Mophie Juice Pack Helium – eine Akku-Hülle für das iPhone 5

Mophie Juice Pack Helium Akku Case
Mophie Juice Pack Helium Akku Case

Das Mophie Juice Pack Helium ist ein elegantes Akku Case, das speziell für das iPhone 5 entworfen wurde (Fotos: Sir-Apfelot).

Die Tage kam bei mir ein interessantes Produkt reingeflattert, das ich als iPhone 5 Zubehör zum Testen bekommen habe: Das Mophie Juice Pack Helium. Hinter dem etwas komplexen Produktnamen verbirgt sich eine Akku-Hülle für das iPhone 5, die laut Hersteller in der Lage ist, das iPhone 5 um 80% aufzuladen. Das heißt, wenn man das vollgeladene Akku-Case an ein iPhone 5 stöpselt, das gerade noch 20% Akku-“Füllstand” hat, dann wird es durch die Hülle wieder auf 100% aufgeladen. Die Geschwindigkeit des Ladens habe ich auch mal gemessen, indem ich den Timer im iPhone auf 10 Minuten gestellt habe und dann das Display abgeschaltet habe. Nach 10 Minuten habe ich wieder drauf geschaut und in dieser Zeit ist der Akkustand von 50% auf 60% gestiegen. So hat man einen ungefähren Eindruck, wie lange es dauert, die kompletten 80% in den iPhone Akku zu “pumpen”.

Akku-Hülle gegen Powerbank – ein ungleicher Kampf

Nun werden einige Leute fragen “Wozu benötige ich ein Akku-Case mit 1500 mAh, wenn ich eine Powerbank haben kann, die über 20000 mAh bietet?” Ich denke, es sind einfach unterschiedliche Anwendungsbereiche. Das Akku-Case ist eine Möglichkeit, um die Akku-Laufzeit des iPhone auf fast das Doppelte zu verlängern ohne dabei die Nutzbarkeit während des Ladens einzuschränken. Man kann dabei das iPhone ohne lästiges Kabel und Akku-Pack in die Tasche stecken und damit arbeiten, spielen oder telefonieren. Wenn ich eine Powerbank anschließe, ist das iPhone gut für 1,5 h “beschäftigt”, weil ich diese Zeit benötige, um es von fast leer auf komplett voll aufzuladen.

Akku-Hülle zusammenstecken

So wird die Mophie Helium Akku-Hülle zusammengesteckt, nachdem das iPhone 5 im oberen Teil der Schale platziert ist. Das Zusammenstecken erfolgt ohne viel Gewalt und hält einwandfrei.

Es gibt aus dem Grund diverse Situationen, in denen entweder die eine oder die andere Möglichkeit sinnvoller erscheint:

  • Für Geocacher oder Wanderer, die das iPhone als GPS-Gerät nutzen, ist sicher die Akku-Hülle ein praktisches Accessoire, da man sie leicht und unauffällig mitnehmen kann.
  • Für Radfahrer kann eine Powerbank sinnvoll sein, da man diese einfach in eine Rahmentasche stecken kann und über ein Kabel dann ans iPhone anschließen kann. Damit kann man auch den ganzen Tag im GPS Modus radeln und die Powerbank stört nicht im Betrieb. Wenn man wirklich mal telefonieren muss, kann man sie ja kurz abstecken. Aber wer will beim Radeln schon telefonieren… 😉
  • Autofahrer werden vermutlich weder die eine noch die andere Lösung nutzen, da sie ja mit einem KFZ-Ladekabel sehr einfach das iPhone laden können.
  • Fleissige Zocker werden sicher gerne die Akku-Hülle verwenden, weil man damit trotz häufigem Spielen recht gut mit einer Ladung über den Tag kommt. Und die Akku-Hülle ist so ergonomisch, dass man das iPhone damit sehr gut halten und bedienen kann.
  • Camper und Zelturlauber sind sicher mit einer Powerbank besser bedient, denn wer wirklich “viel” Power benötigt, um sein iPhone mehrere Tage ohne Steckdose am Laufen halten möchte, der ist mir einer riesigen Powerbank besser dran. Die Betonung liegt hier aber auf “mehrere Tage”!
Mophie Akku-Case Collage

Hier sieht man markante Stellen des Akku-Case direkt nach dem Einbau des iPhone 5.

 

Mein Urteil zur Mophie Akku-Hülle

Helium Akku-Hülle einzeln

Die iPhone 5 Akku Hülle vor dem Zusammenbau.

