Fotos automatisch freistellen mit dem iPhone (iOS 16)

Fotos mit iOS 16 auf dem iPhone freistellen

Als ich meiner Tochter die neue Version von iOS 16 aufgeschwatzt habe, hat sie mich gefragt, was da denn Neues drinnen ist. Also haben wir uns die ganzen Features mal durchgeschaut und sind auf eine Sache gestoßen, die ich selbst noch nicht kannte.

Objekte in Fotos ausschneiden per Fingertipp

Die Funktion ist ziemlich einfach zu verwenden und klappt im Prinzip so:

  • Fotos-App öffnen
  • ein Foto in der Detailansicht aufrufen
  • auf das Objekt im Foto tippen, dass man ausschneiden möchte und den Finger eine Sekunde gedrückt halten
  • wenn ein weißer Streifen über das Bild gelaufen ist, hat iOS das Objekt erfasst und ausgeschnitten
  • nun kann man zwischen „kopieren“ und „teilen“ wählen und das Foto zum Beispiel in eine Nachricht einfügen

Tipp: Mit "Teilen" → "Bild sichern" landet das freigestellte Bild direkt in der Fotomediathek und kann später genutzt werden.

Für das Freistellen von Fotos geht man über die Fotos-App am iPhone und tippt und hält das Objekt im Bild an, das man freistellen möchte.

Für das Freistellen von Fotos geht man über die Fotos-App am iPhone und tippt und hält das Objekt im Bild an, das man freistellen möchte.

 

Beim Prozess der Freistellung werden auch Transparenzen eingebaut, die ok, sind, wenn das Foto auf weißem Hintergrund platziert werden, aber bei anderen Farben sieht man die Farbe zum Beispiel durch den Arm und die Nase durchscheinen.

Beim Prozess der Freistellung werden auch Transparenzen eingebaut, die ok, sind, wenn das Foto auf weißem Hintergrund platziert werden, aber bei anderen Farben sieht man die Farbe zum Beispiel durch den Arm und die Nase durchscheinen.

 

Hier sieht man das freigestellte Foto auf schwarzem Hintergrund und erkennt eher die Problemstellen.

Hier sieht man das freigestellte Foto auf schwarzem Hintergrund und erkennt eher die Problemstellen.

Freistellen funktioniert auch mit importierten Fotos

Ich dachte zuerst, dass diese Funktion nur für Fotos funktioniert, welche auch mit dem iPhone geschossen wurden, da diese Fotos eine Tiefeninformation durch den Lidar-Scanner integriert haben.

Tatsächlich funktioniert das aber mit allen Fotos – auch solchen, die man per Hand in die Fotomediathek gelegt hat und die keinerlei weitere Informationen als die Bilddaten enthalten.

Hier ein Beispiel, wie gut das Freistellen auch funktionieren kann. Sogar die Haare am Arm wurden passend ausgeschnitten.

Hier ein Beispiel, wie gut das Freistellen auch funktionieren kann. Sogar die Haare am Arm wurden passend ausgeschnitten.

 

Dass das dunkle Huhn (unsere Regina) trotz des schattigen Hintergrundes so gut freigestellt wurde, lässt mich grübeln, ob iOS nicht doch die Tiefendaten der Fotos auswertet, wenn sie vorhanden sind (Fotos: Sir Apfelot)..

Dass das dunkle Huhn (unsere Regina) trotz des schattigen Hintergrundes so gut freigestellt wurde, lässt mich grübeln, ob iOS nicht doch die Tiefendaten der Fotos auswertet, wenn sie vorhanden sind (Fotos: Sir Apfelot).

Qualität des Freistellens eher für den Hobbygebrauch

Wer jetzt meint, der könne auf Tools wie Mask AI oder die Online-Freistellungsdienste wie remove.bg verzichten, der wird wahrscheinlich enttäuscht sein, denn die Qualität der Freistellung ist eher mittelmäßig. Bei manchen Motiven funktioniert es recht gut, aber bei anderen nur sehr eingeschränkt. Aber insgesamt sind die Ergebnisse für so eine Nebenbei-Funktion recht beeindruckend.

Meine aktuelle Empfehlung für vernünftige Ergebnisse ist da eher das oben genannte Tool Mask AI, zu dem ich gerade einen Beitrag plane, da es ein bisschen manuelle Arbeit mit künstlicher Intelligenz verbindet und damit erstaunlich gute Ergebnisse liefert. Aber dazu mehr in einem kommenden Bericht.

Remove.bg habe ich auch mal schnell mit dem Foto der Frau ausprobiert und hier sind alle Problemstellen sauber bearbeitet worden. Im Notfall kann man also auch dieses Online-Tool mal nutzen.

So sieht das Ergebnis mit dem Tool remove.bg aus. Nachteil dieser Lösung: Man muss pro Bild etwas zahlen – auch wenn es nur wenig ist.

So sieht das Ergebnis mit dem Tool remove.bg aus. Nachteil dieser Lösung: Man muss pro Bild etwas zahlen – auch wenn es nur wenig ist.

 



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