren einige Modelle, die allesamt unter der Preismarke von 100 englischen Pfund lagen – ein höherer Preis war definitiv ein Ausschlusskriterium.

Um einen Eindruck von der Schärfe der verschiedenen Modelle zu bekommen, hat sich Astrobiscuit den Mond und den Jupiter angeschaut.

Um einen Eindruck von der Schärfe der verschiedenen Modelle zu bekommen, hat sich Astrobiscuit den Mond und den Jupiter angeschaut.

Ergebnis der meisten Billig-Teleskope: alles eher unscharf

Im Testfeld war sogar ein 100 mm Spiegelteleskop, das eigentlich die beste Schärfe und das beste Auflösungsvermögen haben sollte. Das Ergebnis war jedoch entgegen der technischen Logik: ein halbwegs scharfer Mond, aber ein unscharfer Jupiter.

Auch die ganzen anderen Teleskope haben das gleiche Ergebnis gebracht und konnten nicht an die Schärfe des 80 mm Achromaten, den Astrobiscuit als Referenz gewählt hatte, heran reichen. Der kostete allerdings deutlich mehr als 100 GBP und war damit nicht als Kandidat im Testfeld zugelassen.

Hier sieht man das Celestron TravelScope (nicht der Testsieger!) im Vergleich mit dem 80 mm achromatischen Teleskop des YouTuber, das als Referenz verwendet wird.

Hier sieht man das Celestron TravelScope (nicht der Testsieger!) im Vergleich mit dem 80 mm achromatischen Teleskop des YouTuber, das als Referenz verwendet wird.

Der Gewinner: Celestron AstroMaster LT 60 AZ

Das letzte Teleskop, auf dem schließlich alle Hoffnungen lagen, konnte dann doch noch überzeugen: Das Celestron AstroMaster LT 60 AZ. Technische Daten: 60 mm Öffnung und 700 mm Brennweite, Refraktor.

Celestron 21073 AstroMaster LT 60AZ Refraktor, Aufstellen ohne Werkzeug, Refraktor – Blau
  • StarPointer-Suchfernrohr für mehr Komfort.
  • Schwalbenschwanz-Halterung zur Schnellentriegelung
  • Schwenkgriff-Steuerung mit azimutaler Montierung und Kupplung für leichtgängiges und präzises Ausrichten.

Überraschend ist bei diesem Testsieger-Teleskop, dass es mit 60 mm Öffnung eigentlich ein weniger scharfes Bild abliefern sollte, als ein 80 mm oder 100 mm Teleskop. Aber die Optik ist in diesem Fall offenbar so gut, dass es diesen "allgemeingültigen" technischen Nachteil ausgleicht und sogar die Darstellungsqualität des Sky-Watcher Spiegelteleskops mit 100 mm schlägt.

Auf dem Screenshot des YouTube Videos sieht man eine Aufnahme des Jupiters mit dem Celestron Teleskop. Der Fleck im Planeten ist nicht der große Fleck des Jupiters, denn der war zu der Zeit gerade auf der Rückseite des Planeten. Nein, es war der Schatten des Mondes „Europa“. Erstaunlich, was man mit einem 60 mm Refraktor alles erkennen kann.

Dies ist ein Screenshot aus dem YouTube-Video. Aber selbst hier erkennt man den dunklen Punkt auf Jupiter, welcher der Schatten des Jupiter-Mondes Europa ist.

Dies ist ein Screenshot aus dem YouTube-Video. Aber selbst hier erkennt man den dunklen Punkt auf Jupiter, welcher der Schatten des Jupiter-Mondes Europa ist.

Gutes Kamerastativ als Empfehlung

Das Stativ, das mit dem Celestron AstroMaker geliefert wird, ist leider viel zu wackelig und schwingt lange nach, wenn man mal dran kommt. Aus diesem Grund empfiehlt Astrobiscuit ein günstiges, aber stabiles Kamerastativ wie das „Neewer Professional“.

Neewer Professionell Aluminiumlegierung Video Kamera Stativ mit 360 Grad Fluid Drag Kopf,...
  • Mit der Verwendung eines Stativs, kann es eine höhere Leistung erzielen und die Bildqualität beibehalten um größere...
  • Mit einem Handgriff zur Einstellung von verschiedenen Winkeln. Anti-Rutsch-Füße-Design, das um das Stativ stabil auf...
  • Verlängert bis 61 "/ 155cm groß, faltet sich bis 28" / 71cm. Drei Abschnitt Aluminium höhenverstellbare Beine.

Ich wollte das Teleskop und das Stativ hier mal als Beitrag erwähnen, da ich denke, es kommt oft vor, dass Eltern für sich oder für ihre Kids ein günstiges Teleskop kaufen möchten. Und bevor man dann irgendeinen Schrott kauft, der nur unscharfe Planeten darstellt, holt man doch lieber was Günstiges, das unterm Strich auch Freude bereitet.

In den Bewertungen bei Amazon wird das Ding übrigens auch gelobt. Da findet man Aussagen wie „damit kann man die Krater auf dem Mond zählen“ oder „man sieht die Ringe des Saturn“. Für Einsteiger also definitiv ein günstiges, aber gutes Teleskop.


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