Leserfrage: homekit-kompatible Rauchmelder für das Ferienhaus

HomeKit kompatible Rauchmelder

Vorhin kam eine Frage von meinem Leser Lars rein, mit dem ich schon vor Wochen einmal gemailt hatte, da er für die Überwachung seines Ferienhauses ein paar Tipps brauchte. Derzeit beschäftigt ihn das Thema Rauchmelder und da er mit Apple-Geräten arbeitet, wollte er wissen, welche Brandmelder-Modelle homekit-fähig sind.

Seine Frage kurz und knackig:

Hallo Jens! Covid-19 hat alles einwenig verzögert, dennoch möchte ich es jetzt angehen. Hast Du noch eine Idee für 3x Rauchmelder die ich am Apple Home-Kit anschließen und überwachen kann?

Es ist schon bezeichnend, wenn ich als besten Rauchmelder für HomeKit einen Google Nest wähle, der eigentlich von Haus aus kein HomeKit unterstützt. Mit einem speziellen Hub, präsentiert er sich jedoch als HomeKit-Gerät (Foto: Google Nest).

Es ist schon bezeichnend, wenn ich als besten Rauchmelder für HomeKit einen Google Nest wähle, der eigentlich von Haus aus kein HomeKit unterstützt. Mit einem speziellen Hub präsentiert er sich dann dennoch als HomeKit-Gerät (Foto: Google Nest).

Lösung 1: Google Nest mit Starling Home Hub

Ja, die Google Nest Produkte sind von Haus aus nicht mit Apple HomeKit kompatibel, aber es gibt eine einfache und gut funktionierende Lösung, um diese ganzen Nest-Produkte ins heimische HomeKit einzubinden: den Starling Home Hub.

Diese kleine Box bildet quasi eine Brücke zwischen HomeKit und Google Nest und so ist es möglich, dass auch Google Nest Rauchmelder, Überwachungskameras und andere Geräte der Nest-Familie in der Home-App erscheinen wie ganz normale HomeKit-Geräte.

Der Starling Home Hub ist hier erhältlich und kostet aktuell um die 90 US-Dollar.

Mit dem Starling Home Hub lassen sich Nest Geräte in HomeKit einbinden – so bekommt man den (aus meiner Sicht) besten Rauchmelder in die HomeKit-Umgebung.

Warum ich diesen Weg über einen Hub vorschlage? Weil ich den Komfort und den Funktionsumfang der Google Nest Geräte sehr angenehm finde. Die Nest Rauchmelder bieten zum Beispiel eine automatische Nachtlicht-Funktion, checken sich regelmäßig selbst auf ihre Funktion und bieten interessante Optionen, was die Benachrichtigung und Kopplung untereinander betrifft.

So wird man nicht sofort mit einem ohrenbetäubenden Warnton auf einen möglichen Brand hingewiesen, sondern erhält vor dem echten Alarm einen Hinweis mit einer menschlichen Stimme. So bleibt genug Zeit, um den Nest Rauchmelder vorübergehend stummzuschalten, falls man nur seine Pizza hat anbrennen lassen.

Rauchmelder mit CO-Sensor und Brandspektrumssensor

Dazu ist es der einzige Rauchmelder, der – meines Wissens – auch über einen Kohlenmonoxidsensor verfügt und damit auch vor diesem Gas warnen kann. Das ist für alle Leute interessant, die einen Kaminofen oder eine Gastherme betreiben.

Der ebenfalls eingebaute Brandspektrumssensor ist in der Lage, sowohl offene Brände mit Rauchentwicklung als auch langsam brennende Schwelbrände zu erkennen. Diese Kombination aus CO-Sensor und Brandspektrumssensor macht ihn einzigartig in der Riege der Brandmelder.

Wer wie ich diese Option mit Hub und Google Nest Rauchmeldern interessant findet, kann sich bei Amazon oder Cyberport einen Dreierpack der Nest Rauchmelder holen. Natürlich könnt ihr dort auch einzelne Nest Rauchmelder kaufen, aber in der Regel benötigt man ja mehrere.

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Privatsphäre und Google Nest Geräte

Ein kleiner Hinweis noch zu Google: Das Unternehmen "lebt" davon, dass es Benutzerprofile erstellt und für seine Werbung verwendet. Man kann davon ausgehen, dass man in den Nutzungsbedingungen von den Nest-Geräten irgendwo auch abnickt, dass die Daten, die das Unternehmen dadurch gewinnen kann, auch genutzt werden. Das ist ein Negativpunkt, der bei den folgenden beiden Lösungen wegfällt, denn diese erwirtschaften Gewinne von den Produkten selbst und nicht von den Nutzerdaten.

Lösung 2: HomeKit-kompatible Rauchmelder

Die "einfachere" Lösung, ohne zusätzlichen Hub, bekommt man natürlich, wenn die Rauchmelder selbst schon mit HomeKit sprechen. Hier gibt es zwei Modelle, die ich vorstellen möchte. Die Reihenfolge ist bewusst gewählt und durchaus als Bewertung zu verstehen. 😉

Eve Smoke Rauchmelder

Da ich selbst schon etliche Eve Geräte habe und diese recht gut finde, kann ich den Eve Smoke Rauchmeldern (direkt nach dem Nest) empfehlen. Wie die Google Nest Rauchmelder, verfügen auch die Eve Smoke über einen Selbsttest. Die Eve Geräte reagieren nicht nur bei Rauch, sondern erkennen auch Schwelbrände durch die Hitzesensoren.