Nachdem ich das Gerät ausgepackt habe, war ich erstmal überrascht, wie leicht es doch ist. Ich hätte irgendwie ein schweren Klumpen Akku erwartet, aber dieses Gefühl bekommt man nicht wirklich. Auch ist die Hülle kaum als klobig zu bezeichnen. Sie macht das iPhone natürlich 3-4 mm dicker und auch am äußeren Rand kommen 1-2 mm dazu, aber ich finde es nicht schwer, sich daran zu gewöhnen. Meine favorisierte Silikon-Hülle für das iPhone ist auch nicht gerade sehr dünn und trägt etwas auf. Aber mir ist der Schutz wirklich wichtiger als dass ich dafür 0,5 mm Silikon einsparen möchte.

Die Verarbeitung wirkt wertig und auch das Wackel-Problem, das manche Benutzer bei ihren iPhone 5 Hüllen beschreiben, konnte ich nicht nachvollziehen. Anscheinend ist in früheren Versionen etwas zuviel Platz für das iPhone in der Hülle gewesen, so dass es in der Hülle nach oben rutschen konnte, wodurch der Lightning-Ladestecker nicht mehr richtig saß und das iPhone nicht geladen wurde. Ich habe die Hülle samt iPhone richtig durchgeschüttelt und auch mit der Oberkante leicht auf den Tisch geklopft, um das Problem nachvollziehen zu können, aber ich habe es einfach nicht geschafft, dass der Ladevorgang durch einen Wackelkontakt abgebrochen wäre. Ich denke, hier hat der Hersteller nachgebessert.

Auch das Innenleben macht einen vernünftigen Eindruck: Das iPhone wird von unten in die Hülle geschoben, was nur mit etwas Druck möglich ist. Die Paßgenauigkeit ist also auf jeden Fall vorbildlich. Dabei wird die Rückseite des iPhones auch noch von kleinen Gummidämpfern gehalten. Ich nehme an, dass dies verhindern soll, dass kleine Staubkörnchen beim Einschieben die Rückseite zerkratzen können.

Zubehör des Akku-Case Mophie Helium

Hier das ausgepackte Mophie Helium samt Zubehör – mein iPhone gehört natürlich nicht zum Lieferumfang!

Der Einschalter der Hülle ist mit einem Schiebeschalter gelöst, der relativ schwergängig ist. Dadurch wird effektiv vermieden, dass man den Ladevorgang ausversehen beim Einschieben in die Hosentasche oder im Rucksack auslöst. Auch hilfreich ist die Kapazitätsanzeige, die auf einen kurzen Knopfdruck an der Rückseite der Hülle mit Hilfe von 4 weissen LEDs anzeigt, wieviel Ladung noch in der Hülle vorhanden ist. Ich nehme an, dass es dabei in den Schritten 25%, 50%, 75% und 100% geschieht.

Ein Kritikpunkt von vielen Nutzern ist der Kopfhöreranschluß, der durch den verlängerten unteren Teil der Hülle nicht mehr für Kopfhörer und Headsets mit dicken Steckern verwendbar ist. Ich habe es mit dem Original-Apple-Headset ausprobiert und das klappt problemlos – allerdings muss man den Stecker schon an das iPhone stecken, wenn die Hülle noch auseinander gebaut ist (oder mit der Verlängerung arbeiten, die beiliegt). Für alle Kopfhörer, bei denen das nicht funktioniert, hat Mophie im Lieferumfang eine Mini-3,5-mm-Verlängerung beigelegt. Leider ist es technisch nicht möglich, diese direkt als festen Bestandteil des Akku-Case einzubauen, weil dann das iPhone immer davon ausgehen würde, dass ein Headset angeschlossen ist.

Interessant ist natürlich auch das Gewicht der [Akku-Hülle->iphone-5-akku-huelle]. Ich habe sie mal aufgeladen auf die Waage gelegt und da lag sie bei genau 70 Gramm. Das iPhone 5 kommt mit 113 Gramm daher und meine Silikonhülle wiegt genau 20 Gramm.

Mein Fazit zum Mophie iPhone 5 Akku-Case

Mein persönliches Fazit ist, dass die Hülle bei mir für das Geocachen und Wandern zum Einsatz kommen wird. Auf dem Fahrrad kann ich sie leider nicht einsetzen, da ich eine [iPhone-5 Fahrradhalterung->iphone-5-fahrradhalterung] habe, die nur das “rohe” iPhone aufnehmen kann. Dennoch wird sie bei mir sicher kein Schattendasein fristen, denn für einen kurzen Energieschub, kurz bevor der Akku sich verabschiedet, ist sie allemal gut und auch leicht mitzunehmen.

 

 

 

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