IPv4 und IPv6 – Unterschied der Internetadressen einfach erklärt

Um ein Gerät im Internet identifizieren, zuweisen, ansprechen und mit Daten beliefern zu können, braucht es eine IP-Adresse. IP steht dabei für „Internet Protocol“, das Netzwerkprotokoll, das dem weltweiten Netz zugrunde liegt. Ich glaube, das gehört bei den meisten zum Grundwissen. Was aber schon weniger Leute wissen, ist, was es mit IPv4 und IPv6 auf sich hat. Wo ist der Unterschied bei den Internetadressen? Hier findet ihr die Antwort auf diese Frage.

IPv4 und IPv6 im Vergleich – was ist der Unterschied der Internetadressen-Generationen? Hier bekommt ihr die Antwort!

IPv4 und IPv6 im Vergleich – was ist der Unterschied der Internetadressen-Generationen? Hier bekommt ihr die Antwort!

Das ist IPv4

Eine IP-Adresse mit dem Zusatz v4 geht auf den „RFC 791“-Standard von 1981 zurück und bezieht sich mit seiner Zahl auf den Exponenten von zwei. 24 ist 32 und damit wären wir auch schon bei der Bit-Zahl dieses Protokolls. Eine IPv4-Adresse besteht aus 32 Bit und aus maximal 12 Ziffern. Diese 12 Ziffern werden in vier Blöcken mit Zahlen von 0 bis 255 aufgeteilt. Hier drei Beispiele: 

  • 127.0.0.1 (Meist als Localhost verwendet)
  • 85.13.161.12 (IP-Adresse von Sir Apfelot)
  • 255.255.255.255 (nur ein Beispiel)

Aufgrund der Bestückung der IPv4 mit vier Blöcken zu jeweils 256 verschiedenen Zahlen sind 2564 bzw. 232 Kombinationen möglich. Ausgeschrieben sind das 4.294.967.296 Kombinationen, was rund 4,3 Milliarden sind. Das reicht bei der Hälfte der Weltbevölkerung gerade einmal für jeweils ein Internetgerät pro Person. Und genau deshalb gibt es IPv6.

Das ist IPv6

Die IP-Adresse mit dem Zusatz v6 geht auf den „RFC 2460“-Standard von 1998 zurück. Auch hier kann die Zahl wieder für den Exponenten von 2 herhalten; denn eine solche IP-Adresse besteht aus 128 Bit und bietet insgesamt 32 Zeichen Platz, die in acht Blöcken zu je vier Zeichen dargestellt werden. Neben Ziffern gibt es hier aber auch Buchstaben. Hier drei Beispiele:

  • 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344 (voll ausgeschrieben, da alle Blöcke beschrieben sind)
  • 2001:0db8:0000:08d3:0000:8a2e:0070:7344 (ausgeschrieben, obwohl 0-Blöcke vorhanden sind)
  • 2001:db8:0:8d3:0:8a2e:70:7344 (Blöcke mit Nullen können zu 0 zusammengefasst und anfängliche Nullen, wie vor der 70, entfernt werden)

Bei IPv6 (früher auch IPng genannt) sind dank der 32 Zeichen, die neben Ziffern auch Buchstaben sein können, viel mehr Kombinationen möglich. Insgesamt können 2128 verschiedene Adressen vergeben werden, was ausgeschrieben 340.282.366.920.938.463.463.374.607.431.768.211.456 sind, kurz: etwas mehr als 340 Sextillionen. Also ein bisschen mehr als bei der IP-Adressen-Generation davor 😉

IPv4 und IPv6 im Vergleich – viel mehr Informationen

Nun wisst ihr, wo für Laien (also auch für mich) der Unterschied zwischen IPv4 und IPv6 liegt. Allerdings gibt es noch viel mehr Hintergründe, Informationen und Details zu den beiden Protokollvarianten. Von der genauen Anwendung über besondere Adressen hin zu Begriffen wie Unicast oder Multicast… Da gibt es eine Menge, womit ich an dieser Stelle den Rahmen sprengen könnte. Aber dann würde ich auch nur die folgenden Wikipedia-Artikel abschreiben 😀

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