Anzumerken ist bei den Eve Geräten jedoch, dass sie über Bluetooth arbeiten und nicht über WLAN. Aus dem Grund ist die Reichweite und die Reaktionszeit etwas schlechter als bei WLAN-basierten Produkten. Ich habe mehrere Lichtschalter und Thermostate von Eve, die mit Bluetooth arbeiten. Bei den Thermostaten habe selbst bei drei Stockwerken im Fachwerkhaus keine Verbindungsprobleme gehabt. Aber sowohl bei den Thermostaten wie auch bei den smarten Steckdosen vergehen meist einige Sekunden, bis sie auf einen Befehl reagieren. Diese Verzögerung sorgt dafür, dass viele Leute um die Eve-Produkte einen kleinen Bogen machen.

Hat man Reichweitenprobleme, kann man diese mit einem speziellen Repeater von Eve beheben, der unter dem Produktnamen "Eve Extend" zu erstehen ist.

Der Eve Smoke Rauchmelder kann durch seinen zusätzlichen Hitzesensor auch Schwelbrände erkennen und eignet sich dadurch auch für Problem-Räume wie Küche und Bad (Foto: Cyberport).

Der Eve Smoke Rauchmelder kann durch seinen zusätzlichen Hitzesensor Schwelbrände erkennen und eignet sich dadurch auch für Problem-Räume wie Küche und Bad (Foto: Cyberport).

Vorteil des Eve Smoke: Er kann auch so eingestellt werden, dass nur der Hitzesensor ausgewertet wird. Dadurch kann er auch in der Küche eingesetzt werden, ohne dass es Fehlalarme bei „rauchigen“ Gerichten gibt.

Die Eve Smoke Rauchmelder sind bei Amazon gerade nicht verfügbar, aber man erhält sie günstig hier bei Gravis oder hier bei Cyberport.

Netatmo Rauchmelder

Ein weiterer Kandidat, den ich in den Ring werfen möchte, ist der smarte WLAN-basierte Rauchmelder von Netatmo. Dieser hat leider „nur“ einen Rauchsensor und ist damit für Bäder und Küchen weniger gut geeignet – dies wird auch auf der Netatmo-Seite so ausgewiesen. Er verfügt jedoch über einen regelmäßigen Selbsttest und kann ebenfalls über HomeKit Benachrichtigungen versenden und den Benutzer über einen möglichen Brand informieren.

Der Netatmo Rauchmelder ist entweder hier bei Amazon, bei Cyberport oder hier bei Gravis zu finden.

Der Rauchmelder von Netatmo hat viele Features, aber ob er einen Schwelbrand detektieren kann, steht in Frage (Foto: Netatmo).

Der Rauchmelder von Netatmo hat viele Features, aber ob er einen Schwelbrand detektieren kann, steht infrage (Foto: Netatmo).

Fazit: Meine Wahl wäre Google Nest

Unter den drei Produkten ist definitiv der Google Nest Rauchmelder die komfortabelste Wahl. Zum einen erkennt er zuverlässig Schwelbrände und normal brennendes Feuer. Zum anderen weist sein CO-Sensor auch auf das gefährliche Kohlenmonoxid hin. Damit ist er vielleicht sogar der sicherste Rauchmelder in der Auswahl. Einzig der Umweg über den Hub ist hier ein kleiner Minuspunkt.

Der Eve Smoke wäre meine zweite Wahl, da er über einen zusätzlichen Hitzesensor verfügt und damit Schwelbrände erkennen kann. Die Möglichkeit, ihn selbst bei rauchigen Küchen einzusetzen, ist ein weiterer Pluspunkt.

Das Schlusslicht bildet aus meiner Sicht der Netatmo Rauchmelder. Er erfüllt zwar alle Basics, aber das war es dann auch schon.

Nutzt ihr bereits smarte Rauchmelder in eurem Zuhause? Wenn ja, welche Modelle sind bei euch im Einsatz? Ich freue mich, über euren Input.


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4 Kommentare

  1. Wolf sagt:

    Eve setze ich auch sehr gerne ein. Nur, wenn es von denen nichts gibt, setze ich auf andere Geräte. Es gibt den Extend, damit überbrückt man auch größere Distanzen sehr gut.
    Eve tauscht halt mit niemandem Informationen aus. Ob ich Google noch einen Einblick in mein Leben geben möchte?

  2. con2epa sagt:

    Nicht mal Bauschmerzen bei Google – ein kleines Abwägen müsste doch drin sein, oder kommt das erst vor, wenn Sie Opfer der Datensammelei geworden sind?
    Nebenbei, Sie bewegen sich manchmal ganz schön im Grenzbereich bei Partys. 😉

    Nebenbei, selbst wenn Google so datenschutzfreundlich wäre wie Apple, würde ich deren SmartHome nicht verwenden. Nicht seit derem letzten SmartHome, das mit der sinnbildlichen übersetzen Aussage endete: "Wir stellen das Projekt morgen ein, schalten die Server ab, was ihr mit eurem Zeug macht, ist uns egal. Elektroschrott. Pech gehabt."

    • Wolf sagt:

      Das ist das gute an Apples HomeKit: es läuft über die iCloud, die ich eh schon habe. Würde Apple die iCloud abschalten, wären mindestens 80% ihres Geschäftes weg!

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